Mit Vitamin D und Omega 3 gegen Autismus

Mit Vitamin D und Omega 3 gegen Autismus

Unter Autismus (Engl. Autism spectrum disorder oder kurz ASD) werden definitionsgemäß sich entwickelnde Dysfunktionen zusammengefasst, die durch fortdauernde Defizite im Bereich sozialer Interaktion, Beeinträchtigungen in der verbalen und nonverbalen Kommunikation sowie in stereotypen Verhaltensmustern in Bezug auf Interessen und Aktivitäten gekennzeichnet sind.

Die Anzahl der Autismusfälle steigt in den USA seit Jahrzehnten dramatisch an und betraf  im Jahr 2018 laut der American Academy of Pediatrics 2,5% der Kinder im Alter von 3-17 Jahren, oder anders ausgedrückt, 1 von 40 Kinder in diesem Alter (1). Auch in Europa steigt die Anzahl der Autismusfälle seit 30 Jahren kontinuierlich an.

Zunehmend finden sich Beweise dafür, dass ein sehr früher Vitamin-D-Mangel, entweder bereits in der Schwangerschaft oder aber in der frühen Kindheit, Autismus mitverursachen kann. Vitamin D spielt als Metabolit (biochemisches Zwischenprodukt) beim (Neuro-)Steroidstoffwechsel eine entscheidende Rolle und hat als solches eine außerordentlich wichtige Bedeutung für die Gehirnentwicklung, die Zellerneuerung, die Differenzierung und die Calcium-Signalgebung sowie für neurotrophische und neuroprotektive Vorgänge (2).

Der amerikanische Arzt Dr. JJ Cannell publizierte in einer 2017 veröffentlichten Übersichtsarbeit, dass Kinder, die bereits autistisch sind oder als dafür gefährdet eingestuft werden, einen eklatant niedrigeren Vitamin-D-Spiegel haben im Vergleich zu unauffälligen anderen Kindern, und zwar schon während der Schwangerschaft, bei der Geburt und/oder im Alter von acht Jahren (3). Mehrere andere Publikationen zeigen, dass bei schwangeren und stillenden Frauen 4000 bzw. 6000 I.E. Vitamin D/Tag nicht nur sicher sind um Mutter und Kind ausreichend mit Vitamin D zu versorgen, sondern weitere positive Auswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf und die spätere Gesundheit der Kinder haben. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel über eine gesunde Schwangerschaft mit Vitamin D.


Vitamin D und Omega 3 gegen Reizbarkeit und Hyperaktivität bei Kindern

Reizbarkeit und Hyperaktivität sind bei Kindern mit Autismus häufig auftretende Symptome, deren Intensität sowohl durch Vitamin D als auch durch Verabreichung von Omega 3-Fettsäuren maßgeblich vermindert werden kann. Genau dies wurde in der VIDOMA-Studie (2019) an 111 autistischen neuseeländischen Kindern untersucht, von denen 73 Teilnehmer bis zum Schluss in der Studie involviert waren. Es stellte sich nach 12 Monaten heraus, dass die mit Vitamin D oder Omega 3-Fettsäuren versorgten Kinder, eine deutlich reduzierte Reizbarkeit und Hyperaktivität aufwiesen. Gemessen wurden beide Verhaltensauffälligkeiten mifhilfe der dafür entwickelten Aberrant Behavior Checklist (ABC-Skala), die mit ihren Werten Auskunft über die jeweiligen Veränderungen abbildet. Durch die Vitamin D-Gaben von 2000 I.E. täglich, konnte die Reizbarkeit um 4 Punkte, durch die Gabe von 722 mh DHA (Docosahexaensäure = eine von mehreren Omega 3-Fettsäuren) sogar um 5 Punkte gesenkt werden, während in der Placebogruppe der Wert um 0,8 Punkte anstieg (Abb. 1). Verglichen mit der Placebogruppe (-0,8 Punkte), konnte die Vitamin D-Gruppe auch bei der Hyperaktivität signifikante Veränderungen von -5,2 Punkte auf der ABC-Skala verbuchen (Abb. 2).

Die Autoren interpretieren die Resultate folgendermaßen: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren die Reizbarkeits- und Hyperaktivitätssymptome bei Kindern mit ASS verringerten (4).

Bzgl. der Studienergebnisse ist anzumerken, dass in der Gruppe, in der die Kinder mit Vitamin D + Omega 3-Fettsäuren versorgt wurden, von 25 Kindern 10 Teilnehmer die Studie nicht beenden konnten. Da die ASD-Symptome laut Studienautoren bei den Abbrechern am ausgeprägtesten waren, könnten die Ergebnisse in dieser Gruppe durch diesen Umstand geschmälert worden sein, was die geringere Reduktion der Symptome in dieser Gruppe erklären würde.

Abb. 1: Auswirkung auf die Reizbarkeit autistischer Kinder. Je tiefer der Balken desto signifikanter konnte die Reizbarkeit reduziert werden (nach 4).

Abb. 2: Auswirkung auf die Hyperaktivität autistischer Kinder. Je tiefer der Balken desto signifikanter konnte die Hyperaktivität reduziert werden (nach 4).


Fazit: Vitamin D und Omega 3-Fettsäuren verhindern die Entstehung von Autismus bereits im Mutterleib und später im Kindesalter. Beide Mikronährstoffe helfen aber auch als Therapeutikum bei bereits bestehenden ASD-Erkrankungen den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und die Symptome zu reduzieren.

