Vitamin-D-Mangel bei COVID-19-Patienten – Eine tödliche Verbindung

Vitamin-D-Mangel bei COVID-19-Patienten – Eine tödliche Verbindung

Immer wieder konnte die Vitamin D-Forschung mit beeindruckenden Ergebnisse darlegen, wie wichtig ein regelrechter Vitamin D-Spiegel im Kampf gegen Atemwegsinfektionen ist. So haben wir auch schon in unserem Corona-Spezial über den Schutzmechanismus und die damit einhergehende Risikoreduktion durch Vitamin D bei Covid-19-Patienten berichtet. Eine brandaktuelle Studie stellt nun erneut einen deutlichen Zusammenhang zwischen Covid-19 und Vitamin D-Mangel her.

Im Folgenden haben wir die Kernaussagen der Studie (1) aufbereitet:

  • Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass verschiedene nicht übertragbare Krankheiten (Bluthochdruck, Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolisches Syndrom) mit niedrigen Vitamin-D-Plasmaspiegeln assoziiert sind.
  • Diese Komorbiditäten, zusammen mit dem oft begleitenden Vitamin-D-Mangel, erhöhen das Risiko schwerer COVID-19-Erkrankungen.
  • Viel mehr Aufmerksamkeit sollte der Bedeutung des Vitamin-D-Status für die Entwicklung und den Verlauf dieser Krankheit gegeben werden.
  • Insbesondere bei den gängigen Methoden zur Bekämpfung der Pandemie (Lockdown) ist die natürliche Vitamin-D-Synthese in der Haut vermindert, wenn die Menschen wenig Gelegenheit haben, sich der Sonne auszusetzen.
  • Die kurzen Halbwertszeiten des Vitamins machen daher einen zunehmenden Vitamin-D-Mangel wahrscheinlicher. Gezielte Ernährungsberatung, maßvolle Nahrungsergänzung oder angereicherte Lebensmittel können helfen, diesem Mangel vorzubeugen.
  • Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes sollte der Vitamin D-Status dringend überprüft und, wenn möglich, verbessert werden.

Eine weitere Untersuchung (2) bezieht sich auf die Beeinflussung der Gene, die in der Zelle wirksame Proteine des SARS-CoV-2 Virus beeinflussen. Von den 332 aktiven Genen werden 84, also 30% durch Vitamin D beeinflusst, was einen weiteren Erklärungsansatz dafür liefert, warum Vitamin D so wirksam gegen Covid-19 ist.

Die Akademie für menschliche Medizin hat beide Studien genauer unter die Lupe genommen und berichtet auf ihrer Homepage ausführlich darüber. Klicken Sie hier um den ganzen Artikel aufzurufen!

Wir halten Sie hier weiterhin über die neuesten Entwicklungen in Bezug auf Covid-19 und die präventiven sowie therapeutischen Wirkungen des Vitamin D auf dem Laufenden.

Quellen:

  1. Biesalski, H. K. (2020) ‘Vitamin D deficiency and co-morbidities in COVID-19 patients – A fatal relationship?’, NFS Journal. Elsevier GmbH, 20, pp. 10–21. doi: 10.1016/j.nfs.2020.06.001.
  2. Glinsky, G. V. (2020). Tripartite Combination of Candidate Pandemic Mitigation Agents: Vitamin D, Quercetin, and Estradiol Manifest Properties of Medicinal Agents for Targeted Mitigation of the COVID-19 Pandemic Defined by Genomics-Guided Tracing of SARS-CoV-2 Targets in Human Cells. Biomedicines, 8(5), 129. doi:10.3390/biomedicines8050129

Titelbild: von thedarknut auf Pixabay

Vitamin D – ein vielversprechender Lösungsansatz gegen Covid-19 und mehr

Vitamin D – ein vielversprechender Lösungsansatz gegen Covid-19 und mehr

Noch immer greifen die Maßnahmen der von der WHO ausgerufenen Covid-19-Pandemie tief in den Alltag und in die Gesundheit unzähliger Menschen ein. Während aber einflussreiche Großsponsoren der WHO im öffentlich-rechtlichen TV zur Sendebestzeit verlautbaren lassen die ganze Menschheit durchimpfen zu wollen, werden nachweislich wirksame, bestens erforschte, sichere bzw. nebenwirkungsfreie, extrem günstige, universell gegen Infektionskrankheiten wirksame und jederzeit verfügbare Mittel wie Vitamin D außen vorgelassen.

Ein brandaktueller Artikel aus der Cambridge University Press wurde kürzlich von hochrangigen Wissenschaftlern, darunter William B. Grant, publiziert. Darin werden die Wirkmechanismen von Vitamin D bei Covid-19 und Influenza untersucht, die in Bezug auf die erwähnten Punkte jede Covid 19-Impfung in den Schatten stellt. Wir haben die Analyse für Sie in zusammengefasster Form aufbereitet.

Vitamin D gegen Covid-19

Vitamin D kann durch verschiedene Mechanismen das Infektionsrisiko mit Covid-19 sowie Influenza verringern. Diese Mechanismen umfassen:

  1. die Induktion von Cathelicidinen und Defensinen, die die Virusreplikationsraten senken können.
  2. eine Verringerung entzündungsfördernder Zytokine, welche Entzündungen hervorrufen, die die Lungenschleimhaut verletzen und zu Lungenentzündungen führen.
  3. das Erhöhen der Konzentrationen entzündungshemmender Zytokine.

Mehrere Beobachtungsstudien und klinische Studien zeigten, dass eine Vitamin-D-Supplementierung das Influenza- sowie das Covid-19-Risiko reduziert. Dafür spricht auch, dass der Ausbruch analog zur üblichen Grippesaison im Winter, also dann vonstatten ging, als die Vitamin D-Spiegel in der Bevölkerung am niedrigsten waren (1).

In einer weiteren Analyse wurde eine quadratische Beziehung zwischen der Prävalenz des Vitamin-D-Mangels und den Breitengraden in den am häufigsten durch COVID-19 betroffenen Ländern gefunden (2). Der Vitamin-D-Mangel ist in den subtropischen Ländern und Ländern der mittleren Breiten häufiger als in den tropischen Ländern und Ländern der hohen Breiten. Die am häufigsten betroffenen Länder mit schwerem Vitamin-D-Mangel stammen aus den Subtropen (Saudi-Arabien; 46%, Katar; 46%, Iran; 33,4%, Chile; 26,4%) und den Ländern der mittleren Breiten (Frankreich; 27,3%, Portugal; 21,2% und Österreich; 19,3%). In einigen Ländern der hohen Breitengrade (z.B. Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark und Niederlande) wurde ein schwerer Vitamin-D-Mangel von annähernd 0% festgestellt. Offensichtlich ist heutzutage die Sonneneinstrahlung alleine nicht mehr das Kriterium für das Erreichen eines zumindest ausreichenden Vitamin D-Spiegels, sondern die Mischung aus Sonne, Vitamin D-Supplementierung und Ernährung.

Dass ein Vitamin-D-Mangel generell mit Atemwegserkrankungen assoziiert ist, haben wir schon an anderer Stelle anhand von zahlreichen Studien dargelegt.

Für Covid-19 gilt, sowie für alle anderen Grippe- und Infektionserkrankungen, dass die Sterblichkeitsrate mit dem Alter und mit der Komorbidität chronischer Krankheiten zunimmt.

Warum nicht Vitamin D präventiv und therapeutisch anwenden?

Um das Infektionsrisiko zu verringern, wird in dem Artikel empfohlen, dass Personen mit Influenza- und/oder COVID-19-Risiko die Einnahme von 10.000 I.E./Tag Vitamin D in Betracht nehmen sollten, bis ein optimaler Vitamin D-Spiegel von 40-60 ng/ml erreicht ist. Danach solle Vitamin D in einer Größenordnung von ca. 5000 I.E./Tag beibehalten werden um den Spiegel in diesem Bereich zu stabilisieren. Bei akuten klinischen Symptomen können auch höhere Dosierungen zielführend sein (1).

Fazit: Vitamin D hilft therapeutisch und präventiv gegen alle Arten von Infektionskrankheiten, Coronaviren, Influenzaviren usw., indem es auf natürliche Weise das Immunsystem und die Abwehrkräfte unterstützt. Das Sonnenhormon verursacht dabei keine ungewollten Nebenwirkungen, ist günstig in hoher Qualität frei käuflich verfügbar und somit ein wahrlich effektiver Schutz gegen genannte Erscheinungen. 

Quellen

  1. Grant, W. B., Lahore, H., Mcdonnell, S. L., Baggerly, C. A., French, C. B., Aliano, J. L., & Bhattoa, H. P. (2020). Evidence That Vitamin D Supplementation Could Reduce Risk of Influenza and COVID-19 Infections and Deaths. doi: 10.20944/preprints202003.0235.v2
  2. Kara, M., Ekiz, T., Ricci, V., Kara, Ö., Chang, K.-V., & Özçakar, L. (2020). ‘Scientific Strabismus’ or Two Related Pandemics: COVID-19 & Vitamin D Deficiency. British Journal of Nutrition, 1–20. doi: 10.1017/s0007114520001749

 

 

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Vitamin D, Kalzium und die Sango Koralle

Vitamin D, Kalzium und die Sango Koralle

Kalzium spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel, wo es auch gemeinsam mit Vitamin D interagiert. Der Mineralstoff wird außerdem für verschiedene zelluläre Prozesse benötigt, wie zum Beispiel die Muskel- und Gefäßkontraktion, Nervenimpulsübertragung, aber auch für die Herz-, Nieren- und Lungenfunktion sowie die Blutgerinnung und das Hormonsystem. Doch sollte Kalzium  zusammen mit Vitamin D oder gar als Monopräparat eingenommen werden? Unsere Antworten finden Sie in diesem Newsfeed.

 

Wege der Kalziumaufnahme

Kalzium wird vornehmlich über die Ernährung aufgenommen und sollte dem Körper laut offiziellen nationalen und internationalen Empfehlungen mit 800-1000 mg pro Tag zugeführt werden. Proteingebundenes Kalzium aus Lebensmitteln wird im Magen durch die Magensäure freigesetzt, ehe es im Darm resorbiert werden kann (1). Eine intakte Magensäure ist also wichtig, damit eine effektive Kalziumaufnahme im Darm stattfinden kann.

Das Kalzium wird nach der Freisetzung im Darm über 2 verschiedene Transportmechanismen resorbiert (2,3):

  1. Über den transzellulären aktiven Transport: Dieser findet bei niedriger bis normaler Kalziumzufuhr größtenteils im Zwölffingerdarm und im oberen Leerdarm statt und ist vom aktiven Vitamin D (Calcitriol) abhängig. Ist der Vitamin D-Spiegel im Blut zu niedrig, kann dieser Prozess nicht ordnungsgemäß ablaufen.
  2. Über den parazellulären passiven Transport, der über die gesamte Länge des Darms mittels eines Diffusionsmechanismus funktioniert.

Am Beispiel einer Interventionsstudie lässt sich die Verbesserung des Vitamin D-Spiegels auf die Kalziumaufnahme veranschaulichen. Zwei Vergleichsgruppen wurden dabei mit kalziumarmer Ernährung und relativ niedrig dosierten Kalziumpräparaten versorgt, wobei eine der beiden Gruppen mit Vitamin D versorgt wurde. Trotz der Tatsache, dass der mittlere Vitamin D-Spiegel in der Gruppe ohne Vitamin D-Supplementierung mit 20 ng/ml den offiziellen Empfehlungen der Vitamin D-Versorgung entsprach, konnte die Vitamin D-Gruppe mit Spiegeln von 34,4 ng/ml signifikante 65% mehr Kalzium absorbieren (4). Welche Vitamin D-Werte wir als ausreichend betrachten, können Sie hier nachlesen >>


Die Rolle von Vitamin D bei der Kalziumaufnahme und -steuerung für unsere Knochengesundheit

Abb. 1: Knochen

Kalzium wird zum überwiegendem Teil in den Knochen und Zähnen gespeichert und bei Bedarf, für die in der Einleitung genannten Funktionen, freigesetzt. Um die Kalziumkonzentration im Blut nach oben hin zu regulieren, sorgt ein erhöhter PTH-Spiegel im Blut für die Mobilisierung des in den Knochen gespeicherten Kalziums. Dies geschieht aber nur dann, wenn zu wenig Kalzium über den Darm aufgenommen werden kann, was in den meisten Fällen durch einen Vitamin D-Mangel verursacht wird. Bleibt dieser Zustand über längere Zeit aufrecht, führt dies zu Osteomalazie, Osteoporose, Rachitis bei Kindern oder Zahnschmelzverlust und anderen degenerativen Erscheinungen.

Bezeichnenderweise finden sich die niedrigsten Parathormonwerte bei Vitamin D-Spiegeln von > 40 ng/ml aufwärts (5).

Denn Vitamin D ist ein wesentlicher Faktor bei der aktiven, transzellulären Aufnahme von Kalzium im Darm, aber auch die Steuerung des Knochenminerals ist vom Sonnenhormon abhängig. Wenn die Gefahr eines Kalziummangels besteht, sollte also zuallererst der Vitamin D-Spiegel kontrolliert werden. Denn nur falls bei einem regelrechten Vitamin D-Spiegel von über 40 ng/ml, immer noch ein Kalziummangel vorhanden ist, macht eine Supplementation oder Medikation mit dem Mineralstoff Sinn.

Vitamin D steuert Kalzium indirekt auch dahingehend, als dass es die Konzentration des sogenannten Matrix-Gla-Proteins (MPG) positiv beeinflusst (6). MPG ist für die Einlagerung des Kalziums in die Knochen wichtig und verhindert die Ablagerung von Kalzium in den Gefäßen. In anderen Worten: Es sorgt dafür, dass das Kalzium dort ankommt, wo es gebraucht wird. MPG wird unter anderem auch von Vitamin K2 aktiviert, worüber wir bereits einen ausführlichen Artikel verfasst haben.

Fällt der Vitamin D-Spiegel unter 30 ng/ml, was in der 2015 vom RKI publizierten Studie bei 88% der erfassten Deutschen der Fall war (7), so kann auch die Verkalkung des neu gebildeten Osteoids im Knochen und damit die Knochengesundheit nicht mehr gewährleistet werden (8). Eine Osteomalazie und Verschlechterung der Knochenstruktur sind damit vorprogrammiert.

Der Zusammenhang der Kalziumaufnahme mit dem Vitamin D-Spiegel wurde auch in einer älteren Studie mit insgesamt 944 gesunden Probanden nachgewiesen. Dort ist zwar von niedrigeren Vitamin D-Spiegeln (18 ng/ml) die Rede, die Schlussfolgerung bezieht sich jedoch auf die notwendige Kalziumzufuhr bei einem gewissen Vitamin D-Spiegel:

„Solange der Vitamin-D-Status sichergestellt ist, ist eine Kalziumaufnahme von mehr als 800 mg/Tag zur Aufrechterhaltung des Kalziumstoffwechsels nicht erforderlich. Vitamin-D-Präparate sind für einen angemessenen Vitamin-D-Status in nördlichen Klimazonen erforderlich“ (9).


Kalziumpräparate können Herzerkrankungen verursachen

Abb. 2: Herzerkrankung

Die 2011 in Heidelberg durchgeführte EPIC-Studie (10) untersuchte wie sich die Aufnahme von Kalzium und Kalziumpräparaten auf das Risiko eines Herzinfarktes, Schlaganfalls oder generell einer kardiovaskulären Erkrankung auswirkt. Die 23.980 Teilnehmer im Alter von 35-64 Jahren waren bei Beginn der Studie frei von kardiovaskulären Erkrankungen und wurden im Durchschnitt über 11 Jahre beobachtet.

Dabei zeigt sich bei der isolierten Einnahme von Kalzium-Monopräparaten ohne andere Nahrungsergänzungsmittel ein erhöhtes Risiko um den Faktor 2,4 einen Herzinfarkt zu manifestieren. Wurden Kalziumpräparate mit anderen Präparaten kombiniert, dann war das Risiko immer noch um 86% höher, als bei den Studienteilnehmern, die keine Kalziumprodukte einnahmen.

Die moderate Kalziumzuführung von 820 mg/Tag über die Nahrung senkte das Risiko eines Herzinfarktes jedoch um 30% !

Diese Zuführungsmenge sollte mit einer großteils ausgewogenen Ernährung kein Problem darstellen.

Eine weitere 2013 veröffentlichte Studie (11) des amerikanischen Instituts für Gesundheit (NIH) unterstreicht ebenfalls das Risiko für Männer an Kalziumpräparaten durch Herzerkrankungen zu versterben. Hierbei wurden 388.229 Probanden 12 Jahre lang beobachtet. Bei einer täglichen Einnahme von 1000 mg Kalzium als Supplement wurde eine um 20% höhere Sterblichkeit bei Männern durch Herzerkrankungen festgestellt. Die Kalziumaufnahme rein über die Nahrung war auch bei dieser Studie ausdrücklich nicht mit einer höheren Sterblichkeit durch Herzerkrankungen verbunden.

Auch bei Frauen erhöhte sich in einer placebokontrollierten Studie das Risiko durch Kalziumpräparate sowohl mit als auch ohne zusätzlichem Vitamin D, durch einen Herzinfarkt zu versterben um 24% (12).


Sango Meereskoralle

Oft werden wir gefragt, ob die Sango Meerekoralle aufgrund des relativ hohen Kalziumanteils Gefahren der Arterienverkalkung in Kombination mit der Einnahme von Vitamin D birgt.

Die Sango Meereskoralle hat in der Regel einen Kalziumgehalt von 20%, der aber ergänzt wird durch 10% Magnesiumanteil und anderen Mengen- und Spurenelementen. Folgt man den Einnahmeempfehlungen der Hersteller, die sich auf eine Zufuhrmenge von 3g täglich beziehen, so addiert sich die tägliche Zuführungsdosierung von Kalzium dadurch auf 600 mg täglich, was eher eine überschaubare Menge darstellt. Zusätzlich sorgt der Gegenspieler und Kofaktor von Kalzium, nämlich das Magnesium in der Sango Meereskoralle für zahlreiche positive Effekte, die wir in einem eigenen Artikel aufbereit haben.

Aufgrund der überschaubaren Menge an Kalzium und dem Zusammenspiel mit dem Magnesium, das laut aktuellem Wissenstand im optimalen Verhältnis von 2:1 vorhanden sein sollte, scheint eine erhöhte Gefahr von Gefäßverkalkungen durch die langfristige Einnahme eher unwahrscheinlich. Bei einer insgesamt extrem kalziumhaltigen Ernährungsweise könnte dies eventuell anders aussehen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt sich ohnehin eine zusätzliche Einnahme von Vitamin K2, über das wir ebenfalls einen ausführlichen Artikel erstellt haben. Vitamin K2 ist nämlich nicht nur essentiell wichtig für den Transport des Kalziums in die Knochen, sondern schützt auch gleichzeitig die Gefäße vor Verkalkungen (13).

Die Einnahme der Sango Meereskoralle kann also bei kalziumarmer Ernährungsweise unterstützend wirken. Optimalerweise wird die benötigte Kalzium-Menge von 800-1000 mg/Tag aber über die Ernährung aufgenommen.


Fazit: Kalzium ist ein wichtiger Kofaktor von Vitamin D und für die Knochen und viele andere Funktionen von großer Bedeutung. Eine regelrechte Kalziumversorgung findet 1. über die Nahrung und 2. über einen adäquaten Vitamin D-Spiegel statt. Eine tägliche Zufuhr zwischen 800 – 1000 mg ist über die Ernährung ohne weiteres zu zu erreichen. Kalziumpräparate sind daher bei einer ausgewogenen Ernährungsweise in der Regel nicht notwendig. Bei dennoch festgestelltem Kalzium-Mangel sollte vor einer ärztlich angeordneten (!) Kalzium-Einnahme zunächst ein eventuell vorliegender Vitamin D-Mangel behoben werden, der Ursache für eine gestörte Kalzium-Aufnahme sein kann. Eine Kalzium-Supplementierung ohne vorliegenden Mangel kann Herzerkrankungen verursachen.

Quellen:

  1. Kuwabara, A., & Tanaka, K. (2015, November). The role of gastro-intestinal tract in the calcium absorption. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26503863
  2. Bronner, F. (2002). Mechanisms of intestinal calcium absorption. Journal of Cellular Biochemistry, 88(2), 387–393. doi: 10.1002/jcb.10330
  3. Christakos, S. (2012). Recent advances in our understanding of 1,25-dihydroxyvitamin D3 regulation of intestinal calcium absorption. Archives of Biochemistry and Biophysics, 523(1), 73–76. doi: 10.1016/j.abb.2011.12.020
  4. Heaney, R. P., Dowell, M. S., Hale, C. A., & Bendich, A. (2003). Calcium Absorption Varies within the Reference Range for Serum 25-Hydroxyvitamin D. Journal of the American College of Nutrition, 22(2), 142–146. doi: 10.1080/07315724.2003.10719287
  5. Ginde, A. A., Wolfe, P., Camargo, C. A., & Schwartz, R. S. (2012, January). Defining vitamin D status by secondary hyperparathyroidism in the U.S. population. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21606669.
  6. van Ballegooijen, A. J., Beulens, J. W. J., Schurgers, L. J., de Koning, E. J., Lips, P., van Schoor, N. M., & Vervloet, M. G. (2019, January 22). Effect of 6-Month Vitamin D Supplementation on Plasma Matrix Gla Protein in Older Adults. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30678199
  7. Rabenberg, Martina; Scheidt-Nave, Christa; Busch, Markus A.; Rieckmann, Nina; Hintzpeter, Birte; Mensink, Gert B. M. (2015): Vitamin D status among adults in Germany–results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1). In: BMC public health 15, S. 641. DOI: 10.1186/s12889-015-2016-7.
  8. Domarus, Christoph von; Brown, Jonathan; Barvencik, Florian; Amling, Michael; Pogoda, Pia (2011): How much vitamin D do we need for skeletal health? In: Clinical orthopaedics and related research 469 (11), S. 3127–3133.
  9. Steingrimsdottir, L. (2005). Relationship Between Serum Parathyroid Hormone Levels, Vitamin D Sufficiency, and Calcium Intake. Jama, 294(18), 2336. doi: 10.1001/jama.294.18.2336
  10. Li, K., Kaaks, R., Linseisen, J., & Rohrmann, S. (2012, June 15). Associations of dietary calcium intake and calcium supplementation with myocardial infarction and stroke risk and overall cardiovascular mortality in the Heidelberg cohort of the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition study (EPIC-Heidelberg). Retrieved from https://heart.bmj.com/content/98/12/920.long
  11. Xiao, Q., Murphy, R. A., Houston, D. K., Harris, T. B., Chow, W.-H., & Park, Y. (2013, April 22). Dietary and supplemental calcium intake and cardiovascular disease mortality: the National Institutes of Health-AARP diet and health study. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23381719
  12. Bolland, M. J., Grey, A., Avenell, A., Gamble, G. D., & Reid, I. R. (2011, April 19). Calcium supplements with or without vitamin D and risk of cardiovascular events: reanalysis of the Women’s Health Initiative limited access dataset and meta-analysis. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21505219
  13. Schurgers, L. J., Spronk, H. M., Soute, B. A., Schiffers, P. M., Demey, J. G., & Vermeer, C. (2007). Regression of warfarin-induced medial elastocalcinosis by high intake of vitamin K in rats. Blood. doi:10.1182/blood-2006-07-035345

Bilder:

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Abb. 1: von Joey Hajda auf Pixabay

Abb. 2: Bild von Pexels auf Pixabay

So stärken Sie jetzt die Abwehrkräfte

So stärken Sie jetzt die Abwehrkräfte

Das Immunsystem spielt nicht nur in Zeiten der Corona-Krise eine zentrale Rolle, wenn es darum geht sich vor einer ganzen Reihe von viralen und anderen Infektionen zu schützen. Dass Vitamin D bei der Immunabwehr, insbesondere bezogen auf den Coronavirus eine ganz besondere Stellung einnimmt, haben wir in einem unserer letzten Newsfeeds ausführlich dargestellt. Doch es gibt weitere wichtige Mikronährstoffe, die neben Vitamin D für die optimale Funktionstüchtigkeit unseres Immunsystems unabdingbar sind.

