Magnesium – der Vitamin D-Aktivator

Magnesium – der Vitamin D-Aktivator

Warum Sie während einer Vitamin D-Einnahme auch Magnesium zu sich nehmen sollten!

Magnesium ist zweifelsohne eines der wichtigsten Mineralien und für über 800 enzymatische Reaktionen im Körper zuständig. So braucht insbesondere Vitamin D den Mineralstoff um aktiviert zu werden. Mit einer erhöhten Vitamin D-Versorgung sollte daher unbedingt eine ausreichende Aufnahme von Magnesium einhergehen, um dessen Wirkung vollständig zu entfalten.

Darüber hinaus sind aber auch viele andere biochemische Prozesse von einer ausreichenden Magnesiumversorgung abhängig. Darüber berichten wir im aktuellen Newsfeed, der sich der beiden weiter unten eingebetteten Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour als Grundlage bedient.


Das Zusammenspiel von Magnesium mit Vitamin D

  • Vitamin D-Umwandlungsprozesse und Aktivierung abhängig von Magnesium 

Damit Vitamin D3 in die aktive Form 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 umgewandelt werden kann, ist Magnesium notwendig. Dabei wird der essentielle Mineralstoff verbraucht und steht dadurch für andere Prozesse im Körper nicht mehr zur Verfügung (siehe Schaubild 1 unten).

Schaubild 1: Umwandlungsprozesse von Vitamin D abhängig von Magnesium

 

  • Vitamin D-Mangel = Magnesiummangel

Durch einen Vitamin D-Mangel kann der Körper auch nicht mehr ausreichend Kalzium aus dem Darm aufnehmen, es kommt daher zu einem Kalziumabfall im Blut. Darauf reagieren die Nebenschilddrüsen mit einer erhöhten Ausschüttung Parathormon (PTH), was neben einer Freisetzung von Kalzium aus den Knochen wiederum eine Verminderung der Kalziumausscheidung über die Nieren bewirkt. Im Gegenzug wird die Phosphatausscheidung über die Nieren erhöht, was aber auch gleichzeitig eine erhöhte Ausscheidung von Magnesium zu Folge hat (siehe Schaubild 2 unten).

 

  • Vitamin D fördert die Aufnahme von Magnesium

Auf der anderen Seite ist ca. 10% der Magnesiumaufnahme von einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel abhängig. Ein Vitamin D-Mangel erschwert damit eine adäquate Grundversorgung mit Magnesium (siehe Schaubild 2 unten).

Schaubild 2: Zusammenhang Magnsium und Vitamin D

 


Magnesiumversorgung – wieviel brauchen wir?

In seinem Informationsvideo bezieht sich Dr. med Edalatpour auf die Aussagen von Dr. Norman Shealy, der für einen gesunden nicht besonders beanspruchten Körper, mindestens 700mg Magnesium Tagesdosis empfiehlt. Dies kann entweder durch bioverfügbare Supplementierung und teilweise auch über die Nahrung erreicht werden. Es sei allerdings gesagt, dass ein Großteil der Bevölkerung diesen Wert ohne bioverfügbare Nahrungsergänzung kaum erreichen kann.

Offizielle Zahlen gehen von einem Magnesiummangel bei ca. 33% der Bevölkerung in Deutschland und 48%  in den USA aus (Schimatschek & Rempis, 2001; Rosanoff, Weaver & Rude, 2012), wobei hier anzumerken ist, dass dabei lediglich der Anteil im Blut ermittelt wird. Die tatsächlichen Zahlen dürften weit höher liegen. Warum das so ist, lesen Sie im folgenden Absatz:

Magnesium befindet sich nur zu 1% im Blut und wird zu 99% in den Zellen gespeichert. Weil sich der Körper bei Mangel das Magnesium aus den Organen, Knochen und Geweben zieht um den Blutspiegel aufrecht zu erhalten, kann mit dieser Methode also nur eine ausgeprägte Unterversorgung festgestellt werden. Ein niedriger Mg-Spiegel stimuliert nämlich die Ausschüttung von PTH (Parathormon), das Kalzium aus Knochen, Niere und Darm freisetzt und somit den Kalziumspiegel im Blutserum auf dem Sollstand hält, während die Zellen aber längst einer Magnesiumunterversorgung ausgesetzt sind (Medalle, Waterhouse & Hahn, 1976) . Liegt der Blutserumspiegel unter 0,85 mmol/l, kann auf jeden Fall von einem zellulären Mg-Mangel ausgegangen werden.


Die breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten von Magnesium sind enorm!

Abgesehen von der Aktivierung des Vitamin D, deckt Magnsium eine breite Palette an medizinischen Einsatzmöglichkeiten ab und findet u.a. Anwendung bei folgenden Krankheitsbildern bzw. biologischen Vorgängen:

  • bei Herzrhythmusstörungen
  • bei Muskelkrämpfen
  • wirkt antidepressiv
  • bei Migräne
  • Insulinwirkung: ohne Mg kann das Insulin keinen Zucker in die Zelle befördern, Mg ist außerdem an der Umsetzung von Zucker in Energie beteiligt
  • Fettverbrennung
  • Störungen der Mitochondrien
  • hilft in der Leber bei Entgiftung
  • Schmerzreduktion: z.B. bei postoperativen Eingriffen
  • Förderung der Darmtätigkeit: kann Verstopfungen vorbeugen oder auflösen
  • positiver Einfluss auf die Wundheilung
  • positiver Einfluss auf die Entzündungshemmung

 

Magnesiummangelsymptome

  • Schlafstörung, Nervosität, Angst und depressive Störungen
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Reizdarmsymptome
  • Kopfschmerzen / Regelschmerzen
  • Krämpfe
  • gestörte Nervenfunktion
  • fehlende Vitamin D-Hormonwirkung
  • zu wenig ATP (Adenosintriphosphat) = Leistungsschwäche

 

erhöhter Magnesiumbedarf besteht bei:

  • sportlicher Aktivität
  • Stress
  • geringer Schlafdauer
  • falscher Ernährung: besonders viel grünes Gemüse dient zur Aufrechterhaltung eines adäquaten Magensiuumspiegels
  • Medikamenteneinnahme (insbesondere bei harntreibenden Medikamenten)
  • chronischen Infekte und Entzündungen
  • nach Operationen

Klicken Sie hier um unseren ganzen Artikel über Magnesium zu lesen!

 

Und hier die Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour:

https://www.youtube.com/watch?v=vzmB7WDZFx8

 

https://www.youtube.com/watch?v=cQNp6pl4na8

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Edalatpour, Frau Nicole Kreft, Michael Siebentritt, Gerhard Moser Dr. Bruno Kugel und allen Beteiligten für das Zurverfügungstellen der Inhalte!


Quellen:

Schimatschek, H. F. & Rempis, R. (2001). Prevalence of hypomagnesemia in an unselected German population of 16,000 individuals. Magnesium research: official organ of the International Society for the Development of Research on Magnesium, 14. Jg., Nr. 4, S. 283-290.

Medalle R., Waterhouse, C., & Hahn, T. J. (1976). Vitamin D resistance in magnesium deficiency. The American Journal of Clinical Nutrition, 29(8), 854-858. doi:10.1093/ajcn/29.8.854

Lass’ die Sonne in dein Herz: Vitamin D als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Lass’ die Sonne in dein Herz: Vitamin D als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Vitamin D und Herz-Kreislauferkrankungen

In Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Die wohl bekanntesten Äußerungen eines erkrankten Herz-Kreislauf-Systems sind Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall oder die im Volksmund bekannte “Schaufensterkrankheit “, einem schmerzhaften Verschluss der Beingefäße.

Auch wenn sicherlich verschiedene Faktoren bei der Entstehung dieser Erkrankungen eine Rolle spielen, belegen inzwischen zahlreiche Studien eine positive (direkte und indirekte) Wirkung von Vitamin D auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Dass das Sonnenhormon einen solchen Einfluss auf Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße hat, ist im Grunde wenig verwunderlich, denn: In verschiedensten Körpergeweben, die bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen, konnten Vitamin D-Rezeptoren nachgewiesen werden.

