Zum Welt-Vitamin D-Tag – Kostenfreier Vortrag über Vitamin D : “Hype or Hope?” (Prof. Spitz)

Zum Welt-Vitamin D-Tag –  Kostenfreier Vortrag über Vitamin D : “Hype or Hope?” (Prof. Spitz)

Heute – am 2. November –  ist der Welt-Vitamin D-Tag! Der jährlich wiederkehrende Aktionstag wurde mit dem gleichen Auftrag ins Leben gerufen wie auch das Projekt SonnenAllianz: Ziel ist es, unter Anbetracht des in der gesamten Weltbevölkerung herrschenden Vitamin D-Mangels (in einigen Ländern bis zu 90% der Bevölkerung!), ein allgemeines Bewusstsein für die zahlreichen nachgewiesenen gesundheitsfördernden Aspekte des Sonnenscheins und des Sonnenvitamins zu schaffen.

Einen wunderbaren Überblick über die Vitamin D-Thematik bietet der Vortrag unseres oftmals als “deutschen Vitamin D-Papst” betitelten SonnenAllianz-Experten Prof. Dr. Jörg Spitz [für das Video einfach nach unten scrollen], welches wir an dieser Stelle für Sie  zusammengefasst haben:

Prof. Dr. Jörg Spitz zum Thema Vitamin D – “Hype or Hope?” –  in Kürze:

  • Bereits das erste Statement lässt aufhorchen: es wird in den kommenden Jahren in keinem einzigen Pharmalabor der Welt eine Substanz produziert werden, die auch nur annähernd die Qualitäten hat, über die Vitamin D verfügt!
  • Leider kommt es noch immer vor, dass die Bedeutung von Vitamin D für unseren Körper in den Medien als Mythos deklariert wird, obwohl die wissenschaftlichen Datenbanken ein überdeutliches Bild der gesundheitlichen Vorteile des Sonnenhormons liefern.
  • In unseren Breitengraden kann im Winter kein Vitamin D über die Haut produziert werden, da die dafür benötigten UV-B-Strahlen in dieser Jahreszeit von der Atmosphäre absorbiert werden und unsere Haut nicht erreichen. Hierzulande ist die UV-B-Strahlung nur zwischen Ostern und Oktober stark genug um die Vitamin D-Synthese in der Haut anzustoßen – und dann auch lediglich in der Mittagssonne zwischen 10 und 15 Uhr. Die Faustregel lautet: Nur wenn mein Schatten kürzer ist als meine Körpergröße, kann Vitamin D über die Haut gebildet werden. Ein Sonnenbrand muss jedoch unbedingt vermieden werden!
  • Der Vitamin D-Spiegel im Blut sollte nach übereinstimmender Meinung internationaler Experten mindestens 30 ng/ml (bzw. 75 nmol/L) betragen. Studien belegen, dass bis zu 90% der deutschen Erwachsenen und Kinder - insbesondere im Winter diesen Wert nicht erreichen. Der Grund dafür liegt im Wandel des Lebensstils: Die Menschen verbringen zu viel Zeit drinnen und begeben sich häufig nur geschützt durch [Arbeitsschutz-]Kleidung oder Sonnenschutzmittel in die Sonne, wodurch eine Vitamin D-Produktion ausbleibt.
  • Neben regelmäßigem, gemäßigtem Sonnenbaden (auch im Solarium mit UV-B-Strahlen möglich), kann ein Vitamin D-Mangel sehr effektiv durch eine Supplementierung aufgefangen werden. Die benötigte Dosis korreliert dabei mit dem Körpergewicht. Bei der Berechnung von Initial- und Erhaltungsdosis unterstützt Sie der Vitamin-D-Bedarfsrechner der SonnenAllianz!
  • Im Vortrag stellt Professor Spitz eine Vielzahl an eindrucksvollen Studienergebnisse zum Zusammenhang zwischen Vitamin D-Status und dem Auftreten von Erkrankungen vor, wie beispielsweise Alzheimer-Demenz, Herzerkrankungen, (Schwangerschafts-) Diabetes, Asthma und Krebserkrankungen. Die Quintessenz: Im Vergleich zu Personen mit adäquatem Vitamin D-Status erkranken Menschen mit (dauerhaft) niedrigem Vitamin D-Spiegel deutlich häufiger an den genannten Erkrankungen.
  • Eine entscheidende Rolle spielt das Sonnenhormon schon zu Beginn unseres Lebens: Der Vitamin D-Status der Mutter in der Schwangerschaft hat Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems beim ungeborenen Kind. Bei einem Mangel kommt es beim Kind zu einer übersteigerten Immunreaktion. Folge ist ein höheres Risiko im Laufe des Lebens an einer Autoimmunerkrankung (z.B. Asthma, Rheuma, Mutliple Sklerose, Hashimoto Thyreoiditis) zu erkranken.