Der renommierte Apotheker Uwe Gröber zählt zu den führenden Mikronährstoffexperten im deutschsprachigen Raum und gibt in einem kürzlich veröffentlichten Interview (siehe unten) mit Prof. Dr. Jörg Spitz Tipps und Empfehlungen, wie Sie Ihr Immunsystem auf Vordermann bringen. Wir haben das Gespräch für Sie in Textform aufbereitet.


Vitamin C präventiv

Vitamin C hat eine zentrale Stellung im Immunsystem und schärft die Immunzellen in ihrer Funktion. Es verbessert außerdem die Regenerationsprozesse und wird daher auch im Sport eingesetzt. 32% der Männer und 29% der Frauen erreichen nicht die empfohlene tägliche Zufuhrmenge für Erwachsene, die sich auf 95-110 mg/Tag beläuft.

Laut einer Untersuchung die 1996 im renommierten PNAS Journal publiziert wurde, braucht ein gesunder Erwachsener für eine optimale Funktion der Immunzellen aber mindestens 200 mg Vitamin C täglich, also deutlich mehr als die offiziellen Empfehlungen. Die Studie ergab außerdem, dass 100% des zugeführten Vitamin C in dieser Größenordnung resorbiert wurde, was auf den Bedarf des wasserlöslichen Vitamins hinweist (2). Wer bei seiner Vitamin C-Versorgung auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte also auf eine tägliche Zuführungsmenge von 200 mg achten.

Eine Vitamin C-haltige Ernährungsweise, und falls notwendig eine gezielte Supplementierung, sind geeignet diesen Bedarf abzudecken und somit die Grundlage für ein voll funktionstüchtiges Immunsystem zu legen. Allerdings ist es vor allem bei auf Süße gezüchtete Obstarten ungewiss, wieviel Vitamin C tatsächlich in den jeweiligen Sorten enthalten ist.

Vitamin C-haltige Nahrungsmittel: Paprika, Brokkoli, div. Kohlarten, Erdbeeren, Sanddornsaft, Orangensaft

Wichtig: die Stoffwechselwege von Vitamin C und Vitamin D überschneiden sich und unterstützen sich gegenseitig. Die Aufnahme von Vitamin C funktioniert nur mit Vitamin D und dieses fungiert daher als Kofaktor. Umgekehrt benötigt Vitamin D um in seine aktive Form (Calcitriol) umgewandelt zu werden wiederum Vitamin C (3).


Vitamin C therapeutisch

In einer aktuellen Metastudie aus dem Februar 2020 wurde festgestellt, dass 1-6 g oral verabreichtes Vitamin C pro Tag die Beatmungszeit bei 471 kritisch erkrankten Patienten im Durchschnitt um 25% verkürzte. Die Schlussfolgerung der Studienautoren liest sich wie folgt:

„Wir fanden starke Hinweise darauf, dass Vitamin C die Dauer der mechanischen Beatmung verkürzt, aber das Ausmaß des Effekts scheint von der Dauer der Beatmung in der unbehandelten Kontrollgruppe abzuhängen.“ (3)

Noch effektiver als eine orale Einnahme wirkt jedoch eine intravenöse Zuführung von Vitamin C, denn eine orale Einnahme führt maximal zu Spiegeln von 220 µmol/l, während mit Infusionen weit höhere Spiegeln erreicht werden.

Der für ärztliche Behandlungsprotokolle relevante Thieme-Verlag veröffentlichte bereits 2004 ein an Ärzte gerichtetes Buch, mit einem Sonderkapitel über Vitamin C. Darin wird eine intravenöse Vitamin C-Verabreichung für kritisch erkrankte Patienten mit Lungenerkrankungen von mind. 3 g täglich empfohlen (4).

Noch besser wirken bei schwer erkrankten Lungenpatienten Dosen von 7,5 - 15 g täglich, die zu einem Blutspiegel von 2000-5000 µmol/l führen, der in diesen Fällen auch notwendig ist.

Im chinesischen Wuhan, dem Epizentrum der Corona-Pandemie, läuft derzeit eine randomisierte Studie mit Hochrisiko-Patienten, welche die Wirksamkeit von Vitamin C beim Corona-Virus validieren soll. Dabei werden den Patienten über Infusionen täglich 12 g Vitamin C verabreicht (5). Diese Studien basieren auf den positiven Erfahrungen, die mit hochdosiertem Vitamin C bei akuten Atemwegserkrankungen in den Jahren zuvor gemacht wurden (6).


Vitamin A (Retinol) und Zink

Vitamin D und A sollten wenn irgend möglich zusammen eingenommen werden. Die Rezeptoren im Zellkern, an die diese beiden Hormone binden, verschmelzen quasi miteinander und arbeiten oft gemeinsam, z.B. bei der Bildung und Beeinflussung der Proteinsynthese.

Vitamin A ist laut Apotheker Gröber das wichtigste Schleimhaut-Vitamin, da es die Immunität auf der Schleimhaut stabilisiert. Das betrifft die Atemwege und den Verdauungstrakt, wo Vitamin A durch immunmodulatorische Wirkungsweisen auch beispielsweise eine löchrige Darmwand (leaky-gut) stabilisiert. Auch Vitamin A wird dabei von Vitamin D unterstützt.

Tipp für die Praxis: Vitamin A ist vor allem in Innereien von Tieren enthalten. Pflanzliches Beta-Carotin wird nur zu einem sehr geringen Teil in Vitamin A umgewandelt. Aus 36 mg Beta-Carotin entsteht laut Gröbers Rechnung nur 1 g Vitamin A, was bedeutet, dass man für eine wirksame Zufuhr mind. 0,5 kg Karotten oder 1,4 kg Brokkoli verzehren müsste.

Sinnvolle Alternative: Retinol-Öl zu einer fettigen Hauptmahlzeit einnehmen, Vitamin A Tagesbedarf: 3000 – 4000 I.E.

Zink: als der wichtigste Kofaktor von Vitamin A beeinflusst Zink 3000 Stoffwechselprozesse, hat große Relevanz auf das Immunsystem und wirkt antiviral. Es gibt Hinweise, dass Zink die Bindung von Viren an den Schleimhäuten reduziert und damit die Immunität steigert. Des Weiteren ist Zink wichtig für die Gesundheit und Vitalität bei älteren Menschen.

Empfehlung zur Zinkeinnahme: als Lutschtablette, niedrig dosiert.


Selen

Selenmangel ist ein wichtiger Faktor in Bezug auf virale Atemwegserkrankungen und das Immunsystem. In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt der durchschnittliche  Selenspiegel im Blut bei ca. 80 µg/l, er sollte aber für die Aktivität der selenabhängigen Enzyme und der vollen Funktionsfähigkeit des Immunsystems bei etwa 130-140 µg/l bei Gesunden liegen. Die Menschen in der chinesische Provinz Hubei, dessen Hauptstadt das Corona-Epizentrum Wuhan ist, sind besonders von einem Selenmangel betroffen.

Durch die Ernährung kann eine regelrechte Selenzufuhr in den deutschsprachigen Gebieten nicht gewährleistet werden (auch nicht durch massiven Verzehr von Paranüssen), Herr Gröber empfiehlt daher eine Zufuhr mittels Ergänzungspräparaten.

Empfehlung zur Seleneinnahme: Empfehlung 2-3 µg/1kg Körpergewicht auf nüchternen Magen, nicht zusammen mit Zink einnehmen.


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Unter dem Video finden Sie auch einen Link zu einem von Apotheker Gröber erstellten Merkblatt zu den oben geschilderten Themen.

Quelle:

  1. Nationale Verzehrsstudie II. (2008). Ernährung – Wissenschaft Und Praxis, 2(2), 77–81. doi: 10.1007/s12082-008-0148-1
  2. Wang, Y., Welch, Washko, W., Lazarev, Cantilena, & Levine,C Conry-Cantilena. (1996, April 16). Vitamin C pharmacokinetics in healthy volunteers: evidence for a recommended dietary allowance. Retrieved from https://www.pnas.org/content/93/8/3704
  3. Cantatore, F. P., Loperfido, M. C., Magli, D. M., Mancini, L., & Carrozzo, M. (1991). The importance of vitamin C for hydroxylation of vitamin D3 to 1,25(OH)2D3 in man. Clinical Rheumatology, 10(2), 162–167. doi: 10.1007/bf02207657
  4. Hemilä, H., & Chalker, E. (2020). Vitamin C may reduce the duration of mechanical ventilation in critically ill patients: a meta-regression analysis. Journal of Intensive Care, 8(1). doi: 10.1186/s40560-020-0432-y
  5. Ernährungs- und Infusionstherapie – Standards für Klinik, Intensivstation und Ambulanz Print ISBN 9783131307385 · Online ISBN 9783131866288
  6. Vitamin C Infusion for the Treatment of Severe 2019-nCoV Infected Pneumonia – Full Text View. (n.d.). Retrieved from https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04264533
  7. https://drlauda.at/images/pdf/omns/HDIVC_Hochdosis_iv_Vitamin-C-Behandlung_von_Coronavirus-Patienten_in_China.pdf

Titelbild: www.pixabay.com

Vitamin D-Co-Faktor: Kalzium

Kalzium spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel, wo es auch gemeinsam mit Vitamin D interagiert. Der Mineralstoff wird außerdem für verschiedene zelluläre Prozesse benötigt, wie zum Beispiel die Muskel- und Gefäßkontraktion, Nervenimpulsübertragung, aber auch für die Herz-, Nieren- und Lungenfunktion sowie die Blutgerinnung und das Hormonsystem. Doch sollte Kalzium  zusammen mit Vitamin D oder gar als Monopräparat eingenommen werden? Unsere Antworten finden Sie in diesem Artikel.


Der Artikel in Kürze:

> Wege der Kalziumaufnahme

> Kalziumaufnahme und Steuerung

> Arterienverkalkungen durch Kalzium

> Ist die Sango Meereskoralle gefährlich?


 

Wege der Kalziumaufnahme

Kalzium wird vornehmlich über die Ernährung aufgenommen und sollte dem Körper laut offiziellen nationalen und internationalen Empfehlungen mit 800-1000 mg pro Tag zugeführt werden. Proteingebundenes Kalzium aus Lebensmitteln wird im Magen durch die Magensäure freigesetzt, ehe es im Darm resorbiert werden kann (1). Eine intakte Magensäure ist also wichtig, damit eine effektive Kalziumaufnahme im Darm stattfinden kann.

