Bluthochdruck

Sonnenmangel führt zu Blutdruck- und Herz-Kreislauf-Problemen
Sonnenmangel führt zu Blutdruck- und Herz-Kreislauf-Problemen – Foto: fotolia.com

Sonne im Herzen – in Liedern und Gedichten ist dieser Zusammenhang seit Jahrhunderten besungen worden. Im nüchterenen Wissens-Zeitalter muß schon die Forschung im Labor die Symbiose von Sonne und Herz, besser: Vitamin D und Herz-Kreislauf-System, nachweisen, bevor sich jemand darauf „einen Reim macht“.

Unter anderem ist das Forschern an den Universitäten von Wien und München gelungen.

In Experimenten, bei denen genetisch veränderten Labormäusen die Vitamin D-Rezeptoren fehlten, zeigte sich nach einiger Zeit, dass ohne das „Sonnenschein-Vitamin“ der Blutdruck veränderte: 

  • der Abstand zwischen den systolische und den diastolischen Blutdruckwerten erweiterte sich und
  • in den Blutgefäßen, vor allem in der Hautpschlagader, der Aorta, lagerte sich übermäßig Kollagen ab und die Gefäßwände wurden spröde

Und das obwohl die Mäusen mit einer besonderen Diät versorgt worden waren, die ihnen ausreichend von denjenigen Stoffen lieferte, die bekanntermaßen zum optimalen Funktionieren des Herz-Kreislauf-Systems notwendig sind.

Zudem wurde durch die Vitamin D-Blockade das Enzym eNOS in geringeren Mengen ausgeschüttet, das für die Regulation des Blutdrucks, die Entspannung der glatten Muskulatur in den Blutgefäßen, von entscheidender Bedeutung ist.

Das führt letztlich zum Bluthochdruck und anderen Kreislauferkrankungen. So steuert Vitamin D indirekt den Blutdruck“ erläutert die Molekularbiologin Prof. Olena Andrukhova von der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Mitautorin der Studie.

Quelle: PubMed

Studie: Olena Andrukhova et al., Vitamin D Is a Regulator of Endothelial Nitric Oxide Synthase and Arterial Stiffness in Mice, Molecular Endocrinology, Januar 2014, 28 (1)