Die Forschungsliteratur zeigt, dass Vitamin D den Blutdruck senkt, die Funktion von Herz- und Skelettmuskulatur verbessert, und das Risiko für Diabetes (wiederum ein Risikofaktor für Gefäßveränderungen) sowie für Arteriosklerose und Herzinfarkt verringert.

Die Wirkung von Vitamin D am Beispiel des Blutdrucks

In der Framingham-Studie mit 1739 Teilnehmern wurde  in einer Verlaufsbeobachtung von mehr als 5 Jahren  ein verdoppeltes Risiko für einen Herzinfarkt festgestellt, wenn ein erhöhter Blutdruck und ein Vitamin D-Mangel vorlagen (siehe Abbildung; Wang et al., 2008).

Dabei ist die Entwicklung eines hohen Blutdrucks selbst abhängig von der Versorgung mit Vitamin D: Die Messung des Vitamin D-Spiegels bei 12.644 Teilnehmern in der NHANES III Studie zeigte einen um 20% gesenkten altersbedingten Anstieg des Blutdrucks unter den Teilnehmern mit den höchsten Vitamin D-Werten (Judd, Nanes, Ziegler, Wilson & Tangpricha, 2008).

In der Health Professional und der Nurses Health Study wurde bei Studienteilnehmern, die einen Vitamin D Mangel aufwiesen, unter den Männern ein 6,1-fach und bei den Frauen ein 2,7-fach gesteigertes Risiko ermittelt einen Bluthochdruck zu entwickeln (siehe Abbildung; Forman et al., 2007).

Fazit:

Zahlreiche Studien belegen, wie wichtig Vitamin D für die Erhaltung unserer Herz-Kreislauf-Gesundheit ist. Angesichts der Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen der „Killer Nr. 1“ unter den Todesursachen sind, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ein einfacher und dabei effektiver Weg um die Chancen auf ein gesundes und langes Leben zu erhöhen. Hier erfahren Sie mehr dazu, wie hoch der Vitamin D-Spiegel sein sollte und wie Sie ein gutes Vitamin D-Level erreichen können.

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Die in diesem Beitrag besprochenen Inhalte und Abbildungen sind nur ein kleiner Einblick in das Buch “Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention” von Prof. Spitz, Erscheinungsjahr 2009.

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Quellen:

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

Judd, S. E., Nanes, M. S., Ziegler, T. R., Wilson, P. W., & Tangpricha, V. (2008). Optimal vitamin D status attenuates the age-associated increase in systolic blood pressure in white Americans: Results from the third National Health and Nutrition Examination Survey. The American Journal of Clinical Nutrition, 87(1), 136-141.

Wang, T. J., Pencina, M. J., Booth, S. L., Jacques, P. F., Ingelsson, E., Lanier, K., . . . Vasan, R. S. (2008). Vitamin D Deficiency and Risk of Cardiovascular Disease. Circulation, 117(4), 503-511.

Forman, J. P., Giovannucci, E., Holmes, M. D., Bischoff-Ferrari, H. A., Tworoger, S. S., Willett, W. C., & Curhan, G. C. (2007). Plasma 25-Hydroxyvitamin D Levels and Risk of Incident HypertensionHypertension, 49(5), 1063-1069.

Vitamin D-Co-Faktor: Magnesium

Magnesium – die wichtigsten Informationen zum Vitamin D-Co-Faktor!

Magnesium ist zweifelsohne eines der wichtigsten Mineralien und für über 800 enzymatische Reaktionen im Körper zuständig. Bekannt ist das Supermineral für seine muskelentspannende Wirkung, die sich sowohl an den Skelettmuskeln, als auch am Herzmuskel positiv auswirkt. Darüber hinaus sind aber auch viele andere biochemische Prozesse von einer ausreichenden Magnesiumversorgung abhängig. So braucht Vitamin D zwingend u.a. Magnesium für seine Aktivierung. Mit einer erhöhten Vitamin D-Versorgung, sollte daher unbedingt eine ausreichende Aufnahme von Magnesium einhergehen.

 

Der Artikel in Kürze zum Anklicken:

› Das Zusammenspiel mit Vitamin D

› Wie sieht es mit der Magnesiumversorgung aus?

› Die breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten von Magnesium ist enorm

› So optimieren Sie Ihre Magnesiumzufuhr

› Welche Magnesiumpräparate schaffen Abhilfe?

 


Das Zusammenspiel von Magnesium mit Vitamin D

 

  • Vitamin D-Umwandlungsprozesse und Aktivierung abhängig von Magnesium 

Damit Vitamin D3 (Cholecalciferol), das durch UVB-Strahlung auf der Haut entsteht und in 25-Hydroxy-Vitmain D3 und anschließend in die aktive Form 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 umgewandelt werden kann, ist jeweils Magnesium notwendig. Dabei wird der essentielle Mineralstoff verbraucht und steht dadurch für andere Prozesse im Körper nicht mehr zur Verfügung (siehe Schaubild 1 unten), (Deng, X. et al., 2006).

Schaubild 1: Umwandlungsprozesse von Vitamin D abhängig von Magnesium

 

  • Vitamin D-Mangel = Magnesiummangel

Vitamin D-Mangel führt durch die verschlechterte Aufnahme von Magnesium ohnehin zu einem Mangel des Mineralstoffes.  Durch die oben beschriebenen Umwandlungsprozesse, wird dieser bei erhöhter Gabe von Vitamin D weiter potenziert.

Durch einen Vitamin D-Mangel kann der Körper auch nicht mehr ausreichend Kalzium aus dem Darm aufnehmen, es kommt daher zu einem Kalziumabfall im Blut. Darauf reagieren die Nebenschilddrüsen mit einer erhöhten Ausschüttung Parathormon (PTH), was neben einer Freisetzung von Kalzium aus den Knochen wiederum eine Verminderung der Kalziumausscheidung über die Nieren bewirkt. Im Gegenzug wird die Phosphatausscheidung über die Nieren erhöht, was aber auch gleichzeitig eine erhöhte Ausscheidung von Magnesium zu Folge hat (siehe Schaubild 2 unten).

  • Vitamin D fördert die Aufnahme von Magnesium

Immerhin ca. 10% der Magnesiumaufnahme ist von einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel abhängig. Ein Vitamin D-Mangel erschwert damit eine adäquate Grundversorgung mit Magnesium (siehe Schaubild 2 unten).

Schaubild 2: Zusammenhang Magnesium und Vitamin D

 


Magnesiumversorgung – wieviel brauchen wir?

In seinem Informationsvideo (siehe unten) bezieht sich Dr. med Edalatpour auf die Aussagen von Dr. Norman Shealy, der für einen gesunden nicht besonders beanspruchten Körper mindestens 700mg Magnesium Tagesdosis empfiehlt. Dies kann entweder durch bioverfügbare Supplementierung und teilweise auch über die Nahrung erreicht werden. Es sei allerdings gesagt, dass ein Großteil der Bevölkerung diesen Wert ohne bioverfügbare Nahrungsergänzung kaum erreichen kann.

Offizielle Zahlen gehen von einem Magnesiummangel bei ca. 33% der Bevölkerung in Deutschland und 48%  in den USA aus (Schimatschek & Rempis, 2001; Rosanoff, Weaver & Rude, 2012), wobei hier anzumerken ist, dass dabei lediglich der Anteil im Blut ermittelt wird. Die tatsächlichen Zahlen dürften weit höher liegen. Warum das so ist, lesen Sie im folgenden Absatz:

Magnesium befindet sich nur zu 1% im Blut und zu 99% in den Zellen gespeichert. Weil sich der Körper bei Mangel das Magnesium aus den Organen, Knochen und Geweben zieht um den Blutspiegel aufrecht zu erhalten, kann mit dieser Methode also nur eine ausgeprägte Unterversorgung festgestellt werden. Ein niedriger Mg-Spiegel stimuliert nämlich die Ausschüttung von PTH (Parathormon), das Kalzium aus Knochen, Niere und Darm freisetzt und somit den Kalziumspiegel im Blutserum auf Stand hält, während die Zellen aber längst einer Magnesiumunterversorgung ausgesetzt sind (Medalle, Waterhouse & Hahn, 1976) . Liegt der Blutserumspiegel aber unter 0,85 mmol/l, kann auf jeden Fall von einem zellulären Mg-Mangel ausgegangen werden.