Das Kalzium wird nach der Freisetzung im Darm über 2 verschiedene Transportmechanismen resorbiert (2,3):

  1. Über den transzellulären aktiven Transport: Dieser findet bei niedriger bis normaler Kalziumzufuhr größtenteils im Zwölffingerdarm und im oberen Leerdarm statt und ist vom aktiven Vitamin D (Calcitriol) abhängig. Ist der Vitamin D-Spiegel im Blut zu niedrig, kann dieser Prozess nicht ordnungsgemäß ablaufen.
  2. Über den parazellulären passiven Transport, der über die gesamte Länge des Darms mittels eines Diffusionsmechanismus funktioniert.

Am Beispiel einer Interventionsstudie lässt sich die Verbesserung des Vitamin D-Spiegels auf die Kalziumaufnahme veranschaulichen. Zwei Vergleichsgruppen wurden dabei mit kalziumarmer Ernährung und relativ niedrig dosierten Kalziumpräparaten versorgt, wobei eine der beiden Gruppen mit Vitamin D versorgt wurde. Trotz der Tatsache, dass der mittlere Vitamin D-Spiegel in der Gruppe ohne Vitamin D-Supplementierung mit 20 ng/ml den offiziellen Empfehlungen der Vitamin D-Versorgung entsprach, konnte die Vitamin D-Gruppe mit Spiegeln von 34,4 ng/ml signifikante 65% mehr Kalzium absorbieren (4). Welche Vitamin D-Werte wir als ausreichend betrachten, können Sie hier nachlesen >>


Die Rolle von Vitamin D bei der Kalziumaufnahme und -steuerung für unsere Knochengesundheit

Abb. 1: Knochen

Kalzium wird zum überwiegendem Teil in den Knochen und Zähnen gespeichert und bei Bedarf, für die in der Einleitung genannten Funktionen, freigesetzt. Um die Kalziumkonzentration im Blut nach oben hin zu regulieren, sorgt ein erhöhter PTH-Spiegel im Blut für die Mobilisierung des in den Knochen gespeicherten Kalziums. Dies geschieht aber nur dann, wenn zu wenig Kalzium über den Darm aufgenommen werden kann, was in den meisten Fällen durch einen Vitamin D-Mangel verursacht wird. Bleibt dieser Zustand über längere Zeit aufrecht, führt dies zu Osteomalazie, Osteoporose, Rachitis bei Kindern oder Zahnschmelzverlust und anderen degenerativen Erscheinungen.

Bezeichnenderweise finden sich die niedrigsten Parathormonwerte bei Vitamin D-Spiegeln von > 40 ng/ml aufwärts (5).

Denn Vitamin D ist ein wesentlicher Faktor bei der aktiven, transzellulären Aufnahme von Kalzium im Darm, aber auch die Steuerung des Knochenminerals ist vom Sonnenhormon abhängig. Wenn die Gefahr eines Kalziummangels besteht, sollte also zuallererst der Vitamin D-Spiegel kontrolliert werden. Denn nur falls bei einem regelrechten Vitamin D-Spiegel von über 40 ng/ml, immer noch ein Kalziummangel vorhanden ist, macht eine Supplementation oder Medikation mit dem Mineralstoff Sinn.

Vitamin D steuert Kalzium indirekt auch dahingehend, als dass es die Konzentration des sogenannten Matrix-Gla-Proteins (MPG) positiv beeinflusst (6). MPG ist für die Einlagerung des Kalziums in die Knochen wichtig und verhindert die Ablagerung von Kalzium in den Gefäßen. In anderen Worten: Es sorgt dafür, dass das Kalzium dort ankommt, wo es gebraucht wird. MPG wird unter anderem auch von Vitamin K2 aktiviert, worüber wir bereits einen ausführlichen Artikel verfasst haben.

Fällt der Vitamin D-Spiegel unter 30 ng/ml, was in der 2015 vom RKI publizierten Studie bei 88% der erfassten Deutschen der Fall war (7), so kann auch die Verkalkung des neu gebildeten Osteoids im Knochen und damit die Knochengesundheit nicht mehr gewährleistet werden (8). Eine Osteomalazie und Verschlechterung der Knochenstruktur sind damit vorprogrammiert.

Der Zusammenhang der Kalziumaufnahme mit dem Vitamin D-Spiegel wurde auch in einer älteren Studie mit insgesamt 944 gesunden Probanden nachgewiesen. Dort ist zwar von niedrigeren Vitamin D-Spiegeln (18 ng/ml) die Rede, die Schlussfolgerung bezieht sich jedoch auf die notwendige Kalziumzufuhr bei einem gewissen Vitamin D-Spiegel:

„Solange der Vitamin-D-Status sichergestellt ist, ist eine Kalziumaufnahme von mehr als 800 mg/Tag zur Aufrechterhaltung des Kalziumstoffwechsels nicht erforderlich. Vitamin-D-Präparate sind für einen angemessenen Vitamin-D-Status in nördlichen Klimazonen erforderlich“ (9).


Kalziumpräparate können Herzerkrankungen verursachen

Abb. 2: Herzerkrankung

Die 2011 in Heidelberg durchgeführte EPIC-Studie (10) untersuchte wie sich die Aufnahme von Kalzium und Kalziumpräparaten auf das Risiko eines Herzinfarktes, Schlaganfalls oder generell einer kardiovaskulären Erkrankung auswirkt. Die 23.980 Teilnehmer im Alter von 35-64 Jahren waren bei Beginn der Studie frei von kardiovaskulären Erkrankungen und wurden im Durchschnitt über 11 Jahre beobachtet.

Dabei zeigt sich bei der isolierten Einnahme von Kalzium-Monopräparaten ohne andere Nahrungsergänzungsmittel ein erhöhtes Risiko um den Faktor 2,4 einen Herzinfarkt zu manifestieren. Wurden Kalziumpräparate mit anderen Präparaten kombiniert, dann war das Risiko immer noch um 86% höher, als bei den Studienteilnehmern, die keine Kalziumprodukte einnahmen.

Die moderate Kalziumzuführung von 820 mg/Tag über die Nahrung senkte das Risiko eines Herzinfarktes jedoch um 30% !

Diese Zuführungsmenge sollte mit einer großteils ausgewogenen Ernährung kein Problem darstellen.

Eine weitere 2013 veröffentlichte Studie (11) des amerikanischen Instituts für Gesundheit (NIH) unterstreicht ebenfalls das Risiko für Männer an Kalziumpräparaten durch Herzerkrankungen zu versterben. Hierbei wurden 388.229 Probanden 12 Jahre lang beobachtet. Bei einer täglichen Einnahme von 1000 mg Kalzium als Supplement wurde eine um 20% höhere Sterblichkeit bei Männern durch Herzerkrankungen festgestellt. Die Kalziumaufnahme rein über die Nahrung war auch bei dieser Studie ausdrücklich nicht mit einer höheren Sterblichkeit durch Herzerkrankungen verbunden.

Auch bei Frauen erhöhte sich in einer placebokontrollierten Studie das Risiko durch Kalziumpräparate sowohl mit als auch ohne zusätzlichem Vitamin D, durch einen Herzinfarkt zu versterben um 24% (12).


Sango Meereskoralle

Oft werden wir gefragt, ob die Sango Meerekoralle aufgrund des relativ hohen Kalziumanteils Gefahren der Arterienverkalkung in Kombination mit der Einnahme von Vitamin D birgt.

Die Sango Meereskoralle hat in der Regel einen Kalziumgehalt von 20%, der aber ergänzt wird durch 10% Magnesiumanteil und anderen Mengen- und Spurenelementen. Folgt man den Einnahmeempfehlungen der Hersteller, die sich auf eine Zufuhrmenge von 3g täglich beziehen, so addiert sich die tägliche Zuführungsdosierung von Kalzium dadurch auf 600 mg täglich, was eher eine überschaubare Menge darstellt. Zusätzlich sorgt der Gegenspieler und Kofaktor von Kalzium, nämlich das Magnesium in der Sango Meereskoralle für zahlreiche positive Effekte, die wir in einem eigenen Artikel aufbereit haben.

Aufgrund der überschaubaren Menge an Kalzium und dem Zusammenspiel mit dem Magnesium, das laut aktuellem Wissenstand im optimalen Verhältnis von 2:1 vorhanden sein sollte, scheint eine erhöhte Gefahr von Gefäßverkalkungen durch die langfristige Einnahme eher unwahrscheinlich. Bei einer insgesamt extrem kalziumhaltigen Ernährungsweise könnte dies eventuell anders aussehen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt sich ohnehin eine zusätzliche Einnahme von Vitamin K2, über das wir ebenfalls einen ausführlichen Artikel erstellt haben. Vitamin K2 ist nämlich nicht nur essentiell wichtig für den Transport des Kalziums in die Knochen, sondern schützt auch gleichzeitig die Gefäße vor Verkalkungen (13).

Die Einnahme der Sango Meereskoralle kann also bei kalziumarmer Ernährungsweise unterstützend wirken. Optimalerweise wird die benötigte Kalzium-Menge von 800-1000 mg/Tag aber über die Ernährung aufgenommen.


Fazit: Kalzium ist ein wichtiger Kofaktor von Vitamin D und für die Knochen und viele andere Funktionen von großer Bedeutung. Eine regelrechte Kalziumversorgung findet 1. über die Nahrung und 2. über einen adäquaten Vitamin D-Spiegel statt. Eine tägliche Zufuhr zwischen 800 – 1000 mg ist über die Ernährung ohne weiteres zu zu erreichen. Kalziumpräparate sind daher bei einer ausgewogenen Ernährungsweise in der Regel nicht notwendig. Bei dennoch festgestelltem Kalzium-Mangel sollte vor einer ärztlich angeordneten (!) Kalzium-Einnahme zunächst ein eventuell vorliegender Vitamin D-Mangel behoben werden, der Ursache für eine gestörte Kalzium-Aufnahme sein kann. Eine Kalzium-Supplementierung ohne vorliegenden Mangel kann Herzerkrankungen verursachen.


