Vitamin D – Mangel

Wann besteht ein Vitamin D Mangel?

In diesem Punkt gibt es viele unterschiedliche Meinungen und keine gemeinsame Terminologie unter den Experten. Weltweit scheint sich jedoch die folgende Einteilung durchzusetzen:

  • Vitamin D-Defizit <20 ng/ml (50 nmol/l)
  • Vitamin D-Mangel/Unterversorgung 21-29 ng/ml (50 - 75 nmol/l)
  • ab >30 ng/ml (>75 nmol/l) ausreichend

WAS BEDEUTEN DIE EINHEITEN? 

  • 1 µg        = 40 Internationalen Einheiten (IE) = International Unitws (IU)
  • 1 µg/l      = 1 ng/ml  
  • 1 ng/ml   = 2,5 nmol/l

Problem Winter

Vitamin D Synthese im Laufe des Jahres
Vitamin D Synthese im Laufe des Jahres

Nicht in unseren Breiten. Hier dauert der "Vitamin D-Winter" von Oktober bis einschließlich März .

Allerdings lagert der Körper in den sonnenreichen Monaten bei ausreichender Besonnung Vitamin D im Fettgewebe ab, das dann im Winter „abgerufen“ werden kann.

Dennoch zeigen alle jüngeren Studien, dass bei einem großen Teil der Bevölkerung in diesen Ländern oder bedingt durch die Lebensweise auch in sonnigeren Breiten sich saisonal oder gar längerfristig ein gesundheitsgefährdender Vitamin D-Mangel einstellt. Für diese Länder sprechen Wissenschaftler inzwischen bereits von einem "epidemischen" Vitamin D-Mangel.

Bei unzureichender Sonneneinstrahlung/Aufenthalt an der Sonne empfehlen Experten (abgestimmte Empfehlung der führenden UV- und Vitamin D-Forscher) neben der UV-B-Bestrahlung im Solarium eine Supplementierung (Zufuhr per Vitamin D-Präparat) in folgenden Dosierungen:

Allgemeine Empfehlungen:

  • Kleinkinder 0-6 Monate: 400 IE/Tag 
  • Kleinkinder 6-12 Monate: 400-600 IE/Tag
  • Kinder/Heranwachsende: 600-1,000 IE/Tag
  • Erwachsene: 800-4000 IE/Tag
  • Schwangere: 1500-2000 IE/Tag

Für Problemgruppen:

  • Frühgeborene Babys: 400-800 IE/Tag
  • Übergewichtige Kinder: 1200-2000 IE/Tag
  • Übergewichtige Erwachsene: 1600-4000 IE/Tag
  • Schicht-/Nacht-Arbeiter: 1000-4000 IE/Tag

Wie hoch sollte der Vitamin D-Spiegel im Blut sein?

Da sind sich die Experte nicht einig. Medizinische Fachvereinigungen und Organisationen haben in den letzten Jahren ihre früher viel zu niedrigen Empfehlung stufenweise erhöht - und werden das voraussichtlich auch in den kommenden Jahren tun.

Am häufigsten genannt werden Vitamin D-Werte im Blut - 25(OH)D  von

  • 20 ng/ml = 50 nmol/l bzw.
  • 30 ng/ml = 75 nmol/l

Internationale Experten haben sich jüngst auf folgenden optimalen Vitamin D Wert verständigt:

  • 30-50 ng/ml (75-125 nmol/)

In einigen Fällen aber scheint ein noch deutlich höherer Wert (40-60 ng/ml) notwendig, um die möglichen, positiven Wirkungen des Sonnenschein Vitamins zu erzielen. Diese Frage ist nach wie vor umstritten.

Auch bei der Bestimmung der tägliche benötigten Vitamin D-Zufuhr gibt es unter Experten sehr unterschiedliche Meinungen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) benennt z.B. 20 µg Vitamin D pro Tag als ausreichend = 800 IE. Von Vitamin D-Forschern werden in der Regel höher Werte angenommen (1.000 - 4.000 IE pro Tag nur zur Stabilisierung des optimalen Vitamin D-Spiegels, s.o.). Bei einem Vitamin D-Mangel oder auch nur einer Unterversorgung (das gilt in Deutschland für mindestens 60 Prozent der Bevölkerung und am Ende des "Vitamin D-Winters" bis zu 80 Prozent) dürfte auch diese Zufuhr zumindest kurzfristig nicht ausreichen, um den "Normalwert" zu erreichen.