Die breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten von Magnesium sind enorm

Unabhängig vom Vitamin D deckt es eine breite Palette an medizinischen Einsatzmöglichkeiten ab und findet Anwendung bei folgenden Krankheitsbildern bzw. biologischen Vorgängen:

  • bei Herzrhythmusstörungen
  • bei Muskelkrämpfen
  • wirkt antidepressiv
  • bei Migräne
  • Insulinwirkung: ohne Mg kann das Insulin keinen Zucker in die Zelle befördern, Mg ist außerdem an der Umsetzung von Zucker in Energie beteiligt
  • Fettverbrennung
  • bei Störungen der Mitochondrien
  • hilft in der Leber bei Entgiftung
  • Schmerzreduktion: z.B. bei postoperativen Eingriffen
  • Förderung der Darmtätigkeit: kann Verstopfungen vorbeugen oder auflösen
  • positiver Einfluss auf die Wundheilung
  • positiver Einfluss auf die Entzündungshemmung

 

Magnesiummangelsymptome

  • Schlafstörung, Nervosität, Angst und depressive Störungen
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Reizdarmsymptome
  • Kopfschmerzen / Regelschmerzen
  • Krämpfe
  • gestörte Nervenfunktion
  • fehlende Vitamin D-Hormonwirkung
  • zu wenig ATP (Adenosintriphosphat) = Leistungsschwäche

Quellen s. u. : Nielsen, Johnson & Zeng, 2010; Bucher, 1991; Köseoglu et al., 2008; Barragan-Rodríguez, Rodríguez-Morán & Guerrero-Romero, 2007

 

erhöhter Magnesiumbedarf besteht bei:

  • sportlicher Aktivität
  • Stress
  • geringer Schlafdauer
  • falscher Ernährung: besonders viel grünes Gemüse von Vorteil
  • Medikamenteneinnahme (insbesondere bei harntreibenden Medikamenten)
  • chronischen Infekten und Entzündungen
  • nach Operationen

So optimieren Sie Ihre Zufuhr

Über die Nahrung

Durch Überzüchtung und Überdüngung der Böden enthalten unsere heute verfügbaren Lebensmittel nicht mehr die hohen Mineralstoffanteile wie das früher einmal der Fall war. Das gilt natürlich auch für Magnesium. Eine zusätzliche Zuführung des Minerals durch bioverfügbare Supplemente ist daher empfehlenswert. Trotzdem gibt es einige Perlen, die in Bezug auf den Magnesiumanteil im Vergleich zu anderen Lebensmittel besonders herausragen.

Lebensmittel mit hohem Magnesiumanteil

Hier haben wir einige herausragende Magnesiumlieferanten aufgeführt:

  • Obst: Bananen, Beeren, Kiwi, Ananas, Orange
  • grünes Gemüse: Grünkohl, Brokkoli, Fenchel, Artischocken, Erbsen, Spinat, Rosenkohl
  • Kerne und Nüsse: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Cashewkerne, Pinienkerne, Mandeln, Erdnüsse

 

 

Auf diese Nahrung sollten Sie möglichst verzichten

Grundsätzlich gilt es den Verzehr von tierischen und industriell verarbeiteten Lebensmittel zu reduzieren – im besten Fall auf letzteres zu verzichten.

Milchprodukte enthalten viele Phosphate, welche die Nebenschilddrüsen anregen Parathormon (PTH) auszuschütten → das wiederum setzt Kalzium und Magnesium aus Knochen und Zähnen frei, bis der Blutspiegel wieder hergestellt wird → fördert Zahn- und Knochenabbau

Fleisch & Fleischprodukte: Tiere aus konventioneller Haltung bekommen meistens stark verarbeitetes Futter, welches im Gegensatz zu Gras sehr wenig Magnesium aufweist. Entsprechend niedrig ist auch der Gehalt an Magnesium in deren Fleisch.

Weißmehl: je stärker Mehl raffiniert wird, desto mehr Mineralstoffe und somit auch Magnesium gehen bei der Verarbeitung verloren.

 

Welche Präparate schaffen Abhilfe?

Magnesium kann oral über Kapseln, Tabletten, Pulver oder Lösungen zugeführt werden und ist in verschiedenen Verbindungen auf dem Markt erhältlich. Hier die Top 3 Empfehlungen von Dr. med. Edalatpour:

  • Trimagnesiumdicitrat: höchster Magnesiumanteil, kann aber Histamin freisetzen
  • Magnesiumglycinat: sehr gut verträglich, höchste Bioverfügbarkeit
  • Magnesiummalat: ebenfalls sehr gut verträglich

Hinzu kommt:

  • Magnesiumthreonat, welches die Bluthirnschranke gut passieren kann und gerade bei kognitiven Störungen zum Einsatz kommt

Beachtet werden sollte dabei, dass die Dosis über den Tag verteilt eingenommen wird, da die orale Aufnahmefähigkeit limitiert ist. Außerdem kann eine Überdosis zu Durchfall führen. Es wird daher geraten die Dosierung anfangs langsam zu steigern.

Eine weitere preiswerte, effiziente und ungefährliche Art den Körper mit Magnesium zu versorgen ist die transdermale Zuführung über die Haut (Chandrasekaran, 2016). Hierzu bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • Magnesium-Öl (ca. 33 g Magnesiumchlorid auf 100 ml Wasser)
  •  Magnesiumfußbad (3-10EL Magnesiumchlorid)
  •  Magnesiumvollbad (300-1000 g Magnesiumchloid)

alle 3 Anwendungen sollten mindestens 45 min angewendet werden.


Und hier die  Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour:

https://www.youtube.com/watch?v=vzmB7WDZFx8

 

https://www.youtube.com/watch?v=cQNp6pl4na8

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Edalatpour, Frau Nicole Kreft, Michael Siebentritt, Gerhard Moser Dr. Bruno Kugel und allen Beteiligten für die Zurverfügungsstellung derer Inhalte!

 


Studien

Schimatschek, H. F. & Rempis, R. (2001). Prevalence of hypomagnesemia in an unselected German population of 16,000 individuals. Magnesium research: official organ of the International Society for the Development of Research on Magnesium, 14. Jg., Nr. 4, S. 283-290.

Rosanoff, A., Weaver, C.M. & Rude, R.K. (2012). “Suboptimal magnesium status in the United States: are the health consequences underestimated?.” Nutrition reviews 70.3: 153-164.

Nielsen FH, Johnson LK, Zeng H.(2010) Magnesium supplementation improves indicators of low magnesium status and inflammatory stress in adults older than 51 years with poor quality sleep. Magnesium Research. 2010;23:158-168. 2) Held K et al. Oral Mg(2+) Supplementation Reverses Age-Related Neuroendocrine and Sleep. EEG Changes in Humans. Pharmacopsychiatry. 2002;35:135-143.  

Bucher SF. Erfahrungen mit Magnesium bei der Behandlung von funktionellen Störungen. Schweizerische Zeitschrift für Ganzheitsmedizin. 1991;2:1-4.  

Köseoglu E et al. The effects of magnesium prophylaxis in migraine without aura. Magnesium Research. 2008;21:101-108.