Quellen:

  1. Kuwabara, A., & Tanaka, K. (2015, November). The role of gastro-intestinal tract in the calcium absorption. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26503863
  2. Bronner, F. (2002). Mechanisms of intestinal calcium absorption. Journal of Cellular Biochemistry, 88(2), 387–393. doi: 10.1002/jcb.10330
  3. Christakos, S. (2012). Recent advances in our understanding of 1,25-dihydroxyvitamin D3 regulation of intestinal calcium absorption. Archives of Biochemistry and Biophysics, 523(1), 73–76. doi: 10.1016/j.abb.2011.12.020
  4. Heaney, R. P., Dowell, M. S., Hale, C. A., & Bendich, A. (2003). Calcium Absorption Varies within the Reference Range for Serum 25-Hydroxyvitamin D. Journal of the American College of Nutrition, 22(2), 142–146. doi: 10.1080/07315724.2003.10719287
  5. Ginde, A. A., Wolfe, P., Camargo, C. A., & Schwartz, R. S. (2012, January). Defining vitamin D status by secondary hyperparathyroidism in the U.S. population. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21606669.
  6. van Ballegooijen, A. J., Beulens, J. W. J., Schurgers, L. J., de Koning, E. J., Lips, P., van Schoor, N. M., & Vervloet, M. G. (2019, January 22). Effect of 6-Month Vitamin D Supplementation on Plasma Matrix Gla Protein in Older Adults. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30678199
  7. Rabenberg, Martina; Scheidt-Nave, Christa; Busch, Markus A.; Rieckmann, Nina; Hintzpeter, Birte; Mensink, Gert B. M. (2015): Vitamin D status among adults in Germany–results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1). In: BMC public health 15, S. 641. DOI: 10.1186/s12889-015-2016-7.
  8. Domarus, Christoph von; Brown, Jonathan; Barvencik, Florian; Amling, Michael; Pogoda, Pia (2011): How much vitamin D do we need for skeletal health? In: Clinical orthopaedics and related research 469 (11), S. 3127–3133.
  9. Steingrimsdottir, L. (2005). Relationship Between Serum Parathyroid Hormone Levels, Vitamin D Sufficiency, and Calcium Intake. Jama, 294(18), 2336. doi: 10.1001/jama.294.18.2336
  10. Li, K., Kaaks, R., Linseisen, J., & Rohrmann, S. (2012, June 15). Associations of dietary calcium intake and calcium supplementation with myocardial infarction and stroke risk and overall cardiovascular mortality in the Heidelberg cohort of the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition study (EPIC-Heidelberg). Retrieved from https://heart.bmj.com/content/98/12/920.long
  11. Xiao, Q., Murphy, R. A., Houston, D. K., Harris, T. B., Chow, W.-H., & Park, Y. (2013, April 22). Dietary and supplemental calcium intake and cardiovascular disease mortality: the National Institutes of Health-AARP diet and health study. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23381719
  12. Bolland, M. J., Grey, A., Avenell, A., Gamble, G. D., & Reid, I. R. (2011, April 19). Calcium supplements with or without vitamin D and risk of cardiovascular events: reanalysis of the Women’s Health Initiative limited access dataset and meta-analysis. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21505219
  13. Schurgers, L. J., Spronk, H. M., Soute, B. A., Schiffers, P. M., Demey, J. G., & Vermeer, C. (2007). Regression of warfarin-induced medial elastocalcinosis by high intake of vitamin K in rats. Blood. doi:10.1182/blood-2006-07-035345

Bilder:

Titelbild von Imo Flow auf Pixabay 

Abb. 1: von Joey Hajda auf Pixabay

Abb. 2: Bild von Pexels auf Pixabay

Corona Spezial

Diese Grafik zeigt die Schwere des Krankheitsverlaufs von Covid-19 in Abhängigkeit vom Vitamin D-Spiegel. Betroffene die einen Vitamin D-Spiegel von über 30 ng/ml aufwiesen, hatten zum überwiegenden Teil einem milden Verlauf. Die Grafik stammt von unserem Sonnen Experten Dr. Raimund von Helden, der sich auf dabei auf Unersuchugnen von der amerikanischen GrassrootsHealth-Bewegung bezieht. Insgesamt wurden dabei 212 Patienten bzw. Infizierte getestet.


 

Corona-Abwehr mit Vitamin D

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10 einfache und wirksame Ratschläge

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Schutz vor Atemwegs- erkrankungen

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Immunsystem hochfahren mit Vitamin D

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Coronavirus: Abwehr durch Vitamin D

Coronavirus: Abwehr durch Vitamin D

Hamsterkäufe, Quarantäne, Einschränkungen des öffentlichen Lebens und Panikmache in den Medien. Das Coronavirus ist nun, wie vorherzusehen war, endgültig in Deutschland angekommen und breitet sich unaufhaltsam aus. Während die deutsche Bundesregierung noch im Februar 14 Tonnen an Schutzausrüstung (z.B. Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Schutzkleidung, Handschuhe) ohne Not leichtfertig nach China verfrachtete (1), fehlen diese Utensilien nun an allen Ecken und Enden im eigenen Land. Zumindest sind das Güter, die in Krankenhäusern, Arztpraxen und auch in Rehakliniken und anderen Einrichtungen benötigt werden.

Ihre persönliche Virus-Vorsorge sollten Sie daher besser selbst in die Hand nehmen, wir zeigen Ihnen wie.

Mit Vitamin D schützten Sie sich und Ihre Familie vor den neuen Viren, vor denen momentan gewarnt und Angst verbreitet wird. Natürlich muss der Kontakt mit den Viren nicht zu Erkrankungssymptomen oder gar zum Tode führen. Dies betrifft immer diejenigen, die ein schwaches oder geschwächtes Immunsystem haben. Häufig ältere Menschen, jedoch können auch seltener jüngere Menschen mit Risikofaktoren betroffen sein. Risikofaktoren können zum Beispiel ein hohes Stress-Level, Giftkonsum (darunter zählen nicht nur das konv. Rauchen, Alkohol oder Lifestyle-Drogen sondern auch E-Smog, falsche Zahnersatzmaterialien oder auch konv. Nahrung aus der Massentierhaltung oder der konv. Landwirtschaft).

Wie der Ablauf einer Erkrankung aussehen kann, hat unser Vitamin D Experte Dr. von Helden erklärt, dessen Kernaussagen wir für euch zusammengefasst haben (Video unten).


Was verursacht der Coronavirus bei Befall?

Das Angiotensin-konvertierende Enzym (kurz ACE) ist ein Enzym, das bei der Aufrechterhaltung des Blutdruckes und der Regelung des Wasser-Elektrolythaushaltes eine entscheidende Rolle spielt. Wird das ACE-Enzym blockiert, wird dadurch der Blutdruck gesenkt. Deshalb werden ACE-Hemmer in Medikamenten zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Der Gegenspieler vom ACE ist das ACE2 (das Angiotensin-konvertierende Enzym 2), das für den Abbau des ACE notwendig ist.

Bei kritischen Patienten mit geschwächtem Immunsystem passiert nun Folgendes: Die Coronaviren docken bei Befall an den ACE2-Rezeptoren an und blockieren diese, sodass sie ihre blutdruckregelnde Wirkung verlieren. Eine Blockade des ACE2 führt dadurch zu einer Erhöhung des Blutdruckes und verursacht Lungendruck mit Überwässerung. Ein tödlicher Teufelskreis wird nun eingeleitet. Durch die Überwässerung der Lunge steigt der Blutdruck immer weiter und verschärft damit das Problem in der Lunge. Neben dem vom Virus verursachten grippeähnlichen Infekt, wird also auch ein für uns lebensnotwendiges Enzym blockiert, was diesen Virus im Vergleich zum bekannten Grippevirus zumindest laut offizieller Theorie für einige gefährlicher macht.


Was hat Vitamin D mit Corona zu tun?

Wie wichtig Vitamin D für das erworbene und angeborene Immunsystem ist, und wie es gegen eine Vielzahl an Infektionskrankheiten wirkt, haben wir in einem anderen Artikel bereits aufgeführt, klicken Sie hier um den Artikel zu lesen. Doch Dr. von Helden geht bei seinem unten verlinkten Video ins Detail und erklärt die folgenden Schutzmechanismen des Vitamin D sehr anschaulich.

Vitamin D fördert die Expression des Virusblockers Cathelicidine

Cathelicidine sind wichtige Komponenten der angeborenen Immunität mit antimikrobiellen und immunmodulatorischen Fähigkeiten. Sie wirken beispielsweise gegen Herpes, Grippe, HIV und SARS-Viren zu denen auch die Coronaviren zählen. In den letzten Jahren wurde beobachtet, dass diese als natürliche Breitband-Virostatika auch gegen umhüllte Viren (wie die Coronaviren), als auch gegen nicht umhüllte Viren wirken. Die Expression beider Virusblocker wird durch Vitamin D angestoßen, wie anhand einer amerikanischen Untersuchung an der Harvard-Universität nachgewiesen wurde (2).

Vitamin D reguliert den Blutdruck

Ein Vitamin D-Mangel führt zu einer Überaktivierung des Renin-Angiotensin-Systems (RAS) und damit zu Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck (3). Dass Vitamin D den Blutdruck senkt, haben wir auch schon an anderer Stelle aufbereitet! Damit greift Vitamin D direkt in die Symptomatik der vom Coronavirus ausgelösten Erhöhung des Blutdrucks ein.

Vitamin D schützt die Lunge

Aktiviertes Vitamin D lindert Bakteriengift-Schäden in der Lunge durch die Regulation des gestörten Blutdrucksystems (RAS), was zumindest eine teilweise schützende Wirkung gegen Lungenschäden durch Bakterien haben kann (4).


Fazit: Vitamin D schützt vor dem Coronavirus:

  1. indem es das Immunsystem und Virusblocker aktiviert und dadurch einem Befall vorbeugt
  2. indem es die Symptome mindestens lindert und somit den Krankheitsverlauf begünstigt

Vergessen sollte man dabei nicht, dass Vitamin D zwar eine sehr wichtige Komponente ist, aber bei weitem nicht die einzige Waffe gegen Viren für unseren Organismus darstellt. In der folgenden Grafik sehen Sie, welche weiteren Maßnahmen bedeutend auf unser Immunsystem einwirken und dazu beitragen können, ob jemand erkrankt oder nicht bzw. ob jemand durch pathogene Krankheitserreger verstirbt oder eben nicht. Vergessen wir nicht, dass eine überwältigende Mehrheit der Erkrankten nicht an diesem Virus verstirbt, obwohl das Immunsystem der meisten nicht perfekt vorbereitet ist.

An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich bei dem Sonnenexperten Dr. Arman Edalatpour bedanken, der uns bei diesem Newsfeed tatkräftig unterstützt und uns die Grafik mit den Schutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt hat!


Corona-Spezial: klicken Sie hier um aktuelle Aspekte rund um das Coronovirus zu erfahren!


Und hier das ganze Video von unserem Sonnenexperten Dr. Raimund von Helden!

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Quelle

  1. https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/maas-hilfsgueter-coronavirus/2307756
  2. Quraishi, S. A., Pascale, G. D., Needleman, J. S., Nakazawa, H., Kaneki, M., Bajwa, E. K., … Bhan, I. (2015). Effect of Cholecalciferol Supplementation on Vitamin D Status and Cathelicidin Levels in Sepsis. Critical Care Medicine, 43(9), 1928–1937. doi: 10.1097/ccm.0000000000001148
  3. Li, Y. C. (2011). Vitamin D and the Renin-Angiotensin System. Vitamin D, 707–723. doi: 10.1016/b978-0-12-381978-9.10040-x
  4. Xu, J., Yang, J., Chen, J., Luo, Q., Zhang, Q., & Zhang, H. (2017). Vitamin D alleviates lipopolysaccharide-induced acute lung injury via regulation of the renin-angiotensin system. Molecular Medicine Reports, 16(5), 7432–7438. doi: 10.3892/mmr.2017.7546

Bilder: von Juraj Varga auf Pixabay &  Vektor Kunst auf Pixabay

Buchempfehlungen

An dieser Stelle empfehlen wir Ihnen ausgewählte Bücher unserer Licht- und Vitamin D-Experten. Die Bücher finden Sie auch in der Kategorie "Vitamin D" in der Buch-Welt der Akademie für menschliche Medizin.

Vitamin D - Legales Doping für Sport Profis, Amateure und ihre Familien (2020)

Autor(en): Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Alexander Martens, Sebastian Weiß

Sonnen-Fibel — Sonne, Licht, Vitamin D und was man dazu wissen sollte (2019)

Autor(en): Prof. Dr. med. Jörg Spitz, Sebastian Weiß

Vitamin-D-Mangel - Die unterschätzte Gefahr (2018)

Autor(en): Prof. Dr. Jörg Spitz

Krebszellen mögen keine Sonne —  Vitamin D - der Schutzschild gegen Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen (2017)

Autor(en): Prof. Dr. Jörg Spitz, William B. Grant Ph.D.

Vitamin D — Das Sonnenhormon (2014)

Autor(en): Prof. Dr. Jörg Spitz, William B. Grant Ph.D.

