Vitamin D schützt vor und hilft bei Diabetes und seinen Folgeschäden

Vitamin D schützt vor und hilft bei Diabetes und seinen Folgeschäden

Weltweit leiden zu Beginn der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts 463 Millionen Menschen an einem Diabetes. Bis zu 90 % der Neu-Erkrankungen könnten durch einen gesünderen Lebensstil verhindert werden. Ein wichtiger und vor allem leicht umzusetzender Faktor für einen gesünderen Lebensstil ist es, seinen Vitamin D-Spiegel zu optimieren. Denn neue Studien zeigen: Vitamin D hilft Diabetes zu vermeiden und reduziert Folgeschäden.

Vitamin D-Spiegel von >50 ng/ml mit 71% geringerem Risiko verbunden

An einer Studie, die Ende 2020 veröffentlicht wurde, nahmen 2423 Prädiabetiker teil. Sie erhielten täglich 4000 I.E. Vitamin D, um zu untersuchen, ob dies das Risiko für Typ-2-Diabetes verringern würde.
Ergebnis: Jede Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels um 10 ng/ml reduzierte das Risiko für Typ-2-Diabetes um 25%. Bei denjenigen, die Vitamin-D-Spiegel von >50 ng/ml erreichen, sank das Risiko sogar um 71%.

Schlussfolgerung der Studienautoren: "die tägliche Vitamin D-Supplementierung zur Aufrechterhaltung eines Vitamin D-Spiegels von 40 ng/ml ist ein vielversprechender Ansatz zur Reduzierung des Diabetesrisikos bei Erwachsenen mit Prädiabetes (1)."


Vitamin D hilft auch bei der Behandlung diabetischer Folgeschäden

Sogar dann, wenn zu viel Zucker im Blut bereits zu Schädigungen geführt hat, kann Vitamin D helfen, sofern es in ausreichender Dosierung verabreicht wird. Wenn dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel das Nervensystem angreifen, nennt man diesen Folgeschaden “diabetische Neuropathie”.

Das Forscherteam um Pinzon RT konnte durch eine achtwöchige Gabe von 5000 I.E. Vitamin D beachtliche Erfolge im Verlauf dieser diabetischen Folgeerkrankung erzielen. An der  kontrollierten randomisierten Studie, die im Dezember 2021 veröffentlicht wurde, nahmen 68 Patienten mit diabetischer Neuropathie teil, von denen die Hälfte ausschließlich mit einer Standardtherapie und die andere Hälfte zusätzlich mit Vitamin D versorgt wurden.

Ergebnis: In der Vitamin D-Gruppe verbesserten sich die Bewertungen nach der “Visuellen Analogskala” (VAS) mit -3,34 Punkten signifikant mehr als in der Vergleichsgruppe (-2,37).
Der symptomatische brennende Schmerz reduzierte sich in der Vitamin D-Gruppe auf 1,76 im Vergleich zu 6,18. Die Stimmung verbesserte sich um 88,2%, in der Vergleichsgruppe nur  um 70,6%.

Schlussfolgerung der Autoren: "Die Zugabe von oralem Vitamin D 5000 I.E. zur Standardbehandlung verbessert Schmerzen, Stimmung und Vitamin-D-Spiegel signifikant effektiver als die Standardbehandlung alleine bei Patienten mit diabetischer Neuropathie (2)."


Vitamin D im Jugendalter verhindert Diabetes im Alter

Und auch im neuen Jahr gibt es neue Erkenntnisse in Sachen Diabetes. In einer kürzlich publizierten Analyse aus dem Januar 2022 wird erwogen, die iranische Jugend flächendeckend mit Vitamin D zu versorgen.
In einem nationalem Gesundheitsprogramm, bei dem über eine Millionen Gymnasiasten für neun Monate mit 50.000 I.E. Vitamin D täglich versorgt wurden, stellte sich heraus, dass damit das Risiko im Erwachsenenalter an Diabetes zu erkranken drastisch reduziert wird.

Konkret schlussfolgert das Wissenschaftlerteam: “Basierend auf den Ergebnissen könnte das nationale Vitamin D-Supplementationsprogramm für iranische Jugendliche eine kosteneffektive Strategie sein, um das Diabetesrisiko im Erwachsenenalter zu reduzieren. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre eine Vitamin D-Supplementierung, insbesondere bei Jugendlichen mit Vitamin D-Mangel, sinnvoll (03).”

Literaturzitate:

  1. Dawson-Hughes, B., Staten, M. A., Knowler, W. C., Nelson, J., Vickery, E. M., LeBlanc, E. S., Neff, L. M., Park, J. & Pittas, A. G. (2020). Intratrial Exposure to Vitamin D and New-Onset Diabetes Among Adults With Prediabetes: A Secondary Analysis From the Vitamin D and Type 2 Diabetes (D2d) Study. Diabetes Care, 43(12), 2916–2922. https://doi.org/10.2337/dc20-1765
  2. Pinzon, R. T., Wijaya, V. O. & Veronica, V. (2021). The Benefits of Add-on Therapy of Vitamin D 5000 IU to the Vitamin D Levels and Symptoms in Diabetic Neuropathy Patients: A Randomized Clinical Trial. Journal of Pain Research, Volume 14, 3865–3875. https://doi.org/10.2147/jpr.s341862
  3. Zandieh, N., Hemami, M. R., Darvishi, A., Hasheminejad, S. M., Abdollahi, Z., Zarei, M. & Heshmat, R. (2022). Economic evaluation of a national vitamin D supplementation program among Iranian adolescents for the prevention of adulthood type 2 diabetes mellitus. BMC Complementary Medicine and Therapies, 22(1). https://doi.org/10.1186/s12906-021-03474-0

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Mit der Kraft der Sonne gegen Diabetes

  1. Langzeitstudie: Diabetesrisiko abhängig vom Vitamin-D-Spiegel
  2. Vitamin D verbessert Funktionsparameter bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern signifikant
  3. Häufiger Schwangerschaftsdiabetes in sonnenarmen Monaten


#1 Langzeitstudie: Diabetesrisiko abhängig vom Vitamin-D-Spiegel

Der Vermutung, dass häufiges Auftreten des Typ 2-Diabetes mit reduzierter Sonnenexposition und damit einhergehender schlechterer Vitamin-D-Ausbeute zusammenhängt, wurde in einer amerikanischen Kohortenstudie aus dem Jahr 2019 Vorschub geleistet, deren Erhebungszeitraum bereits 1977 begann. Untersucht wurden 903 Erwachsene, im Durchschnitt 74 Jahre alt, die weder an einem  Diabetes noch Prä-Diabetes litten.

Zwischen den Jahren 1997 und 2009 traten 47 Fälle von Diabetes und 337 Fälle von Prä-Diabetes auf. Dabei waren Vitamin-D-Spiegel von mehr als 30 ng/ml mit einem niedrigeren Erkrankungsrisiko verbunden. Bei den Teilnehmern mit Vitamin-D-Spiegeln zwischen 30 und 39 ng/ml wurde das Risiko  um 69%, bei Vitamin-D-Spiegeln von 40-49 ng/ml um 71% gesenkt, wenn die Ergebnisse mit jenen Probanden verglichen wurden, deren Spiegeln unter 30 ng/ml lag (Abb. 1). Diese Langzeitstudie bestätigt übrigens ganz nebenbei, wie erstrebenswert der Zielbereich für Vitamin D im Blut von 40 bis 60 ng/ml ist. Derartig schützende Vitamin-D-Spiegel sind ohne weiteres durch natürliche Sonnenexposition oder die Nutzung moderner Solarien zu erreichen, wie wir in unserem Artikel über Solarienforschung anhand von Untersuchungen bereits belegt haben.