Barragan-Rodríguez L., Rodríguez-Morán M., & Guerrero-Romero F. (2007). Depressive Symptoms and Hypomagnesemia in Older Diabetic Subjects. Archives of Medical Research, 38(7), 752-756. doi:10.1016/j.arcmed.2007.03.008

Deng X., Song Y., Manson J. E., Signorello L. B., Zhang S. M., Shrubsole M. J., . . . Dai, Q. (2013). Magnesium, vitamin D status and mortality: Results from US National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) 2001 to 2006 and NHANES III. BMC Medicine, 11(1). doi:10.1186/1741-7015-11-187
Medalle R., Waterhouse, C., & Hahn, T. J. (1976). Vitamin D resistance in magnesium deficiency. The American Journal of Clinical Nutrition, 29(8), 854-858. doi:10.1093/ajcn/29.8.854

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Vitamin D-Co-Faktor: Vitamin K2

Vitamin K2 – die wichtigsten Information zum Vitamin D-Co-Faktor

Beginnt man sich intensiver mit dem Thema Vitamin D zu beschäftigen, kommt man am Vitamin D-Co-Faktor Vitamin K2 kaum vorbei. Der folgende Artikel setzt sich anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse intensiv mit der Wirkung und Anwendung von Vitamin K2 auseinander und wurde in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsexperten Dr. med. Edalatpour, auf Basis des unten eingebetteten Informationsvideos, erstellt.

Der Artikel in Kürze zum Anklicken:

› Vitamin K2 im Überblick

› Unterschied zwischen Vitamin K2 und K1

› Vitamin K2 der Knochenbooster

› Weitere wichtige Aufgaben von Vitamin K2

› Für wen ist Vitamin K2 besonders wichtig?

› Vitamin K2 für Kinder und Jugendliche

› Die richtige Dosierung von Vitamin K2


Vitamin K2 im Überblick

Vitamin K2 gehört – so wie die Vitamine D, E und A – zu den fettlöslichen Vitaminen und gilt als essentieller Nährstoff. Vitamin K2 ist für die Aktivierung von Osteocalcin und MGP (Matrix-GLA Protein) wichtig, welche das Kalzium zu den Knochen transportieren und darin einlagert, wo es hingehört. Dabei arbeitet das Vitamin K2 synergetisch mit dem Vitamin D zusammen, das die Bildung von Osteocalcin und MGP fördert. Gleichzeitig werden Verkalkungen von Blutgefäßen und anderen Geweben verhindert bzw. aufgelöst wie im folgenden Schaubild dargestellt. Vitamin K2 hat aber neben der knochenaufbauenden Funktion auch noch eine ganze Palette von anderen Fähigkeiten, auf die wir weiter unten im Artikel eingehen.

Zusammenhänge zwischen Vitamin D & Vitamin K2

Der Unterschied zwischen Vitamin K2 und Vitamin K1

Vitamin K2 (Menaquinon)

Vitamin K2 wird von Mikroorganismen wie z.B. unserer Darmflora gebildet und kann direkt über unsere Darmzellen aufgenommen werden. Hauptmerkmal von K2 ist vor allem die Kalziumverarbeitung. Der Einfluss auf die Blutgerinnung ist dabei kaum bis gar nicht vorhanden, trotzdem wird bei paralleler Einnahme von Vitamin K2 und Blutverdünnern der Cumaringruppe, zumindest anfangs eine engmaschige Kontrolle von Quick- und INR-Wert empfohlen.

Natürliche Vitamin K2 MK-7 Quellen: Rohes Sauerkraut, Butter, Eidotter, Leber, Natto, manche Käsesorte

» Vit. K2 gibt es in verschiedenen Formen von MK-4–MK-14

» MK steht dabei für Menaqinon, die Zahlen 4-14 geben die Anzahl der Isoprenylseitenketten an, die für die Bioverfügbarkeit ausschlaggebend  sind

» MK 7 in der all-trans Form ist die nützlichste Form: höchste Bioverfügbarkeit, höchste Bioaktivität , höchste Halbwärtszeit → eigenet sich daher am besten für Nahrungsergänzungsmittel

» Speichermöglichkeit im Körper ist beschränkt, natürliches Vitamin K2 hat eine Halbwärtszeit von 3 Tagen,  die Stoffwechselsrate ist hoch → also ist eine tägliche Zufuhr empfohlen

 

Vitamin K1 (Phylloquinon)

Vitamin K2-Quellen

Vitamin K1 reguliert die Blutgerinnung im Körper und kann im Darm zu Vitamin K2 umgewandelt werden, sofern eine gesunde Darmflora vorhanden ist. Diese Fähigkeit wird allerdings durch Medikamente wie Antibiotika stark beeinträchtigt und kann dabei sogar verloren gehen. Phylloquinon kommt in jeder Grünpflanze (wie zum Beispiel dem Grünkohl) vor, da diese das Vitamin zur Chlorophyllerzeugung benötigen. Je mehr Chlorophyll in der Pflanze, desto mehr Vitamin K1 enthält sie auch.

Hinweis:

Vitamin K1 sollte nicht mit Blutgerinnungsmittel aus der Cumaringruppe, wie das bekannte Marcumar,Warfarin oder Acenocoumaro, eingenommen werden, da die Wirkung dieser aufgehoben wird. Andere Blutverdünner, z.B. Aspirin, sind davon nicht betroffen.


Vitamin K2 als Knochenbooster

Als besonders augenscheinlich entpuppt sich bei Betrachtung zahlreicher Studien die Wirkung von Menaquinon auf unsere Knochen.

Vitamin K2 als Schutz vor Osteoporose

Etwa 7,8 Millionen Menschen sind in Deutschland von Osteoporose, einer schleichenden Krankheit die Knochenschwund auslöst, betroffen. Obwohl Vitamin K2 ein wichtiger Faktor für den Knochenstoffwechsel und die Knochenmasse ist, wird ihm bei Osteoporose kaum Beachtung geschenkt.

Es sind Studien vorhanden, die nachweisen, dass ein ausreichender Vitamin K2-Spiegel zur Prävention der altersbedingten menopausalen Osteoporose beiträgt und das Risiko osteoporotischer Knochenbrüche aufgrund von Osteoporose verringert.

Zusammenhang zwischen Knochengesundheit und Vitamin K2 durch Studien immer offensichtlicher

In einer koreanischen Studie (Kim  S. et al., 2010) wurde belegt, dass aktives Osteocalcin entscheidend zur Knochendichte beiträgt. Vor allem Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren zeigten eine höhere Konzentration an inaktivem Osteocalcin, was auf einen erhöhten Bedarf an Vitamin K2 hinweist.

In einer 2011 veröffentlichten japanischen Studie (Nakano T. et al., 2011) mit Hüftfrakturpatienten war der durchschnittliche Vitamin K- und Vitamin D-Spiegel wesentlich niedriger als in einer gesunden Kontrollgruppe. 90% der untersuchten Patienten wiesen darüber hinaus einen Vitamin D-Mangel auf.

Bei einer weiteren, ebenfalls in 2011 durchgeführten japanischen Studie (Fujita Y. et al., 2011) wurde bei Männern im Alter von 65 Jahren und älter, eine höhere Einnahme von Vitamin K2 aus dem fermentierten Sojabohnengericht Natto mit einer signifikant höheren Knochendichte an der Hüfte sowie einem signifikant niedrigerem Spiegel an inaktiven Osteocalcin assoziiert.

Weitere wissenschaftliche Erkenntnisse:

  • Vitamin K2 wirkt auch auf die Mikroarchitektur der Knochen, genauergesagt auf die Kollagenbildung und die Kollagenorganisation (Iwamoto, J., 2009).
  • Vitamin K2 regt die Bildung von knochenaufbauenden Osteoplasten an, während es die knochenabbauenden Osteoklasten hemmt (Yamaguchi, M., 2010).
  • 180 µg Vitamin K2 täglich führt zu signifikant höherer Knochenmineraldichte. Dies zeigte sich bei einer placebokontrollierten Doppelblindstudie im Jahre 2010 (Forli, L., 2010), die an Patienten mit Lungen- oder Herztransplantation durchgeführt wurde.
  • Vor allem Frauen nach den Wechseljahren sind, durch fehlendes Östrogen und der damit einhergehenden schlechteren Einlagerung von Kalzium in den Knochen, von Osteoporose betroffen und profitieren daher besonders von einer Vitamin K2-Zuführung (Booth, S. L., 2004).