Fazit: Vitamin D ist nachweislich an vielen Prozessen in unserem Körper beteiligt. Der Vitamin D-Spiegel kann unsere Gesundheit sowohl positiv (guter Vitamin D-Spiegel) und auch negativ (Vitamin D-Mangel) beeinflussen. Beängstigend ist deshalb, dass in großen Teilen der Weltbevölkerung ein dauerhafter Vitamin D-Mangel herrscht. Neben einem regelmäßigen, ungeschützten Aufenthalt an der Sonne in der Vitamin D-Saison bzw. der Nutzung von Solarien mit UV-B-Strahlen, eignet sich die Vitamin D-Supplementierung als einfache, relativ kostengünstige und dabei sehr effektive Weise um den Körper ausreichend mit dem Sonnenvitamin zu versorgen.

Hier können Sie sich den Vortrag mit allen spannenden Details in voller Länger anschauen:

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Und jetzt bleibt nur noch eins: Tragen Sie am heutigen internationalen Aktionstag dazu bei, Ihre Mitmenschen auf die gesundheitlichen Vorteile von Vitamin D aufmerksam zu machen, indem Sie diesen Artikel teilen!

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Fehlinformationen über Vitamin D

Fehlinformationen über Vitamin D

Fehlinformationen über Vitamin D im Umlauf

Immer wieder fällt es auf, dass Menschen mittels Fehlinformationen von der Einnahme oder Eigenproduktion von Vitamin D über die Sonne abgehalten werden. Dabei werden die Konsumenten über Negativberichterstattung und Angstmacherei, bewusste Erschütterung des Selbstbewusstseins und gezielte Förderung von Unwissenheit in die Irre geführt.

Dr. med. Edalatpour zeigt in seinem Video (siehe unten) auf, dass es gleichgültig ist ob Sie Akademiker sind, einen Doktoren- oder Professorentitel haben oder einfach ein klar denkender Interessent sind, denn Wissen ist für alle da und kann von jedem selbst angeeignet werden. Im Video und der hier aufgeführten Zusammenfassung erfahren Sie, welchen bewussten Irreführungen Sie nicht auf den Leim gehen sollten, wenn Sie sich über Vitamin D informieren.


So erkennen Sie Fehlinformationen über Vitamin D:

Unseriöser Umgang mit Studien:
  • diese werden oftmals ohne Quellenangaben oder Verlinkung zur Studie zitiert 
  • müssten vom Leser für Geld gekauft werden und sind daher nicht einzusehen
  • fehlerhafte Interpretation teilweise schlechter Studien, die nicht das aussagen was im Artikel behauptet wird
Schlechte Studien sind solche, bei denen:
  • den Probanden Vitamin D über eine monatliche Dosierung verabreicht wird
  • minimale Dosierungen supplementiert werden, die sogar für Säuglinge kaum messbare Auswirkungen mit sich bringen
  • der Vitamin D Spiegel vor und nach der Dosierung nicht gemessen wurde, sodass ein aussagekräftiger Vergleichswert nicht zur Verfügung steht

Obwohl bekannt ist, dass monatliche Dosierungen nicht oder kaum positive Effekte zeigen – sofern man nicht nur die Knochengesundheit betrachtet – , werden darauf basierende Studien in Artikeln immer wieder für die Wirkungslosigkeit für Vitamin D herangezogen. Eine, wenn möglich tägliche, aber zumindest regelmäßige Gabe von Vitamin D ist für die vollumfängliche Wirkung des Sonnenvitamins von großer Bedeutung. Hierbei sollte man sich die Arbeiten von Dr. Bruce Hollis zu Gemüte führen.


