Parkinson

Søren Astrup Jørgensen - Foto: unsplash.com
Søren Astrup Jørgensen – Foto: unsplash.com

Sonne macht heiter und klug – das ist nicht nur eine Alltagserkenntnis sondern längst wissenschaftlich belegt. Die Zellen unseres Gehirns sind mit Vitamin D-Rezeptoren, den „Türstehern“ zum Zellinneren, reichlich ausgestattet. Dass die Natur damit bestimmte Absichten verfolgt, ist offensichtlich.

Nach ersten früheren Forschungen über die Bedeutung des Sonnenschein-Vitamins bei der Alterung und Degeneration des Gehirns zeigen Studien einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Versorgung mit Vitamin D und der Parkinson-Erkrankung.

Mit steigenden Vitamin D-Werten weniger Ausfall-Symptome und seltener Depressionen

Wissenschaftler an der Universität von Orgeon, USA, untersuchten im Rahmen einer umfassenden Langzeitstudie eine zufällig ausgewählte Gruppe von 286 Parkinson-Kranken und konnten nachweisen, dass ein höherer Vitamin D-Spiegel im Blut verbunden war mit leichteren Krankheits-Symptomen, besserer geistiger Wahrnehmung und Orientierung sowie einer geringeren Neigung zur Depression. Besonders ausgeprägt war dieser Zusammenhang bei den Patienten, die nicht gleichzeitig unter Demenz litten.

In den Untersuchungen war die allgemeine geistige Kapazität und Beweglichkeit der Patienten, ihre Sprach-Fähigkeit, ihr Erinnerungsvermögen, ihre motorischen Fähigkeiten und eventuelle depressive Verstimmungen mit einer Reihe von Standard-Tests gemessen worden. Gleichzeitig waren die Vitamin D-Werte im Blut gemessen worden.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass in der gesamten Patientengruppe ein höherer Vitamin D-Spiegel verbunden war mit besseren Fähigkeiten etwa die Blumen, Gemüse und Tiere zu bestimmen oder sich Textinhalte zu merken. Bei den Teilnehmern mit fortgeschrittener Demenz allerdings, war dieser Zusammenhang wesentlich schwächer oder garnicht vorhanden.

“Die Tatsache, dass die positiven Wirkungen des Vitamin D auf Konzentration und geistige Fähigkeiten vor allem bei den nicht-dementen Patienten zu beobachten waren, legt nahe, dass eine möglichst frühe Behandlung mit Vitamin D sinnvoll wäre, bevor eine Demenz eintritt,“ so Studienleiterin Prof. Dr. Amie L. Peterson.

Wie immer bei Querschnitts-Studien weisen die Autoren darauf hin, dass der Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Vitamin D und Parkinson keine abschließende Aussage über Ursache und Wirkung zulässt.

Quelle: Science Daily

StudiePeterson, A. L., Murchison, C., Zabetian, C., Leverenz, J. B., Watson, G. S., Montine, T., Carney, N., Bowman, G. L., Edwards, K., Quinn, J. F., Sep. 2013. Memory, mood, and vitamin d in persons with parkinson’s disease. Journal of Parkinson’s disease 3 (4), 547-555. http://dx.doi.org/10.3233/jpd-130206