Vitamin K2 – der Knochenbooster und Gefäßreiniger

Vitamin K2 – der Knochenbooster und Gefäßreiniger

Vitamin K2 – der Vitamin D-Cofaktor

Beginnt man sich intensiver mit dem Thema Vitamin D zu beschäftigen, kommt man an dem Vitamin D-Co-Faktor Vitamin K2 kaum vorbei. Oftmals stellt sich die Frage ob eine Vitamin K2-Supplementierung bei der Einnahme von Vitamin D unbedingt notwendig ist und wie viel davon konsumiert werden sollte um die optimale Wirksamkeit zu erreichen. Diese Fragen beantworten wir in diesem Artikel, der sich auf das unten eingebettete Video von Dr. Edalatpour bezieht.

Grundlagen

Vitamin K2  (Menaquinon) gehört – so wie die Vitamine D, E und A – zu den fettlöslichen Vitaminen und gilt als essentieller Nährstoff. Menaquinon ist für die Aktivierung von Osteocalcin und MGP (Matrix-GLA Protein) wichtig, welche das Kalzium zu den Knochen transportieren und darin einlagert, wo es hingehört. Dabei arbeitet das Vitamin K2 synergetisch mit dem Vitamin D zusammen, das die Bildung von Osteocalcin und MGP fördert. Gleichzeitig werden Verkalkungen von Blutgefäßen und anderen Geweben verhindert bzw. aufgelöst wie im folgenden Schaubild dargestellt.

 

Menaquinon verfügt aber neben der knochenaufbauenden Funktion auch noch über eine ganze Palette von anderen Fähigkeiten.

Vitamin K2 als Knochenbooster

Es sind Studien vorhanden, die nachweisen, dass ein ausreichender Menaquinon-Spiegel zur Prävention der altersbedingten menopausalen Osteoporose beiträgt und das Risiko osteoporotischer Knochenbrüche aufgrund von Osteoporose verringert.

  • Vitamin K2 wirkt auf die Mikroarchitektur der Knochen, genauer gesagt auf die Kollagenbildung und die Kollagenorganisation.
  • Außerdem regt es die Bildung von knochenaufbauenden Osteoplasten an, während es die knochenabbauenden Osteoklasten hemmt.
  • 180 µg Menaquinon täglich führt zu signifikant höherer Knochenmineraldichte. Dies zeigte sich bei einer placebokontrollierten Doppelblindstudie im Jahre 2010, die an Patienten mit Lungen- oder Herztransplantation durchgeführt wurde.
  • Vor allem Frauen nach den Wechseljahren sind, durch fehlendes Östrogen und der damit einhergehenden schlechteren Einlagerung von Kalzium in den Knochen, von Osteoporose betroffen und profitieren daher besonders von einer Zuführung des Vitamins.

Sämtiche Studien finden Sie aufgelistet in unserem Vitamin K2-Artikel.

Vitamin K2 – das Multitalent

Weitere wichtige Aufgaben von Vitamin K2:

  • … schützt durch die Aktivierung von Osteocalcin und MGP vor Kalkablagerungen in Gefäßen (Arteriosklerose), wie 2007 in einer Studie mit Ratten nachgewiesen wurde (Schurgers et al., 2007), und somit auch vor Krampfadern.
  • … hemmt Kalkablagerungen in Weichteilgeweben.
  • … reduziert Sterblichkeit durch Herz-Kreislauferkrankungen, wie die Studien von Ueland (2010) und Geleijnse (2004) darlegen.
  • … verbessert die Insulinproduktion und -aufnahme.
  • … schützt das Gehirn vor freien Radikalen.
  • … hilft bei Alzheimertherapie und dessen Vorbeugung.
  • … schützt Gelenke und beugt Arthritis vor.
  • … schützt die Haut vor Elastizitätsverlust.
  • … schützt vor Karies.
  • … kann bei Kindern Wachstumsbeschwerden und Zahnfehlstellungen verhindern.
  • … wirkt bei der Krebsprävention (siehe Studie von Nimptsch, Rohrmann, Kaaks & Linseisen, 2010).

Sämtiche Studien finden Sie aufgelistet in unserem Vitamin K2-Artikel.

Dosierung

Schon kleine Dosierungen von 90 µg/Tag führen lt. Dosis-Wirkungs-Studie (Theuwissen et al., 2012) zu einer signifikanten Erhöhung der Vitamin K2-Konzentration und somit zu einer verbesserten Aktivierung der Proteine Osteokalzin und Matrix-GLA. Kleineren Dosierungen bis 45 µg/Tag konnten keine Wirkungen nachgewiesen werden.

Dr. Edalatpours Empfehlungen nach seiner eigenen Einschätzung

100 µg/Tag in Form MK7 all-trans für gesunde Erwachsene bis 90 kg Körpergewicht

200 µg/Tag in der MK7 all-trans Form empfehlenswert:

  • bei Körpergewicht über 90 kg
  • bei Verkalkungen von Gefäßen und Weichteilen
  • bei Lebensalter über 60 Jahre
  • bei chronischer Erkrankung

Bei hohen Vitamin D-Gaben sollte man die Dosierung ab 50.000 I.E. Vitamin D täglich verdoppeln bzw. ab 100.000 I.E. verdreifachen. Achtung: derartige hohe tägliche Vitamin D-Gaben können toxisch sein und werden nur bei bestimmten Behandlungsprotokollen von ärztlicher Seite eingesetzt.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass eine Vitamin K2-Einnahme bei einer natürlichen Dosierung (bis 10.000 I.E.) von Vitamin D nicht unbedingt erforderlich ist. Möchte man aber das volle Wirkspektrum vom Vitamin D und in den Genuss der oben genannten und weiterer Vorteile des Vitamin K2’s kommen, so empfiehlt sich eine Supplementierung allemal.

Klicken Sie hier um unseren ganzen Artikel über Vitamin K2 kostenlos zu lesen!

 

Klicken Sie auf das Bild um die Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour anzusehen

https://www.youtube.com/watch?v=1Hr9lpnROiY

 

https://www.youtube.com/watch?v=u5fXlGUp6a4

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Edalatpour, Frau Nicole Kreft und allen Beteiligten für die Zurverfügungsstellung derer Inhalte!

Tumore mögen keine Sonne – Krebsschutz Vitamin D

Tumore mögen keine Sonne – Krebsschutz Vitamin D

Vitamin D schützt vor Krebs

Zur Prävention gegen die meisten Krebsarten ist ein adäquater Vitamin D-Spiegel unumgänglich! Führt man sich die wissenschaftlichen Arbeiten aus dem unten angeführten Vitamin D-Buch von Prof. Dr. Jörg Spitz zu Gemüte, so zeichnet sich ein eindrucksvolles Bild über die krebspräventiven Eigenschaften des Sonnenhormons ab.