 

Abb. 1: Das Diagramm zeigt anhand der durchgezogenen schwarzen Linie den errechneten Abfall des Risikos, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, in Abhängigkeit vom Vitamin-D-Spiegel. Das umgebende orangefarbene Feld zeigt dabei die Streuung, d.h. die statistisch möglichen Abweichungen. Das Diagramm verdeutlicht den hohen Aussagewert der Studie in einem Bereich von etwa 10 – 70 ng/ml (nach 1).


#2 Vitamin D verbessert Funktionsparameter bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern signifikant

Im Jahr 2017 erschien im Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism eine Metaanalyse zur Wirkung von Vitamin D auf wichtige Funktionsparameter der Diabeteserkrankung. Insgesamt wurden 24 randomisierte kontrollierte Studien mit 1.528 Patienten in die Untersuchung eingeschlossen.

Ergebnis: Unter Vitamin-D-Zufuhr fielen der Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) um 30% ebenso wie der Wert des Nüchternblutzuckers um minus 9 mg/dl eindeutig ab. Auch die sogenannte Insulinresistenz (HOMA-IR) ging unter Vitamin-D-Gabe um den Wert 0,66 zurück. Da die verabreichte Vitamin-D-Dosis in den Studien im Mittel bei 4000 I.E./Tag lag, woraus ein Vitamin-D-Spiegel im Blut von >40 ng/ml resultierte, empfehlen die Autoren Diabetes-Patienten eine minimale Dosis von 4000 I.E./Tag, um ihren Zuckerhaushalt zu verbessern (1). Diese Dosis entspricht auch der grundsätzlichen Empfehlung der internationalen Experten für die Vitamin-D-Zufuhr bei einem Menschen mit 70 kg Körpergewicht .

Eine weitere Metaanalyse aus 47 randomisierten kontrollierten Studien bestätigte 2019 die antidiabetische Wirkung des Sonnenhormons auch bei Nicht-Diabetikern. Erfasst worden waren 44.161 Personen, die nicht an einem Diabetes litten, über eine mittlere Studiendauer von vier Monaten. Alle hatten Vitamin D von 4000 I.E./Tag erhalten. Das Sonnenhormon senkte die Nüchternglukose im Blut eindeutig um 0,11 mmol/l, das Nüchterninsulin um 1,47 mIU/l und das HOMA-IR um 0,32; gleichzeitig stieg der Spiegel im Blut um 16 ng/ml. Vitamin D verbessert also den Insulinstoffwechsel, ohne das Risiko eines Typ 2-Diabetes zu erhöhen, stellen die Studienautoren fest (2).

 


#3 Häufiger Schwangerschaftsdiabetes in sonnenarmen Monaten

Dass eine auffällige Korrelation zwischen dem Auftreten von Schwangerschaftsdiabetes und der Häufigkeit von Schwangerschaftsdiabetes besteht, zeigt eine 2016 veröffentlichte Beobachtungsstudie aus Australien (1). Dabei nahm die Häufigkeit von Schwangerschaftsdiabetes in den sonnenarmen Wintermonaten eindeutig zu (Abb. 2).

Abb. 2: Abhängigkeit der Häufigkeit eines Schwangerschaftsdiabetes in Abhängigkeit von der Jahreszeit in Australien. (Anmerkung: Juni bis August entsprechen auf der Südhalbkugel den Wintermonaten nach 1).

Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2017, in die 87 Beobachtungsstudien und 25 randomisiert kontrollierte Studien mit mehr als 58.000 Frauen während eines Zeitraums von zehn Jahren eingingen berichtete, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel das Risiko für einen Schwangerschaftsdiabetes nahezu verdoppelt. Weiterhin attestierten die Wissenschaftler: Eine Vitamin-D-Intervention während der Schwangerschaft kann die Blutspiegel von Vitamin D, FINS (Nüchterninsulin), FPG (Nüchternplasmaglukosespiegel), HOMA-IR (Insulinresistenzindex), Glutathion, C-reaktivem Protein und Lipid positiv verändern (2).

2019 wurden auch diese Ergebnisse in einer randomisierten placebokontrollierten Studie bestätigt. Bei 51 Patientinnen mit Schwangerschaftsdiabetes verbesserten sich die Funktionsparameter nach zweimaliger Verabreichung von 50.000 I.E Vitamin D + 1g Kalzium deutlich.

Konkret reduzierte sich der Nüchternplasmaglukosespiegel im Mittel um 0,89 mmol/l, der Seruminsulinspiegel um -13,55 pmol/l und, HOMA-IR um -0,91 während sich der QUICKI-Wert (Quantitativer Insulin Sensitivitäts-Check Index) um 0,02 im Vergleich zum Placebo verbesserte.

Zusätzlich ist eine signifikante Reduktion des “schlechten” Serum-LDL-Cholesterin um -0.23 mmol/l  und eine Erhöhung des “guten” HDL-Cholesterins um +0,15 mmol/l, sowie eine Verbesserung des Verhältnisses des Gesamt-Cholesterin zum HDL-Cholesterin um -0,49 beobachtet worden.

Die Schlussfolgerung der Forscher lautet: Die Supplementation von Kalzium plus Vitamin D bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes hatte positive Auswirkungen auf ihr Stoffwechselprofil (3).

 


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Quellen:

#1 So wirkt die Kraft der Sonne gegen Krebs

  1. Park SK, Garland CF et al (2018). Plasma 25-hydroxyvitamin D concentration and risk of type 2 diabetes and pre-diabetes: 12-year cohort study. Plos One, 13(4). DOI: 10.1371/journal.pone.0193070

#2 Vitamin D verbessert Funktionsparameter bei Diabetikern und Nicht-Diabetikern signifikant

  1. Mirhosseini N, Vatanparast H et al (2017). The Effect of Improved Serum 25-Hydroxyvitamin D Status on Glycemic Control in Diabetic Patients. A Meta-Analysis. In: The Journal of clinical endocrinology and metabolism 102 (9), S. 3097–3110. DOI: 10.1210/jc.2017-0102
  2. Tang H, Li D et al (2018). Effects of Vitamin D Supplementation on Glucose and Insulin Homeostasis and Incident Diabetes among Nondiabetic Adults: A Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. International Journal of Endocrinology, 2018, 1–9. DOI: 10.1155/2018/7908764

#3 Häufiger Schwangerschaftsdiabetes in sonnenarmen Monaten

  1. Verburg PE, Tucker G et al (2016). Seasonality of gestational diabetes mellitus. A South Australian population study. In: BMJ open diabetes research & care 4 (1), e000286. DOI: 10.1136/bmjdrc-2016-000286
  2. Zhang Y, Gong Y et al (2017). Vitamin D and gestational diabetes mellitus. A systematic review based on data free of Hawthorne effect. In: BJOG : an international journal of obstetrics and gynaecology. DOI: 10.1111/1471-0528.15060
  3. Asemi, Z., Karamali, M. & Esmaillzadeh, A. Effects of calcium–vitamin D co-supplementation on glycaemic control, inflammation and oxidative stress in gestational diabetes: a randomised placebo-controlled trial. Diabetologia 57, 1798–1806 (2014). https://doi.org/10.1007/s00125-014-3293-x

 

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Gesund durch UV-Licht

In keinem Pharmalabor der Welt wurde in den vergangenen Jahren und wird auch in den nächsten Jahren eine Substanz entwickelt, die auch nur annähernd die vielfältigen positiven gesundheitlichen Eigenschaften von Vitamin D hat, das in Wirklichkeit kein Vitamin ist, sondern ein Hormon, dessen Vorstufe unter Einwirkung von UV-B-Strahlung in unserer Haut entsteht.