Quellenangaben:

  1. Kogan, M. D., Vladutiu, C. J., Schieve, L. A., Ghandour, R. M., Blumberg, S. J., Zablotsky, B., … Lu, M. C. (2018). The Prevalence of Parent-Reported Autism Spectrum Disorder Among US Children. Pediatrics, 142(6). doi: 10.1542/peds.2017-4161
  2. Cannell, J. J. (2017, June). Vitamin D and autism, what’s new? Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28217829
  3. Hollis, B. W., & Wagner, C. L. (2012). Vitamin D and Pregnancy: Skeletal Effects, Nonskeletal Effects, and Birth Outcomes. Calcified Tissue International, 92(2), 128–139. doi: 10.1007/s00223-012-9607-4
  4. Mazahery, H., Conlon, C. A., Beck, K. L., Mugridge, O., Kruger, M. C., Stonehouse, W., … Hurst, P. R. V. (2019). A randomised controlled trial of vitamin D and omega-3 long chain polyunsaturated fatty acids in the treatment of irritability and hyperactivity among children with autism spectrum disorder. The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, 187, 9–16. doi: 10.1016/j.jsbmb.2018.10.017

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Vitamin D bei COPD

Vitamin D bei COPD

Ca. 6,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer irreversiblen COPD-Erkrankung, die im Laufe der Zeit immer stärker wird (Exazerbation) und im weiteren Verlauf bis zum Tod führen kann. Die häufigsten Anzeichen sind Atemnot, Schweregefühl, Husten und Auswurf. Vitamin D schützt nicht nur präventiv vor der Atemwegserkrankung, sondern kann darüber hinaus die typisch mit ihr einhergehende Exazerbation unterdrücken.

Eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (engl. chronic obstructive pulmonary disease oder kurz COPD) kann sowohl die Bronchien als auch das Lungengewebe selbst betreffen. Eine der häufigsten Ursachen sind neben dem Rauchen langfristiger Kontakt mit gesundheitsschädlichem Staub oder mit bestimmten Chemikalien.

Da es sich dabei um eine progrediente Atemwegserkrankung handelt, die sich in der Regel im Laufe der Zeit verschlechtert und zum Abbau der Lungenfunktion führt, ist die Exazerbation, also die Verschlechterung des Zustandes, ein wichtiger Indikator für eine erfolgreiche Therapie.

Eine 2015 publizierte systematische Literaturrecherche (1), bestehend aus insgesamt 18 Studien, kommt zum Ergebnis, dass Vitamin D-Supplementierung COPD-Exazerbationen verhindern kann. Die Schwere des Vitamin D-Mangels war mit der Intensität der Krankheit assoziiert. Das bedeutet, dass ein schwerer Vitamin D-Mangel vor allem dort vorhanden war, wo auch ein stark ausgeprägtes COPD-Krankheitsgeschehen vorhanden war und umgekehrt.

10 Jahre höhere Lebenserwartung mit höheren Vitamin D-Spiegeln

Eine groß angelegte dänische Studie aus dem Jahr 2018 (2) mit über 35.000 Teilnehmern im Alter zwischen 20-100 Jahre bringt sogar die Lebenserwartung von COPD-Patienten mit dem Vitamin D-Spiegel in Zusammenhang. Die mittlere Lebenserwartung bei spirometrischer COPD-Patienten lag demnach bei 70,2 Jahren, wenn der Vitamin D-Spiegel < 5 ng/ml betrug. 10 Jahre länger lebten COPD-Patienten mit Vitamin D-Spiegeln von >= 20 ng/ml!

Bei der klinischen COPD betrug die Lebenserwartung bei extremem Vitamin D-Mangel (< 5 ng/ml) 69,0 und 76,2 Jahre bei Patienten mit Vitamin D-Spiegeln über 20 ng/ml.

96,7 % geringere COPD-Exazerbation durch Vitamin D

Eine Vitamin D-Supplementierung hat einen signifikanten Effekt auf die Reduzierung der Anzahl akuter Exazerbationen bei COPD-Patienten, wenn es über einen längeren Zeitraum verabreicht wird. So lautet das Fazit einer randomisierten Kontrollstudie (3) mit 120 Patienten aus Pakistan. Bei Patienten, die 6 Monate lang mit 2000 I.E. Vitamin D täglich versorgt wurden, konnte die Exazerbation von 100% auf bemerkenswerte 3% reduziert werden. Ein weiterer aussagekräftiger Beleg für die therapeutische Wirkung von Vitamin D bei COPD-Patienten!

Fazit: Die aktuellen Studiendaten zeigen, dass höhere Vitamin D-Werte im Blut mit einer höheren Lebenserwartung bei COPD-Patienten in Verbindung stehen. Gezielte Vitamin D-Gaben von mindestens 2000 I.E. täglich, scheinen sich laut Studien positiv auf den Krankheitsverlauf auszuwirken und sollten daher von Betroffenen in jedem Fall in Betracht gezogen werden. 

 

Quellenangaben:

  1. Zhu, Biyuan; Zhu, Biqing; Xiao, Chaolie; Zheng, Zhiwen (2015): Vitamin D deficiency is associated with the severity of COPD. A systematic review and meta-analysis. In: International journal of chronic obstructive pulmonary disease 10, S. 1907–1916. DOI: 10.2147/COPD.S89763.
  2. Færk, Gitte; Çolak, Yunus; Afzal, Shoaib; Nordestgaard, Børge G. (2018): Low concentrations of 25-hydroxyvitamin D and long-term prognosis of COPD. A prospective cohort study. In: European journal of epidemiology 33 (6), S. 567–577. DOI: 10.1007/s10654-018-0393-9.
  3. Khan, D. M., Ullah, A., Randhawa, F. A., Iqtadar, S., Butt, N. F., & Waheed, K. (2017). Role of Vitamin D in reducing number of acute exacerbations in Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) patients. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28811780.

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Die große Spendenaktion der NatuGena für die dunkle Jahreszeit: Sie spenden – NatuGena schenkt Ihnen das Sonnenvitamin!