Bei einer Vielzahl bösartiger Tumore konnte ein positiver Einfluss von UVB-Strahlung festgestellt werden. Unter anderem sind davon folgende Organe bzw. Krebsarten betroffen: Brust, Darm, Lunge, Eierstock, Pankreas, Prostata (Moukayed & Grant, 2017).

Durch die prospektive Gabe von 1.100 I.E. Vitamin D über einen Zeitraum von 4 Jahren konnte zum Beispiel das Risiko, irgendeinen bösartigen Tumor zu entwickeln, um 77% gesenkt werden (Lappe et al., 2007). Ein normaler Vitamin D-Spiegel senkt in anderen Diagnosegruppen (z.B. bei koronaren Herzerkrankungen) das Risiko um die Hälfte, an einem bösartigen Tumor zu versterben (Pilz et al., 2008).

Insbesondere die häufigsten Tumore des Dickdarms, der Prostata und der weiblichen Brust reagieren besonders sensibel auf Vitamin D.  Folgende Wirkungsweisen werden demnach Vitamin D in Bezug auf die Prävention oder Beseitigung von Tumoren zugeschrieben:

  • Unterdrückung des Tumorwachstums
  • Abschwächung der Signale zur Metastasierung
  • gesteigerte Veranlassung des Zelltodes
  • Differenzierung der Zellen (in Richtung Gutartigkeit)
  • Reduzierung der Gefäßneubildung im Tumor

Brustkrebs

Der Brustkrebs ist die häufigste Tumorform bei Frauen. Doch mit fortschreitender Forschung in Sachen Vitamin D ergaben sich neue Erkenntnisse, die eine deutlich verbesserte Perspektive zur Folge haben.

Zunächst sei die Studie von Robin und Mitarbeitern aus dem Jahr 2007 genannt. Er berichtete im Rahmen der großen „Iowa Women Study“, in der 34.000 Frauen in Amerika zwischen 1986 und 2004 betreut wurden. Die Aufnahme von 800 I.E. Vitamin D mit der Nahrung im Vergleich zur Aufnahme von 400 I.E. führte zu einer Absenkung des Risikos, ein Mammakarzinom zu entwickeln, um 34 %.

Auch in einem ähnlich großen Kollektiv der „Women Health Study“ mit 10.000 Frauen vor den Wechseljahren, konnte eine 35%-ige Absenkung, für diejenigen Frauen nachgewiesen werden, die eine höhere Vitamin D-Aufnahme über die Nahrung hatten (Lin, 2007).

Die Arbeitsgruppe von Garland, kam bereits 2007 bei der Zusammenfassung von 2 Studien mit insgesamt 1760 Patienten ebenfalls zu deutlichen Ergebnissen. Dabei zeigt die Gruppe mit den höchsten Vitamin D-Spiegeln (> 120 nmol/l) gegenüber Frauen mit Vitamin D-Spiegeln < 32 nmol/l eine 50%-ige Risikoreduktion (siehe Diagramm), an einem Brusttumor zu erkranken.

Auch Patientinnen bei denen bereits Brustkrebs diagnostiziert wurde, profitieren von einem höheren Vitamin D Spiegel. Eine Meta-Analyse von 5 Studien zeigt eine höhere Überlebensrate für an Brustkrebs erkrankte Frauen, wenn diese eine höhere Serumkonzentration von Vitamin D im Blut aufwiesen (Mohr, Gorham, Kim, Hofflich, Garland, 2014).

 

Vitamin D schützt auch vor Metastasen und frühzeitigem Tod

2008 berichteten Wissenschaftler auf der Jahrestagung der amerikanischen Krebsgesellschaft, dass das Sonnenhormon auch vor Metastasen und frühzeitigem Tod durch den Krebs schützt. 512 Frauen wurden 10 Jahre lang nach Operationen bösartiger Brusttumoren nachuntersucht. Nur 24% wiesen initial einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel auf. Im Verlauf führte ein niedriger Vitamin D-Spiegel (Mangel) zu einer Steigerung des Risikos für Metastasenbildung um 94% und für einen vorzeitigen Tod um 73%.

 

Prostatakrebs

Auch das Prostatakarzinom, der häufigste Tumor beim Mann, zeigt in mehreren Studien einen Zusammenhang mit dem Vitamin D-Spiegel. Eine Arbeitsgruppe veröffentlichte 2008 in einem Bericht den Zusammenhang zwischen UVB-Strahlung und dem Auftreten sowie der Sterblichkeit des Prostatakarzinoms in den USA (Grant). Die Risikominderung betrug etwa 60% für die Häufigkeit und 50% für die Sterblichkeit. 

Auch eine weitere Veröffentlichung (Physicians Health Study) von Li und Mitarbeitern, bei der 14.900 Männer teilnahmen, kam zu ähnlichen Ergebnissen. Männer mit einem Vitamin D-Spiegel unter 62 nmol/l hatten ein etwa zweifach höheres Risiko, einen aggressiven Tumor zu entwickeln. Berücksichtigt man individuelle Genveränderungen der Prostata, profitierten die Männer sogar mit einer 60- bis 70-%igen Risikoreduktion von hohen Vitamin D-Spiegeln.

Es scheint so zu sein, dass Vitamin D bei betroffenen Prostatatumorpatienten mit „low graded“ Krebs sogar verhindern kann, dass dieser aggressiv wird und darüber hinaus in die Lage versetzt wird sich zurückzubilden. Die Forschungen dazu wurden 2015 von der amerikanischen Chemical Society (acs) veröffentlicht.

 

Mehr spannende Fakten über Vitamin D schenken wir Ihnen in Buchform im Rahmen unserer Sommer-Spendenaktion!

Die in diesem Beitrag besprochenen Inhalte und Abbildungen sind nur ein kleiner Einblick in das Buch “Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention” von Prof. Spitz, Erscheinungsjahr 2009.

Sie erhalten das Buch (und noch mehr!) als Dankeschön für einen beliebigen Spendenbetrag im Rahmen unserer aktuellen Sommer-Spendenaktion (bis zum 30.09.2018)!

