Vitamin D

Vitamin D - Synthese & Wirkung

Was ist Vitamin D - "Sonnen-Hormon"?

Sonnenschirm

Wie bekomme ich Vitamin D?

Von der Entdeckung zum Hype, vom Hype zum Gegen-Hype und schließlich …

Über Jahrzehnte war die (Wieder-)Entdeckung des Vitamin D3 und seiner erstaunlich vielfältigen Wirkungen im menschlichen Körper kaum beachtet worden. Dann kam der Hype und in den Medien wurde das Sonnenschein-Vitamin zur Wunderdroge hochstilisiert – trotz der Warnungen von Experten, wie Prof. Michael F. Holick oder Prof. Jörg Spitz,dass es sich bei diesem Vitamin, das eigentlich ein Hormon ist, nicht um die „magic bullet“ (Spitz), ein Allheilmittel, handele.

Wie nicht anders zu erwarten – und da unterscheidet sich der Wissenschaftsbetrieb nicht vom „normalen“ Leben – provozierten die Übertreibungen der Presse und einiger „Vitamin D-Gurus“ eine Art „Backlash„, den Versuch, einen Gegenbeweis anzutreten mit dem Argument: Ein Vitamin D-Mangel wirkt sich nicht negativ auf diese „Volkskrankheiten“ aus, sondern umgekehrt: Die Krankheiten verursachen den Vitamin D-Mangel.

Vor allem Wissenschaftler, wie der belgische Epidemiologe Prof. Philippe Autier, die sich einen Namen als unermüdliche Mahner vor den Gefahren der natürlichen und der künstlichen Sonne gemacht hatten, bemühten sich jetzt, in breit angelegten und medienwirksamen Übersichtsstudien, den Nachweis für die Unwirksamkeit des Sonnenschein-Vitamins zu erbringen (s. unten).

Gegen beide Extreme gab es immer schon gute Argumente und handfeste wissenschaftliche Belege.

… zurück zur Vernunft – und zur vorbeugenden und heilenden Wirkung der Sonne

Zwei umfassende Meta-Studien, die über 270 Studien mit Daten von mehr als einer Mio. Menschen analysieren kommen jetzt zu einem eindeutigen Ergebnis:
Vitamin D hilft dem Körper Kalzium aufzunehmen und ist ein wichtiger Teil des Immunsystems. Die Rezeptoren für dieses Hormon und andere ähnliche Enzyme finden sich in allen Zellen und Geweben des Körpers. Das legt die Vermutung nahe, dass Vitamin D für eine ganze Reihe physiologischer Funktionen unverzichtbar sei. Es hat sowohl Effekte auf der genetischen Ebene als auch auf die kardiovaskuläre Gesundheit und den Knochenzustand", fasst einer der Autoren, Oscar H. Franco, Professor für Präventivmedizin am Erasmus University Medical Center in Rotterdam die Ergebnisse zusammen.

Die Meta-Studie habe „überzeugende Beweise“ geliefert, dass Vitamin D tatsächlich als Schutz vor chronischen Krankheiten wirken kann. Zum Beispiel hatten Teilnehmer mit niedrigeren Vitamin-D-Werten im Durchschnitt ein um 35 Prozent höheres Risiko, an den Folgen einer Herzerkrankung zu sterben. Auch das Risiko. durch Krebs zu sterben, lag um 14 Prozent höher.

Im übrigen raten die Forscher, den Vitamin D-Bedarf eher durch Aufenthalt an der Sonne als durch das Schlucken von Vitamin D-Pillen zu decken.