Die große Spendenaktion der NatuGena für die dunkle Jahreszeit: Sie spenden – NatuGena schenkt Ihnen das Sonnenvitamin!

Praktisch alle Menschen in unseren Breitengraden, die im Winter nicht regelmäßig südlichere Gebiete aufsuchen, Solarien (mit UV-B-Anteil in der Strahlung) nutzen oder Vitamin D als Nahrungsergänzung supplementieren, fallen in die Risikogruppe der Vitamin D-Unterversorgten.

Für viele ist die Einnahme von Vitamin D-Präparaten aufgrund der Zeitersparnis und einfachen Dosierungsmöglichkeit die praktischste Variante um einen angemessenen Vitamin D-Spiegel zu erreichen. Doch welche Form der Supplementierung eignet sich hier am besten: Vitamin D-Kapseln, -Tabletten oder -Öle?

In einer Studie aus dem Jahr 2014 wurde die Wirksamkeit der Vitamin D-Aufnahme von Öl-haltigen Tropfen, Tabletten und Kapseln an 66 Teilnehmern getestet. Die Probanden wurden dabei 12 Wochen lang täglich mit 10.000 I.E. Vitamin D in den 3 genannten Darreichungformen versorgt. Die Öl-haltigen Tropfen erzielten dabei das beste Ergebnis, denn heruntergerechnet auf die Vitamin D-Verabreichung pro Mikrogramm, konnten sie den Vitamin D-Spiegel mehr erhöhen als das bei Kautabletten oder Kapseln der Fall war. Das verwundert nicht, da Vitamin fettlöslich ist und in der Form auch am besten aufgenommen werden kann. Trotzdem wird dazu angeraten auch Öl-haltige Tropfen zusätzlich zu einer Mahlzeit einzunehmen, um die vollumfängliche Bioverfügbarkeit möglichst zu gewährleisten. 

Mehr über Vor- und Nachteile der verschiedenen Einnahmeformen erfahren Sie hier >>

Bei der Ermittlung der Einnahmedosis unterstützt Sie unser Vitamin D-Bedarfsrechner >>

Sie spenden – NatuGena schenkt Ihnen Vitamin D-Tropfen!

Das Unternehmen NatuGena startet heute eine Aktion zugunsten unseres Projektes SonnenAllianz und möchte allen Spendern eine Packung Vitamin D-Tropfen schenken. 

Und so einfach geht’s:

  1. Spenden Sie bis zum 31. Dezember 2019 einen Betrag von mindestens 4,90 € zugunsten des SonnenAllianz-Projektes über betterplace: https://www.betterplace.org/de/projects/49980-die-sonnenallianz

    Warum 4,90 €? NatuGena produziert für die Aktion unentgeltlich bis zu 500 Packungen Vitamin D-Tropfen. Mit den 4,90 € werden die entstehenden Versandkosten innerhalb Deutschlands abgedeckt. 

    Auch Spender aus anderen Ländern können mitmachen! Bitte beachten Sie bei Ihrer Spende die Versandkosten von: 12,00 € für Österreich, Frankreich und Italien // 10 Franken für die Schweiz.

  2. WICHTIG: Sie erhalten von betterplace eine offizielle Bestätigungsmail über Ihre getätigte Spende. Leiten Sie nun diese Bestätigungsmail an NatuGena weiter: info@natugena.de und geben Sie in der Mail Ihre Postanschrift (und optional Ihre Telefonnummer) an!*
  3. Sie erhalten eine Dankesmail mit Infos zum Versand der Vitamin D-Tropfen und bekommen diese auf dem Postweg zugesandt
  4. Pro Spender/in ist eine Packung Vitamin D-Tropfen vorgesehen. Bitte beachten Sie, dass die Zahl der zu verschenkenden Packungen insgesamt auf 500 begrenzt ist. Wir werden hier rechtzeitig einen Hinweis platzieren, wenn der Bestand zuneige geht. Aktuell noch verfügbare Anzahl: 448

*Ihre Mailadresse, Postanschrift und Telefonnummer (optional) werden von NatuGena nur zur Versandabwicklung im Rahmen dieser Spendenaktion genutzt und nicht für Werbezwecke gespeichert.

Zur Erinnerung: Als Projekt der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP) lebt die SonnenAllianz ausschließlich von privaten Spenden. Ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht es uns, die Inhalte der SonnenAllianz-Website stets um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Sonne, Licht und Vitamin D zu erweitern und mit nützlichen Tools und Medien auszustatten. Mit Ihrer Teilnahme an der Spendenaktion helfen Sie uns dabei, die Spendenziele für die Spendenperiode 2019 zu erreichen und dadurch unsere Projektziele umsetzen zu können.

Wir bedanken uns herzlich bei NatuGena für die Aktion und natürlich bei allen Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung!

Ihr SonnenAllianz Team

 

Quellen:

Traub, L., M., Finnell, S., J., Anup, Oberg, … Ryan. (2014, August 1). Impact of Vitamin D 3 Dietary Supplement Matrix on Clinical Response. Retrieved from https://academic.oup.com/jcem/article/99/8/2720/2537822.

Beitragsbild: by Kelly Sikkema on Unsplash

Zum Welt-Vitamin D-Tag: 300 Sonnen-Fibeln für unsere UnterstützerInnen!

Zum Welt-Vitamin D-Tag: 300 Sonnen-Fibeln für unsere UnterstützerInnen!

Praktisch alle unsere Zellen verfügen über einen Vitamin D-Rezeptor, eine Art Schleuse, die dafür sorgt, dass das Vitamin D in seiner wirksamen Form in die Zellkerne gelangt und dort seine steuernde und regulierende Wirkung ausüben kann.