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Quellen:

Moukayed, M., & Grant, W. B. (2017). The roles of UVB and vitamin D in reducing risk of cancer incidence and mortality: A review of the epidemiology, clinical trials, and mechanisms. Reviews in Endocrine and Metabolic Disorders, 18(2), 167-182. doi:10.1007/s11154-017-9415-2

Giovannucci, E., Liu, Y., Rimm, E. B., Hollis, B. W., Fuchs, C. S., Stampfer, M. J., & Willett, W. C. (2006). Prospective Study of Predictors of Vitamin D Status and Cancer Incidence and Mortality in Men. JNCI: Journal of the National Cancer Institute, 98(7), 451-459. doi:10.1093/jnci/djj101

Lappe, J. M., Travers-Gustafson, D., Davies, K. M., Recker, R. R., & Heaney, R. P. (2007). Vitamin D and calcium supplementation reduces cancer risk: Results of a randomized trial. The American Journal of Clinical Nutrition, 85(6), 1586-1591. doi:10.1093/ajcn/85.6.1586

Pilz, S., Dobnig, H., Winklhofer-Roob, B., Riedmuller, G., Fischer, J. E., Seelhorst, U., . . . Marz, W. (2008). Low Serum Levels of 25-Hydroxyvitamin D Predict Fatal Cancer in Patients Referred to Coronary Angiography. Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention, 17(5), 1228-1233. doi:10.1158/1055-9965.epi-08-0002

Robien, K., Cutler, G. J., & Lazovich, D. (2007). Vitamin D intake and breast cancer risk in postmenopausal women: The Iowa Women’s Health StudyCancer Causes & Control, 18(7), 775-782. doi:10.1007/s10552-007-9020-x

Mohr SB, Gorham ED, Kim J, Hofflich H, Garland CF. (2014). Meta-analysis of vitamin D sufficiency for improving survival of patients with breast cancer. Scientific Programs Office, Code 01A, Naval Health Research Center, San Diego, CA 92106, U.S.A.

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

Lin, J. (2007). Intakes of Calcium and Vitamin D and Breast Cancer Risk in Women. Archives of Internal Medicine, 167(10), 1050. doi:10.1001/archinte.167.10.1050

Garland, C. F., Gorham, E. D., Mohr, S. B., Grant, W. B., Giovannucci, E. L., Lipkin, M., . . . Garland, F. C. (2007). Vitamin D and prevention of breast cancer: Pooled analysis. The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, 103(3-5), 708-711. doi:10.1016/j.jsbmb.2006.12.007

Goodwin, P. J., Ennis, M., Pritchard, K. I., Koo, J., & Hood, N. (2009). Prognostic Effects of 25-Hydroxyvitamin D Levels in Early Breast Cancer. Journal of Clinical Oncology, 27(23), 3757-3763. doi:10.1200/jco.2008.20.0725

Trump, D., & Aragon-Ching, J. (2018). Vitamin D in prostate cancer. Asian Journal of Andrology, 20(3), 244. doi:10.4103/aja.aja_14_18

Colli, J. L., & Grant, W. B. (2008). Solar Ultraviolet B Radiation Compared with Prostate Cancer Incidence and Mortality Rates in United States. Urology, 71(3), 531-535. doi:10.1016/j.urology.2007.10.050

Li, H., Stampfer, M. J., Hollis, J. B., Mucci, L. A., Gaziano, J. M., Hunter, D., . . . Ma, J. (2007). A Prospective Study of Plasma Vitamin D Metabolites, Vitamin D Receptor Polymorphisms, and Prostate CancerPLoS Medicine, 4(3). doi:10.1371/journal.pmed.0040103

American Chemical Society (2015). Vitamin D may keep low-grade prostate cancer from becoming aggressive

Abbildungen:

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

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Magnesium – der Vitamin D-Aktivator

Magnesium – der Vitamin D-Aktivator

Warum Sie während einer Vitamin D-Einnahme auch Magnesium zu sich nehmen sollten!

Magnesium ist zweifelsohne eines der wichtigsten Mineralien und für über 800 enzymatische Reaktionen im Körper zuständig. So braucht insbesondere Vitamin D den Mineralstoff um aktiviert zu werden. Mit einer erhöhten Vitamin D-Versorgung sollte daher unbedingt eine ausreichende Aufnahme von Magnesium einhergehen, um dessen Wirkung vollständig zu entfalten.

Darüber hinaus sind aber auch viele andere biochemische Prozesse von einer ausreichenden Magnesiumversorgung abhängig. Darüber berichten wir im aktuellen Newsfeed, der sich der beiden weiter unten eingebetteten Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour als Grundlage bedient.


Das Zusammenspiel von Magnesium mit Vitamin D

  • Vitamin D-Umwandlungsprozesse und Aktivierung abhängig von Magnesium 

Damit Vitamin D3 in die aktive Form 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 umgewandelt werden kann, ist Magnesium notwendig. Dabei wird der essentielle Mineralstoff verbraucht und steht dadurch für andere Prozesse im Körper nicht mehr zur Verfügung (siehe Schaubild 1 unten).

Schaubild 1: Umwandlungsprozesse von Vitamin D abhängig von Magnesium

 

  • Vitamin D-Mangel = Magnesiummangel

Durch einen Vitamin D-Mangel kann der Körper auch nicht mehr ausreichend Kalzium aus dem Darm aufnehmen, es kommt daher zu einem Kalziumabfall im Blut. Darauf reagieren die Nebenschilddrüsen mit einer erhöhten Ausschüttung Parathormon (PTH), was neben einer Freisetzung von Kalzium aus den Knochen wiederum eine Verminderung der Kalziumausscheidung über die Nieren bewirkt. Im Gegenzug wird die Phosphatausscheidung über die Nieren erhöht, was aber auch gleichzeitig eine erhöhte Ausscheidung von Magnesium zu Folge hat (siehe Schaubild 2 unten).

 

  • Vitamin D fördert die Aufnahme von Magnesium

Auf der anderen Seite ist ca. 10% der Magnesiumaufnahme von einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel abhängig. Ein Vitamin D-Mangel erschwert damit eine adäquate Grundversorgung mit Magnesium (siehe Schaubild 2 unten).

Schaubild 2: Zusammenhang Magnsium und Vitamin D

 


Magnesiumversorgung – wieviel brauchen wir?

In seinem Informationsvideo bezieht sich Dr. med Edalatpour auf die Aussagen von Dr. Norman Shealy, der für einen gesunden nicht besonders beanspruchten Körper, mindestens 700mg Magnesium Tagesdosis empfiehlt. Dies kann entweder durch bioverfügbare Supplementierung und teilweise auch über die Nahrung erreicht werden. Es sei allerdings gesagt, dass ein Großteil der Bevölkerung diesen Wert ohne bioverfügbare Nahrungsergänzung kaum erreichen kann.