Die Vitamin D-Synthese durch moderates Sonnenbaden ist seit jeher die natürlichste Form einer regelrechten Vitamin D-Versorgung. Ein körpereigener Schutzmechanismus sorgt dafür, dass überschüssiges Vitamin D in biochemisch inaktive Bestandteile zerfällt und schützt so zuverlässig vor Überdosierung. Ähnlich verhält es sich mit künstlicher UV-Bestrahlung durch moderne Solarien. Sie bieten alle Vorteile einer natürlichen Vitamin-D-Synthese, allerdings in einer kontrollierten Umgebung, wo Intensität und Dauer der UV-Exposition individuell auf den Hauttypen eingestellt werden kann

Sonnenlicht - Gesundheitsfördernde Wirkung abseits vom Vitamin D

Auch wenn die Vitamin-D-Produktion einen wesentlichen Teil der gesundheitsförderlichen Wirkungen des Sonnenlichts ausmacht, so hat das breite Spektrum der Sonnenstrahlen zusätzliche Wirkungen auf den Menschen. Der zirkadiane Tag-Nacht-Rhythmus wird maßgeblich vom Sonnenlicht und dem dadurch regulierten Melatonin- und Serotoninhaushalt bestimmt. Das hat positive Folgen - auf die Steuerung des Stoffwechsels, auf Wohlbefinden und gesunden Schlaf. Depressionen können wieder verschwinden, sogar Krebszellen werden ausgebremst. Krankheiten wie Multiple Sklerose, Bluthochdruck und Fibromyalgie reduzieren alleine durch die UV-A-Strahlung bereits ihre Symptome. Sonnenlicht bzw. UV-Strahlung kann daher im Verbund mit Vitamin D zusätzliche therapeutische Erfolge erzielen.

Die UV-Exposition durch natürliche und künstliche Strahlungsquellen hat, gemessen in einer Kombination von Morbiditätsjahren und Sterblichkeit, einen sehr geringen Anteil an den weltweit jährlich entstehenden Krankheitskosten. Jedoch würde eine bewusste drastische Verringerung oder gänzliche Vermeidung von UV-Exposition zu um einen „Faktor 2000!“ höheren Krankheitskosten führen.

Als Referenz für diese Berechnung liegt eine im Jahr 2008 von der WHO durchgeführten Krankheitsstudie zugrunde, welche die gesamte globale Krankheitslast mittels der sogenannten DALY-Kennzahl erfasst. Ein Umstand, der seit 2008 bekannt ist, aber geflissentlich verschwiegen wird (1).

Die permanente sich gegen die Sonne richtende Negativ-Berichterstattung führte im Jahr 2015 zu einer deutschlandweiten Vitamin D-Mangel-Epidemie. Bei sagenhaften 88% wurde bei einer groß angelegten Erhebung des Robert-Koch-Instituts (2) weniger als 30 ng/ml Vitamin D im Blutserum gemessen (sieh Abb.1).

Abb. 1: Ausgehend von einem Grenzwert von 30 ng/ml Vitamin D, findet sich ein Mangel bei nahezu 90% der erwachsenen deutschen Bürger in einem repräsentativen Kollektiv des Robert Koch Instituts (nach 2).


Doch Vitamin D ist eine Substanz, die sowohl in der Prävention als auch in der Therapie von Erkrankungen eine starke Waffe darstellt. In unserem Körper wird Vitamin D für das Funktionieren von beinahe allen Zelltypen und Organen benötigt.

Vitamin D

  • kräftigt Knochen und Muskulatur und senkt das Risiko für Osteoporose, Frakturen und Stürze
  • verbessert die Herzmuskelleistung, den Blutdruck und die Gesundheit der Gefäße
  • stärkt das Immunsystem und verringert das Risiko für Atemwegserkrankungen
  • senkt das Risiko an Krebs zu erkranken und unterstützt die Krebstherapie
  • verringert das Risiko für Diabetes Erkrankungen Typ 1 und Typ 2
  • schützt die Nervenzellen (Parkinson, Alzheimer und MS)

Eine  Beobachtungsstudie (3) mit 849 412 Teilnehmern aus dem Jahre 2014 belegt eine inverse Abhängigkeit zwischen dem Vitamin D-Spiegel und dem Risiko an den gängigsten Krankheiten zu sterben. Ein Vitamin-D-Mangel erhöht demnach die insgesamte Sterblichkeit bei älteren Erwachsenen:

  • 35% höhere Wahrscheinlichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben
  • 14%  höheres Risiko an Krebs zu versterben
  • 30% höheres Risiko an anderen Krankheiten zu sterben
  • 35% generell vorzeitig zu sterben

Im Folgenden haben wir brisante Inhalte, Fragen und Antworten zu den Themen: Sonne, UV-Strahlung, Vitamin D und Gesundheit für Sie aufbereitet.

Quellenangaben:

  1. Lucas, R. M., Mcmichael, A. J., Armstrong, B. K., & Smith, W. T. (2008). Estimating the global disease burden due to ultraviolet radiation exposure. International Journal of Epidemiology, 37(3), 654-667. doi:10.1093/ije/dyn017
  2. Rabenberg, M., Scheidt-Nave, C., Busch, M. A., Rieckmann, N., Hintzpeter, B., & Mensink, G. B. (2015, July 11). Vitamin D status among adults in Germany–results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1). Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4499202/
  3. Chowdhury, R., Kunutsor, S., Vitezova, A., Oliver-Williams, C., Chowdhury, S., Kiefte-de-Jong, J. C.,Franco, O. H. (2014, April 01). Vitamin D and risk of cause specific death: Systematic review and meta-analysis of observational cohort and randomised intervention studies. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3972416/

Bilderquellen:

  1. Foto (Sonnenbank) von luckybusiness-Adobe Stock
  2. Foto von Will van Wingerden auf Unsplash

 

 

Studie: Enorme Risikoreduktion für Prädiabetiker

Studie: Enorme Risikoreduktion für Prädiabetiker

In Deutschland sind derzeit mindestens acht Millionen Menschen von Diabetes betroffen, pro Tag kommen ca. 1600 neue Fälle hinzu. Neben der Ernährung ist Vitamin D ein Schlüsselfaktor in der Prävention von Diabetes. Zwei aktuelle hochqualitative Interventions-Studien bzw. Meta-Analysen beweisen einmal mehr die förderlichen Auswirkungen von Vitamin D auf Diabetes und die nicht-alkoholische Fettleber-Erkrankung. Vitamin D-Spiegel von über 50 ng/ml führen zu einer drastischen Risikoreduktion für Prädiabetiker einen manifesten Diabetes zu entwickeln und verbessern Blutwerte signifikant, auch bei Fettleber.