Vitamin K2 – das Multitalent

Weitere wichtige Aufgaben von Menaquinon:

  • … schützt durch die Aktivierung von Osteocalcin und MGP vor Kalkablagerungen in Gefäßen (Arteriosklerose), wie 2007 in einer Studie mit Ratten nachgewiesen wurde (Schurgers et al., 2007), und somit auch vor Krampfadern. 
  • … hemmt Kalkablagerungen in Weichteilgeweben.
  • … reduziert Sterblichkeit durch Herz-Kreislauferkrankungen, wie die Studien von Ueland (2010) und Geleijnse (2004) darlegen.
  • … verbessert die Insulinproduktion und -aufnahme.
  • … schützt das Gehirn vor freien Radikalen.
  • … hilft bei Alzheimertherapie und dessen Vorbeugung.
  • … schützt Gelenke und beugt Arthritis vor.
  • … schützt die Haut vor Elastizitätsverlust.
  • … schützt vor Karies.
  • … kann bei Kindern Wachstumsbeschwerden und Zahnfehlstellungen verhindern.
  • … wirkt bei der Krebsprävention (siehe Studie von Nimptsch, Rohrmann, Kaaks & Linseisen, 2010).

Für wen ist Vitamin K2 besonders wichtig?

  • für Personen, die unter Blutgerinnungsstörung leiden
  • für ältere Personen mit Knochenerkrankung
  • für Personen mit Erkrankung der Blutgefäße (Arteriosklerose)
  • für Kinder und Jugendliche, zum Aufbau und zur Stärkung der Knochen und Zähne
  • für Personen mit empfindlichen Zähnen und Zahnhälsen

Ein Vitamin K2-Mangel tritt vermehrt auf bei:

  • unzureichender Zufuhr von Vitamin K über die Ernährung
  • Alkoholismus
  • chronischen Lebererkrankungen
  • zystischer Fibrose
  • chronischen Magen-Darm-Erkrankungen
  • Darmresektionen
  • Adipositaschirugie (Magenbypass-Operationen)
  • Medikamenteneinnahme (z.B. Antibiotika)
  • bei Menschen mit Übergewicht bzw. Adipositas

Vitamin K2 für Kinder und Jugendliche

Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Großteil der Kinder an Vitamin K-Mangel leidet. Die durchschnittliche Zufuhr hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verringert und die momentane Aufnahme scheint für einen optimalen Erhalt der Knochenmasse nicht ausreichend zu sein.

Kinder und Erwachsene über 40 Jahren zeigen in Studien den größten Anteil an Vitamin K2-Mangel. Dementsprechend könnten diese beiden Personengruppen am meisten von Vitamin K2-Nahrungsergänzung in Form von MK-7 profitieren.

  • Je höher die Knochendichte in jungen Jahren, desto länger kann sie erhalten werden.
  • Durch ausreichend Vitamin K2 kann Kalzium richtig verwertet werden. Vitamin D alleine reicht dazu nicht aus.
  • Der Osteocalcingehalt junger Knochen ist 10 x höher, wodurch der K2 Bedarf ebenfalls erhöht ist.

Dosierung

Schon kleine Dosierungen von 90 µg/Tag führen lt. Dosis-Wirkungs-Studie (Theuwissen et al., 2012) zu einer signifikanten Erhöhung der Vitamin K2-Konzentration und somit zu einer verbesserten Aktivierung der Proteine Osteokalzin und Matrix-GLA. Kleineren Dosierungen bis 45 µg/Tag konnten keine Wirkungen nachgewiesen werden.

Dr. Edalatpours Empfehlungen nach eigener Einschätzung

100 µg/Tag in Form MK7 all-trans für gesunde Erwachsene bis 90 kg Körpergewicht

200 µg/Tag in der MK7 all-trans Form empfehlenswert:

  • bei Körpergewicht über 90 kg
  • bei Verkalkungen von Gefäßen und Weichteilen
  • bei Lebensalter über 60 Jahre
  • bei chronischer Erkrankung

Bei hohen Vitamin D-Gaben sollte man die Dosierung ab 50.000 I.E. Vitamin D täglich verdoppeln bzw. ab 100.000 I.E. verdreifachen. Achtung: derartige hohe tägliche Vitamin D-Gaben können toxisch sein und werden nur bei bestimmten Behandlungsprotokollen von ärztlicher Seite eingesetzt.


Klicken Sie auf das Bild um die Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour anzusehen

https://www.youtube.com/watch?v=1Hr9lpnROiY

 

https://www.youtube.com/watch?v=u5fXlGUp6a4

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Edalatpour, Frau Nicole Kreft und allen Beteiligten für die Zurverfügungsstellung derer Inhalten!

 


Studien (Beispiele):

Kim, S., Kim, K., Kim, B., Joo, N., Kim, K., & Lee, D. (2010). Correlation of Undercarboxylated Osteocalcin (ucOC) Concentration and Bone Density with Age in Healthy Korean Women. Journal of Korean Medical Science, 25(8), 1171. doi:10.3346/jkms.2010.25.8.1171

Nakano T., Tsugawa N, Kuwabara A, Kamao M, Tanaka K, Okano T. (2011). High prevalence of hypovitaminosis D and K in patients with hip fracture. Department of Health and Nutrition, Osaka Shoin Women’s University, 4-2-26 Hishiyanishi, Higashiosaka-shi, Osaka 577-8550 Japan

Fujita, Y., Iki, M., Tamaki, J., Kouda, K., Yura, A., Kadowaki, E., . . . Kurumatani, N. (2011). Association between vitamin K intake from fermented soybeans, natto, and bone mineral density in elderly Japanese men: The Fujiwara-kyo Osteoporosis Risk in Men (FORMEN) study. Osteoporosis International, 23(2), 705-714. doi:10.1007/s00198-011-1594-1

Iwamoto, J., Sato, Y., Takeda, T., & Matsumoto, H. (2009). High-dose vitamin K supplementation reduces fracture incidence in postmenopausal women: A review of the literature. Nutrition Research, 29(4), 221-228. doi:10.1016/j.nutres.2009.03.012

Yamaguchi, M. (2010). Vitamin K2 stimulates osteoblastogenesis and suppresses osteoclastogenesis by suppressing NF-κB activation. International Journal of Molecular Medicine. doi:10.3892/ijmm.2010.562

Forli, L., Bollerslev, J., Simonsen, S., Isaksen, G. A., Kvamsdal, K. E., Godang, K., . . . Bjortuft, O. (2010). Dietary Vitamin K2 Supplement Improves Bone Status After Lung and Heart Transplantation. Transplantation, 89(4), 458-464. doi:10.1097/tp.0b013e3181c46b69

Booth, S. L., Broe, K. E., Peterson, J. W., Cheng, D. M., Dawson-Hughes, B., Gundberg, C. M., . . . Kiel, D. P. (2004). Associations between Vitamin K Biochemical Measures and Bone Mineral Density in Men and Women. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 89(10), 4904-4909. doi:10.1210/jc.2003-031673

Schurgers, L. J., Spronk, H. M., Soute, B. A., Schiffers, P. M., Demey, J. G., & Vermeer, C. (2007). Regression of warfarin-induced medial elastocalcinosis by high intake of vitamin K in rats. Blood. doi:10.1182/blood-2006-07-035345

Ueland, T., Gullestad, L., Dahl, C. P., Aukrust, P., Aakhus, S., Solberg, O. G., . . . Schurgers, L. J. (2010). Undercarboxylated matrix Gla protein is associated with indices of heart failure and mortality in symptomatic aortic stenosis. Journal of Internal Medicine, 268(5), 483-492. doi:10.1111/j.1365-2796.2010.02264.x

Geleijnse, J. M., Vermeer, C., Grobbee, D. E., Schurgers, L. J., Knapen, M. H., Meer, I. M., . . . Witteman, J. C. (2004). Dietary Intake of Menaquinone Is Associated with a Reduced Risk of Coronary Heart Disease: The Rotterdam Study. The Journal of Nutrition, 134(11), 3100-3105. doi:10.1093/jn/134.11.3100