Superhormon Vitamin D — So aktivieren Sie Ihren Schutzschild gegen chronische Erkrankungen (2011)

Autor(en): Prof. Dr. Jörg Spitz

Vitamin D — Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention (2009)

Autor(en): Prof. Dr. Jörg Spitz

Gesund mit der Kraft der Natur - 4 Methoden, Ihr körpereigenes Vitamin D zu aktivieren (2020)

Autor(en): Dr. med. Raimund von Helden

Gesund in sieben Tagen: - Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie

Autor(en): Dr. med. Raimund von Helden

Die Kraft des Lichts — Warum wir gutes Licht brauchen und schlechtes Licht uns krank macht (2020)

Autor(en): Dr. Alexander Wunsch

Vitamin D-Produktion auf der Sonnenbank

Vitamin D-Produktion auf der Sonnenbank

Sonnenexposition und die damit einhergehende UV-B-Strahlung ist die natürlichste Option, wenn es darum geht seinen Vitamin D-Bedarf abzudecken. Doch ab dem 45. Breitengrad aufwärts (betrifft z.B. Deutschland, Österreich, Schweiz) ist mindestens bis zum Monat April an keine ausreichende Vitamin D-Versorgung durch die Sonne zu denken, da der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen stets zu flach ist. Als Option bieten sich Sonnenbänke und Innenbräuner an, doch können sie uns auch helfen unseren Vitamin D-Bedarf abzudecken?

Führt künstliche UV-Strahlung zur Vitamin D-Synthese auf der Haut?

Das amerikanische Vitamin D-Forschungskollektiv der GrassrootsHealth-Bewegung hat sich genau dieser Frage angenommen und präsentiert auf seiner Homepage eindeutige Ergebnisse. Berücksichtigt wurden natürlich nur Innenbräuner und Solarien die mit UV-B-Bestrahlung arbeiten, denn dies ist die Grundvorrausetzung für eine Vitamin D-Synthese auf der Haut.

Anfangs wurden die Teilnehmer gefragt, wie oft sie in den letzten 6 Monaten Indoor-Bräunungsgeräte verwendet haben. Durch die Messungen der Vitamin D-Spiegel konnte die beteiligten Wissenschaftler eine positive Wirkung von künstlicher UV-B-Strahlung auf diesen nachweisen.

Die Ergebnisse:

Für diejenigen, die regelmäßig (1-3 mal / Woche) Innenbräuner wie z.B. Sonnenbänke verwendeten, betrug der durchschnittliche Vitamin D-Spiegel 41 ng/ml, was nach derzeitigem Wissensstand einem optimalen Wert entspricht.  34 ng/ml betrug der Vitamin D-Spiegel für Gelegenheitsbräuner (weniger als 1 mal / Woche) und nur 28 ng/ml für Nichtnutzer von Innenbräunern. Nur 3% der regulären Anwender und 5% der Gelegenheitsbräuner hatten Vitamin D-Spiegel von weniger als 20 ng/ml.

 

Abb. 1: Messdaten von der GrassroothHealth-Bewegung, die beweisen, dass eine regelmäßige künstliche Besonnung positive Auswirkungen auf den Vitamin D-Spiegel hat. Die 3 Balken stellen die Anwendungshäufigkeit von künstlichen UV-B-Quellen dar (nach 1).

Vitamin D muss im Winter also nicht zwangsläufig als Supplement eingenommen werden, sondern lässt sich alternativ bedarfsgerecht über künstliche UV-B-Strahlung abdecken. Wie bei der Sonneneinstrahlung ist es auch bei der Bräunung in Innenräumen wichtig, die Dauer zu berücksichtigen und Sonnenbrände unbedingt zu meiden.


Hier haben wir für Sie die 8 goldenen Regeln für den Besuch im Sonnenstudio zusammengetragen:

  1. Geräte mit UV-B Strahlen-Anteil sind ein MUSS (ansonsten geschieht keine Vitamin D-Produktion, und die Gefahr für Hautkrebs steigt).
  2. Ist das Gerät korrekt ausgerüstet, können Vitamin D-Mengen bis zu 25.000 I.E. produziert werden (10).
  3. Passen Sie Zeit und Dauer Ihrem Hauttyp an.
  4. Vermeiden Sie Sonnenbrand und starke Hautrötungen, sie sind eindeutiges Signal der Überdosierung.
  5. Achtung: Die Intensität der Sonnenbank darf nicht verwechselt werden mit der der Sonne (z. B. können zehn Minuten einer modernen Hochleistungs-Sonnenbank einem 25-minütigen Sonnenbad am Strand von Mallorca entsprechen).
  6. Nutzen Sie nur Solarien mit ausgebildetem Fachpersonal.
  7. Bevorzugen Sie Solarien, die vor der Nutzung des Gerätes den Bräunungsgrad der Haut messen, um die individuelle Bestrahlungszeit festzulegen.
  8. Wenn Sie diese Hinweise beachten erscheint aufgrund der neuesten Literaturdaten die pauschale Warnung vor einer Solariennutzung nicht gerechtfertigt (2-7).

Quellenangaben:

  1. https://www.grassrootshealth.net/blog/tanning-source-vitamin-d/
  2. Gandini, S., Sera, F., Cattaruzza, M. S., Pasquini, P., Picconi, O., Boyle, P., & Melchi, C. F. (2005). Meta-analysis of risk factors for cutaneous melanoma: II. Sun exposure. European Journal of Cancer, 41(1), 45–60. doi: 10.1016/j.ejca.2004.10.016
  3. Gandini, S., Montella, M., Ayala, F., Benedetto, L., Rossi, C. R., Vecchiato, A., … CLINICAL NATIONAL MELANOMA REGISTRY GROUP. (2016, April). Sun exposure and melanoma prognostic factors. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27073541.
  4. Newton-Bishop, J. A., Beswick, S., Randerson-Moor, J., Chang, Y.-M., Affleck, P., Elliott, F., … Bishop, D. T. (2009). Serum 25-Hydroxyvitamin D3 Levels Are Associated With Breslow Thickness at Presentation and Survival From Melanoma. Journal of Clinical Oncology, 27(32), 5439–5444. doi: 10.1200/jco.2009.22.1135
  5. Muralidhar, S., Filia, A., Nsengimana, J., Poźniak, J., Oshea, S. J., Diaz, J. M., … Newton-Bishop, J. (2019). Vitamin D–VDR Signaling Inhibits Wnt/β-Catenin–Mediated Melanoma Progression and Promotes Antitumor Immunity. Cancer Research, 79(23), 5986–5998. doi: 10.1158/0008-5472.can-18-3927
  6. Reichrath, J., Saternus, R., & Vogt, T. (2017). Endocrine actions of vitamin D in skin: Relevance for photocarcinogenesis of non-melanoma skin cancer, and beyond. Molecular and Cellular Endocrinology, 453, 96–102. doi: 10.1016/j.mce.2017.05.001
  7. Ince, B., Yildirim, M. E. C., & Dadaci, M. (2019). Assessing the Effect of Vitamin D Replacement on Basal Cell Carcinoma Occurrence and Recurrence Rates in Patients with Vitamin D Deficiency. Hormones and Cancer, 10(4-6), 145–149. doi: 10.1007/s12672-019-00365-2

Bildquelle: Photo by Adem KAYA from FreeImages

FAQ – Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Vitamin D

An dieser Stelle beantworten wir kurz und knapp Ihre brennendsten Fragen rund um die Themen Vitamin D und Sonne. Klicken Sie einfach auf die Frage um zur Antwort zu gelangen.

 

Thema Vitamin D-Mangel

> Wie hoch ist der optimale Vitamin D-Spiegel und ab wann spricht man von einem Mangel?

> Woher weiß ich, ob ich einen Vitamin D-Mangel habe?

> Wie wird der Vitamin D-Spiegel gemessen und was genau wird gemessen?

> Welche Risikogruppen für eine Vitamin D-Unterversorgung gibt es?

> Wie kann ich meinen Vitamin D-Mangel ausgleichen?

> Kann ich meinen Vitamin D-Bedarf über die Ernährung abdecken?

> Wie kann ich meinen Vitamin D-Spiegel im Winter aufrechterhalten?

 

Thema Sonne und Solarium

> Wann ist die Bildung von Vitamin D in der Sonne möglich?

> Kann man auch im Schatten oder bei Nutzung von Sonnencreme Vitamin D produzieren?

> Wie schütze ich mich am besten vor Sonnenbrand?

> Wie schütze ich mich am besten vor Hautkrebs?

> Ich nehme Medikamente ein. Darf ich mich sonnen?

> Kann man beim Sonnen im Solarium Vitamin D bilden?

> Kann man mit Tageslichtlampen Vitamin D produzieren?

 

Thema Vitamin D-Einnahme

> Wie viel Vitamin D soll ich einnehmen?

> In welcher Form sollte Vitamin D am besten eingenommen werden?

> Wie häufig sollte ich Vitamin D einnehmen? Ist einmal pro Woche ausreichend?

> Kann Vitamin D toxisch wirken?

> Wann sollte Vitamin D nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?

> Reagiert jeder Mensch gleich auf Vitamin D?

> Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation auch Vitamin K2 einnehmen?

> Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation Magnesium begleitend einnehmen?

> Ist es vorteilhaft Vitamin D mit Kalzium zu kombinieren?

> Sollen schwangere Frauen Vitamin D einnehmen und wenn ja wie viel?

> Dürfen Kinder Vitamin D nehmen?

> Gibt es tatsächlich – wie einige Akteure behaupten – zahlreiche Studien, die belegen, dass Vitamin D wirkungslos ist?

 

Das Projekt SonnenAllianz

> Was sind die Ziele der SonnenAllianz?

> Wie kann ich das Projekt SonnenAllianz unterstützen?

 


Zu den Antworten:

Thema Vitamin D-Mangel

  • Wie hoch ist der optimale Vitamin D-Spiegel und ab wann spricht man von einem Mangel?

Der optimale Vitamin D-Spiegel befindet sich im Bereich zwischen 40-60 ng/ml. Von einem Defizit spricht man in der aktuellen Vitamin D-Forschung bei einem Spiegel von unter 30 ng/ml, von einem Mangel bei weniger als 20 ng/ml.

Achtung bei den Einheiten: Einige Labore geben die Messwerte in nmol/l an. Die geläufigere und von uns primär verwendete Bezeichnung ist aber ng/ml. Zum Umrechnen können die nmol/l-Werte mit dem Divisor von 2,5 dividiert werden um auf die entsprechenden ng/ml-Werte zu kommen.

Zum Bsp.: 100 nmol/l : 2,5 = 40 ng/ml

Um mehr über den optimalen Vitamin D-Spiegel zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Woher weiß ich, ob ich einen Vitamin D-Mangel habe?

Da Vitamin D mit nahezu allen Körperzellen interagiert, sind die Symptome und Folgeerscheinungen dermaßen vielfältig, dass es kaum möglich ist diese auf ein paar wenige Indikationen wie Antriebslosigkeit oder Müdigkeit einzuschränken. 

Die sicherste, kostengünstigste und gängigste Methode seinen Vitamin D-Spiegel zu ermitteln, ist die Messung der zirkulierenden 25(OH)D-Konzentration im Blut. Werte von unter 30 ng/ml (= 75 nmol/l) gelten dabei als Vitamin D-Mangel. Im optimalen Bereich befinden Sie sich bei Werten zwischen 40 und 60 ng/ml.

Um mehr über Vitamin D-Mangel zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie wird der Vitamin D-Spiegel gemessen und was genau wird gemessen? 

Die sicherste, kostengünstigste und gängigste Methode seinen Vitamin D-Spiegel zu ermitteln, ist die Messung des im Blut zirkulierenden 25-Hydroxycolecalciferol auch Calcidiol oder kurz 25(OH)D, genannt. Diese Zwischenstufe des Vitamin D wird in der Leber gebildet und ist auch als Speicher-Vitamin D bekannt. 

