Sonnenschutz

Regelmäßige aber zurückhaltende Besonnung ohne Sonnenschutz ist absolut notwendig für die Gesundheit (Prof. Michael Holick).

Sonnenschutzmittel verhindert die Vitamin D-Synthese in der Haut weitgehend: Bei einem Sonnenschutzfaktor von 20 wird die Vitamin D-Synthese zu 95-99 Prozent blockiert. Daher ist es notwendig, die Haut für eine gewisse Zeit ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen – und zwar zu Tages- und Jahreszeiten, in denen die UV-B-Strahlen der Sonne starkt genug sind, um die Vitamin D-Bildung über die Haut anzustoßen.


Die Dauer dieser Besonnung ohne Sonnenschutz hängt u.a. ab von

  • der Tageszeit (außerhalb der „Mittagszeit“ [10-15 Uhr] reichen die UV-Strahlen nicht oder kaum aus),
  • der Jahreszeit (die Sonnenstrahlen versorgen uns nur zwischen April und September mit Vitamin D; im „Vitamin D-Winter“ von Oktober bis März steht die Sonne zu tief, um eine ausreichende Vitamin D-Bildung zu gewährleisten),
  • der Höhe (je höher die Lage, desto dünner die Ozonschicht, desto intensiver die UV-Strahlen),
  • dem Untergrund (z.B. Schnee oder Wasserflächen reflektieren die Sonnenstrahlen und intensivieren die UV-Strahlung)
  • dem Hauttyp (Klassifizierung nach Pigmentierung der Haut: Hauttyp I („Keltischer Typ“, sehr helle nicht bräunende Haut) bis Hauttyp VI („schwarzer“ Hauttyp). Je pigmentierter die Haut, desto stärker werden die UV-B-Strahlen abgeblockt und die Vitamin D-Synthese – aber auch der Sonnenbrand wird – be- und ggf. verhindert).

Möchte ich mich längere Zeit im Freien aufhalten (zum Beispiel zum Segeln oder Wandern) hilft nur gezielter Sonnenschutz, Kleidung oder Sonnencremes (mit UV-A-Schutz).

Man muss sich darüber klar sein, dass durch Sonnenschutz-Maßnamen die Vitamin D-Produktion blockiert wird. Für eine ausreichende Vitamin D-Bildung reicht allerdings (je nach Hauttyp) in der Regel bereits eine Sonnenexposition von 15-20 min auf die ungeschützte Haut. Dabei sollte man möglichst nicht den Kopf (der ohnehin immer Sonne abbekommt) der Sonne aussetzen, sondern so viel andere Haut wie möglich – zumindest Arme und Beine.

Will oder muss man länger in der Sonne bleiben, so sind Schutzmaßnahmen angezeigt.

 

Foto: www.pixabay.de