Die Natur hätte wohl kaum diesen Aufwand betrieben, wenn dem Vitamin D nicht eine überragende Bedeutung für die menschliche Gesundheit zu käme.

Wie wichtig Vitamin D für unseren Körper ist, bestätigen unzählige wissenschaftliche Studien aus aller Welt: Vitamin D spielt eine Rolle bei der Knochen- und Muskelbildung, im Herz-Kreislauf-System, der Funktion der Atemwege, beim Aufbau, der Steuerung und der Teilung von Zellen und bei der Beseitigung fehlerhafter Zellen, im Immunsystem und bei verschiedenen Aufgaben des Gehirns.

Der heute stattfindende Welt-Vitamin D-Tag (jährlich am 2. November) soll nicht nur auf die Wichtigkeit von Vitamin D für unseren Körper aufmerksam machen, sondern auch auf den weltweit herrschenden Mangelzustand: Ein Großteil der Menschen weist eine Vitamin D-Unterversorgung auf, deren gesundheitliche Auswirkungen wir auf unserer Plattform in allen Facetten besprechen. 

Um die wichtigsten Informationen auch „offline“ in die Welt hinauszutragen, hat die Akademie für menschliche Medizin (AMM) in Zusammenarbeit mit der SonnenAllianz die brandneue Sonnen-Fibel herausgebracht (Eubiotika Verlag), ein praktisches kompaktes Handbuch mit allen wesentlichen Informationen und Tipps über Sonne, Licht und Vitamin D! 

Sie spenden – Die AMM schenkt Ihnen eine Sonnen-Fibel!

Anlässlich des Welt-Vitamin D-Tages startet die AMM eine Aktion zugunsten unseres Projektes SonnenAllianz, bei der jede/r Spender/in von der AMM eine Sonnen-Fibel als Geschenk erhält! 

Und so einfach geht’s:

  1. Spenden Sie zwischen dem 02. November 2019 und dem 15. Dezember 2019 einen beliebigen Geldbetrag zugunsten des SonnenAllianz-Projektes über betterplace: https://www.betterplace.org/de/projects/49980-die-sonnenallianz
  2. WICHTIG: Sie erhalten von betterplace eine offizielle Bestätigungsmail über Ihre getätigte Spende. Leiten Sie nun diese Bestätigungsmail an die Akademie für menschliche Medizin weiter: office@spitzen-praevention.de und geben Sie in der Mail Ihre Postanschrift an!
  3. Sie erhalten eine Dankesmail mit Infos zum Versand der Sonnen-Fibel und bekommen diese auf dem Postweg zugesandt. Wir würden uns freuen, wenn Sie bei Ihrem Spendenbetrag die Versand- und Verpackungskosten von 2,50 € innerhalb Deutschlands bzw. 4,50 € in die Schweiz und nach Österreich berücksichtigen würden.
  4. Bitte beachten Sie, dass die Zahl der zu verschenkenden Sonnen-Fibeln auf 300 begrenzt ist.
    Update: Aufgrund der hohen Nachfrage hat sich die AMM dazu entschieden, die Anzahl der zu verschenkenden Fibeln auf 600 zu erhöhen!

    Aktuell noch verfügbare Anzahl: 88

Zur Erinnerung: Als Projekt der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP) lebt die SonnenAllianz ausschließlich von privaten Spenden. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht uns, die Inhalte der SonnenAllianz-Website stets um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Sonne, Licht und Vitamin D zu erweitern und mit nützlichen Tools und Medien auszustatten. Mit Ihrer Teilnahme an der Spendenaktion helfen Sie uns dabei, die Spendenziele für die Spendenperiode 2019 zu erreichen und dadurch unsere Projektziele umsetzen zu können.

Wir bedanken uns herzlich bei der Akademie für menschliche Medizin für die Aktion und natürlich bei allen Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung!

 Ihr SonnenAllianz Team

Neue Megastudie – 71% weniger Herztote bei ausreichendem Vitamin D-Spiegel

Neue Megastudie – 71% weniger Herztote bei ausreichendem Vitamin D-Spiegel

Eine brandaktuelle Studie aus Großbritannien beleuchtet durch umfangreiche Auswertungen von über 180.000 Patientendaten die Wirkung von Vitamin D auf die Herzgesundheit in großem Ausmaß. Das Ergebnis: Nicht nur die Sterblichkeit steht in deutlicher Inverskorrelation zum Vitamin D-Spiegel, sondern auch das Risiko eine Herz-Erkrankung zu manifestieren ist davon betroffen.

 

Im September 2019 informierte eine groß angelegte Längsschnittanalyse (1) aus elektronischen Patientenakten der britischen Datenbank für Grundversorgung über das Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (HKL-Erkrankung) zu erkranken bzw. zu versterben. Dabei wurden die Vitamin D-Werte einer Gruppe von 180.263 Patienten im Alter von 18 Jahre aufwärts ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen in deren Vorgeschichte erfasst. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 2,2 Jahren, wurden 3.747 Patienten mit HKL-Erkrankungen diagnostiziert und 3912 Todesfälle registriert.

Vitamin D-Mangel korreliert mit 71% höherem Todesrisiko

Verglichen mit Patienten im obersten Vitamin D-Versorgungs-Quintil (>27 ng/ml) war das Mortalitätsrisiko für Patienten im untersten Quintil (<9,24 ng/ml) um 71% und das Risiko eine HKL-Erkrankung zu entwickeln um 24% höher. Die Studienautoren lassen in ihrem Fazit keine Zweifel offen und bestätigen die Verbindung eines höheren Risikos für Patienten mit niedrigen Vitamin D-Spiegeln.