Ein Beispiel wie man bei Studien nicht vorgehen sollte:

In einer im Video erwähnten Studie, war der Vitamin D3 Spiegel der Teilnehmer mit durchschnittlich 33 ng/ml schon von Anfang an überdurchschnittlich hoch. Nun wurde eine Hälfte der Teilnehmer mit einer sehr geringen Dosierung von nur 2000 I.E. supplementiert, was bei diesem Ausgangsspiegel relativ wenig Auswirkungen mit sich brachte. Der anderen Gruppe wurden keine Vitamin D Präparate sondern Placebos verabreicht. Trotzdem spricht sich das Resultat eigentlich eindeutig für das Vitamin D aus, da in der Placebogruppe 64 Krebsfälle und in der Vitamin D3 Gruppe 45 Krebsfälle auftraten. 

Da dieses Ergebnis aber aufgrund von falscher Ausführung eine statistische Signifikanz knapp verpasste, wurde daraus eine Nutzlosigkeit von Vitamin D als Krebsprävention abgeleitet. Entscheiden Sie selbst, in welcher Gruppe Sie lieber gewesen wären und wie das Ergebnis gewesen wäre, wenn angemessene Dosierungen angewendet worden wären.

Dem gegenüber stehen im Übrigen hunderte Studien, die sehr klar aufzeigen, dass die Sonne und Vitamin D einen positiven Einfluss auf die Krebsprävention und vieler anderer Erkrankungen haben. 


Falschbehauptungen über Vitamin D
Häufige falsche Behauptungen:

„Im Winter bekomme man Vitamin D3 durch die Sonne, da man braun wird.“

Richtig ist: für die Vitamin D-Produktion durch Besonnung benötigt man UVB-Strahlung, die Bräune entsteht aber durch die UVA-Strahlung.

„Vitamin D3 wird synthetisch hergestellt und ist somit giftig.“

Tatsache ist: Vitamin D-Präparate werden aus Schafwollwachs (Lanolin) oder vegan aus Flechten, also natürlich, gewonnen.

„Vitamin D verursacht angeblich Nierenschäden.“

Hierzu gib es weder Studien noch Indizien, Vitamin D scheint sich sogar positiv auf die Nieren auszuwirken. Lediglich bei Dosen weit oberhalb von 10.000 I.E./Tag besteht theoretisch die Gefahr einer Hyperkalzämie.

Zuletzt gibt Dr. med. Edalatpour noch den Hinweis, dass Berichte, die sich zwar mit Vitamin D3 auseinandersetzen, nicht aber mit dessen Cofaktoren, generell kritisch zu betrachten sind.

Sehe Sie sich das ganze Video von Dr. med. Edalatpour hier an:

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Foto: www.pixabay.com

Wider die Borniertheit

Im Zuge von Desinformationskampagnen wird regelmäßig versucht, den positiven gesundheitlichen Wirkungen der Sonne und des Sonnenhormons die Wirksamkeit abzusprechen. Insofern möchten wir mit dieser Seite ein informatives Bollwerk gegen derartiges Vorgehen schaffen. Aussagen wie: „Vitamin D-Mangel ist die Folge von Krankheiten und/oder sei wirkungslos“, werden hier durch aussagekräftige Untersuchungen ein für alle Mal widerlegt. Es handelt sich dabei ausschließlich um Interventionsstudien, verhältnismäßig groß angelegte Metaanalysen und Studien mit besonderer Aussagekraft, geordnet nach Krankheitsbildern, Studientyp und Publikationsdatum.

Anmerkung: Diese Seite ist im Aufbau und wird im Laufe der Zeit erweitert werden.


Themenübersicht zum Anklicken:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Infektionskrankheiten

Diabetes

Darm und Mikrobiom


Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Randomisierte, placebokontrollierte klinische Studie: Vitamin D beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, indem es die Homocystein-Gesamtkonzentration im Serum bei übergewichtigen reproduktiven Frauen senkt

Zusammenfassend kann eine Vitamin D-Intervention mit einer Behandlungsdosis von 50 000 I.E. pro Woche für mindestens 2 Monate dazu beitragen, den BMI- und Homocysteinspiegel zu senken, was wiederum dazu beiträgt, das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung bei übergewichtigen Frauen im gebärfähigen Alter zu verhindern oder zu minimieren.