Offizielle Zahlen gehen von einem Magnesiummangel bei ca. 33% der Bevölkerung in Deutschland und 48%  in den USA aus (Schimatschek & Rempis, 2001; Rosanoff, Weaver & Rude, 2012), wobei hier anzumerken ist, dass dabei lediglich der Anteil im Blut ermittelt wird. Die tatsächlichen Zahlen dürften weit höher liegen. Warum das so ist, lesen Sie im folgenden Absatz:

Magnesium befindet sich nur zu 1% im Blut und wird zu 99% in den Zellen gespeichert. Weil sich der Körper bei Mangel das Magnesium aus den Organen, Knochen und Geweben zieht um den Blutspiegel aufrecht zu erhalten, kann mit dieser Methode also nur eine ausgeprägte Unterversorgung festgestellt werden. Ein niedriger Mg-Spiegel stimuliert nämlich die Ausschüttung von PTH (Parathormon), das Kalzium aus Knochen, Niere und Darm freisetzt und somit den Kalziumspiegel im Blutserum auf dem Sollstand hält, während die Zellen aber längst einer Magnesiumunterversorgung ausgesetzt sind (Medalle, Waterhouse & Hahn, 1976) . Liegt der Blutserumspiegel unter 0,85 mmol/l, kann auf jeden Fall von einem zellulären Mg-Mangel ausgegangen werden.


Die breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten von Magnesium sind enorm!

Abgesehen von der Aktivierung des Vitamin D, deckt Magnsium eine breite Palette an medizinischen Einsatzmöglichkeiten ab und findet u.a. Anwendung bei folgenden Krankheitsbildern bzw. biologischen Vorgängen:

  • bei Herzrhythmusstörungen
  • bei Muskelkrämpfen
  • wirkt antidepressiv
  • bei Migräne
  • Insulinwirkung: ohne Mg kann das Insulin keinen Zucker in die Zelle befördern, Mg ist außerdem an der Umsetzung von Zucker in Energie beteiligt
  • Fettverbrennung
  • Störungen der Mitochondrien
  • hilft in der Leber bei Entgiftung
  • Schmerzreduktion: z.B. bei postoperativen Eingriffen
  • Förderung der Darmtätigkeit: kann Verstopfungen vorbeugen oder auflösen
  • positiver Einfluss auf die Wundheilung
  • positiver Einfluss auf die Entzündungshemmung

 

Magnesiummangelsymptome

  • Schlafstörung, Nervosität, Angst und depressive Störungen
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Reizdarmsymptome
  • Kopfschmerzen / Regelschmerzen
  • Krämpfe
  • gestörte Nervenfunktion
  • fehlende Vitamin D-Hormonwirkung
  • zu wenig ATP (Adenosintriphosphat) = Leistungsschwäche

 

erhöhter Magnesiumbedarf besteht bei:

  • sportlicher Aktivität
  • Stress
  • geringer Schlafdauer
  • falscher Ernährung: besonders viel grünes Gemüse dient zur Aufrechterhaltung eines adäquaten Magensiuumspiegels
  • Medikamenteneinnahme (insbesondere bei harntreibenden Medikamenten)
  • chronischen Infekte und Entzündungen
  • nach Operationen

Klicken Sie hier um unseren ganzen Artikel über Magnesium zu lesen!

 

Und hier die Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour:

https://www.youtube.com/watch?v=vzmB7WDZFx8

 

https://www.youtube.com/watch?v=cQNp6pl4na8

Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Edalatpour, Frau Nicole Kreft, Michael Siebentritt, Gerhard Moser Dr. Bruno Kugel und allen Beteiligten für das Zurverfügungstellen der Inhalte!


Quellen:

Schimatschek, H. F. & Rempis, R. (2001). Prevalence of hypomagnesemia in an unselected German population of 16,000 individuals. Magnesium research: official organ of the International Society for the Development of Research on Magnesium, 14. Jg., Nr. 4, S. 283-290.

Medalle R., Waterhouse, C., & Hahn, T. J. (1976). Vitamin D resistance in magnesium deficiency. The American Journal of Clinical Nutrition, 29(8), 854-858. doi:10.1093/ajcn/29.8.854

Lass’ die Sonne in dein Herz: Vitamin D als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Lass’ die Sonne in dein Herz: Vitamin D als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Vitamin D und Herz-Kreislauferkrankungen

In Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Die wohl bekanntesten Äußerungen eines erkrankten Herz-Kreislauf-Systems sind Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall oder die im Volksmund bekannte “Schaufensterkrankheit “, einem schmerzhaften Verschluss der Beingefäße.

Auch wenn sicherlich verschiedene Faktoren bei der Entstehung dieser Erkrankungen eine Rolle spielen, belegen inzwischen zahlreiche Studien eine positive (direkte und indirekte) Wirkung von Vitamin D auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Dass das Sonnenhormon einen solchen Einfluss auf Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße hat, ist im Grunde wenig verwunderlich, denn: In verschiedensten Körpergeweben, die bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen, konnten Vitamin D-Rezeptoren nachgewiesen werden.

Die Forschungsliteratur zeigt, dass Vitamin D den Blutdruck senkt, die Funktion von Herz- und Skelettmuskulatur verbessert, und das Risiko für Diabetes (wiederum ein Risikofaktor für Gefäßveränderungen) sowie für Arteriosklerose und Herzinfarkt verringert.

Die Wirkung von Vitamin D am Beispiel des Blutdrucks

In der Framingham-Studie mit 1739 Teilnehmern wurde  in einer Verlaufsbeobachtung von mehr als 5 Jahren  ein verdoppeltes Risiko für einen Herzinfarkt festgestellt, wenn ein erhöhter Blutdruck und ein Vitamin D-Mangel vorlagen (siehe Abbildung; Wang et al., 2008).

Dabei ist die Entwicklung eines hohen Blutdrucks selbst abhängig von der Versorgung mit Vitamin D: Die Messung des Vitamin D-Spiegels bei 12.644 Teilnehmern in der NHANES III Studie zeigte einen um 20% gesenkten altersbedingten Anstieg des Blutdrucks unter den Teilnehmern mit den höchsten Vitamin D-Werten (Judd, Nanes, Ziegler, Wilson & Tangpricha, 2008).

In der Health Professional und der Nurses Health Study wurde bei Studienteilnehmern, die einen Vitamin D Mangel aufwiesen, unter den Männern ein 6,1-fach und bei den Frauen ein 2,7-fach gesteigertes Risiko ermittelt einen Bluthochdruck zu entwickeln (siehe Abbildung; Forman et al., 2007).