Auch Herz-Risikopatienten profitieren enorm

Weitere Fakten wurden ebenfalls im Jahr 2019 basierend auf einer deutschen Studie (2) mit 787 Patienten im Alter zwischen 50 und 85 Jahren geschaffen. In dieser Untersuchung wurden ambulante Patienten mit Risikofaktoren für asymptomatische diastolische Dysfunktion oder Herzinsuffizienz beobachtet. Jede Abnahme des Vitamin D-Spiegels um 10 ng/ml war für die vorbelasteten Probanden tendenziell mit einer 55% höheren 5-Jahresmortalität assoziiert, während das Risiko einer kardiovaskulär bedingten Krankenhauseinweisung um 63% höher lag.

Noch beeindruckender aber war, dass bei den Herz-Risiko-Patienten ein 2,38fach höheres Risiko einen Herzfehler zu manifestieren, ein 2,76fach größeres Risiko an Vorhofflimmern und eine 58%ige höhere Wahrscheinlichkeit tatsächlich an Herzinsuffizienz zu erkranken vorlag, wenn der Vitamin D-Spiegel um 10 ng/ml niedrigerer lag.

Fazit: Ein ausreichender Vitamin D-Spiegel schützt das Herz! Das Risiko Herzkrankheiten zu entwickeln und daran zu versterben ist bei einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel deutlich reduziert - das gilt für Gesunde ebenso wie für Herz-Risikopatienten!

Für noch mehr spannende Informationen zum Thema Vitamin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen klicken Sie bitte hier!

Quellenangaben:

  1. Crowe, F. L., Thayakaran, R., Gittoes, N., Hewison, M., Thomas, G. N., Scragg, R., & Nirantharakumar, K. (2019, September 18). Non-linear associations of 25-hydroxyvitamin D concentrations with risk of cardiovascular disease and all-cause mortality: Results from The Health Improvement Network (THIN) database. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31541727.
  2. Nolte, K., Herrmann‐Lingen, C., Platschek, L., Holzendorf, V., Pilz, S., Tomaschitz, A., … Edelmann, F. (2019, February 19). Vitamin D deficiency in patients with diastolic dysfunction or heart failure with preserved ejection fraction. Retrieved from https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ehf2.12413.

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Vitamin D auf der Intensivstation

Vitamin D auf der Intensivstation

Wie dramatisch die Folgen eines Vitamin D-Mangels in Bezug auf die Sterblichkeit, Einweisungen in Krankenhäuser und den damit verbundenen Kosten aussehen, wollen wir in diesem Newsfeed näher betrachten. Auch zu diesem eher unbekannten Aspekt der Wirkung des Sonnenhormons wurden in den letzten Jahren aussagekräftige Studien veröffentlicht, die sich einmal mehr klar für eine Supplementation von Vitamin D, auch auf Intensivstationen, aussprechen.

Vitamin D-Mangel maximiert Kostenfaktor und Aufenthaltsdauer auf Intensivstationen

Ein Mangel des Sonnenhormons beeinflusst die Aufenthaltsdauer und die damit verbundenen Kosten von kritisch erkrankten Patienten. Ermittelt wurde dieser Umstand anhand einer prospektiven Beobachtungsstudie mit 258 Patienten auf der chirurgischen Intensivstation der Grady Memorial Klinik, Atlanta, USA. Bemerkenswert an dieser einzigartigen Untersuchung (1) ist die Tatsache, dass dabei die Grenzwerte vorbildlich kategorisiert wurden. Vitamin D Spiegel über 40 ng/ml wurden als normal bewertet, Spiegel zwischen 27-39 ng/ml als leichtes Defizit, Spiegel zwischen 14 - 26 ng/ml als moderates Defizit und Werte unter 13 ng/ml wurden schwerer Mangel eingestuft.

Mit 13,3 Tagen verzeichnete die Gruppe mit schwerem Vitamin D-Mangel (< 13 ng/ml) die längste Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation, während die Gruppe mit annähernd ausreichender Vitamin D-Versorgung (27 ng/ml - 39 ng/ml) nach nur 5,2 Tagen das Krankenhaus verlassen durfte.

Abb. 1: Vergleich der Aufenthaltsdauer von Patienten auf der Intensivstation in Abhängigkeit vom Vitamin D-Spiegel. Niedrige Vitamin D-Spiegel waren bei dieser Studie mit der 2,5fachen Aufenthaltsdauer assoziert (nach 1, Matthews, L. R et al.).

Das enorme Einsparungspotential des Sonnenvitamins zeigte sich auch bei den ermittelten Behandlungskosten. Für die Mangelgruppe beliefen diese sich auf 51.413 USD, während für die annähernd ausreichend Versorgten nur etwa 20.414 USD aufgewendet werden mussten. In anderen Worten ausgedrückt kostet ein Vitamin D-Mangel auf der Intensivstation das 2,5 fache - sowohl in finanzieller Hinsicht als auch die Verweilzeiten betreffend. Eine Tatsache, die sämtliche Wirtschaftsprüfer in den staatlichen, monopolistisch organisierten Krankenkassenstrukturen aufhorchen lassen müsste.

Abb. 2: Vergleich der Behandlungskosten von Patienten auf der Intensivstation in Abhängigkeit vom Vitamin D-Spiegel. Niedrige Vitamin D-Spiegel waren bei dieser Studie mit 2,5fach höheren Behandlungkosten assoziert (nach 1, Matthews, L. R et al.).

Auch die Sterblichkeit von Vitamin D-Versorgung abhängig

Auch in Anbetracht auf die Mortalität lieferte die Studie beeindruckende Ergebnisse. Bei den optimal Versorgten ( > 40 ng/ml) sowie den annähernd ausreichend Versorgten (27 - 29 ng/ml) traten im Beobachtungszeitraum keine Todesfälle auf! Anders bei den beiden weniger gut versorgten Gruppen, die jeweils rund 12 % Todesfälle verzeichnen mussten.