Al-Bayyari, N., Al-Zeidaneen, S., Hailat, R., & Hamadneh, J. (2018). Vitamin D3 prevents cardiovascular diseases by lowering serum total homocysteine concentrations in overweight reproductive women: A randomized, placebo-controlled clinical trial. Nutrition Research, 59, 65–71. doi: 10.1016/j.nutres.2018.07.012

 

Randomisierte, placebokontrollierte Studie: Dosis-Wirkungs-Reaktion der Vitamin-D- Supplementierung auf die arterielle Steifheit bei übergewichtigen Afroamerikanern mit Vitamin-D-Mangel

2017 bestätigte eine evidenzbasierte Untersuchung die Empfehlung, Patienten mit einer Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, paVk) mit der gezielten Gabe von Vitamin D zu behandeln. Die übergewichtigen Patienten hatten zu Beginn der Studie einen Vitamin D Spiegel < 20 ng/ml und erhielten unterschiedliche Dosierungen (600, 2000, 4000 I.E. Vitamin D) oder Placebo. Zu Beginn der Untersuchung und nach 16 Wochen wurde die arterielle Pulswellengeschwindigkeit gemessen. Dies ist ein etabliertes Verfahren zum Nachweis von Gefäßveränderungen, wie sie bei der Schaufensterkrankheit auftreten. Die Ergebnisse zeigten eine eindeutige Abhängigkeit von der verabreichten Vitamin D-Dosis: Erst die Gabe von 4000 Einheiten pro Tag führte zu einer signifikanten Absenkung der Pulswellengeschwindigkeit um 10 % (Abb.1).

Abb. 1: Veränderung der Pulswellengeschwindigkeit durch die Verabreichung von Vitamin D (nach Raedet et al.)

Raed, Anas; Bhagatwala, Jigar; Zhu, Haidong; Pollock, Norman K.; Parikh, Samip J.; Huang, Ying et al. (2017): Dose responses of vitamin D3 supplementation on arterial stiffness in overweight African Americans with vitamin D deficiency. A placebo controlled randomized trial. In: PloS one 12 (12), e0188424. DOI: 10.1371/journal.pone.0188424

 

Randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie: Eine Vitamin-D-Supplementierung verbessert die Zytokinprofile bei Patienten mit Herzinsuffizienz

Vitamin D reduziert das entzündliche Milieu bei Herzinsuffizienz-Patienten und könnte als neues entzündungshemmendes Mittel für die zukünftige Behandlung der Krankheit dienen. Unsere Daten liefern Hinweise auf die Beteiligung einer beeinträchtigten Vitamin-D-Nebenschilddrüsenhormon-Achse am Fortschreiten von Herzinsuffizienz.

Schleithoff SS, Zittermann A, Tenderich G, Berthold HK, Stehle P, Koerfer R. Vitamin D supplementation improves cytokine profiles in patients with congestive heart failure: a double-blind, randomized, placebo-controlled trial. American Journal of Clinical Nutrition 2006;83(5):754–9.

 

Randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie: Auswirkungen einer kurzfristigen Vitamin D- und Kalziumergänzung auf den Blutdruck und die Nebenschilddrüsenhormonspiegel bei älteren Frauen

Bereits nach 8-wöchiger Gabe von 800 I.E. Vitamin D und 1.200 mg Kalzium pro Tag zeigten die so behandelten Patienten eine Absenkung des Blutdrucks um 9,3% im Vergleich zu den Patienten, die lediglich das Kalziumpräparat bekommen hatten.

Im Vergleich zu Kalzium führte die Ergänzung mit Vitamin D und Kalzium zu einem Anstieg des Serum-25OHD um 72%, einem Rückgang des Parathormonspiegels um 17%, einem Rückgang des systolischen Blutduckwertes um 9,3% und eine Abnahme der Herzfrequenz um 5,4%.

Pfeifer M, Begerow B, Minne HW, Nachtigall D, Hansen C. Effects of a Short-Term Vitamin D3 and Calcium Supplementation on Blood Pressure and Parathyroid Hormone Levels in Elderly Women. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism 2001; 86(4):1633–7.

 

Interventionsstudie: Die UVA-Bestrahlung der menschlichen Haut erweitert das arterielle Gefäßsystem und senkt den Blutdruck unabhängig von der Stickoxidsynthase

In den Versuchen wurden 24 gesunde Frauen und Männer über zweimal 20 Minuten auf der Sonnenbank mit UV-A-Licht bestrahlt.
Ergebnis: Die UV-A-Strahlen aktivieren den Stoffwechsel der reichlich in der Oberhaut vorhandenen Stickoxide und erhöhen so den NO-Spiegel im Blut und senken den Blutdruck, ohne den Vitamin D-Spiegel zu beeinflussen (dafür wäre eine UV-B-Bestrahlung notwendig).