Erst in den Nieren, dem Gewebe und den Zellen wird Vitamin D in seine aktive Form (1,25-(OH)2 D3) konvertiert, dessen Messung allerdings nur sehr schwer analysierbar und daher aufwändiger und weniger zuverlässig ist. 

Es gibt 2 verschiedene Einheiten die beide die Konzentration des 25(OH)D im Blut angeben, nämlich ng/ml und nmol/l (1 ng/ml = 2,5 nmol/l).

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  • Welche Risikogruppen für eine Vitamin D-Unterversorgung gibt es? 

Generell: praktisch alle Menschen in Deutschland, die im Winter nicht regelmäßig südlichere Gebiete aufsuchen, Solarien (mit UV-B-Anteil in der Strahlung) nutzen oder Vitamin D als Nahrungsergänzung supplementieren. Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte 2015 die größte bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführte Studie, wonach 88% der deutschen Bevölkerung in Deutschland von einem Vitamin D-Mangel betroffen waren.

Besonders gefährdete Risikogruppen: 

Kinder werden oftmals von der Sonne ferngehalten und zu ausgiebig mit chemischen Sonnenblockern geschützt.

Alte Menschen, die sich wenig bis gar nicht in der Sonne aufhalten. Zudem nimmt die Fähigkeit Vitamin D auf der Haut zu synthetisieren im Laufe des Alterns ab. 

Bettlägerige Menschen können im Bett kein Vitamin D durch Sonnenstrahlen synthetisieren. 

Schwangere haben einen deutlich höheren Vitamin D-Bedarf da zwei Organismen versorgt werden müssen.

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  • Wie kann ich meinen Vitamin D-Mangel ausgleichen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihren Körper mit Vitamin D versorgen können:

  • In Deutschland kann Ihre Haut von April bis September in der Mittagssonne max. zwischen 11 und 15 Uhr (nur im Hochsommer) Vitamin D bilden. Sonnen Sie sich täglich 10-20 Minuten (zumindest Arme und Beine) ohne Sonnenschutz. Je heller Ihr Hauttyp, desto weniger Sonnenzeit benötigen Sie. Im Winter ermöglicht nur ein Urlaub in geeigneten Breitengraden eine Vitamin D-Bildung per Sonnenbad. Beachten Sie unsere Tipps zum Sonnen!
  • Nehmen Sie Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel ein. Mit unserem kostenlosen Vitamin D-Bedarfsrechner können Sie Ihren persönlichen Vitamin D-Bedarf sehr einfach ermitteln. Klicken Sie hier, um direkt zum Bedarfsrechner weitergeleitet zu werden!
  • Nutzen Sie ein Solarium mit UV-B-Strahlen (nach Bestimmung Ihres Hauttyps und der richtigen Dosierung). Lassen Sie sich dabei unbedingt von ausgebildetem Fachpersonal beraten und achten Sie auf ein qualitativ hochwertiges Solarium.

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  • Kann ich meinen Vitamin D-Bedarf über die Ernährung abdecken?

Alleine über die Ernährung ist eine ausreichende Aufnahme von Vitamin D (abgesehen von Extremdiäten wie z.B. bei den Eskimos, die in hohem Maße Fisch und Lebertran konsumieren) nicht zu erreichen.

Um 4000 I.E. Vitamin D über die Nahrung  zu sich zu nehmen, müssten Sie täglich 80 Eier, 400 g Hering, 5 kg Rinderleber, 3 kg Pilze oder 10 kg Käse essen!

Um zu erfahren, wie Sie stattdessen einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel erreichen können, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie kann ich meinen Vitamin D-Spiegel im Winter aufrechterhalten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihren Körper im Winter mit Vitamin D versorgen können:

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Thema Sonne und Solarium

  • Wann ist die Bildung von Vitamin D in der Sonne möglich?

In Deutschland ist die Vitamin D-Bildung in der Sonne lediglich von April bis September maximal in dem Zeitfenster von 11 und 15 Uhr (Hochsommer) bei wolkenfreiem Himmel möglich. Je weiter man sich auf der Zeitachse vom Sonnenhöchststand (21. Juni) entfernt, desto geringer wird dieses Zeitfenster sowie die Intensität der durchdringenden Strahlung und schließt sich Mitte Oktober bzw. Ende März.

Sonnen Sie sich täglich 10-20 Minuten (zumindest Arme und Beine) ohne Sonnenschutz. Je heller Ihr Hauttyp, desto weniger Sonnenzeit benötigen Sie. Ein Sonnenbrand muss unbedingt vermieden werden! Hier erhalten Sie Tipps zum Sonnen in der Sonne.

Im Winter kann in unseren Breitengraden kein Vitamin D über die Haut produziert werden, da die dafür benötigten UV-B-Strahlen in dieser Jahreszeit von der Atmosphäre absorbiert werden und unsere Haut nicht erreichen. Die Faustregel lautet: Nur wenn mein Schatten kürzer ist als meine Körpergröße, kann Vitamin D über die Haut gebildet werden. 

Um mehr über die Vitamin D-Bildung in der Sonne zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Kann man auch im Schatten oder bei Nutzung von Sonnencreme Vitamin D produzieren?

Die für die Vitamin D-Produktion verantwortlichen UV-B-Strahlen erreichen unsere Haut im Schatten und bei Nutzung von Sonnencreme nicht. Weitere Barrieren sind Wolken, Glasscheiben und Kleidung. Zur FAQ: Wann ist die Bildung von Vitamin D in der Sonne möglich?

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  • Wie schütze ich mich am besten vor Sonnenbrand?

Der beste Schutz gegen Sonnenbrände ist die zeitliche Begrenzung der Sonnenexposition. 10-30 Minuten (abhängig vom Hauttyp) reichen in der sommerlichen Mittagssonne für die Vitamin D-Produktion vollkommen aus. Danach sollte direkte UV-Strahlung entweder gemieden oder entsprechende Vorkehrungen, wie die Nutzung hautabdeckender Textilien oder Sonnenschutzmittel mit UVA-Schutz, getroffen werden. 

Die Inhaltsstoffe der Sonnenschutzmittel sollten entweder natürlichen Ursprungs oder die Ungefährlichkeit mittels Langzeitstudien bestätigt sein. Eine Vielzahl von chemischen Sonnenschutzmitteln erfüllt diese Anforderungen nicht. Sie stehen im dringenden Verdacht krebsfördernd und neurotoxisch zu wirken sowie das Hormonsystem und die Fruchtbarkeit negativ zu beeinträchtigen. Hier erfahren Sie mehr zum Thema „gefährliche Sonnenschutzmittel“ >>

Ergänzend kann die präventive Einnahme von starken Antioxidantien wie zum Beispiel Astaxanthin, OPC, MPC, Glutathion oder Vitamin C & E die Haut zusätzlich schützen.

Um mehr über das „richtige Sonnen“ zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie schütze ich mich am besten vor Hautkrebs?

Sonnenbrände müssen nach Möglichkeit vermieden werden! Optimalerweise gewöhnen Sie sich im Frühjahr langsam an die UV-Strahlung und nutzen die Monate von Mitte März bis Anfang Oktober für eine regelmäßige Besonnung.

Moderate und gleichmäßige Sonnenexposition reduziert das Risiko Melanome (schwarzer Hautkrebs) zu manifestieren, wohingegen schockartige und heftige Besonnung das Risiko erhöhen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das parallel zur Sonnenexposition entstehende Vitamin D, welches vor Hautkrebs schützt. Niedrige Vitamin D-Spiegel im Blut sind hingegen mit einem erhöhten Auftreten und Fortschreiten von weißem Hautkrebs verbunden. 

Achten Sie daher bei der Nutzung von Sonnencremes unbedingt auf den UVA-Schutz! Ist dieser nicht entsprechend ausgewiesen, ist von einem erhöhten Hautkrebs-Risiko, verursacht durch das Sonnenschutzmittel, auszugehen. Denn durch reine UV-B-Blocker wird die Vitamin D-Synthese auf der Haut verhindert, während die gefährlichere UV-A-Strahlung ungehindert in die Haut eindringen kann. 

Die Inhaltsstoffe der Sonnenschutzmittel sollten entweder natürlichen Ursprungs oder die Ungefährlichkeit mittels Langzeitstudien bestätigt sein. Eine Vielzahl von chemischen Sonnenschutzmitteln erfüllt diese Anforderungen nicht. Sie stehen im dringenden Verdacht krebsfördernd und neurotoxisch zu wirken sowie das Hormonsystem und u. a. die Fruchtbarkeit negativ zu beeinträchtigen. Hier erfahren Sie mehr zum Thema „gefährliche Sonnenschutzmittel“ >>

Außerdem sollte Ihr Vitamin D-Spiegel den Mangelgrenzwert von 30 ng/ml nicht unterschreiten und ist bestenfalls zwischen 40-60 ng/ml angesiedelt. 

Um mehr über Hautkrebs zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Ich nehme Medikamente ein. Darf ich mich sonnen?

Das ist individuell abhängig vom Medikament. Viele Arzneistoffe lösen in Kombination mit UVA-Strahlung photosensitive Reaktionen aus. Diese wirken sich ähnlich wie starke Sonnenbrände, in Form von schmerzhaften Zuständen und Rötungen der Haut, bis hin zur Blasenbildung und Juckreiz aus. Vorsichtshalber sollten Sie bei der Einnahme von Medikamenten unbedingt den Beipackzettel beachten und im Zweifelsfall Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Um mehr über die Kombination aus Medikamenten und Sonnenbad zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Kann man beim Sonnen im Solarium Vitamin D bilden?

Moderne Solarien verfügen über einen ausgewogenen UV-A/UV-B-Mix (und können je nach Bräunungsziel eingesetzt werden), welcher der Zusammensetzung der natürlichen Sonnenstrahlen bei vielen Geräten ähnlich ist. Die Strahlungsstärke entspricht mit 0,3 W/m² genau der Mittagssonne in südlichen Ländern. Entsprechend kann die UV-Bestrahlung in Sonnenbänken in ähnlicher Weise die Vitamin-D-Synthese anstoßen. Lassen Sie im Solarium unbedingt von ausgebildetem Fachpersonal beraten und achten Sie auf ein qualitativ hochwertiges Solarium. Beachten Sie außerdem unsere Tipps zum Sonnen im Solarium!

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  • Kann man mit Tageslichtlampen Vitamin D produzieren?

Tageslichtlampen enthalten kein UV-Licht. Es ist aber gerade der UV-Anteil des Tageslichts, der unsere Haut dazu anregt, Vitamin D zu bilden. Insofern sind Tageslichtlampen nicht dazu geeignet, die Vitamin D Produktion anzukurbeln.

Tageslichtlampen beeinflussen die Bildung von Melatonin und Serotonin und haben über diese hormonelle Achse gerade im Winter einen stimmungsaufhellenden Effekt. Das Tageslicht – noch genauer der Blauanteil des Tageslichts – spielt bei diesem Umwandlungsprozess eine bedeutende Rolle. Es übernimmt nämlich die Rolle des Taktgebers und signalisiert unserem Körper, wann es Morgen bzw. Abend ist. Deswegen bewirkt eine regelmäßige Anwendung einer Tageslichtlampe am Morgen auch eine bessere Taktgebung für unsere innere biologischen Uhr und verbessert hierdurch unseren Schlaf. Bitte auf keinen Fall abends anwenden.

 

Thema Vitamin D-Einnahme

  • Wie viel Vitamin D  soll ich einnehmen?