Abb. 3: Vergleich der Sterblichkeitsquote von Patienten auf der Intensivstation in Abhängigkeit vom Vitamin D-Spiegel. Während es bei Vitamin D-Spiegeln oberhalb von 27 ng/ml keine Todesfälle zu verzeichnen gab, lag die Sterberate bei den Vitamin D-defizitären Patienten bei ca. 12% (nach 1, Matthews, L. R et al.).

Zu analogen Resultaten kam eine Forschergruppe Ende 2015, als bei einer weiteren Studie (2) eine erhöhte stationäre Aufenthaltsdauer von kritisch erkrankten Patienten bei Vitamin D-Mangel attestiert wurde. Statt 4 Tagen Verweildauer auf der Intensivstation von Patienten, deren Vitamin Spiegel die 30 ng/ml überschritten, wurde bei Vitamin D-Mangelpatienten (< 30 ng/ml) ein 7,8 tägiger Aufenthalt, also beinahe das Doppelte, verzeichnet.

Dass niedrige Vitamin D-Serumwerte mit dem vorzeitigen Tod in Verbindung stehen, konnte im Jahr 2018 abermals bestätigt werden. Bei einer Analyse (3) von 135 Patienten einer spanischen Intensivstation, zeigten sich bei den Verstorbenen signifikant niedrigere Vitamin D-Spiegel (< 8,14 ng/ml) als bei den Überlebenden (12 ng/ml). Jedoch korrelierte nicht nur das 2,86-fache Risiko der Mortalität an sich mit schlechten Vitamin D-Werten, sondern auch das Risiko einer akuten Nierenschädigung verdoppelte sich bei Vitamin D-Werten von unter 10,9 ng/ml.

Fazit: Ein regelrechter Vitamin D-Spiegel erhöht die Überlebenschancen auf Intensivstationen drastisch, während die Aufenthaltsdauer und die damit verbundenen Behandlungskosten maßgeblich reduziert werden.

  1. Matthews, L. R., Ahmed, Y., Wilson, K. L., Griggs, D. D., & Danner, O. K. (2012, July). Worsening severity of vitamin D deficiency is associated with increased length of stay, surgical intensive care unit cost, and mortality rate in surgical intensive care unit patients. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22325335.
  2. Alizadeh, N., Khalili, H., Mohammadi, M., & Abdollahi, A. (2015). Serum Vitamin D levels at admission predict the length of intensive care unit stay but not in-hospital mortality of critically ill surgical patients. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26645025.
  3. Zapatero, A., Dot, I., Diaz, Y., Gracia, M. P., Pérez-Terán, P., Climent, C., … Nolla, J. (2018, May). Severe vitamin D deficiency upon admission in critically ill patients is related to acute kidney injury and a poor prognosis. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28847615.

Wir beantworten häufige Fragen rund um Vitamin D

Wir beantworten häufige Fragen rund um Vitamin D

Damit die Suche nach Auskünften rund um das wichtige Thema Vitamin D möglichst effizient vonstatten geht, haben wir eine neue FAQ-Seite (Frequently Asked Questions) mit den häufigsten Fragen und Antworten erstellt.

Lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen zu Vitamin D und nutzen Sie gerne die eingebauten Links um mehr über die einzelnen Themenbereiche zu erfahren.

  • Wieviel Vitamin D  soll ich einnehmen?

Das ist abhängig von Ihrem derzeitigen Vitamin D-Serumspiegel und Ihrem Körpergewicht. Mit unserem kostenlosen Vitamin D-Bedarfsrechner können Sie Ihren persönlichen Vitamin D-Bedarf sehr einfach ermitteln. Klicken Sie hier um direkt zum Bedarfsrechner weitergeleitet zu werden!

Die exakte Einnahmedosis sollte jedoch durch regelmäßige Messungen bestimmt werden, denn nicht jedermann ist im Stande Vitamin D in gleichem Ausmaß aufzunehmen bzw. zu verwerten. Als Faustregel kann von einer sicheren Erhaltungsdosis von max. 5000 I.E. bei 70 kg Körpergewicht ausgegangen werden – bei weniger Körpergewicht muss die Dosis entsprechend reduziert werden. Langfristige Einnahmedosierungen über 5000 I.E. sollten unbedingt unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Davon ausgenommen sind kurzzeitig hohe Initialdosen, die für max. wenige Wochen notwendig sind um den gewünschten Vitamin D-Spiegel aufzubauen.

  • Wie hoch ist der optimale Vitamin D-Spiegel und ab wann spricht man von einem Mangel?

Der optimale Vitamin D-Spiegel befindet sich im Bereich zwischen 40-60 ng/ml. Von einem Defizit spricht man in der aktuellen Vitamin D-Forschung bei einem Spiegel von unter 30 ng/ml, von einem Mangel bei weniger als 20 ng/ml.

Achtung bei den Einheiten: Einige Labore geben die Messwerte in nmol/l an. Die geläufigere und von uns primär verwendete Bezeichnung ist aber ng/ml. Zum Umrechnen können die nmol/l-Werte mit dem Divisor von 2,5 dividiert werden um auf die entsprechenden ng/ml-Werte zu kommen.

Zum Bsp.: 100 nmol/l : 2,5 = 40 ng/ml

Um mehr über den optimalen Vitamin D-Spiegel zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

  • Kann Vitamin D toxisch wirken?

Werden über längere Zeiträume extrem hohe Dosen konsumiert, kann Vitamin D auch Intoxikationen hervorrufen. Der toxische Bereich beginnt dabei ab Vitamin D-Werten von über 150 ng/ml. Die von uns empfohlenen Dosierungen führen allerdings nicht zu derartig hohen Vitamin D-Spiegeln, sodass Toxizitäten insofern ausgeschlossen sind. Um mehr über das Thema Vitamin D & Toxitzität zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

  • Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation auch Vitamin K2 einnehmen?