Nimptsch, K., Rohrmann, S., Kaaks, R., & Linseisen, J. (2010). Dietary vitamin K intake in relation to cancer incidence and mortality: Results from the Heidelberg cohort of the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Heidelberg). The American Journal of Clinical Nutrition, 91(5), 1348-1358. doi:10.3945/ajcn.2009.28691

Theuwissen, E., Cranenburg, E. C., Knapen, M. H., Magdeleyns, E. J., Teunissen, K. J., Schurgers, L. J., . . . Vermeer, C. (2012). Low-dose menaquinone-7 supplementation improved extra-hepatic vitamin K status, but had no effect on thrombin generation in healthy subjects. British Journal of Nutrition, 108(09), 1652-1657. doi:10.1017/s0007114511007185

Fehlinformationen über Vitamin D

Fehlinformationen über Vitamin D

Fehlinformationen über Vitamin D im Umlauf

Immer wieder fällt es auf, dass Menschen mittels Fehlinformationen von der Einnahme oder Eigenproduktion von Vitamin D über die Sonne abgehalten werden. Dabei werden die Konsumenten über Negativberichterstattung und Angstmacherei, bewusste Erschütterung des Selbstbewusstseins und gezielte Förderung von Unwissenheit in die Irre geführt.

Dr. med. Edalatpour zeigt in seinem Video (siehe unten) auf, dass es gleichgültig ist ob Sie Akademiker sind, einen Doktoren- oder Professorentitel haben oder einfach ein klar denkender Interessent sind, denn Wissen ist für alle da und kann von jedem selbst angeeignet werden. Im Video und der hier aufgeführten Zusammenfassung erfahren Sie, welchen bewussten Irreführungen Sie nicht auf den Leim gehen sollten, wenn Sie sich über Vitamin D informieren.


So erkennen Sie Fehlinformationen über Vitamin D:

Unseriöser Umgang mit Studien:
  • diese werden oftmals ohne Quellenangaben oder Verlinkung zur Studie zitiert 
  • müssten vom Leser für Geld gekauft werden und sind daher nicht einzusehen
  • fehlerhafte Interpretation teilweise schlechter Studien, die nicht das aussagen was im Artikel behauptet wird
Schlechte Studien sind solche, bei denen:
  • den Probanden Vitamin D über eine monatliche Dosierung verabreicht wird
  • minimale Dosierungen supplementiert werden, die sogar für Säuglinge kaum messbare Auswirkungen mit sich bringen
  • der Vitamin D Spiegel vor und nach der Dosierung nicht gemessen wurde, sodass ein aussagekräftiger Vergleichswert nicht zur Verfügung steht

Obwohl bekannt ist, dass monatliche Dosierungen nicht oder kaum positive Effekte zeigen – sofern man nicht nur die Knochengesundheit betrachtet – , werden darauf basierende Studien in Artikeln immer wieder für die Wirkungslosigkeit für Vitamin D herangezogen. Eine, wenn möglich tägliche, aber zumindest regelmäßige Gabe von Vitamin D ist für die vollumfängliche Wirkung des Sonnenvitamins von großer Bedeutung. Hierbei sollte man sich die Arbeiten von Dr. Bruce Hollis zu Gemüte führen.


Ein Beispiel wie man bei Studien nicht vorgehen sollte:

In einer im Video erwähnten Studie, war der Vitamin D3 Spiegel der Teilnehmer mit durchschnittlich 33 ng/ml schon von Anfang an überdurchschnittlich hoch. Nun wurde eine Hälfte der Teilnehmer mit einer sehr geringen Dosierung von nur 2000 I.E. supplementiert, was bei diesem Ausgangsspiegel relativ wenig Auswirkungen mit sich brachte. Der anderen Gruppe wurden keine Vitamin D Präparate sondern Placebos verabreicht. Trotzdem spricht sich das Resultat eigentlich eindeutig für das Vitamin D aus, da in der Placebogruppe 64 Krebsfälle und in der Vitamin D3 Gruppe 45 Krebsfälle auftraten. 

Da dieses Ergebnis aber aufgrund von falscher Ausführung eine statistische Signifikanz knapp verpasste, wurde daraus eine Nutzlosigkeit von Vitamin D als Krebsprävention abgeleitet. Entscheiden Sie selbst, in welcher Gruppe Sie lieber gewesen wären und wie das Ergebnis gewesen wäre, wenn angemessene Dosierungen angewendet worden wären.

Dem gegenüber stehen im Übrigen hunderte Studien, die sehr klar aufzeigen, dass die Sonne und Vitamin D einen positiven Einfluss auf die Krebsprävention und vieler anderer Erkrankungen haben. 


Falschbehauptungen über Vitamin D
Häufige falsche Behauptungen:

„Im Winter bekomme man Vitamin D3 durch die Sonne, da man braun wird.“

Richtig ist: für die Vitamin D-Produktion durch Besonnung benötigt man UVB-Strahlung, die Bräune entsteht aber durch die UVA-Strahlung.

„Vitamin D3 wird synthetisch hergestellt und ist somit giftig.“

Tatsache ist: Vitamin D-Präparate werden aus Schafwollwachs (Lanolin) oder vegan aus Flechten, also natürlich, gewonnen.

„Vitamin D verursacht angeblich Nierenschäden.“

Hierzu gib es weder Studien noch Indizien, Vitamin D scheint sich sogar positiv auf die Nieren auszuwirken. Lediglich bei Dosen weit oberhalb von 10.000 I.E./Tag besteht theoretisch die Gefahr einer Hyperkalzämie.

Zuletzt gibt Dr. med. Edalatpour noch den Hinweis, dass Berichte, die sich zwar mit Vitamin D3 auseinandersetzen, nicht aber mit dessen Cofaktoren, generell kritisch zu betrachten sind.

Sehe Sie sich das ganze Video von Dr. med. Edalatpour hier an:

https://www.youtube.com/watch?v=DNwR1YDP37Q

 

Foto: www.pixabay.com

Wie wichtig ist die Vitamin D-Versorgung bei Kindern?

Wie wichtig ist die Vitamin D-Versorgung bei Kindern?

Dass die seit Jahrzehnten als Folge von Vitamin D-Mangelerscheinung anerkannte Kinderkrankheit Rachitis, nur die Spitze einer sich endlos hinziehenden Liste von durch Vitamin D-Mangel bedingten Krankheitsbildern bei Kindern darstellt, ist durch breite Forschung hinreichend bewiesen.  Denn Untersuchungen bestätigen: durch Vitamin D-Mangel in der Schwangerschaft und Kindheit, werden auch Asthma, Allergien, Neurodermitis, Autismus, Diabetes Typ 1 und 2 und auch Zahnerkrankungen wie Karies begünstigt.

Diesem Thema widmet sich Dr. med. Arman Edalatpour in seinem YouTube-Vortrag (siehe unten). Dabei verweist er auf eine ausführliche Untersuchung aus Finnland, bei der man die Vitamin D-Dosis für Kinder seit 1960 in 4 Stufen verringert hat. Von 4.500 I.E. auf letztendlich 400 I.E. täglich, wurde die Vitamin D-Gabe an den Kindern sukzessive herabgesetzt – sehr zum Leid der jungen Probanden:

Besonders um das Jahr 1991, als die verabreichte Vitamin D-Dosis am niedrigsten war, explodierte die Häufigkeit von Diabetes und allgemeiner Autoimmunkrankheiten. Erst als ab dem Jahr 2003 verschiedene Kindernahrungsmittel (z.B. Milchprodukte) mit Vitamin D angereichert wurden, konnte man 3 Jahre später eine weitere Zunahme dieser Erscheinungen stoppen.


Kinder leiden in Deutschland häufig an Vitamin D-Mangel

Vitamin D-Unterversorgung bei Kindern sehr verbreitet

Mit Durchschnittswerten von unter 20 ng/ml anstatt mindestens 30 ng/ml Vitamin D im Blut, ist auch der Großteil der deutschen Kinder von einem Vitamin D-Mangel betroffen. Dies zeigen übereinstimmende Erhebungen von Prof. Dr. Spitz und dem Robert Koch Institut.

