Das Strahlenspektrum

Sonnenstrahlen

Die Strahlen der Sonne bestehen aus Lichtwellen verschiedener Frequenz. Je kürzer die Länge der Lichtwellen, desto energiereicher sind sie und desto stärker auch die Auswirkungen beim Auftreffen der Strahlen.

Das Strahlen-Spektrum der Sonne

 Das Strahlen-Spektrum der Sonne - UV-Strahlen, sichtbares Licht, Infrarot-Strahlen

  • Die wirkungs- und energiereichsten Strahlen der Sonne sind die ultravioletten Strahlen (UV-Strahlen) in einer Wellenlänge zwischen 100 – 380 Nanometer (nm). Das UV-Licht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar (für manche Tierarten schon). Beim Auftreffen auf die menschliche Haut haben UV-Strahlen die unterschiedlichsten Wirkungen (siehe nächster Abschnitt „UV-Strahlung“).
  • Das sichtbare Licht liegt im Wellenbereich zwischen 380 und 780 nm. Es ist – offensichtlich – notwendig für unsere Orientierung im Raum, für unseren Tag-Nacht-Rhythmus und für alles, was gesundheitlich damit zusammenhängt. Es stößt aber auch Stoffwechselprozesse im Körper an, wie z.B. die Produktion von Endorphinen („Glückshormonen“) und – bei mangelndem Licht, also Dunkelheit – von Melatonin, dem sog. Schlaf-Hormon.
  • Wieder unsichtbar sind für das menschliche Auge schließlich die langwelligen, energiearmen Infrarot-Strahlen von 780nm – I mm. Sie werden von den Menschen als Wärmestrahlen wahrgenommen, erweitern die Gefäße und helfen damit der Durchblutung.

Im Folgenden möchten wir die UV-Strahlung noch etwas detaillierter darstellen, da hier der Zusammenhang zwischen Sonne und Vitamin D deutlich wird.


UV-Strahlung

Strahlenspektrum der Sonne - UV-Strahlen
Strahlenspektrum der Sonne – UV-Strahlen

Der UV-Bereich umfasst die kurzwelligen Strahlen zwischen ca. 100 und 380 Nanometer (nm). Der UV-Bereich unterteilt sich in die Bereiche – mit aufsteigender Wellenlänge:

  • UV-C (280 nm – 100 nm),
  • UV-B (315 nm – 280 nm),
  • UV-A (380 nm – 315 nm).

Die UV-C-Strahlen haben die kürzeste Frequenz und sind somit am energiereichsten. Sie sind so intensiv, dass sie Organismen auf der Erde – und bei längerer Bestrahlung auch den Menschen – töten könnten. Glücklicherweise erreichen die UV-C-Strahlen die Erde erst gar nicht bzw. nur in minimalen Mengen, weil sie in der Atmosphäre bereits „hängen bleiben“, also ausgefiltert werden.

Die UV-B Strahlen werden ebenfalls zu einem Teil von der Ozonschicht in der Atmosphäre, den Wolken oder dem Smog ausgefiltert. Ihr Anteil am gesamten UV-Spektrum beträgt daher nur ca. 5 Prozent in der Sommer-Mittagssonne. Je schräger die Sonne am Himmel steht, desto weniger UV-B erreicht die Erde. Die UV-B Strahlen sind sowohl für die Vitamin D-Bildung mit den zahlreichen Gesundheitswirkungen als auch die Melanin-Bildung (dunkler Hautfarbstoff, verantwortlich für die Bräunung) in der Haut verantwortlich. Bei Überdosierung verursachen UV-B Strahlen Sonnenbrand.

Eindringtiefe UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlungeindringtiefe-derma
Eindringtiefe UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung

Die UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als die UV-B-Strahlen. UV-A dunkelt das in den Melanozyten durch die UV-B-Strahlen gebildete Melanin und ist so für die Sofortbräunung der Haut zuständig. Das UV-A-Spektrum des Sonnenlichts wird bei übermäßiger Bestrahlung für die vorzeitige Hautalterung und – etwa durch die Bildung der „freien Radikale“ in den tieferen Hautschichten – auch für den Hautkrebs verantwortlich gemacht.

In der Medizin werden sowohl UV-A (z.B. bei der sogenannten PUVA-Therapie) als auch UV-B vor allem gegen Hauterkrankungen eingesetzt.

Mit dem Sonnenlicht ist es wie mit vielen anderen Dingen im Leben: die Dosis ist entscheidend! Um die positiven Wirkungen des Sonnenlichts nutzen zu können und sich gleichzeitig vor negativen gesundheitlichen Auswirkungen zu schützen, ist die Balance zwischen dosiertem, ungeschützten Sonnen (Ziel: Vitamin D-Produktion) und dem Einsatz von Sonnenschutzmitteln (Ziel: Schutz vor Sonnenbrand, Hautalterung und Hautkrebs) entscheidend. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite Sonnenschutz”.

Foto: www.unsplash.com