Vitamin D schützt vor Diabetes - 71% geringeres Risiko für Prädiabetiker

In der aktuellen TD2-Studie aus dem Dezember 2020 wurde die Wirkung einer täglichen Supplementierung mit 4.000 I.E. Vitamin D im Vergleich zu Placebos + max. 1000 I.E. in Bezug auf das Auftreten eines Diabetes verglichen. Die mehr als 2000 teilnahmeberechtigten Probanden erfüllten mindestens zwei von drei glykämischen Kriterien (Nüchternplasmaglukose, Plasmaglucose, HbA1c) für Prädiabetes gemäß den Richtlinien der American Diabetes Association (ADA) von 2010.

Das fabelhafte Ergebnis im Kontext des Vitamin D-Spiegels: Vergleicht man die Vitamin D-Gruppe mit einem Vitamin D-Spiegel von über 50 ng/ml mit der Gruppe mit 20 - 30 ng/ml, so ist bei der ersten Gruppe eine Risikoreduktion um 71% festzustellen. Die Gruppe mit Vitamin D-Spiegeln von 40 - 50 ng/ml hatte gegenüber der Gruppe mit 20 - 30 ng/ml immer noch ein um 52% geringeres Risiko einen Diabetes zu entwickeln.

Die Schlussfolgerung der Studienautoren: Eine tägliche Vitamin D-Supplementierung zur Aufrechterhaltung eines Vitamin D-Spiegels von ≥ 40 ng/ml ist ein vielversprechender Ansatz zur Verringerung des Diabetes-Risikos bei Erwachsenen mit Prädiabetes.


RCT - Vitamin D verbessert Blutwerte bei nicht-alkoholischer Fettleber und Diabetes signifikant

Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) betrifft viele Menschen, nicht nur Übergewichtige und Diabetes-Patienten. In einer Meta-Analyse wurden zehn randomisiert kontrollierte Studien mit insgesamt 544 NAFLD-Patienten einbezogen. Die zusammenfassenden Ergebnisse zeigten, dass zusätzliches Vitamin D die Werte von Serum/Plasma-Nüchternglukose, Insulin und HOMA-IR signifikant und die ALT- und TAG-Werte geringfügig reduzierte.

Das Resümee der Studienautoren lautet wie folgt: Die vorliegende Studie liefert wesentliche Hinweise darauf, dass zusätzliches Vitamin D günstige Auswirkungen auf die Blutzuckerkontrolle und die Insulinsensitivität bei NAFLD-Patienten hat. Vitamin D könnte eine adjuvante Pharmakotherapie der NAFLD sein.


Fazit: Eine optimale Vitamin D-Versorgung sollte bei Prädiabetikern, Diabetikern und NAFLD-Patienten unbedingt in Betracht gezogen werden!

Quellen:

  1. Dawson-Hughes B, Staten MA, Knowler WC, et al. (2020) Intratrial Exposure to Vitamin D and New-Onset Diabetes Among Adults With Prediabetes: A Secondary Analysis From the Vitamin D and Type 2 Diabetes (D2d) Study. Diabetes Care, 43:2916-2922, https://doi.org/10.2337/dc20-1765.
  2. Guo XF, Wang C, Yang T, et al. (2020) Vitamin D and non-alcoholic fatty liver disease: a meta-analysis of randomized controlled trials. Food Funct, 11:7389-7399, https://doi.org/10.1039/d0fo01095b.

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Vitamin D und das tödliche Quartett (Metabolisches Syndrom)

Vitamin D und das tödliche Quartett (Metabolisches Syndrom)

Das Metabolische Syndrom als multikausales Krankheitsbild moderner Zeiten äußert sich durch das gleichzeitige Auftreten von Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Insulinresistenz als Folge eines falschen Lebensstils. Alle 4 Erscheinungen sind Krankheitssymptome, die das Risiko für ein früheres Ableben drastisch erhöhen. Eine Reihe von Studien spricht für einen deutlichen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und dem Krankheitsbild des Metabolischen Syndroms.

Die häufigsten Folgeerscheinungen des Metabolischen Syndroms sind bekannt als Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Verschiedene lebensstilbedingte Veränderungen wie Gewichtsreduktion durch die Einschränkung von Zucker und einfache Kohlenhydrate, regelmäßige Bewegung, Einschränkung des Drogenkonsums inklusive Alkohol aber natürlich auch ernährungstechnische Umstellungen können getroffen werden, um den Stoffwechsel wieder ins Lot zu bringen.

Zusätzlich zu den erwähnten Lebensstilfaktoren zeigen vorhandene Forschungsarbeiten, dass Vitamin D ebenfalls eine wesentlichen Rolle spielt, wenn es um die Verhinderung des Metabolischen Syndroms geht. Beispielsweise kann Vitamin D nachteilige Wirkungen eines aus dem Ruder gelaufenen Stoffwechsels umkehren, indem es Signalmechanismen blockiert oder durch Fettleibigkeit hervorgerufenen Entzündungen entgegenwirkt, die Insulinresistenz verbessert und den Bluthochdruck senkt, so das amerikanische Forschungszentrum für Sonnenlicht, Ernährung und Gesundheit in einer Arbeit aus dem Sommer 2019 (1). Da gerade die Fettleibigkeit jedoch häufig auch mit Bewegungsmangel an frischer Luft einhergeht, wird ein Vitamin D-Mangel begünstigt. Es entsteht ein Teufelskreis.

Optimale Vitamin D-Spiegel senkten die Gesamtmortalität und die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Patienten mit metabolischem Syndrom erheblich, so die Schlussfolgerung der Autoren der Ludwigshafener Risiko-Studie aus dem Jahr 2012, bei der 1801 Patienten mit der Diagnose Metabolisches Syndrom untersucht wurden. 92% der Teilnehmer waren von Vitamin D-Mangel (< 20ng/ml) betroffen, wobei 22% sogar die 10 ng/ml unterschritten, also einen extremen Mangel aufwiesen. Die Gesamtmortalität von Patienten mit optimalen Vitamin D-Spiegeln war um 75% niedriger als die Vergleichsgruppe mit extremem Vitamin D-Mangel (Abb. 1). Für kardiovaskulär bedingte Mortalität wurde sogar eine Reduktion von 85% für die regelrecht Versorgten ermittelt. Auch die Herzinsuffizienz war in dieser Gruppe um ganze 76% geringer (2).

Abb. 1: Die Sterblichkeit bei Patienten mit dem Metabolischen Syndrom steigt mit sinkendem Vitamin D (nach 2).

In China wurde 2016 eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse einen Vitamin D-Mangel als einen Risikofaktor für die Manifestation eines Metabolischen Syndroms bei 270 Patienten mit Typ 2-Diabetes nahe legten. Patienten mit den niedrigsten Vitamin D-Spiegeln und einem BMI >24 wiesen ein 3,26-fach höheres Risiko für ein Metabolisches Syndrom auf. Die chinesischen Forscher stellen in diesem Zusammenhang fest, dass eine Abnahme des Vitamin D-Spiegels um 10 ng/ml das Risiko für ein Metabolisches Syndrom bei solchen Patienten um den Faktor 2 erhöht (3).