Fazit:

Zahlreiche Studien belegen, wie wichtig Vitamin D für die Erhaltung unserer Herz-Kreislauf-Gesundheit ist. Angesichts der Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen der „Killer Nr. 1“ unter den Todesursachen sind, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ein einfacher und dabei effektiver Weg um die Chancen auf ein gesundes und langes Leben zu erhöhen. Hier erfahren Sie mehr dazu, wie hoch der Vitamin D-Spiegel sein sollte und wie Sie ein gutes Vitamin D-Level erreichen können.

Mehr spannende Fakten über Vitamin D schenken wir Ihnen in Buchform im Rahmen unserer Sommer-Spendenaktion!

Die in diesem Beitrag besprochenen Inhalte und Abbildungen sind nur ein kleiner Einblick in das Buch “Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention” von Prof. Spitz, Erscheinungsjahr 2009.

Sie erhalten das Buch (und noch mehr!) als Dankeschön für einen beliebigen Spendenbetrag im Rahmen unserer aktuellen Sommer-Spendenaktion (bis zum 30.09.2018)!

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Quellen:

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

Judd, S. E., Nanes, M. S., Ziegler, T. R., Wilson, P. W., & Tangpricha, V. (2008). Optimal vitamin D status attenuates the age-associated increase in systolic blood pressure in white Americans: Results from the third National Health and Nutrition Examination Survey. The American Journal of Clinical Nutrition, 87(1), 136-141.

Wang, T. J., Pencina, M. J., Booth, S. L., Jacques, P. F., Ingelsson, E., Lanier, K., . . . Vasan, R. S. (2008). Vitamin D Deficiency and Risk of Cardiovascular Disease. Circulation, 117(4), 503-511.

Forman, J. P., Giovannucci, E., Holmes, M. D., Bischoff-Ferrari, H. A., Tworoger, S. S., Willett, W. C., & Curhan, G. C. (2007). Plasma 25-Hydroxyvitamin D Levels and Risk of Incident HypertensionHypertension, 49(5), 1063-1069.

Abbildungen:

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

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Die Sommer-Spendenaktion der SonnenAllianz: Sie spenden, wir verschenken 200 Bücher!

Die Sommer-Spendenaktion der SonnenAllianz: Sie spenden, wir verschenken 200 Bücher!

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

als Projekt der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP) lebt die SonnenAllianz ausschließlich von privaten Spenden. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht uns, die Inhalte der SonnenAllianz-Website stets um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Sonne, Licht und Vitamin D zu erweitern und mit nützlichen Tools und Medien auszustatten.

Um die Spendenziele für die Spendenperiode 2018 zu erreichen, starten wir hiermit die Sommer-Spendenaktion, bei der wir unsere Spender reichlich beschenken:

Die ersten 200 Spender, die zwischen dem 25. Juli 2018 und dem 30. September 2018 einen beliebigen Geldbetrag spenden, erhalten auf dem Postweg…

  1. …das Buch: “Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention” von Prof. Spitz, Erscheinungsjahr 2009,
  2. …den SonnenAllianz-Info-Flyer (10 Exemplare) zum Verteilen an Freunde, Verwandte und Bekannte,
  3. …und den SonnenAllianz-Aufkleber, der Sie als Förderer ausweist.

       

Und so einfach geht’s:

  1. Zwischen dem 25. Juli 2018 und dem 30. September 2018 einen beliebigen Geldbetrag zugunsten des SonnenAllianz-Projektes über Betterplace spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/49980-die-sonnenallianz und kurze Zeit später macht sich das Paket auf den Weg zu Ihnen!
  2. Bitte beachten Sie: Das Buch kostet im Handel 19,50 €. Die DSGIP hat im Sinne ihrer Aufgaben 200 Exemplare für Präventions- und Informationsaufgaben bereitgestellt. Es wäre schön, wenn Sie in Ihrem Spendenbetrag den Wert des Buches berücksichtigen würden.
  3. Sie erhalten eine Dankesmail mit Infos zum Versand von Buch, Flyern und Aufkleber und bekommen diese auf dem Postweg zugesandt, sobald uns Ihre Adresse vorliegt.

Erfahren Sie anhand des Vitamin-D-Buches noch mehr über die vielfältigen, positiven Wirkungen des Vitamin D sowie Prävention im Allgemeinen – am besten an einem sonnigen Plätzchen.

Merke: Nicht nur die Sonne tut gut, sondern auch das Spenden erzeugt Glücksgefühle.

Wir bedanken uns vorab für Ihre Unterstützung!

Ihr SonnenAllianz Team

Vitamin D in der Schwangerschaft

Vitamin D in der Schwangerschaft

Viele Frauen gehen – fast immer unbewusst – mit einem Vitamin D-Mangel in und durch die Schwangerschaft. Die dadurch entstehenden gesundheitlichen Nachteile wirken sich nicht nur auf die Mütter, sondern auch auf das Ungeborene aus und können zu langfristigen Schäden und Beeinträchtigungen, auch im späteren Lebensabschnitten, führen. Diese und weitere Zusammenhänge erläutert  Dr. med. Edalatpour in seinem am Ende des Artikels eingebetteten Video-Vortrag, auf dem wir uns in diesem Newsfeed beziehen.

Neben der bekannten Kinderkrankheit Rachitis, kann eine deutliche Vitamin D-Unterversorgung auch schwere Gesundheitsprobleme wie Untergewicht oder eine zu große Öffnung der Fontanelle beim Fötus hervorrufen. Hier finden Sie eine Auflistung der häufigsten Vitamin D-Mangelerscheinungen während der Schwangerschaft:

  • Präeklampsie bei der Mutter: Das ist eine Vorstufe von Eklampsie, deren Symptome u.a. Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Ödeme sind
  • Erhöhte Gefahr von Schwangerschaftsdiabetes: diese wird durch ein Vitamin D-Defizit begünstigt
  • Das Risiko für eine notwendige Kaiserschnittentbindung steigt erheblich
  • Instabilität des Immunsystems von Mutter und Kind
  • Erhöhte Gefahr für Frühgeburten

Kinder, deren Mütter besser mit Vitamin D versorgt sind, haben ein geringeres Risiko von Autoimmunerkrankungen wie Asthma, Diabetes Typ 1 oder Multipler Sklerose betroffen zu sein. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Vitamin D-Versorgung um die Zeit der Geburt herum und dem Auftreten chronischer Erkrankungen im späteren Lebensalter.