Liu, D. et al., UVA Irradiation of Human Skin Vasodilates Arterial Vasculature and Lowers Blood Pressure Independently of Nitric Oxide Synthase, Journal of Investigative Dermatology, 2014

 

Metaanalyse: Ergebnisse der Datenbank des Health Improvement Network (THIN): Nichtlineare Assoziationen von 25-Hydroxyvitamin D-Konzentrationen mit dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gesamtmortalität

Im September 2019 informierte eine groß angelegte Längsschnittanalyse aus elektronischen Patientenakten der britischen Datenbank für Grundversorgung über das Risiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung (HK-Erkrankung) zu erkranken bzw. zu versterben. Dabei wurden die Vitamin D-Werte einer Gruppe von 180.263 Patienten im Alter von 18 Jahre aufwärts ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen in deren Vorgeschichte erfasst. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 2,2 Jahren wurden 3.747 Patienten mit HK-Erkrankungen diagnostiziert und 3912 Todesfälle registriert.

Verglichen mit Patienten im obersten Vitamin D-Versorgungs-Quintil (>27 ng/ml) war das Mortalitätsrisiko für Patienten im untersten Quintil (< 9,24 ng/ml) um 71% und das Risiko eine HK-Erkrankung zu entwickeln um 24% höher. Die Studienautoren lassen in ihrem Fazit keine Zweifel offen und bestätigen die Verbindung eines höheren Risikos für Patienten mit niedrigen Vitamin D-Spiegeln.

Crowe, F. L., Thayakaran, R., Gittoes, N., Hewison, M., Thomas, G. N., Scragg, R., & Nirantharakumar, K. (2019, September 18). Non-linear associations of 25-hydroxyvitamin D concentrations with risk of cardiovascular disease and all-cause mortality: Results from The Health Improvement Network (THIN) database. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31541727.

 

Querschnittsanalyse: Ein optimaler Vitamin-D-Status mildert den altersbedingten Anstieg des systolischen Blutdrucks bei weißen Amerikanern

Die Entwicklung eines hohen Blutdrucks ist abhängig von der Versorgung mit Vitamin D: Die Messung des Vitamin D-Spiegels bei weit über 100.000 Teilnehmern in der NHANES III Studie zeigte einen um 20% gesenkten altersbedingten Anstieg des Blutdrucks unter den Teilnehmern mit den höchsten Vitamin D-Werten.

Judd, S. E., Nanes, M. S., Ziegler, T. R., Wilson, P. W., & Tangpricha, V. (2008). Optimal vitamin D status attenuates the age-associated increase in systolic blood pressure in white Americans: Results from the third National Health and Nutrition Examination Survey. The American Journal of Clinical Nutrition, 87(1), 136-141.

 

Prospektive Kohortenstudie: Plasma 25-Hydroxyvitamin D-Spiegel und Risiko für Bluthochdruck

In der Health Professional und der Nurses Health Study wurde bei über 16.000 Studienteilnehmern, die einen Vitamin D Mangel aufwiesen, unter den Männern ein 6,1-fach und bei den Frauen ein 2,7-fach gesteigertes Risiko ermittelt einen Bluthochdruck zu manfifestieren festgestelt.

Forman, J. P., Giovannucci, E., Holmes, M. D., Bischoff-Ferrari, H. A., Tworoger, S. S., Willett, W. C., & Curhan, G. C. (2007). Plasma 25-Hydroxyvitamin D Levels and Risk of Incident Hypertension. Hypertension, 49(5), 1063-1069.

 


Infektionskrankheiten

Randomisierte placebokontrollierte klinische Studie: Rolle des Vitamin-D-Ersatzes für die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Krankenhauspatienten mit „akuter Verschlimmerung chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen“

62 Patienten, davon 30 Patienten mit Vitamin D-Supplementierung und 32 Patienten mit Placebo mit einem mittleren SD-Alter von 63,42 ± 8,48 Jahren nahmen an der Studie teil. Die Vitamin D-Ausgangswerte in der Vitamin D- und der Placebo-Gruppe betrugen 10,59 ± 3,39 bzw. 11,12 ± 3,17 ng/ml. Am Tag 120 der Studie lagen diese Werte bei 36,85 ± 11,80 und 12,30 ± 3,66 in der Vitamin D- bzw. Placebo-Gruppe. Die Korrektur der Vitamin D-Spiegel in der Interventionsgruppe führte zu einer statistisch signifikanten Verbesserung der HRQoL (Health Related Quality of Life) der Patienten im Vergleich zur Placebogruppe.