Im Jahr 2017 folgten ähnliche Ergebnisse aus Japan, die an gesunden Erwerbstätigen durchgeführt wurde. Von den 1790 Arbeitern im Alter von 18 bis 69 Jahre, wurde ein umgekehrter Trend von Vitamin D-Spiegel und dem Risiko, am Metabolischen Syndrom zu erkranken, dokumentiert. Demzufolge hatten die Probanden, deren Vitamin D-Spiegel die 30 ng/ml-Grenze überschritten, ein um 48% geringeres Risiko am Metabolischen Syndrom zu erkranken, als die Vergleichsgruppe mit Vitamin D-Spiegeln von unter 20 ng/ml (4). So ganz nebenbei unterstreicht dieses Ergebnis im Übrigen wieder einmal mehr die Richtigkeit eines Grenzwertes für einen Vitamin D-Mangel von 30 ng/ml.

2019 bestätigte sich diese Beobachtung bei einer  Forschungsarbeit aus Katar eindrucksvoll: Bei den 700 beobachteten Frauen im Alter von 20-80 Jahren, war das Risiko, ein Metabolisches Syndrom zu entwickeln, bei der Gruppe mit Vitamin D-Werten im unteren Viertel um ganze 92% höher als bei den Frauen, die der Gruppe mit den höchsten Vitamin D-Spiegel angehörten (5).

Fazit: Die Studienlage erlaubt folgende Schlussfolgerungen: Entweder fördert ein Vitamin D-Mangel die Entstehung eines Metabolischen Syndroms oder aber das Metabolische Syndrom begünstigt die Manifestation eines schweren Vitamin D-Mangels. Beides ist katastrophal in Bezug auf damit in Zusammenhang stehenden Krankheitsbilder. Insofern ist ein guter Vitamin D-Spiegel in jedem Fall ein Muss in der Prävention und Behandlung des Metabolischen Syndroms. Neben dem Sonnenhormon sind aber auch weitere wichtige Lebensstilfaktoren zur Prävention des sogenannten "tödlichen Quartetts" von Bedeutung. Zu ihnen zählen eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf Alkoholkonsum und Rauchen, Entspannungsphasen und weitere Maßnahmen die einen gesunden Lebensstil ausmachen.

Quellen:

  1. Moukayed, M., & Grant, W. B. (2019). Linking the metabolic syndrome and obesity with vitamin D status: risks and opportunities for improving cardiometabolic health and well-being. Diabetes, Metabolic Syndrome and Obesity: Targets and Therapy, Volume 12, 1437–1447. doi: 10.2147/dmso.s176933 
  2. Thomas, G. N., Hartaigh, B. o, Bosch, J. A., Pilz, S., Loerbroks, A., Kleber, M. E., … Marz, W. (2012). Vitamin D Levels Predict All-Cause and Cardiovascular Disease Mortality in Subjects With the Metabolic Syndrome: The Ludwigshafen Risk and Cardiovascular Health (LURIC) study. Diabetes Care, 35(5), 1158–1164. doi: 10.2337/dc11-1714 
  3. Pan, G.-T., Guo, J.-F., Mei, S.-L., Zhang, M.-X., Hu, Z.-Y., Zhong, C.-K., … Zhang, Z.-L. (2016). Vitamin D Deficiency in Relation to the Risk of Metabolic Syndrome in Middle-Aged and Elderly Patients with Type 2 Diabetes Mellitus. Journal of Nutritional Science and Vitaminology, 62(4), 213–219. doi: 10.3177/jnsv.62.213
  4. Akter, S., Eguchi, M., Kurotani, K., Kochi, T., Kashino, I., Ito, R., … Mizoue, T. (2017). Serum 25-hydroxyvitamin D and metabolic syndrome in a Japanese working population: The Furukawa Nutrition and Health Study. Nutrition, 36, 26–32. doi: 10.1016/j.nut.2016.02.024
  5. Ganji, V., Sukik, A., Alaayesh, H., Rasoulinejad, H., & Shraim, M. (2019). Serum vitamin D concentrations are inversely related to prevalence of metabolic syndrome in Qatari women. BioFactors. doi: 10.1002/biof.1572

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Aufgedeckt – fehlerhafte Vitamin D-Studien

Aufgedeckt – fehlerhafte Vitamin D-Studien

Was muss man tun, damit das begabteste Kind die Prüfung nicht besteht?

Unter diesem Motto wurde scheinbar eine Studie zum Thema Vitamin D geführt, dessen Ergebnis in der Fachzeitschrift „Medical Tribune“ mit dem Titel: „Falsche Hoffnung Vitamin D“ veröffentlicht wurde.

Der Vitamin D-Experte Dr. Raimund von Helden hat die Arbeit in einem Video (siehe unten) unter die Lupe genommen und führt anschaulich vor, wie die ohnehin zweifelhaften Ergebnisse zusätzlich verdreht wurden.

Zusammenfassung der japanischen Studie (1): 417 randomisierte Krebs-Patienten (Durchschnittsalter 66 Jahre; männlich 66%; Speiseröhrenkrebs 10%; Magenkrebs 42%; Darmkrebs 48%) wurden über einen durchschnittlichen Zeitraum von 3,5 Jahre beobachtet. Während dieser Periode wurde einer Gruppe (251 Probanden) geringe Mengen an Vitamin D (2000 I.E. / täglich) verabreicht, während die andere Gruppe (166 Probanden) Placebos erhielt.

Ergebnis: Bei Krebspatienten, deren Verdauungstrakt vom Tumor betroffen war, führte die Einnahme von Vitamin D im Vergleich zu Placebo nach 5 Jahren zu keiner signifikanten Verbesserung der Krebserkrankung in Bezug auf Mortalität und Rezidive.


Die fünfgliedrige Fehlerkette haben wir hier nach dem Video von Dr. von Helden zusammengefasst:

  • Signifikante Ergebnisse zu Gunsten von Vitamin D wurden nicht gewürdigt: Bei genauer Betrachtung der Ergebnisse stellt man fest, dass sehr wohl signifikante positive Veränderungen bei der Rückfallquote und Sterblichkeit zu verzeichnen waren, wenn der Vitamin D-Spiegel bei den Patienten zu Untersuchungsbeginn zwischen 20-40 ng/ml lag. Trotz einer unangemessenen niedrigen Dosierung von nur 2000 I.E. konnte die krebsfreie Überlebensdauer um 20% gesteigert werden, wenn  ein 25(OH)D-Startlevel von mindestens 20 ng/ml vorlag. Patienten mit niedrigeren Vitamin D-Serumwerten hätten also durch höhere Initialdosen folglich ebenfalls profitieren können.
  • Pauschal 2000 I.E. zu verabreichen ist nicht genug: Führende Vitamin D-Experten sind sich einig, dass 40 ng/ml die Untergrenze für eine gesundheitlich profitable Versorgung mit Vitamin D ist. Der optimale Vitamin D-Spiegel für gesunde Menschen ist daher zwischen 40-60 ng/ml angesiedelt. Bei Krebspatienten wird laut Dr. von Helden jedoch sogar ein Spiegel von 80 ng/ml angestrebt. Um auf diesen Wert zu kommen, müssen in Absprache mit einem Arzt entweder Initialdosen oder weitaus höhere, dem Körpergewicht angepasste Dosierungen verabreicht und laufend gemessen werden.
  • Hintergrundversorgung wurde nicht beücksichtigt: Beide Gruppen hatten im Beobachtungszeitraum eine Vitamin-D-Grundversorung von 1400 I.E.. Das bedeutet, dass tatsächlich Vitamin D-Mengen von 3400 I.E. (100%) und 1400 I.E. (41%) verglichen wurden und nicht wie im Bericht angeführt 2000 I.E. mit 0 I.E.. Die fehlende Signifikanz ist daher nicht überraschend.
  • Die Randomisierung hatte zufällig besonders viele alte Patienten in der Vitamin D-Gruppe: Während in allen anderen Altersgruppen die Placebo-Probanden zahlenmäßig überlegen waren, machten bei der fortgeschrittensten Altersgruppe (74-90 Jahre) die Vitamin D-Probanden mehr als das doppelte aus. Auch wenn angeblich dieser Effekt in der Analyse, wie auch immer, herausgerechnet wurde, wird Vitamin D dadurch in ein schlechtes Licht gerückt.