Wie viel Vitamin D sollte eingenommen werden?

Dr. Bruce Hollis zeigte in einer Studie an Neugeborenen auf, dass bei einer Vitamin D-Gabe von 400 I.E./Tag über 4 Monate der durchschnittliche Vitamin D-Spiegel der Säuglinge sichtbar anstieg, nämlich

  • bei Neugeborenen mit mittlerem Geburtsgewicht von 3,4 kg — von 11 auf 26 ng/ml und
  • bei Frühgeborenen mit mittlerem Geburtsgewicht von 1,3 kg — von 11 auf 51  ng/ml.

Wenn man aber berücksichtigt, dass der Vitamin D-Spiegel mindestens 30 ng/ml sein sollte, erweist sich eine Dosis von 400 I.E./Tag für Neugeborene mittleren Gewichts als zu niedrig. Ein optimaler Vitamin D Spiegel befindet sich zwischen 40-60 ng/ml.

Im darauffolgenden Abschnitt erklärt Dr. med. Edalatpour, wie anhand verschiedener Studien an weiblichen Teenagern, jungen Frauen und Erwachsenen generell nachgewiesen werden konnte, dass eine Vitamin D-Supplementierung mit nur 400 I.E. lediglich eine Zunahme von 4 ng/ml Vitamin D im Blut bewirkt. Schwangere Frauen, sind aber besonders von einem Vitamin D-Mangel betroffen. Das gleiche gilt auch für übergewichtige Menschen. Säuglingsdosierungen von 400 I.E./Tag bei Schwangeren anzuwenden, sei daher besonders unsinnig, was auch in diversen Interventionsstudien bewiesen werden konnte. Diese zeigen sogar bei einer Dosierung von 2000 I.E., dass ein adäquater Vitamin D-Spiegel bei weitem nicht erreicht werden kann. Alleine um die Rachitisgefahr zu bannen, ist eine Dosierung von mindestens 4000 I.E./Tag notwendig.

Laut Dr. med. Edalatpour ist es also grundsätzlich allen schwangeren Frauen zu raten, vor und während der Schwangerschaft gute Vitamin D-Spiegel zu erreichen und zu halten – sich selbst, und dem Kind zuliebe.

Optimal ist ein dauerhafter Vitamin D-Spiegel zwischen 40-60 ng/ml – auch bei Schwangeren. Diesen Wert sollte man im besten Fall schon vor der Schwangerschaft aufgebaut haben. Dazu kann man bis 80 kg Körpergewicht, für wenige Wochen durchaus auf Dosen von bis zu 20.000 I.E./Tag zurückgreifen. Das ist in etwa soviel wie bei einem ausgiebigen Sonnenbad. Bei einem Körpergewicht über 80 kg müsste die Dosis entsprechend dem Melzrechner oder dem Rechner der SonnenAllianz erhöht werden. Erhaltungsdosen um die 5000 I.E./Tag sind je nach Körpergewicht durchaus opportun.

Alle positiven Wirkungen von Vitamin D, die nicht mit der verstärkten Kalziumaufnahme in Verbindung stehen, können ihre Wirkung übrigens nur bei täglicher Verabreichung vollends entfalten.

Hier können Sie sich den Vortrag von Dr. Edalatpour anschauen: 

https://www.youtube.com/watch?v=bItYvG_6CN0

Medikamente und Sonnenbad: Vorsicht walten lassen!

Medikamente und Sonnenbad: Vorsicht walten lassen!

Warnung vor bestimmten Kombinationen aus Medikamenten und Sonnenbad

Wie wichtig die Sonne für unsere Gesundheit ist, beschreiben wir auf unserer Homepage in all ihren Facetten ausführlich.  Was Sie allerdings bei der Besonnung beachten müssen, wenn Sie Medikamente zu sich nehmen, erfahren Sie hier!

Viele Arzneistoffe lösen in Kombination mit UVA-Strahlung nämlich fotosensitive Reaktionen aus. Diese wirken sich ähnlich wie starke Sonnenbrände, in Form von schmerzhaften Zuständen und Rötungen der Haut, bis hin zur Blasenbildung und Juckreiz aus. Der Unterschied zu einem herkömmlichen Sonnenbrand ist dabei, dass der beschriebene Zustand erst Stunden oder Tage nach der Besonnung, und noch dazu bereits bei geringer Sonnenbestrahlung, einsetzen kann. Im schlechtesten Fall kann dadurch sogar eine über mehrere Monate lange Überempfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenstrahlen sowie eine Färbung der geschädigten Hautstelle ausgelöst werden.

Wie können phototoxische Reaktionen durch Medikamente verhindert werden?

Ist man von einer Fotosensitivität betroffen, empfiehlt es sich natürlich die pralle Sonne in den Stunden vor und nach der Mittagszeit zu meiden. Wenn der Aufenthalt in der Sonne unumgänglich ist, sollten man unbedingt auf lichtschützende Kleidung zurückgreifen. Außerdem können auch noch qualitativ hochwertige Sonnenschutzmittel (mindestens Schutzfaktor 30) auf die Haut aufgetragen werden.

Nicht zu vernachlässigen sind Verglasungen wie zum Beispiel am Auto oder auch an Gebäuden. Diese schirmen meistens zwar den gesundheitsfördernden UVB-Anteil der Sonnenstrahlung ab, nicht aber den eher schadhaften UVA-Anteil (bei zu starker Exposition).

Was tun bei phototoxischen Reaktionen?

Wenn man bereits von leichteren Verbrennungen auf der Haut betroffen ist, gilt es dem mit lokalen Cremen oder Lotionen wie etwa Glucocorticoiden und Antiseptika entgegenzuwirken. Falls die Möglichkeit besteht, sollte das Arzneimittel, welches die Lichtempfindlichkeit auslöst, nach Absprache mit dem Arzt durch ein verträglicheres Pharmazeutikum ersetzt werden. Bei heftigeren Fällen – ab Verbrennungen 2. Grades –  sollte man sich ohnehin in ärztliche Behandlung begeben.

Welche Medikamente sind betroffen?

Achtung vor fototoxischen Reaktionen bei UV-Strahlung

Die Liste der Medikamente, die phototoxische Reaktionen auslösen können, ist lang. Unter anderem sind hiervon Antibiotika, Antdiabetika, Antihistaminika, Blutdruck regulierende Mittel sowie Diuretika und Krebsmittel betroffen. Vorsichtshalber sollten Sie bei der Einnahme von Medikamenten unbedingt den Beipackzettel beachten und im Zweifelsfall Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Um zu erfahren welche Medikamente betroffen sind klicken Sie hier!