Dem könnte man mittels Vitamin D-Gaben entgegenwirken, wie es bislang leider nur bei Säuglingen üblich ist. Bei Säuglingen wird die verabreichte Vitamin D-Menge von 500 I.E./Tag, allerdings nur über die Verhinderung der Kinderkrankheit Rachitis argumentiert.

Zum Vergleich: in der BRD bekamen Säuglinge zwischen 1950 und 1970 Stoßtherapien von 200.000-400.000 I.E. Vitamin D verabreicht, in der DDR sogar 6 x 600.000 I.E.. Toxische Auswirkungen sind weder aus der BRD noch aus der DDR bekannt. Auffällig ist, dass es zur Zeit der hohen Vitamin D-Supplementierung in der DDR – trotz höherer Schadstoffbelastung in der Luft und Umwelt – kaum Allergien gab.

Dr. med. Edalatpour empfiehlt bei Kindern zwischen dem 1. und dem 12. Lebensjahr eine regelmäßige Verabreichung von 140 I.E. Vitamin D pro Kilogramm Körpergewicht. Eine Aufbauphase sei in diesem Alter noch nicht empfehlenswert. Ein vorhandener Mangel solle aber in jedem Fall mit höheren Gaben bis max. 10.000 I.E. / Tag ausgeglichen werden. Bei Kindern ab 12 Jahren können Sie, wie bei Erwachsenen, unseren gratis Vitamin D-Rechner für die Abschätzung der täglichen Dosierempfehlung heranziehen. 

Gerade in der Wachstumsphase sind die Co-Faktoren von Vitamin D sehr wichtig, wie Dr. Edalatpour am Ende seines Videos erklärt. Bedingt durch Knochen- und Zahnwachstum ist eine optimale Versorgung mit hochwertigem Vitamin K2, Calcium und Magnesium von hoher Bedeutung.


Bitte vergessen Sie aber nicht: ein regelmäßiger, aber mäßiger Aufenthalt an der Sonne mit unbedeckter Haut (bei gleichzeitiger Vermeidung von Sonnenbränden) und eine gesunde Ernährung mit insbesondere pflanzlichen Nahrungsmitteln, die reich an Mikronährstoffen sind, macht eine Supplementierung im Idealfall überflüssig.

Hier können Sie sich den Vortrag von Dr. Edalatpour anschauen: 

https://youtu.be/BWtEne-fK10

Verursacht Solariennutzung Hautkrebs?

Verursacht Solariennutzung Hautkrebs?

Keine seriösen Beweise für Zusammenhang zwischen Melanomen und Solariennutzung

Obwohl von verschiedenen Stellen immer wieder gewarnt wird, dass künstliche UV-Strahlung per se eine negative Auswirkung auf schwarzen Hautkrebs habe, konnte hierfür bislang noch kein seriöser Beleg erbracht werden. Zu diesem Schluss kam Professor Dr. Jörg Reichrath, leitender Oberarzt der dermatologischen Klinik am Universitätsklinikum Homburg. Dieser hat nämlich sämtliche Studien in Bezug auf die Solariennutzung der „Medlin“ und „ISI Web of Science“ Datenbanken durchforstet.

Gegenteilige Veröffentlichungen beziehen sich auf Untersuchungen, deren mangelhafte Datenlage keine kausalen Zusammenhänge beweisen. Zwar zeigen die Studien eine leicht erhöhte Melanom-Rate bei Solariennutzung, allerdings wurden dabei entscheidende Einflüsse vernachlässigt: Beispielsweise kann die Solariennutzung ein Indikator für auch sonstigen übermäßigen Sonnenkonsum und infolgedessen häufigere Sonnenbrände sein. Das könnte wiederum das Risiko für Melanome erhöhen.

Auch seitens der EU und WHO publizierte Berichte, die eine sichere Obergrenze von UV-Strahlung ausschließen, kann von Professor Reichrath und seinen Kollegen nicht bestätigt werden. Laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, geht das Team um Reichrath davon aus, dass eine maßvolle Nutzung von Solarien keine negativen Auswirkungen auf die Bildung von schwarzem Hautkrebs hat.

Sonnenbank

Die Forschungsergebnisse von Prof. Reichrath und seinem Team können durch weitere Studien untermauert werden, die zeigen, dass eine regelmäßige Besonnung und die damit verbundene Vitamin D-Produktion sogar vor der Bildung von Melanomen schützt. So stellte man zum Beispiel in einer Studie (Godar et al.) aus dem Jahr 2009 eine erhöhte Melanom-Gefahr für Berufstätige, die in geschlossenen Räumen arbeiten, fest. Im Gegensatz dazu werden Menschen, die großteils der Sonne ausgesetzt sind, deutlich häufiger vor schwarzem Hautkrebs verschont.

Entscheidend für eine gesundheitsfördernde Besonnung ist also ein angemessener UVB-Anteil, weil dieser die körpereigene Vitamin D-Produktion ankurbelt. Dabei ist es egal, ob die Besonnung aus einer künstlichen Quelle wie Solarien, oder direkt von der Sonne konsumiert wird.


Quelle:

Jörg Reichrath, P. D. (2018). Kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Solariennutzung und Schwarzem Hautkrebs [Abstract]. Info Campus International. doi:Anticancer Research 38: 1111-1120 und 1187-1199 (2018)

Godar, D. E., Landry, R. J., & Lucas, A. D. (2009). Increased UVA exposures and decreased cutaneous Vitamin D3 levels may be responsible for the increasing incidence of melanoma. Medical Hypotheses, 72(4), 434-443. doi:10.1016/j.mehy.2008.09.056

Wir brauchen IHRE Stimme!

Als Träger der Initiative SonnenAllianz nimmt die Deutsche Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (dsgip.de) aktuell an der Aktion “Du und dein Verein” der ING-DiBa teil.

Dabei hat die Stiftung die Chance, 1000 € für wichtige gemeinnützige Projekte zu erhalten. Diese Summe würde sehr helfen diese Projekte erhalten und ausbauen zu können.

Alles, was die Stiftung dazu braucht, ist Ihre Stimme!

Das Voting läuft noch bis Dienstag, 07.11.2017, um 12 Uhr.

Hier Sie können Sie für die DSGIP Ihre Stimme abgeben:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Wie sieht ein gesunder Umgang mit der Sonne aus?

Wie sieht ein gesunder Umgang mit der Sonne aus?

Sicheres Sonnen statt Sonnen Abstinenz

Lange Zeit warnten uns Ärzte und Gesundheitsexperten mittels wohlgemeinter Aufklärungskampagnen über die gesundheitlichen Schäden des Sonnenlichts und propagierten die ständige Nutzung von Sonnenschutzmaßnahmen oder besser noch vollständige Sonnen Abstinenz. Heute wissen wir, dass die Panikmache vor dem Sonnenlicht nicht vollständig unbegründet, aber zumindest unverhältnismäßig war.

Langjähriges, exzessives Sonnenbaden kann das Risiko auf verschiedene Arten von Hautkrebs erhöhen. Jedoch gibt es reichlich wissenschaftliche Belege, dass die gesundheitlichen Vorteile des Sonnenlichts überwiegen, wenn es sich um ein vernünftiges Maß an Besonnung ohne das Auftreten von Sonnenbrand handelt.