Schlussendlich ist die Studie nach heutigem Wissenstand ohnehin sehr fragwürdig, da inzwischen zahlreiche Literatur zum Thema Vitamin D und seine positive Wirkung auf das Krebsgeschehen vorhanden ist. Krebspatienten bewusst eine adäquate Vitamin D-Versorgung vorzuenthalten, die zu einem Serum-Spiegel von mindestens 40-60 ng/ml führt, ist nicht nur substanzlos, sondern auch unter ethischen Gesichtspunkten sehr fraglich.

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Diabetes-Studie mit schlechtem Design unterschlägt Fakten

Dass derartiges Vorgehen kein Einzelfall ist, zeigt eine weitere Studienanalyse (3) zum Thema Typ 2-Diabetes aus dem Juni 2019, dessen Zusammenfassung sich wie folgt darstellt:

2423 Teilnehmer, die glykämische Kriterien für Prädiabetes (konstant hohe Zuckerwerte im Blut) erfüllten, wurden durch Randomisierungsverfahren in 2 Gruppen zu 1211 und 1212 Personen unterteilt. Eine Gruppe wurde 24 Monate täglich mit 4000 I.E. Vitamin D supplementiert während die andere Gruppe nur Placebos zu sich nahm. Nach 2,5 Jahren traten bei 293 Teilnehmern der Vitamin D-Gruppe und bei 323 Teilnehmern der Placebo-Gruppe primäre Diabetes-Folgen auf. Das Risiko einen Diabetes zu entwickeln war bei der Vitamin D-Gruppe also nur um 12%, also laut Studienautoren nicht signifikant geringer als in der Placebo-Gruppe.

Nun, die Teilnehmer in der Vitamin D-Gruppe hatten zu Studienbeginn bereits - für den meist unterversorgten Durchschnittsbürger - außergewöhnlich hohe Vitamin D-Spiegel von 27,7 ng/ml und konnten diese in 24 Monaten Supplementationszeit auf durchschnittlich 54,3 ng/ml erhöhen. Die Teilnehmer der Placebo-Gruppe hatten zu Beginn noch höhere 25(OH)D-Werte von > 28 ng/ml. Selbsterklärend, dass bei so hohen Vitamin D-Vergleichswerten keine exorbitanten Veränderungen auf die Entwicklung des Diabetes zu erwarten waren.

Derartige Fehler im Studiendesign sind keine Einzelfälle - doch damit nicht genug! Sieht man sich die Untergruppenanalyse der Studie etwas genauer an, so kommt man zu dem Schluss, dass ein entscheidendes Detail in der Zusammenfassung von den Studienautoren unterschlagen wurde:

Bei den Probanden, deren Vitamin D-Spiegel unter 12 ng/ml lagen, konnte eine 62%-ige Reduzierung des Risikos, einen Diabetes des Typ 2 zu entwickeln, festgestellt werden.

Fazit: Meist lohnt es sich, das Design einer Studie genau unter die Lupe zu nehmen um unsinnige Schlussfolgerungen aufzudecken. Glücklicherweise gibt es auch zahlreiche Gegenbeispiele gut aufgebauter Studien, die grundlegende Erkenntnisse über Vitamin D in ihrem Studiendesign berücksichtigen, wie z.B. die Untergrenze einer optimalen Versorgung ab 40 ng/ml, die Vorteile einer täglichen Vitamin D-Einnahme, oder die zusätzliche Supplementierung mit den Cofaktoren Magnesium und Vitamin K2. 

Quellen:

  1. Urashima, M., Ohdaira, H., Akutsu, T., Okada, S., Yoshida, M., Kitajima, M., & Suzuki, Y. (2019, April 09). Effect of Vitamin D Supplementation on Relapse-Free Survival Among Patients With Digestive Tract Cancers: The AMATERASU Randomized Clinical Trial. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30964526
  2. YouTube-Video von Raimund von helden: https://www.youtube.com/watch?v=akJ9CpWCpCk
  3. Pittas, A. G., Dawson-Hughes, B., Sheehan, P., Ware, J. H., Knowler, W. C., Aroda, V. R., . . . D2d Research Group. (2019, June 07). Vitamin D Supplementation and Prevention of Type 2 Diabetes. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31173679

 

Diabetes

Erkrankungen vom Typ 1-Diabetes und deutlicher noch vom Typ 2 Diabetes zeigen in Deutschland eine zunehmende Häufigkeit. Beide Erkrankungen profitieren offensichtlich nachhaltig von einer verbesserten Vitamin D-Versorgung des Körpers. Sowohl auf die Bildung als auch auf die Wirkung des Diabetes konnten erfreuliche Auswirkungen nachgewiesen werden.


Der Artikel in Kürze:

› Diabetes-Lage in Deutschland und Entstehung

› Die Wirkung von Vitamin D auf Diabetes Typ 1

› Die Wirkung von Vitamin D auf Diabetes Typ 2

› Aktuelle Meta-Studienanalyse

› Stellungnahme Deutsche Diabetes Gesellschaft


Diabetes-Lage in Deutschland und Vitamin D

Im Jahr 2017 gab es in Deutschland über 8 Millionen Menschen, die an einer Zuckererkrankung litten. Bedingt durch die Häufigkeit sowie die zahlreichen Folge- und Begleiterkrankungen (siehe Tabelle 5) führt der Diabetes im Verlauf nicht nur zu erheblichem Leid, sondern auch zu hohen Kosten. Im Jahre 2005 betrugen die Ausgaben für diese Zivilisationserkrankung in Deutschland bereits rund 25 Milliarden Euro. 2016 waren es schon 35 Milliarden Euro!

In Fachkreisen besteht Einvernehmen darüber, dass bei Diabetes genetische Faktoren eine untergeordnete Rolle spielen. Durch einen entsprechenden Lebensstil könnten daher 80 bis 90% der Zuckererkrankungen, und damit auch der Kosten, vermieden werden. Der Einfluss des Sonnenhormons Vitamin D spielt dabei eine besondere Rolle.