Pourrashid, M. H., Dastan, F., Salamzadeh, J., Eslaminejad, A., & Edalatifard, M. (2018). Role of Vitamin D Replacement on Health Related Quality of Life in Hospitalized Patients with „Acute Exacerbation of Chronic Obstructive Pulmonary Disease“. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5985196/.

 

Randomisierte, placebokontrollierte Studie: Die Verringerung von Infektionen der Atemwege bei Asthmapatienten, denen Vitamin D zugesetzt wurde, hängt mit erhöhten IL-10- und IFNγ-Spiegeln im Serum und der Cathelicidin-Expression zusammen

Dabei erlauben die beachtlichen Fortschritte in der Labordiagnostik zusätzliche Einblicke in die pathophysiologischen Zusammenhänge, wie eine im Jahr 2018  publizierte Arbeit zeigt: 86 Patienten wurden in 2 Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde mit Vitamin D supplementiert, die andere andere mit Placebo. Dabei kam es unter der Behandlung mit Vitamin D zu einer signifikanten Beeinflussung der  Zytokine im Blut. Die Zytokine beeinflussen das Wachstum und die Differenzierung von Immunzellen und wirken so modulierend auf das Immunsystem. Entsprechend fand sich ein Anstieg der Serumspiegel von IL-10 (immunregulatorisch) and IFNγ (wirkt gegen Tumorbildung und Entzündungen), während andere Zytokine  (IL-5, IL-9, and IL-13) als Ausdruck des Vitamin D-Einflusses signifikant abnahmen. Ferner fand sich einen Anstieg des körpereigenen „Antibiotikums Cathelicidin“ im Speichel.

Ramos-Martínez, E.; López-Vancell, M. R.; Fernández de Córdova-Aguirre, J. C.; Rojas-Serrano, J.; Chavarría, A.; Velasco-Medina, A.; Velázquez-Sámano, G. (2018): Reduction of respiratory infections in asthma patients supplemented with vitamin D is related to increased serum IL-10 and IFNγ levels and cathelicidin expression. In: Cytokine 108, S. 239–246. DOI: 10.1016/j.cyto.2018.01.001.

 

Systematische Übersichtsarbeit von 7 randomisierten, placebokontrollierte Doppelblindstudien: Vitamin D zur Behandlung von Asthma

Eine Zusammenfassung von 7 evidenzbasierten Studien mit insgesamt 435 Kindern und 658 Erwachsenen. Nach 4-12 Monaten Beobachtungsdauer unter Vitamin D-Gabe, konnte eine 37 %-ige Risiko-Reduktion für eine kortisonbedürftige Exazerbation (Verschlechterung) nachgewiesen werden. Die asthmabedingten Anfälle und die damit einhergehende Anzahl der Krankenhausaufenthalte konnte durch die Verabreichung von Vitamin D halbiert werden.

Martineau, A., Takeda, A., Nurmatov, U., Sheikh, A., & Griffiths, C. J. (2015); Vitamin D for the management of asthma. Cochrane Database of Systematic Reviews. doi:10.1002/14651858.cd011511.pub2.

 

Randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie: Vitamin-D-Supplementierung zur Vorbeugung von saisonaler Influenza A bei Schulkindern

Hierbei wurden 167 Schulkinder beobachtet, von denen die Hälfte mit 1200 I.E./Tag Vitamin D versorgt wurden. Als Resultat wurde eine Risikoreduktion um 64% für Influenza A und um 83% für Asthmaanfälle bei den Kindern festgestellt, die bis zu dieser Untersuchung noch keine anderen Vitamin D-Präparate eingenommen hatten.

Urashima, M., Segawa, T., Okazaki, M., Kurihara, M., Wada, Y., & Ida, H. (2010). Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren. The American Journal of Clinical Nutrition, 91(5), 1255-1260. doi:10.3945/ajcn.2009.29094 Weiterlesen