Fehlinformationen über Vitamin D

Fehlinformationen über Vitamin D

Fehlinformationen über Vitamin D im Umlauf

Immer wieder fällt es auf, dass Menschen mittels Fehlinformationen von der Einnahme oder Eigenproduktion von Vitamin D über die Sonne abgehalten werden. Dabei werden die Konsumenten über Negativberichterstattung und Angstmacherei, bewusste Erschütterung des Selbstbewusstseins und gezielte Förderung von Unwissenheit in die Irre geführt.

Dr. med. Edalatpour zeigt in seinem Video (siehe unten) auf, dass es gleichgültig ist ob Sie Akademiker sind, einen Doktoren- oder Professorentitel haben oder einfach ein klar denkender Interessent sind, denn Wissen ist für alle da und kann von jedem selbst angeeignet werden. Im Video und der hier aufgeführten Zusammenfassung erfahren Sie, welchen bewussten Irreführungen Sie nicht auf den Leim gehen sollten, wenn Sie sich über Vitamin D informieren.


So erkennen Sie Fehlinformationen über Vitamin D:

Unseriöser Umgang mit Studien:
  • diese werden oftmals ohne Quellenangaben oder Verlinkung zur Studie zitiert 
  • müssten vom Leser für Geld gekauft werden und sind daher nicht einzusehen
  • fehlerhafte Interpretation teilweise schlechter Studien, die nicht das aussagen was im Artikel behauptet wird
Schlechte Studien sind solche, bei denen:
  • den Probanden Vitamin D über eine monatliche Dosierung verabreicht wird
  • minimale Dosierungen supplementiert werden, die sogar für Säuglinge kaum messbare Auswirkungen mit sich bringen
  • der Vitamin D Spiegel vor und nach der Dosierung nicht gemessen wurde, sodass ein aussagekräftiger Vergleichswert nicht zur Verfügung steht

Obwohl bekannt ist, dass monatliche Dosierungen nicht oder kaum positive Effekte zeigen – sofern man nicht nur die Knochengesundheit betrachtet – , werden darauf basierende Studien in Artikeln immer wieder für die Wirkungslosigkeit für Vitamin D herangezogen. Eine, wenn möglich tägliche, aber zumindest regelmäßige Gabe von Vitamin D ist für die vollumfängliche Wirkung des Sonnenvitamins von großer Bedeutung. Hierbei sollte man sich die Arbeiten von Dr. Bruce Hollis zu Gemüte führen.


Ein Beispiel wie man bei Studien nicht vorgehen sollte:

In einer im Video erwähnten Studie, war der Vitamin D3 Spiegel der Teilnehmer mit durchschnittlich 33 ng/ml schon von Anfang an überdurchschnittlich hoch. Nun wurde eine Hälfte der Teilnehmer mit einer sehr geringen Dosierung von nur 2000 I.E. supplementiert, was bei diesem Ausgangsspiegel relativ wenig Auswirkungen mit sich brachte. Der anderen Gruppe wurden keine Vitamin D Präparate sondern Placebos verabreicht. Trotzdem spricht sich das Resultat eigentlich eindeutig für das Vitamin D aus, da in der Placebogruppe 64 Krebsfälle und in der Vitamin D3 Gruppe 45 Krebsfälle auftraten. 

Da dieses Ergebnis aber aufgrund von falscher Ausführung eine statistische Signifikanz knapp verpasste, wurde daraus eine Nutzlosigkeit von Vitamin D als Krebsprävention abgeleitet. Entscheiden Sie selbst, in welcher Gruppe Sie lieber gewesen wären und wie das Ergebnis gewesen wäre, wenn angemessene Dosierungen angewendet worden wären.

Dem gegenüber stehen im Übrigen hunderte Studien, die sehr klar aufzeigen, dass die Sonne und Vitamin D einen positiven Einfluss auf die Krebsprävention und vieler anderer Erkrankungen haben. 


Falschbehauptungen über Vitamin D
Häufige falsche Behauptungen:

„Im Winter bekomme man Vitamin D3 durch die Sonne, da man braun wird.“

Richtig ist: für die Vitamin D-Produktion durch Besonnung benötigt man UVB-Strahlung, die Bräune entsteht aber durch die UVA-Strahlung.

„Vitamin D3 wird synthetisch hergestellt und ist somit giftig.“

Tatsache ist: Vitamin D-Präparate werden aus Schafwollwachs (Lanolin) oder vegan aus Flechten, also natürlich, gewonnen.

„Vitamin D verursacht angeblich Nierenschäden.“

Hierzu gib es weder Studien noch Indizien, Vitamin D scheint sich sogar positiv auf die Nieren auszuwirken. Lediglich bei Dosen weit oberhalb von 10.000 I.E./Tag besteht theoretisch die Gefahr einer Hyperkalzämie.

Zuletzt gibt Dr. med. Edalatpour noch den Hinweis, dass Berichte, die sich zwar mit Vitamin D3 auseinandersetzen, nicht aber mit dessen Cofaktoren, generell kritisch zu betrachten sind.

Sehe Sie sich das ganze Video von Dr. med. Edalatpour hier an:

https://www.youtube.com/watch?v=DNwR1YDP37Q

 

Foto: www.pixabay.com

Wie wichtig ist die Vitamin D-Versorgung bei Kindern?

Wie wichtig ist die Vitamin D-Versorgung bei Kindern?

Dass die seit Jahrzehnten als Folge von Vitamin D-Mangelerscheinung anerkannte Kinderkrankheit Rachitis, nur die Spitze einer sich endlos hinziehenden Liste von durch Vitamin D-Mangel bedingten Krankheitsbildern bei Kindern darstellt, ist durch breite Forschung hinreichend bewiesen.  Denn Untersuchungen bestätigen: durch Vitamin D-Mangel in der Schwangerschaft und Kindheit, werden auch Asthma, Allergien, Neurodermitis, Autismus, Diabetes Typ 1 und 2 und auch Zahnerkrankungen wie Karies begünstigt.

Diesem Thema widmet sich Dr. med. Arman Edalatpour in seinem YouTube-Vortrag (siehe unten). Dabei verweist er auf eine ausführliche Untersuchung aus Finnland, bei der man die Vitamin D-Dosis für Kinder seit 1960 in 4 Stufen verringert hat. Von 4.500 I.E. auf letztendlich 400 I.E. täglich, wurde die Vitamin D-Gabe an den Kindern sukzessive herabgesetzt – sehr zum Leid der jungen Probanden:

Besonders um das Jahr 1991, als die verabreichte Vitamin D-Dosis am niedrigsten war, explodierte die Häufigkeit von Diabetes und allgemeiner Autoimmunkrankheiten. Erst als ab dem Jahr 2003 verschiedene Kindernahrungsmittel (z.B. Milchprodukte) mit Vitamin D angereichert wurden, konnte man 3 Jahre später eine weitere Zunahme dieser Erscheinungen stoppen.


Kinder leiden in Deutschland häufig an Vitamin D-Mangel

Vitamin D-Unterversorgung bei Kindern sehr verbreitet

Mit Durchschnittswerten von unter 20 ng/ml anstatt mindestens 30 ng/ml Vitamin D im Blut, ist auch der Großteil der deutschen Kinder von einem Vitamin D-Mangel betroffen. Dies zeigen übereinstimmende Erhebungen von Prof. Dr. Spitz und dem Robert Koch Institut.

Dem könnte man mittels Vitamin D-Gaben entgegenwirken, wie es bislang leider nur bei Säuglingen üblich ist. Bei Säuglingen wird die verabreichte Vitamin D-Menge von 500 I.E./Tag, allerdings nur über die Verhinderung der Kinderkrankheit Rachitis argumentiert.

Zum Vergleich: in der BRD bekamen Säuglinge zwischen 1950 und 1970 Stoßtherapien von 200.000-400.000 I.E. Vitamin D verabreicht, in der DDR sogar 6 x 600.000 I.E.. Toxische Auswirkungen sind weder aus der BRD noch aus der DDR bekannt. Auffällig ist, dass es zur Zeit der hohen Vitamin D-Supplementierung in der DDR – trotz höherer Schadstoffbelastung in der Luft und Umwelt – kaum Allergien gab.

Dr. med. Edalatpour empfiehlt bei Kindern zwischen dem 1. und dem 12. Lebensjahr eine regelmäßige Verabreichung von 140 I.E. Vitamin D pro Kilogramm Körpergewicht. Eine Aufbauphase sei in diesem Alter noch nicht empfehlenswert. Ein vorhandener Mangel solle aber in jedem Fall mit höheren Gaben bis max. 10.000 I.E. / Tag ausgeglichen werden. Bei Kindern ab 12 Jahren können Sie, wie bei Erwachsenen, unseren gratis Vitamin D-Rechner für die Abschätzung der täglichen Dosierempfehlung heranziehen. 

Gerade in der Wachstumsphase sind die Co-Faktoren von Vitamin D sehr wichtig, wie Dr. Edalatpour am Ende seines Videos erklärt. Bedingt durch Knochen- und Zahnwachstum ist eine optimale Versorgung mit hochwertigem Vitamin K2, Calcium und Magnesium von hoher Bedeutung.


Bitte vergessen Sie aber nicht: ein regelmäßiger, aber mäßiger Aufenthalt an der Sonne mit unbedeckter Haut (bei gleichzeitiger Vermeidung von Sonnenbränden) und eine gesunde Ernährung mit insbesondere pflanzlichen Nahrungsmitteln, die reich an Mikronährstoffen sind, macht eine Supplementierung im Idealfall überflüssig.

Hier können Sie sich den Vortrag von Dr. Edalatpour anschauen: 

https://youtu.be/BWtEne-fK10

Verursacht Solariennutzung Hautkrebs?

Verursacht Solariennutzung Hautkrebs?

Keine seriösen Beweise für Zusammenhang zwischen Melanomen und Solariennutzung

Obwohl von verschiedenen Stellen immer wieder gewarnt wird, dass künstliche UV-Strahlung per se eine negative Auswirkung auf schwarzen Hautkrebs habe, konnte hierfür bislang noch kein seriöser Beleg erbracht werden. Zu diesem Schluss kam Professor Dr. Jörg Reichrath, leitender Oberarzt der dermatologischen Klinik am Universitätsklinikum Homburg. Dieser hat nämlich sämtliche Studien in Bezug auf die Solariennutzung der „Medlin“ und „ISI Web of Science“ Datenbanken durchforstet.

Gegenteilige Veröffentlichungen beziehen sich auf Untersuchungen, deren mangelhafte Datenlage keine kausalen Zusammenhänge beweisen. Zwar zeigen die Studien eine leicht erhöhte Melanom-Rate bei Solariennutzung, allerdings wurden dabei entscheidende Einflüsse vernachlässigt: Beispielsweise kann die Solariennutzung ein Indikator für auch sonstigen übermäßigen Sonnenkonsum und infolgedessen häufigere Sonnenbrände sein. Das könnte wiederum das Risiko für Melanome erhöhen.

Auch seitens der EU und WHO publizierte Berichte, die eine sichere Obergrenze von UV-Strahlung ausschließen, kann von Professor Reichrath und seinen Kollegen nicht bestätigt werden. Laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, geht das Team um Reichrath davon aus, dass eine maßvolle Nutzung von Solarien keine negativen Auswirkungen auf die Bildung von schwarzem Hautkrebs hat.

Sonnenbank

Die Forschungsergebnisse von Prof. Reichrath und seinem Team können durch weitere Studien untermauert werden, die zeigen, dass eine regelmäßige Besonnung und die damit verbundene Vitamin D-Produktion sogar vor der Bildung von Melanomen schützt. So stellte man zum Beispiel in einer Studie (Godar et al.) aus dem Jahr 2009 eine erhöhte Melanom-Gefahr für Berufstätige, die in geschlossenen Räumen arbeiten, fest. Im Gegensatz dazu werden Menschen, die großteils der Sonne ausgesetzt sind, deutlich häufiger vor schwarzem Hautkrebs verschont.

Entscheidend für eine gesundheitsfördernde Besonnung ist also ein angemessener UVB-Anteil, weil dieser die körpereigene Vitamin D-Produktion ankurbelt. Dabei ist es egal, ob die Besonnung aus einer künstlichen Quelle wie Solarien, oder direkt von der Sonne konsumiert wird.


Quelle:

Jörg Reichrath, P. D. (2018). Kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Solariennutzung und Schwarzem Hautkrebs [Abstract]. Info Campus International. doi:Anticancer Research 38: 1111-1120 und 1187-1199 (2018)

Godar, D. E., Landry, R. J., & Lucas, A. D. (2009). Increased UVA exposures and decreased cutaneous Vitamin D3 levels may be responsible for the increasing incidence of melanoma. Medical Hypotheses, 72(4), 434-443. doi:10.1016/j.mehy.2008.09.056