Diabetes Typ 1

Neben Infektionen während der Schwangerschaft, einem höheren Alter der Mutter, Kaiserschnitt zur Entbindung, überhöhtem Geburtsgewicht und schneller Gewichtszunahme nach der Geburt wird als mögliche Ursache des Typ-1-Diabetes auch ein Autoimmungeschehen angenommen, dessen Auslöser unter anderem ein Mangel an Vitamin D sein könnte (Soltesz , Patterson & Dahlquist, 2007).

Als Folge der genannten Einflüsse kommt es zur Zerstörung der kindlichen Bauchspeicheldrüse, die das Insulin herstellt, welches für den Zuckerstoffwechsel benötigt wird. Entsprechend sind die betroffenen Kinder auf künstlich hergestelltes Insulin als Ersatz angewiesen.

Im Tierversuch lässt sich beispielsweise der Einfluss von Vitamin D auf die Entstehung des Diabetes Typ 1 deutlich zeigen, indem man während der Schwangerschaft und in der Zeit danach Mäuse in eine Umgebung ohne Vitamin D im Futter und ohne UV-Einstrahlung bringt. Acht Monate nach der Geburt und unter Vitamin D-Mangel zeigen etwa doppelt so viele Nachkommen einen Typ 1-Diabetes im Vergleich zum Kontrollkollektiv (Giulietti et al., 2004).

Ähnliche Ergebnisse finden sich auch in epidemiologischen Studien am Menschen wieder. Bereits 2001 wurde über eine finnische Untersuchung berichtet, in der 12.000 Schwangere untersucht wurden, die im Jahr 1966 schwanger waren. Sie wurden nach der Häufigkeit und der Dosierung von Vitamin D-Gaben bei ihren Kindern befragt und ob der Verdacht auf eine Rachitis (Kinderkrankheit aufgrund von Vitamin D-Mangel) bestanden habe (Hyppönen et al., 2005). Bei der Nachuntersuchung 30 Jahre später hatten diejenigen Kinder, die etwa 2000 I.E. Vitamin D täglich bekamen, ein deutlich reduziertes Risiko für einen Diabetes Typ 1 gegenüber den Kindern, die kein Vitamin D bekommen hatten. Bestand bei den Kleinkindern der Verdacht auf Rachitis aufgrund einer ausgeprägten Vitamin D-Unterversorgung, erhöhte sich der Faktor gar um 3.

Doch nicht nur die Entstehung eines Typ 1-Diabetes sondern auch dessen Verlauf kann laut aktuellen Erkenntnissen durch Vitamin D-Verabreichung positiv beeinflusst werden. Im Jahr 2016 veröffentlichte die Goethe-Universität in Frankfurt eine Doppelblindstudie (Bogdanou et al., 2016), bei der 39 Diabetes-Typ-1-Patienten über 3 Monate mit Vitamin D-Gaben von 4000 I.E. behandelt wurden. Dabei wurde bei den Probanden eine signifikante Abnahme des Insulinbedarfs sowie des HbA1c-Wertes (Blutzuckerlangzeitwert) festgestellt.


Diabetes Typ 2

Inzwischen sind auch Kinder von der früher „Altersdiabetes“ genannten Zuckererkrankung betroffen. Diese können zunächst ausreichend Insulin herstellen. Es wirkt jedoch infolge einer Insulinresistenz nicht mehr ausreichend bei der Verarbeitung des Zuckers und führt somit zu einer Erhöhung des Blutzuckers, was eine zusätzliche Insulinausschüttung und damit einhergehende Erkrankungen zur Folge hat (siehe Tabelle 5 oben). Die positive Wirkung des Sonnenhormons auf eine effektive Reduzierung der Insulinresistenz konnte erst kürzlich durch eine chinesische Studie bestätigt werden (Li, Liu, Zheng, Wang & Zhang, 2018).

Da auch im Gewebe der Bauchspeicheldrüse Vitamin D-Rezeptoren nachgewiesen wurden, ist zu erwarten, dass der Diabetes Typ 2 in seiner Entstehung und in seinem Verlauf von der Höhe des Vitamin D-Spiegels im Blut beeinflusst wird.

Eine im März 2008 erschienene Übersichtsarbeit (Palomer, González-Clemente, Blanco-Vaca & Mauricio, 2008) beschreibt folgende Wirkung von Vitamin D im Rahmen der Diabetes Typ 2-Erkrankung: In Laborversuchen und beim Menschen konnte gezeigt werden, dass Vitamin D die Bildung, Ausschüttung und Verwertung von Insulin beeinflusst.

In anderen Worten: Ein Vitamin D-Mangel führt zu einer Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin, einer Reduzierung der Insulinproduktion und zu Diabetes Typ 2. Eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels bewirkt eine Verbesserung der Blutzuckerwerte und eine gesteigerte Insulinausschüttung.

Im Rahmen einer groß angelegten amerikanischen Studie wurden etwa 15.000 Personen regelmäßig untersucht. Die Ergebnisse zeigen ein um das Doppelte gesteigerte Risiko, eine Diabetes Typ 2-Erkrankung zu entwickeln, wenn der Vitamin D-Spiegel niedrig ist. Zusätzlich weisen diese Patienten eine erhöhte Häufigkeit für kardiale Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Fettsucht und pathologische Fettwerte im Blut auf (Martins et al., 2007).

Eine Meta-Analyse ergab darüber hinaus ein dreifaches Risiko einen Typ 2-Diabetes zu entwickeln, wenn die Patienten mit den niedrigsten Vitamin D-Werten im Blut, mit solchen verglichen wurden, die die höchsten Spiegel aufwiesen (Pittas, Lau, Hu & Dawson-Hughes, 2007).

Auch die Ergebnisse vom Robert-Koch-Institut zeigen entsprechende Resultate. Bei einer Untersuchung von mehr als 4000 erwachsenen deutschen Frauen fanden sich in der Gruppe mit den niedrigsten Sonnenhormonspiegeln viermal so viele Diabetikerinnen und dreimal so viele Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung wieder (Hintzpeter et al., 2007).


Neue Meta-Analyse bestätigt: Vitamin D-Ergänzung führt zur verbesserten Kontrolle der Glykämie bei Diabetikern

Die am 1. September 2017 erschienene Ausgabe des Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism veröffentlichte die Ergebnisse einer Meta-Analyse (Mirhosseini et al., 2017), die den Zusammenhang zwischen einer besseren glykämischen Kontrolle bei Diabetikern und höheren Vitamin D-Werten infolge einer Supplementierung belegt.

Die Meta-Analyse umfasste 24 kontrollierte Studien mit insgesamt 1.528 Personen mit Typ-2-Diabetes, die mindestens zwei Monate lang ein Placebo oder Vitamin D mit oder ohne Calcium erhielten. Zu Beginn und am Ende jeder Studie wurden der Serum-25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel und mindestens ein Maß für die glykämische Kontrolle, einschließlich Hämoglobin A1c (HbA1c, ein Marker für die langfristige Glukosekontrolle), Nüchternglukose im Plasma und HOMA-IR (zur Beurteilung der Insulinresistenz), gemessen.

Studienergebnisse

Alle Studien bis auf eine Studie fanden einen signifikanten Anstieg des Serum-Vitamins D bei denjenigen, die das Vitamin erhielten. Die Supplementierung mit 4.200 internationalen Einheiten (IU) Vitamin D pro Tag war mit einer durchschnittlichen Zunahme des Serum-25-Hydroxyvitamin-D-Spiegels von 17 Nanogramm pro Milliliter (ng/mL) verbunden. Der Spiegel von Hämoglobin A1c sank um durchschnittlich 0,3% bei den Teilnehmern, die Vitamin D erhielten. Der Zusatz von Calcium zu Vitamin D war mit einem noch stärkeren Rückgang verbunden.