Nein, die zusätzliche Supplementierung von Vitamin K2 ist ein „Kann“ aber kein „Muss“, denn Vitamin D entfaltet seine volle Wirkung auch ohne Vitamin K2 und ist daher keine Voraussetzung für eine adäquate Vitamin D-Versorgung. Allerdings kann Vitamin K2 in vielerlei Hinsicht zusätzlich unterstützend wirken, beispielsweise verbessert es ebenso wie Vitamin D, die Kalziumaufnahme in den Knochen und kann bei Bedarf/Mangel parallel zu Vitamin D eingenommen werden. Um mehr über Vitamin K2 zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

 

Noch mehr Fragen zum Thema Vitamin D beantworten wir auf unsere neuen FAQ-Seite. Klicken Sie einfach hier um auf die FAQ-Seite zu gelangen.

  1. https://sonnenallianz.spitzen-praevention.com/tag/faq/

Vitamin D-Cofaktoren: Vitamin K2, Vitamin A & Magnesium

Vitamin D-Cofaktoren: Vitamin K2, Vitamin A & Magnesium

Welche Co-Faktoren sind bei der Einnahme von Vitamin D wirklich wichtig und wie sieht der aktuelle Stand der Forschung diesbezüglich aus? Diese Fragen werden in dem unten eingebetteten Videoausschnitt von dem führenden Vitamin D-Forscher Dr. Holick aus den USA beantwortet. Wir haben die Eckpunkte für sie zusammengefasst.

Bezugnehmend auf die verbreitete Diskussion über das Thema Cofaktoren, bezieht Dr. Holick in dem Interview folgende Stellung:

  • Magnesium ist vor allem für schwangere Frauen offensichtlich wichtig, vor allem wenn sie unter Eklampsie leiden, es schützt vermutlich sogar vor Präeklampsie. Magnesium ist also ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Körpers!
  • Vitamin A ist ebenfalls sehr bedeutend für die allgemeine Gesundheit und das Wohlergehen der Zellen. Vitamin A kann kaum überdosiert werden, aber es ist notwendig, dass man über das ganze Leben genug davon zu sich nimmt.
  • Zu Vitamin K meint Dr. Holick Folgendes: Ob man Vitamin K über die Ernährung in ausreichendem Maße zuführt, ist in der Wissenschaft zurzeit umstritten. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass Vitamin K eine wichtige Rolle für die Knochen und die Gerinnungsfaktoren spielt. Bei einer ausgewogenen Ernährung, insbesondere durch den Verzehr von grünem Blattgemüse, sollte die Vitamin K-Versorgung in Dr. Holicks Augen kein Problem darstellen. Wenn man sich gut ernährt, sei es somit nicht unbedingt notwendig Vitamin K2 zu supplementieren. Dr. Holick verweist dabei auf die intensiven Forschungen der Expertin Dr. Sarah Booth.
  • Auf die zurzeit in diversen Foren kursierende Frage, ob Vitamin K2 notwendig ist um Vitamin D im Darm aufzulösen, äußert Dr. Holick ganz klar die Ansicht, dass dies nicht stimmt - es gäbe diesbezüglich keinen wissenschaftlichen Beweis.

 

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Quellen:

  1. Live-Interview mit Dr. Michael F. Holick im Rahmen des Kongresses für menschliche Medizin 2019 zum Thema „Tatort Schwangerschaft“: https://www.youtube.com/watch?v=lCAVYWJOacM&feature=youtu.be 

Vitamin D unterbindet Schaufensterkrankheit

Vitamin D unterbindet Schaufensterkrankheit

Die Symptome von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind vielfältig und reichen vom einfachen Bluthochdruck über den Herzinfarkt und Schlaganfall bis hin zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. Doch insbesondere letztere steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Vitamin D-Versorgung, wie uns neueste Forschungsergebnisse aufzeigen, und kann somit großteils vermieden werden.

Die Schaufensterkrankheit, ein schmerzvoller Verschluss der Beingefäße, lässt das Gehen bei den meist älteren Betroffenen oftmals zur Qual werden. Es handelt sich dabei um eine Durchblutungsstörung, dessen Ursache meist auf Arteriosklerose zurückzuführen ist. Durch die eingeschränkte Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen durch die Arterien, kommt es häufig zu schmerzhaften Zuständen im Gewebe.

Bereits 2017 bestätigte eine evidenzbasierte Untersuchung (1) die Empfehlung, Patienten mit einer Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, paVk) mit der gezielten Gabe von Vitamin D zu behandeln. Die übergewichtigen Patienten hatten zu Beginn der Studie einen Vitamin D Spiegel < 20 ng/ml und erhielten unterschiedliche Dosierungen (600, 2000, 4000 IE Vitamin D) oder Placebo. Zu Beginn der Untersuchung und nach 16 Wochen wurde die arterielle Pulswellengeschwindigkeit gemessen. Dies ist ein etabliertes Verfahren zum Nachweis von Gefäßveränderungen, wie sie bei der Schaufensterkrankheit auftreten. Die Ergebnisse zeigten eine eindeutige Abhängigkeit von der verabreichten Vitamin D-Dosis: erst die Gabe von 4000 Einheiten pro Tag führte zu einer signifikanten Absenkung der Pulswellengeschwindigkeit um 10 % (Abb.1).