Natürliches Sonnenlicht – die beste Vitamin D-Quelle

Vitamin D durch natürliches Sonnenlicht

Solange man sich vor dem „zuviel“ an Sonne schützt, ist das natürliche Sonnenlicht die beste Art und Weise, das Sonnenhormon Vitamin D zu produzieren. Der Körper stellt mit Hilfe des UV-B-Anteils im Strahlungsspektrum des Sonnenlichtes  eine Vorform des Vitamin D her, nämlich Calciferol (Vitamin D3). Calciferol ist exakt die Form des Vitamin D, die unser Körper für seine Vorratshaltung einsetzt. Der Körper produziert so viel Calciferol, wie er braucht, und stellt die Produktion dann ein. Es besteht also kein Risiko der Überdosierung bzw. Produktion toxischer Dosen des Vitamins durch die Sonne. Theoretisch besteht dieses Risiko jedoch bei oraler Einnahme zu hoher Dosen von Vitamin D als Supplement. Allerdings liegen die dazu erforderlichen Mengen um den Faktor zehn höher als die für eine normalgewichtige Person empfohlenen tägliche Dosis (kritisch wird es erst ab 40.000 I.E. anstelle von empfohlenen 4000 I.E.). Entgegen den weit verbreiteten Warnungen vor der Toxizität von Vitamin D findet sich in Wirklichkeit eine außerordentliche therapeutische Breite, die viele Medikamente vermissen lassen.

UV-Strahlen

Die Strahlen der Sonne bestehen aus Lichtwellen verschiedener Frequenz. Um Sonnenschutzmaßnahmen sinnvoll einzusetzen – d.h. um sich vor den Risikofaktoren zu schützen und trotzdem genügend Vitamin D aufzunehmen – ist es wichtig, die Funktionen und Risikofaktoren der verschiedenen UV-Strahlen zu verstehen.

Hier sehen Sie die Eigenschaften der UV-A und UV-B Strahlen im Überblick:

 

UV-A-Strahlen

UV-B-Strahlen

Vitamin D Bildung …regen keine Vitamin D-Bildung an …veranlassen die Vitamin D-Bildung in der Haut, die wiederum zahlreiche Gesundheitswirkungen hat; die Vitamin D-Synthese ist in Deutschland nur um die Mittagszeit von etwa 10 – 15 Uhr zwischen April und Oktober möglich (erfahren Sie hier mehr zu den Faktoren, die die UV-B-Strahlung bzw. die Vitamin D-Synthese beeinflussen).
Bräunung …dunkeln das in den Melanozyten durch die UV-B-Strahlen gebildete Melanin und sind so für die Sofortbräunung der Haut zuständig. …veranlassen die Melanin-Bildung in der Haut (dunkler Hautfarbstoff, verantwortlich für die Bräunung) und sorgen für eine dauerhafte Hautbräunung.
Barrieren …sind zu jeder Tages- und Jahreszeit präsent und erreichen auch im Schatten, bei wolkigem Himmel und durch Glas hindurch die Haut. Schutz kann durch Kleidung oder Verwendung von Sonnencreme geboten werden. …erreichen bei wolkigem Himmel, im Schatten, hinter Glas und bei schützender Kleidung oder Sonnencreme nicht die Haut; es kann dann also kein Vitamin D gebildet werden.
Sonnenbrand …verursachen bei Überdosierung Sonnenbrand: Die UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als die UV-B-Strahlen. Das UV-A-Spektrum des Sonnenlichts wird bei übermäßiger Bestrahlung für die vorzeitige Hautalterung und – etwa durch die Bildung der freien Radikale in den tieferen Hautschichten – auch für den Hautkrebs verantwortlich gemacht. …verursachen bei Überdosierung Sonnenbrand: Eine zu lange, ungeschützte Bestrahlung durch UV-B kann Sonnenbrand verursachen. Um Vitamin D zu bilden, reicht es jedoch aus, täglich ca. 10-20 Minuten (helle Hauttypen benötigen die kürzere Zeit) in der Sonne zu verbringen (mindestens mit unbedeckten Armen und Beinen); längeres Sonnen bringt nichts für die Vitamin D-Produktion.

Um Vitamin D zu produzieren, sollte man sich in Deutschland also zwischen 10 und 15 Uhr (von Ostern bis Oktober) circa 10-20 Minuten (je nach Hauttyp) zumindest mit ungeschützten Armen und Beinen bei wolkenfreiem Himmel in die Sonne begeben (je größer die exponierte Hautfläche ist, umso mehr Vitamin D wird produziert).

Wer sich längere Zeit in der Sonne aufhält sollte sich durch Sonnenschutzmaßnahmen vor Sonnenbrand schützen.

Schutzmaßnahmen

Wolken und Schatten als Sonnen Blockade?

Viel verbreitet ist die Annahme, dass man bei wolkigem Himmel oder im Schatten keinen Sonnenbrand bekommen kann und somit auf Sonnenschutzmittel verzichten könne. UV-A-Strahlen gelangen jedoch durchaus auch durch Wolken und treffen auch im Schatten auf unsere Haut. Dabei können sie Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs auslösen.

Kleidung schützt

Um Sonnenbrand zu vermeiden, bietet uns vor allem unsere Kleidung Schutz. Ein besonders wichtiges Kleidungsstück ist die Kopfbedeckung. Ein Sommerhut oder eine Kappe schützen nicht nur unsere Augen und  die empfindliche, dünne Haut, die unsere Augen umgibt, sondern auch die sogenannten Sonnen-Etagen des Kopfes (Stirn, Ohren, Jochbögen, Nase und Lippen), die die bevorzugten Orte der Entstehung des weißen Hautkrebses sind.

Um die Augen selbst zu schützen, empfiehlt sich bei grellem Licht das Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Filter. Letzterer ist wichtiger als die Dunkelfärbung der Gläser. Wer allerdings den ganzen Tag mit einer dunklen Brille auf der Nase das Sonnenlicht von seinen Augen aussperrt, muss sich nicht wundern, wenn er nachts nicht schlafen kann: helles Licht am Tag ist dafür verantwortlich, dass im Gehirn das Schlafhormon Melatonin gebildet wird.

Natürliche, nicht chemische Sonnencreme

Vorsicht bei der Wahl der Sonnencreme!

Falls ein Schutz durch Kleidung nicht ausreichend möglich ist, nutzen Sie Sonnencreme, wenn Sie der Sonne längere Zeit ausgesetzt sind.

Beim Kauf von Sonnencremes ist es wichtig auf die Inhaltsstoffe zu achten. Die meisten handelsüblichen Sonnencremes beinhalten schädliche Chemikalien: Eine in 90% der Sonnencremes eingesetzte Chemikalie, die UV-B-Strahlen absondert, ist Octinoxat. Octinoxat tötet Studien zufolge schon in geringen Dosen Zellen von Mäusen ab und hat unter Sonneneinstrahlung eine besonders toxische Wirkung.

Auch der häufig eingesetzte UV-A-Filter Avobenzon hat toxische Eigenschaften.

Weiterhin zeigten verschiedene Studien, dass die häufig verwendeten Chemikalien von der Haut absorbiert werden und in unseren Blutkreislauf übergehen. Dies trifft auch für chemische Verbindungen zu, die erst durch den Einfluss der energiereichen Sonnenstrahlen aus den zum Sonnenschutz verwendeten Chemikalien entstehen und deren Zusammensetzung niemand kennt.

Bei den folgenden chemischen Inhaltsstoffen sind gesundheitliche Schäden nicht auszuschließen:

  • Octinoxat (Octylmethoxycinnamat)
  • Avobenzon (Butylmethoxydibenzoylmethan)
  • Paraaminobenzoesäure
  • Octylsalicylat
  • Oxybenzon (Benzophenone-3)
  • Cinoxat
  • Padimate-O
  • Ensulizol (Phenylbenzimidazolsulfonsäure)
  • Homosalate
  • Sulisobenzon (Benzophenon-4)
  • Menthylanthranilat
  • Trolamine Salicylat
  • Octocrilen

Weiterhin sollte bei der Auswahl der Sonnencreme darauf geachtet werden, dass der Schutz vor sowohl UV-A-Strahlung als auch UV-B-Strahlung gewährleistet wird. Einige Sonnencremes schützen nämlich lediglich vor UV-B-Strahlen.

Aufmerksam sein

Trotz aller Sonnenschutzmaßnahmen erreicht immer eine gewisse Dosis UV-Strahlen die Haut. Wer sich längere Zeit in der Sonne aufhält, sollte stets aufmerksam seine Haut beobachten und aus der Sonne gehen, bevor die Haut sich rötet.