Das ist abhängig von Ihrem derzeitigen Vitamin D-Serumspiegel und Ihrem Körpergewicht. Mit unserem kostenlosen Vitamin D-Bedarfsrechner können Sie Ihren persönlichen Vitamin D-Bedarf sehr einfach ermitteln. Klicken Sie hier um direkt zum Bedarfsrechner weitergeleitet zu werden!

Die exakte Einnahmedosis sollte jedoch durch regelmäßige Messungen bestimmt werden, denn nicht jedermann ist im Stande Vitamin D in gleichem Ausmaß aufzunehmen bzw. zu verwerten. Als Faustregel kann von einer sicheren Erhaltungsdosis von max. 5000 I.E. bei 70 kg Körpergewicht pro Tag ausgegangen werden – bei weniger Körpergewicht muss die Dosis entsprechend reduziert werden. Langfristige Einnahmedosierungen über 5000 I.E./Tag sollten unbedingt unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Davon ausgenommen sind kurzzeitig hohe Initialdosen, die für max. wenige Wochen notwendig sind um den gewünschten Vitamin D-Spiegel aufzubauen.

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  • In welcher Form sollte Vitamin D am besten eingenommen werden?

Sämtliche Vitamin D-Supplemente werden im Idealfall zu fetthaltigen Mahlzeiten eingenommen, da hierbei die höchste Bioverfügbarkeit des fettlöslichen Vitamin D gegeben ist. In welcher Form Vitamin D supplementiert wird, ist nebensächlich, doch sind wohl ölhaltige Tropfen aufgrund individueller Dosierungsmöglichkeiten am geeignetsten. Bei Tabletten sollte auf die Füllstoffe geachtet werden. Von Multipräparaten (ein Mix an Mikronährstoffen), in denen Vitamin D meist nur in sehr geringen Mengen vorhanden ist, raten wir ab.

Um mehr über Vitamin D-Präparate zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie häufig sollte ich Vitamin D einnehmen? Ist einmal pro Woche ausreichend?

Nein, Vitamin D sollte täglich zugeführt werden, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Egal ob durch die UV-B Strahlung der Sonne bzw. eines hochwertigen Solariums induziert, als Tropfen, Tabletten oder als Dragees. Das reine, ungebundene und für den Großteil der präventiven Wirkungen zuständige Vitamin D, hat eine Halbwertszeit von nur 24 Stunden.

Um mehr über das optimale Einnahmeintervall zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Kann Vitamin D toxisch wirken?

Werden über längere Zeiträume extrem hohe Dosen konsumiert, kann Vitamin D auch Intoxikationen hervorrufen. Der toxische Bereich beginnt dabei ab Vitamin D-Werten von über 150 ng/ml. Die von uns empfohlenen Dosierungen führen allerdings nicht zu derartig hohen Vitamin D-Spiegeln, sodass Toxizitäten insofern ausgeschlossen sind.

Im Zweifelsfall kann eine Toxizität über einen außergewöhnlich hohen Kalziumspiegel ermittelt werden, da dies in der Regel die einzige Nebenwirkung eines extrem hohen Vitamin D-Spiegels ist. Der Kalziumspiegel sollte sich zw. 2,1 – 2,7 mmol/l befinden. Ist der Kalziumspiegel also über 2,7 mmol, sollte ein Arzt konsultiert und das Vitamin D so lange abgesetzt werden, bis der Wert wieder im Normbereich liegt.

Um mehr über das Thema Vitamin D & Toxitzität zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wann sollte ich Vitamin D nicht oder nur mit Vorsicht einnehmen (Kontraindikationen)?

In sehr seltenen Fällen sollte Vitamin D nicht oder nur unter ärztlicher Beobachtung eingenommen werden. Das betrifft unter Umständen die Stoffwechselerkrankungen Hyperkalzämie oder Hyperparathyreoidismus und jene Krankheitsbilder, die damit in Verbindung stehen (Liste unvollständig):

Hyperkalzämie: eine Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut. Somit sind auch alle Krankheiten betroffen, die sich auf eine Hyperkalzämie zurückführen lassen.

Williams-Beuren-Syndrom oder Williams-Syndrom: ist eine genetisch bedingte Form der Hyperkalzämie.

Nephrokalzinose: dabei handelt es sich um Ablagerungen von Kalziumsalzen in der Niere.

Sarkoidose: hierbei kann eine erhöhte Ausscheidung von Kalzium über die Niere stattfinden.

Hyperparathyreoidismus: eine Regulationsstörung der Nebenschilddrüse, die zu erhöhten Ausschüttungen des Parathormons (PTH) führt.

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  • Reagiert jeder Mensch gleich auf Vitamin D?

Nein, davon abgesehen, dass wahrscheinlich ca. 25% der Menschen aufgrund von genetischen Faktoren Vitamin D-Resistenzen aufweisen und höhere Dosen bräuchten, ist die Reaktion unter anderem auch von der jeweiligen Versorgungsituation des Betroffenen abhängig. Bei Menschen mit eingangs sehr niedrigen Vitamin D-Spiegeln kann von umfangreicheren positiven Effekten ausgegangen werden, wenn der Spiegel angehoben wird als bei bereits regelrecht Versorgten. 

Darüber hinaus ist beinahe jede Körperzelle mit Vitamin D-Rezeptoren ausgestattet, was bedeutet, dass sich Vitamin D auf sämtliche Organe, Gewebe und Funktionen im Körper positiv auswirkt. So vielseitig die Wirkungen von Vitamin D sind, so zahlreich und verschieden sind auch die dadurch ausgelösten Reaktionen und präventiven Schutzwirkungen.

Negative Nebenwirkungen können nur bei extremer Überdosierung in Form von Hyperkalzämie und zu schneller Anhebung des Vitamin D-Spiegels in Form von Herzrasen erfolgen.

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  • Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation auch Vitamin K2 einnehmen?

Nein, die zusätzliche Supplementierung von Vitamin K2 ist ein „Kann“ aber kein „Muss“, denn Vitamin D entfaltet seine volle Wirkung auch ohne Vitamin K2 und ist daher keine Voraussetzung für eine adäquate Vitamin D-Versorgung. Allerdings kann Vitamin K2 in vielerlei Hinsicht zusätzlich unterstützend wirken, beispielsweise verbessert es ebenso wie Vitamin D, die Kalziumaufnahme in den Knochen und kann bei Bedarf/Mangel parallel zu Vitamin D eingenommen werden.

Um mehr über Vitamin K2 zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation Magnesium begleitend einnehmen?

Als der wichtigste Co-Faktor von Vitamin D sollte Magnesium unbedingt berücksichtigt werden. Beispielsweise ist Magnesium notwendig, um Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln. Generell wird empfohlen, Magnesium nur bei nachgewiesenem Mangel, der aber sehr weit verbreitet zu sein scheint, zu supplementieren. Für eine Supplementation sprechen die zahlreichen Beteiligungen des Minerals an biochemischen Prozessen im Körper, für die Magnesium unabdingbar ist.

Um mehr über Magnesium zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Ist es vorteilhaft Vitamin D mit Kalzium zu kombinieren?

Grundsätzlich nein! Ein regelrechter Vitamin D-Spiegel ist Voraussetzung für die Kalziumaufnahme ins Blut. Ein Kalziummangel sollte daher vorrangig mit der Beseitigung des Vitamin D-Mangels behandelt werden. Da bei normaler Ernährungsweise davon ausgegangen werden kann, dass dem Körper mehr als genügend Kalzium (800-1000 mg/Tag) zugeführt wird, liegt die Ursache für einen Mangel und den damit verbundenen Problemen in der Regel folglich bei zu niedrigen Vitamin D-Spiegeln. Falls überhaupt sollten nur in Ausnahmefällen und dann unter ärztlicher Begleitung Kalziumprodukte eingenommen werden.

Um mehr über das Zusammenspiel von Vitamin D, Kalzium und z.B. der Sango Meereskoralle zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Sollen schwangere Frauen Vitamin D einnehmen und wenn ja wie viel?

Gerade schwangere Frauen sollten für eine möglichst unkomplizierte Schwangerschaft und im Sinne der der Gesundheit des Säuglings und der Mutter selbst bestens mit Vitamin D versorgt werden. Wir empfehlen Dosen von mindestens 4000 I.E. täglich.

Um mehr über Vitamin D in der Schwangerschaft zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Dürfen Kinder Vitamin D nehmen?

Dass Vitamin D eine Grundvoraussetzung für ein solides Knochenwachstum ist und Kinder vor Rachitis schützt, ist unumstritten. Ferner begünstigt ein Vitamin D-Mangel in der Kindheit die Entstehung verschiedenster chronischer Erkrankungen im Kindesalter und im späteren Leben. Vor allem im Säugling- und Kindesalter ist ein adäquater Vitamin D-Spiegel enorm wichtig für die Entwicklung des Immunsystems und die damit verbundene Gesundheit. Es wird dringend empfohlen auch Kinder in Absprache mit dem Kinderarzt entsprechend mit Vitamin D zu versorgen.

Um mehr über die Wirkung von Vitamin D auf Kinder zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Gibt es tatsächlich – wie einige Akteure behaupten – zahlreiche Studien, die belegen, dass Vitamin D wirkungslos ist?

In der Regel sind derartige Studien und die damit verbundenen Aussagen, wohlwollend ausgedrückt, auf mangelnde Fachkenntnisse zurückzuführen, was sich offenbar quer durch den Gesundheitsapparat zieht. Das Studiendesign ist für eine adäquate Einschätzung der Seriosität einer Studie der entscheidende Faktor. So sind beispielsweise durch extrem unterdosierte Verabreichungen von Vitamin D mit 400 I.E. ebenso keine nennenswerten Erfolge zu erwarten, wie wenn die Vitamin D-Verabreichung nicht täglich, sondern wöchentlich oder gar monatlich vonstattengeht. Eine aussagekräftige Studie zeichnet sich ferner durch das Messen der Vitamin D-Blutwerte vor und nach einer Intervention aus, da relevante Aussagen über die Vitamin D-Versorgung sowie den tatsächlichen Interventionsgrad nur so dokumentiert werden können. Es gibt aber auch noch weitere Fehlerquellen und Fehlinterpretationen die wir für Sie in einem Artikel aufbereitet haben.

Um mehr über die sich in Umlauf befindenden Desinformationen zum Vitamin D zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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Das Projekt SonnenAllianz

  • Was sind die Ziele der SonnenAllianz?

Die SonnenAllianz ist ein Projekt der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP). Sie hat sich zum Ziel gesetzt, unabhängig über die vielen gesundheitlichen Themen rund um die Sonne und das Sonnenlicht zu berichten und aufzuklären. 

Die SonnenAllianz will die gesundheitsfördernden Aspekte der Sonne für ein breites Publikum bekannt und transparent machen und Mythen in der öffentlichen Diskussion durch wissenschaftliche Fakten entweder belegen oder widerlegen. Dazu stellt die Projektplattform Anschauungsmaterial, Medien und Werkzeuge zum gesunden Umgang mit dem Sonnenlicht für jede/n Interessierte/n bereit.

Um mehr über die Ziele der SonnenAllianz zu erfahren, klicken Sie bitte hier.

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  • Wie kann ich das Projekt SonnenAllianz unterstützen?

Als Projekt der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP) lebt die SonnenAllianz ausschließlich von privaten Spenden. Ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht uns, die Inhalte der SonnenAllianz-Website stets um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Sonne, Licht und Vitamin D zu erweitern und mit nützlichen Tools und Medien auszustatten. 

Am einfachsten erreicht uns Ihre Spende über die Spendenplattform Betterplace. Jede Spende zählt und vor allem kleine Dauerspenden sichern das Projekt langfristig ab!

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

Um über alternative Spendenmöglichkeiten zu erfahren, klicken Sie bitte hier.

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