Abb.1: Veränderung der Pulswellengeschwindigkeit durch die Verabreichung von Vitamin D (nach 1)

4-faches Risiko für Vitamin D-Unterversorgte

Eine brandaktuelle Studie (2) aus China (Juni 2019), zeigt nun den erstaunlichen Einfluss des Sonnen-Hormons  auf das Risiko eine periphere arterielle Gefäßerkrankung zu entwickeln, wenn die Vitamin D-Serumwerte der Patienten untereinander verglichen werden. Wie der Abb. 2 zu entnehmen ist, konnten die Patienten mit den höchsten Werten (> 20 ng/ml) im Vergleich zu den Patienten mit den niedrigsten Werten (< 10 ng/ml), das Risiko einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit um beinahe das 4-fache verringern.

Abb. 2: Veränderung des Risikos an paVk zu erkranken in Abhängigkeit des Vitamin D-Spiegels

Noch deutlicher würde der Unterschied vermutlich ausfallen, wenn zusätzlich eine Gruppe einbezogen würde, welche die von uns empfohlenen Vitamin D-Spiegel zwischen 40-60 ng/ml aufweisen würde. Trauriger Nebenaspekt der Untersuchung ist allerdings die Tatsache, dass lediglich 20% der teilnehmenden Patienten Vitamin D-Spiegel oberhalb von 20 ng/ml aufwiesen.

Fazit: Das Sonnenhormon schützt in ausgiebigem Maße vor Gefäßkrankheiten, insbesondere der Schaufensterkrankheit, die eine Folge der Arteriosklerose ist.

Quellen:

  1. Raed, Anas; Bhagatwala, Jigar; Zhu, Haidong; Pollock, Norman K.; Parikh, Samip J.; Huang, Ying et al. (2017): Dose responses of vitamin D3 supplementation on arterial stiffness in overweight African Americans with vitamin D deficiency. A placebo controlled randomized trial. In: PloS one 12 (12), e0188424. DOI: 10.1371/journal.pone.0188424
  2. Yuan, J., Jia, P., Hua, L., Xin, Z., & Yang, J. (2019). Vitamin D deficiency is associated with risk of developing peripheral arterial disease in type 2 diabetic patients. BMC Cardiovascular Disorders, 19(1). doi:10.1186/s12872-019-1125-0

Bild: www.pixabay.com

Vitamin D verhindert Lebensmittelallergien

Vitamin D verhindert Lebensmittelallergien

Ca. 5% der Gesamtbevölkerung sind von Nahrungsmittelallergien betroffen - Tendenz steigend. Grund genug, die neusten Erkenntnisse zu diesem Thema unter die Lupe zu nehmen und festzustellen, dass auch hierbei die Sonne eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. Inzwischen gibt es bereits handfeste Belege dafür, dass die Jahreszeit von Geburten und somit auch das Sonnen-Hormon maßgeblich an der Entstehung von Lebensmittelallergien beteiligt sind.

Bereits 1976 berichtete ein Forscherteam, dass sich Reaktionen auf Pollen- und Tierepithelallergien je nach Geburtsjahreszeit unterschieden (1). Seit dieser Untersuchung gab es mehrere Berichte, die in dasselbe Horn blasen und eine Variabilität der allergiebezogenen Sensibilisierungsrate abhängig vom Geburtsmonat aufzeichneten. Die Wahrscheinlichkeit eine Lebensmittelallergie zu entwickeln, ist bei im Winter geborenen Personen am höchsten, während sie bei den Frühjahrsgeburten am niedrigsten ist.

Folgende Gründe wurden in einer aktuellen Arbeit (2, April 2019) aufgeführt: Die Induzierung von antimikrobiellen Peptiden durch Vitamin D schützt die Darmflora und verbessert die Darmepithelbarriere (Gewebsstruktur in der Darmwand). Ferner unterdrückt Vitamin D die Aktivierung von Mastzellen, sowie die Immunglobulin E-Synthese (Produktion von Antikörper) aus B-Zellen und erhöht die Anzahl tolerogener dendritischer Zellen und der T-Zellen produzierenden Interleukin-10-Zellen.

Veranschaulicht wurden diese Wirkungen des Vitamin D in einer Studie (3) mit 3136 Kindern und Jugendlichen, bei denen eine höhere Immunglobulin E-Sensibilisierung festgehalten wurde, wenn ein Vitamin D-Mangel (<15 ng/ml) vorhanden war. Die allergische Sensibilisierung betraf 11 von 17 Allergene, wenn der Vitamin D-Spiegel < 15 ng/ml betrug. In anderen Worten waren 11 von 17 getestete Lebensmittelallergien bei Kindern deutlich mehr ausgeprägt, wenn sie einen Vitamin D-Mangel aufwiesen.  Beispielsweise war bei der Reaktion auf Eichen eine erhöhte Sensitivität um den Faktor 4,75 , bei Erdnüssen um 2,39 assoziiert worden.

Fazit: Angesichts der erläuterten Studienergebnisse scheint der Schluss sehr nahe, dass durch eine adäquate Vitamin D-Versorgung in der Kindheit eine Vielzahl an Lebensmittelallergien verhindert werden könnte.

 

 

Quellen:

  1. Bjorksten, F., & Suoniemi, I. (1976). Dependence of immediate hypersensitivity on the month of birth. Clinical Experimental Allergy, 6(2), 165-171. doi:10.1111/j.1365-2222.1976.tb01894.x
  2. Matsui, T., Tanaka, K., Yamashita, H., Saneyasu, K., Tanaka, H., Takasato, Y., . . . Ito, K. (2019). Food allergy is linked to season of birth, sun exposure, and vitamin D deficiency. Allergology International, 68(2), 172-177. doi:10.1016/j.alit.2018.12.003
  3. Sharief, S., Jariwala, S., Kumar, J., Muntner, P., & Melamed, M. L. (2011). Vitamin D levels and food and environmental allergies in the United States: Results from the National Health and Nutrition Examination Survey 2005-2006. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 127(5), 1195-1202. doi:10.1016/j.jaci.2011.01.01

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