Unter den Teilnehmern, die Vitamin D erhielten, sank die Fasten-Plasmaglukose um durchschnittlich 4,9 Milligramm pro Deziliter (mg/dL). Die Insulinresistenz verbesserte sich auch bei Teilnehmern, die Vitamin D-supplementiert waren. Die Autoren vermuten, dass die Glukosehomöostase durch Ergänzung des Vitamins D und/oder Sonnenexposition aktiviert wird, sofern die Serum 25-Hydroxyvitamin D Konzentration von mindestens 40 ng/mL erreicht wird. (Die SonnenAllianz schlägt einen optimalen Bereich von 25-Hydroxyvitamin D von 40 – 60 ng/mL vor.)


Deutsche Diabetes Gesellschaft bezieht Stellung

Das Thema „Diabetes und Vitamin D“ stand auch auf der Tagesordnung der 7. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) im Jahre 2013. Auch wenn die Veranstaltung bereits einige Jahre zurück liegt sind die Ergebnisse nach wie vor gültig!

In einer Pressemitteilung schreibt die DDG: „Neue Studien geben Hinweise darauf, dass eine Therapie mit Vitamin D die Insulinsensitivität und -sekretion verbessern und die Blutzuckerstoffwechsellage stabilisieren kann. Vitamin D stabilisiert den Blutzuckerstoffwechsel bei Menschen mit Diabetes: Im Muskel, in der Leber und an den Betazellen des Pankreas, den Insulinproduzierenden Zellen, konnten Forscher die Wirkung nachweisen.“In einer Pressekonferenz stellte Professor Dr. Klaus Badenhoop von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Sprecher der DDG Arbeitsgemeinschaft Molekularbiologie und Genetik des Diabetes, die jüngsten Ergebnisse der Vitamin D-Forschung zu Diabetes vor:  „Im Hinblick auf die Insulinwirkung auf die peripheren Gewebe verbesserte sich die Insulinsensitivität um 60 Prozent, wenn der Vitamin-D-Spiegel von einem schweren Mangel von unter 10 ng/ml auf über 30 ng/ml anstieg“.

Der Wert von 30 ng/ml (75 nmol/L) wird von den meisten internationalen Experten als Normwert für den Vitamin D-Gehalt im Blut angesehen.

Insgesamt kann der Diabetesstoffwechsel durch Vitamin D stabilisiert werden. Ein Mangel sollte deshalb in jedem Fall vermieden werden„, so Prof. Badenhoop. Da das Sonnenvitamin D bei der Immunregulierung eine entscheidende Rolle spiele, könne bei Kindern mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ I, einer Autoimmunerkrankung, die Funktion der Betazellen durch die Zugabe des Vitamins maßgeblich verbessert werden.

Diabetes ist eine der am weitest verbreiteten und am schnellsten anwachsenden „Volkskrankheiten“. Die gleichzeitig zunehmende Unterversorgung der Bevölkerung mit Vitamin D, verursacht vor allem durch den immer weiter abnehmenden Aufenthalt an der Sonne, trägt zu dieser Entwicklung bei. Die Einnahme von Vitamin D-Supplementen und die kontrollierte Nutzung von Solarien können vor allem im „Vitamin D-Winter“ von Oktober bis März ein Vitamin D-Defizit verhindern helfen.


Fazit

Die Forschungen an Vitamin D haben uns gezeigt, dass eine entsprechende Versorgung mit dem Sonnenhormon das Risiko für Diabetes-Erkrankungen des Typs 1 und 2 und damit auch deren Folgeerkrankungen deutlich reduzieren kann.  Hier erfahren Sie mehr dazu, wie hoch der Vitamin D-Spiegel sein sollte und wie Sie ein gutes Vitamin D-Level erreichen können.


Quellen:

Soltesz, G., Patterson, C., & Dahlquist, G. (2007). Worldwide childhood type 1 diabetes incidence ? what can we learn from epidemiology? Pediatric Diabetes, 8(S6), 6-14. doi:10.1111/j.1399-5448.2007.00280.x

Bogdanou, D., Penna-Martinez, M., Filmann, N., Chung, T., Moran-Auth, Y., Wehrle, J., . . . Badenhoop, K. (2016). T-lymphocyte and glycemic status after vitamin D treatment in type 1 diabetes: A randomized controlled trial with sequential crossover. Diabetes/Metabolism Research and Reviews, 33(3). doi:10.1002/dmrr.2865

Giulietti, A., Gysemans, C., Stoffels, K., Etten, E. V., Decallonne, B., Overbergh, L., . . . Mathieu, C. (2004). Vitamin D deficiency in early life accelerates Type 1 diabetes in non-obese diabetic mice. Diabetologia, 47(3), 451-462. doi:10.1007/s00125-004-1329-3

Hyppönen, E., Läärä, E., Reunanen, A., Järvelin, M., & Virtanen, S. M. (2001). Intake of vitamin D and risk of type 1 diabetes: A birth-cohort study. The Lancet, 358(9292), 1500-1503. doi:10.1016/s0140-6736(01)06580-1

Palomer, X., González-Clemente, J. M., Blanco-Vaca, F., & Mauricio, D. (2008). Role of vitamin D in the pathogenesis of type 2 diabetes mellitus. Diabetes, Obesity and Metabolism, 10(3), 185-197. doi:10.1111/j.1463-1326.2007.00710.x

Li X., Liu Y., Zheng Y., Wang P., Zhang Y. (2018). The Effect of Vitamin D Supplementation on Glycemic Control in Type 2 Diabetes Patients: A Systematic Review and Meta-Analysis. School of Public Health, Peking University, doi: 10.3390/nu10030375

Martins, D., Wolf, M., Pan, D., Zadshir, A., Tareen, N., Thadhani, R., . . . Norris, K. (2007). Prevalence of Cardiovascular Risk Factors and the Serum Levels of 25-Hydroxyvitamin D in the United StatesArchives of Internal Medicine, 167(11), 1159. doi:10.1001/archinte.167.11.1159

Pittas, A. G., Lau, J., Hu, F. B., & Dawson-Hughes, B. (2007). The Role of Vitamin D and Calcium in Type 2 Diabetes. A Systematic Review and Meta-Analysis. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 92(6), 2017-2029. doi:10.1210/jc.2007-0298

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

Hintzpeter, B., Mensink, G. B., Thierfelder, W., Müller, M. J., & Scheidt-Nave, C. (2007). Vitamin D status and health correlates among German adults. European Journal of Clinical Nutrition, 62(9), 1079-1089. doi:10.1038/sj.ejcn.1602825

Mirhosseini, N., Vatanparast, H., Mazidi, M., & Kimball, S. M. (2017). The Effect of Improved Serum 25-Hydroxyvitamin D Status on Glycemic Control in Diabetic Patients: A Meta-Analysis. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 102(9), 3097-3110.

Pressemeldung der Deutschen Diabetes Gesellschaft

Tabellen / Grafiken:

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Deutsche Diabetes-Stiftung

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.