Gesund durch Vitamin D – allgemein

Sonnen entspannt, macht heiter und rettet darüber hinaus noch Leben
Sonnen entspannt, macht heiter und rettet darüber hinaus noch Leben

Sonnen macht Spaß, Sonnen entspannt und mobilisiert alle Sinne. Aber Sonne tut noch sehr viel mehr: In der langen Liste dessen, was die Sonne und ihr „Sonnenschein-Vitamin“ für uns Menschen tun kann, beginnen wir mit der einfachsten und gleichzeitig gewaltigsten Feststellung:

Die Sonne rettet und verlängert Leben!

Tatsächlich aber leidet die Mehrheit der Menschen in nördlichen Ländern, so auch in Deutschland, unter einem mehr oder minder gravierenden Vitamin D-Mangel. Das liegt nicht nur daran, dass sich die Sonne bei uns rar macht, sondern vor allem an unserer „inhäusigen“ Lebensweise. Offensichtlich, das zeigen die fortlaufenden Studien über Arbeit und Leben in Deutschland und anderswo, bewegen wir uns unaufhaltsam in Richtung „moderne Höhlenbewohner“. Nun sind wir aber normalerweise zu fast 90 Prozent unserer Vitamin D Versorgung auf die Sonne angewiesen. Über die Nahrung können wir uns nur zu einem sehr geringen Anteil versorgen.

Diese „Höhlenbewohner“ aber bringen sich um einen beträchtlichen Anteil an „Lebenszeit“: Untersuchungen belegen, dass die ständig wachsende Fernseh- und Computer-Nutzung, als sinnfälliger Ausdruck der „Höhlenexistenz“, das Leben verkürzt. In einer Studie aus Australien haben die Forscher sogar versucht, den Effekt genau zu berechnen und schlussfolgern: Jede Stunde, die ein Erwachsener täglich vor dem Fernseher verbringt, verkürzt seine Lebenszeit um 21,8 Minuten!

Pointiert ausgedrückt: Wer nicht sonnt, muss früher sterben! Ausreichend Sonne und damit ein optimaler Vitamin D-Spiegel im Blut aber schützt die Gesundheit, beugt den verbreitetsten „Volkskrankheiten“ vor und lässt uns länger, gesunder leben.

Behaupten kann so etwas jeder! Aber auch beweisen?

10.000 Patienten können nicht irren

Selten ist eine so große Zahl an Studien-Teilnehmern über eine so lange Zeit auf den Zusammenhang von Vitamin D-Versorgung und Gesundheit, insbesondere Herzgesundheit, beobachtet worden. Das Ergebnis: Wer sonnt oder über Nahrungsergänzung seinen Vitamin D-Spiegel optimiert, lebt deutlich länger und leidet seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Arterienversteifung oder Diabetes Typ II.

Eine dänische Langzeit-Studie über 21 Jahre mit Daten aus der Gesamtbevölkerung beziffert zum Beispiel den Unterschied beim Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben, zwischen Menschen mit hohem Vitamin D-Spiegel einerseits und sehr niedrigem Spiegel andererseits auf rund 50 Prozent zugunsten der besser Versorgten.

Eine Studie vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit 10.000 Teilnehmern registrierte eine um 70 Prozent erhöhte Sterblichkeitsrate bei Teilnehmern mit einem sehr niedrigem (<30 nmol/L) und um 20 Prozent bei niedrigem (<50 nmol/L) Vitamin D-Spiegel (25 (OH) D). Im Winter waren das immerhin 95 Prozent der Teilnehmer, im Hochsommer dagegen „nur“ 45 Prozent.

Forscher an der Universität von Kansas, USA, hatten 10.900 Patienten im Alter zwischen 43 und 73 Jahren über fast sechs Jahre verfolgt, kontinuierlich deren Vitamin D-Werte erhoben und mit den Krankengeschichten abgeglichen.

Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer an dieser Studie wiesen zunächst einen Vitamin D-Mangel auf (<50 nmol/L). Bei diesem Vitamin D-Mangel stieg das Sterbe-Risiko um mehr als das Doppelte (264 Prozent), auch wenn andere Faktoren berücksichtigt wurden.

Nach einer Optimierung des Vitamin D-Spiegels bei bisherigen Mangel-Patienten konnte die Sterbe-Wahrscheinlichkeit um fast zwei Drittel gesenkt werden. Dabei spielten die Herz-Kreislauf-Erkrankungen die entscheidende Rolle.

Länger leben mit der Sonne
Länger leben mit der Sonne

Schwedischen Frauen, die sich regelmäßig sonnen (auch mit Sonnenbrand) und/oder häufig in südlichen Ländern Urlaub machen leben länger als „häusliche“ Frauen. Eine Langzeit-Studie verschiedener internationaler Forschungsinstitute, darunter die Harvard Universität und das Karolinska Institut, über 15 Jahre mit knapp 40.000 Teilnehmerinnen konnte das sowohl für die allgemeine Sterblichkeit als auch für den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachweisen.