Faktencheck – verursacht Vitamin D Nierensteine?

Faktencheck – verursacht Vitamin D Nierensteine?

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Vitamin D könne in üblichen Dosierungen Nierensteine verursachen. Um dieses Gerücht zu untermauern, werden meist aus dem Zusammenhang gerissene Einzelfälle herangezogen. Eine aktuelle Studie, die im Journal of the Public Health Association veröffentlicht wurde und auf Daten der GrassrootsHealth-Bewegung basiert, hat den Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Status und der Häufigkeit von Nierensteinen nun genauer untersucht und kommt zu interessanten Ergebnissen.

Ziele der Studie: Das Hauptziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels das Risiko von Nierensteinen beeinflusst. Es ist bekannt, dass ein angemessener Vitamin-D-Spiegel eine Vielzahl von Krankheiten vorbeugen kann. Jedoch gab es Bedenken, dass eine Supplementierung mit Vitamin D das Risiko von Nierensteinen erhöhen könnte.

Methoden: Die Studie umfasste 2012 Teilnehmer, die im Durchschnitt 19 Monate lang prospektiv beobachtet wurden. Während des Beobachtungszeitraums gaben dreizehn Personen an, Nierensteine gehabt zu haben. Um den Zusammenhang zwischen Vitamin D-Status und Nierensteinen zu bewerten, wurde eine multivariate logistische Regression durchgeführt.

Eine multivariate logistische Regression ist eine statistische Analysemethode, die verwendet wird, um die Beziehung zwischen mehreren unabhängigen Variablen und einer binären abhängigen Variable zu untersuchen, indem sie die Wahrscheinlichkeit des Eintretens des Ereignisses schätzt.

Ergebnisse: Die Analyse zeigte, dass es keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Spiegel im Serum und der Häufigkeit von Nierensteinen gibt. Interessanterweise war jedoch der Body-Mass-Index signifikant mit einem um den Faktor 3,5 erhöhten Risiko für Nierensteine assoziiert.

Schlussfolgerungen der Autoren: Basierend auf den Ergebnissen schlussfolgern die Forscher, dass ein Vitamin D-Spiegel von 20 bis 100 Nanogramm pro Milliliter (20 - 100 ng/ml = 50 - 250 nmol/l) keinen signifikanten Zusammenhang mit der Häufigkeit von Nierensteinen aufweist. Dies deutet darauf hin, dass die Sorge vor einem erhöhten Risiko von Nierensteinen durch Vitamin D-Supplementierung unbegründet zu sein scheint.


Fazit der SonnenAllianz: Vitamin D in normaler Dosierung und Vitamin D-Spiegel bis 100 ng/ml (250 nmol/l) sind kein Risikofaktor für Nierensteine. Wir schließen uns der Schlussfolgerung der Forscher an und hoffen, dass die vorliegenden Fakten dazu beitragen, die weit verbreitete Fehleinschätzung über das Risiko von Vitamin D und Nierensteinen zu korrigieren. 

Quellenangabe:

Nguyen, S., Baggerly, L. L., French, C., Heaney, R. P., Gorham, E. D. & Garland, C. F. (2014b). 25-Hydroxyvitamin D in the Range of 20 to 100 ng/mL and Incidence of Kidney Stones. American Journal Of Public Health, 104(9), 1783–1787. https://doi.org/10.2105/ajph.2013.301368

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Vitamin D obligatorisch bei Störungen der Schilddrüse

Vitamin D obligatorisch bei Störungen der Schilddrüse

Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den häufigsten endokrinen Störungen in Deutschland und können eine Vielzahl von Symptomen verursachen, von denen viele unspezifisch sind. Diagnose und Behandlung erfolgen in der Regel durch Endokrinologen und Hausärzte, wobei Laboruntersuchungen wie TSH-Tests und Ultraschalluntersuchungen häufig eingesetzt werden. Die Prävalenz von Schilddrüsenerkrankungen steigt mit dem Alter und hängt u.a. mit verschiedenen Mikronährstoffen, ganz besonders aber mit dem Vitamin D-Stoffwechsel zusammen.

Einleitend werden die beiden häufigsten Schilddrüsenfehlfunktionen kurz erläutert, um die anschließend dargestellten Ergebnisse besser einordnen zu können.

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) ist eine Erkrankung, die durch eine übermäßige Aktivität der Schilddrüse gekennzeichnet ist. Dabei produziert die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone, insbesondere Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), was zu einem beschleunigten Stoffwechsel und einer Vielzahl von Symptomen führt. Typische Anzeichen einer Hyperthyreose können Gewichtsverlust, schneller Herzschlag, Zittern, erhöhte Nervosität, vermehrtes Schwitzen, Wärmeintoleranz, Müdigkeit, Muskelschwäche und Schlafstörungen sein.

Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) ist eine Erkrankung, bei der die Schilddrüse nicht genug Schilddrüsenhormone produziert, um den Körper richtig zu versorgen. Dies führt zu einem langsameren Stoffwechsel und einer Vielzahl von Symptomen, darunter Müdigkeit, Gewichtszunahme, trockener Haut, Verstopfung, Kälteempfindlichkeit, Gedächtnisproblemen, Muskelschwäche und depressiver Stimmung. Die häufigste Ursache für Hypothyreose ist Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und zerstört, was zu einer Unterfunktion führt.


Kanadische Studie mit erstaunlichen Ergebnissen:

Das kanadische Forscherteam um Mirhosseini et al. stellte in einer Interventionsstudie mit 11.017 Teilnehmern fest, dass eine einjährige Vitamin D-Gabe von 6.000 I.E./Tag und damit einhergehende Vitamin D-Spiegel von mehr als 40 bzw. 50 ng/ml einen positiven Effekt auf die beiden oben beschriebenen Schilddrüsenerkrankungen haben.

Probanden, die keine Schilddrüsenmedikamente einnahmen waren bei Studienbeginn zu 1,3 % von einer Hypothyreose betroffen. Nach einjähriger Einnahme von Vitamin D verringerte sich dieser Wert auf 0,3 %, was einer relativen Reduktion von 77 % entspricht.

Eine subklinische (klinisch nur schwer erkennbare, latente) Hypothyreose wurde bei 22,1 % der Teilnehmer zu Studienbeginn und bei 5,8 % bei der Nachuntersuchung festgestellt, was einer relativen Reduktion um 74 % entspricht.

Vitamin D-Spiegel von über 50 ng/ml waren zudem mit einem um 30% reduzierten Risiko für Hypothyreose und einer signifikanten Senkung des TSH assoziiert.

Vitamin D-Spiegel unter 50 ng/ml standen im Zusammenhang mit:

  • einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenunterfunktion und Schilddrüsenerkrankungen
  • einem um 107 % erhöhtes Risiko für erhöhtes TSH
  • einem um 118 % erhöhten Risiko für Anti-TPO
  • einem um 115 % erhöhten Risiko für erhöhte Anti-TG

TSH: ist das Hormon, das die Schilddrüse stimuliert. Es wird von der Hypophyse im Gehirn produziert und reguliert die Schilddrüsenfunktion.

TPO: Thyreperoxidase, ein Enzym in der Schilddrüse, das für die Produktion von Schilddrüsenhormonen notwendig ist.

Anti-TPO: sind Antikörper, die das Enzym Thyreperoxidase angreifen. Ein hoher Anti-TPO-Spiegel weist auf eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung hin, insbesondere Hashimoto-Thyreoiditis.

Anti-TG: Diagnostische Parameter für chronisch entzündliche Schilddrüsenerkrankungen (Autoimmunthyreoiditis) wie Morbus Basedow und Hashimoto-Thyreoiditis.


Fazit: Vitamin D reguliert den Schilddrüsenstoffwechsel in vielerlei Hinsicht und sollte bei Betroffenen stets berücksichtigt werden. Vitamin D-Spiegel oberhalb von 50 ng/ml wirken sich positiv auf Schilddrüsenüber- und Unterfunktion und verschiedene damit verbundene Labor-Parameter aus!

Quellenangabe:

Mirhosseini, N., Brunel, L., Muscogiuri, G. & Kimball, S. (2017). Physiological serum 25-hydroxyvitamin D concentrations are associated with improved thyroid function—observations from a community-based program. Endocrine, 58(3), 563–573. https://doi.org/10.1007/s12020-017-1450-y

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Hätte man die Corona-Pandemie womöglich verhindern können?

Hätte man die Corona-Pandemie womöglich verhindern können?

Hätte die Corona-Pandemie und damit einhergehende schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle ganz einfach verhindert werden können? Der renommierte Molekulargenetiker Dr. med. Nehls zeigt in seiner ausführlichen Analyse, wie Sie sich vor schweren Verläufen schützen und die Infektionswahrscheinlichkeit auf ein Minimum reduzieren. Wir haben in diesem Newsfeed die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.

 

Privatdozent Dr. med. Michael Nehls ist Arzt und habilitierter Molekulargenetiker mit Schwerpunkt Immunologie. Als Grundlagenforscher hat er an deutschen und internationalen Forschungseinrichtungen die genetischen Ursachen verschiedener Erbkrankheiten entschlüsselt.

Lesen Sie im Folgenden Auszüge aus seiner aktuellen Analyse zum Thema der kausalen Prävention von (Corona-)Infektionswellen und schweren (COVID-19-)Verläufen. Den vollständigen Artikel verlinken wir weiter unten.

Der offensichtlichste Hinweis auf die primäre Ursache pandemischer Atemwegsinfekte ist ihr saisonales Auftreten. Im Dezember 2006 stellte ein US-amerikanisches Team unter Führung der renommierten Harvard Universität fest, dass „die epidemische Ausbreitung und die schweren Verläufe bei viralen Atemwegsinfektionen ihre Ursache in einem saisonalen Vitamin D-Mangel haben (1) “.

Schließlich konnte bereits im Jahr 2010 gezeigt werden, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung entscheidend dafür ist, dass unser Immunsystem eine effiziente Immunantwort gegen Viren entwickeln kann (2).
Insbesondere vulnerable Gruppen liegen meist deutlich unter dem schon viel zu niedrigem durchschnittlichen Vitamin D-Spiegel der deutschen Gesamtbevölkerung. Dieser Vitamin D-Mangel ist der gemeinsame Nenner, der sie besonders anfällig für Infektionserkrankungen macht, unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen. Ab dem Herbst sinkt der Vitamin D-Spiegel, der im Sommer für ein gut funktionierendes Immunsystem meist schon nicht mehr ausreicht.


Zusammenhang von Corona-Inzidenz und Vitamin D ist offensichtlich

Personen, die auch im Winter über einen „sommerlichen“ Vitamin D-Spiegel verfügen, haben ein bis zu dreimal geringeres Risiko, an Corona zu erkranken, als Personen mit Vitamin D-Blutwerten, wie sie leider für die Wintermonate typisch sind, da sie das Virus schneller eliminieren können (3).

Diese Beobachtung aus dem Jahr 2020 wurde auch in einer Interventionsstudie bestätigt. Der kausale Zusammenhang ist somit bewiesen: Eine ausreichende Vitamin D-Supplementierung von 50 ng/ml führt zu einer etwa dreimal schnelleren Elimination des Coronavirus und würde die winterliche Virus-Verbreitung optimal hemmen (4).

Vitamin D ist der häufigste Nährstoffmangel und die häufigste Krankheitsursache

Der Vitamin D-Spiegel von 50 ng/ml liegt wohl nicht ganz zufällig nahe an unserem evolutionsbiologischen Optimum. Der schon zuvor angesprochene mittlere Vitamin D-Spiegel der deutschen Bevölkerung liegt in den Wintermonaten jedoch nur bei etwa 12 ng/ml, also um mehr als Faktor 4 (!) unter dem Wert eines optimal arbeitenden Immunsystems (5).

„Vitamin D-Mangel ist der häufigste Nährstoffmangel und wahrscheinlich die häufigste Krankheitsursache der Welt“,

schrieb schon im Jahr 2012 Vitamin D-Experte Michael F. Holick von der US-amerikanischen Boston University School of Medicine (6). Laut Holick ist „die Hauptursache die mangelnde Erkenntnis, dass der Körper eine 5 bis 10-mal höhere Zufuhr benötigt, als von Gesundheitsbehörden empfohlen wird“.

Ein gesunder Vitamin D-Spiegel bietet also den besten Fremdschutz, da ein gut funktionierendes Immunsystem Infektionsketten effizient durchbrechen kann. Um diesen zu erreichen, ist beim Erwachsenen im Mittel eine Zufuhr von etwa 4.000 I.E. Vitamin D3 nötig, im Einzelfall möglicherweise auch etwas mehr. Die Menge von 4.000 I.E. pro Tag ist für einen Erwachsenen, und dazu zählen laut einer Beurteilung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) von 2012 auch schon Jugendliche ab 11 Jahren, völlig ungefährlich (7).

Die Angstszenarien vor einer Überdosierung, die auch Teil des medizinischen Lehrplans sind haben somit keine wissenschaftliche Basis. Diese haltlosen Behauptungen fördern einen gesundheitlich schwerwiegenden Vitamin D in der Gesellschaft.


Schutzwirkung von Vitamin D gegen COVID-19 überragend und sicher!

Fällt der Vitamin D-Spiegel unter 20 ng/ml (50 nmol/l), erhöht sich das Risiko, an COVID-19 zu sterben, um etwa das Vierfache, wie belgische Wissenschaftler schon im November 2020 publizierten (8). Diese Risikoerhöhung war unabhängig vom Alter der Patienten oder ihren Vorerkrankungen, und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit kausal durch den Vitamin D-Mangel bedingt.

Bei Werten unter 20 ng/ml (50 nmol/l) ist das Risiko eines schweren Verlaufs um das Vierzehnfache gegenüber Werten über 40 ng/ml (100 nmol/l) erhöht, wie eine israelische Studie bei den ersten beiden Infektionswellen zeigen konnte (9). Dieses Ergebnis zeigt, dass Vitamin D-Spiegel über 40 ng/ml einen guten Schutz bieten.

Bei Werten unter 12 ng/ml (30 nmol/l), so das Ergebnis, erhöhte sich das Risiko eines tödlichen Krankheitsverlaufs sogar um das etwa Achtzehnfache, wie eine schon im September 2020 veröffentlichte Studie des Universitätsklinikums Heidelberg nachweist (10).

Im November 2020 publizierten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) eine tiefergehende Analyse dieser Daten mit dem Titel: „Vitamin D-Insuffizienz kann für fast neun von zehn COVID-19-Todesfällen verantwortlich sein: Zeit zum Handeln (11).“

Doch gehandelt wurde nicht, im Gegenteil, es fand und findet immer noch eine Kampagne statt, die dafür sorgt, dass Menschen nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt werden. Der eindeutige Aufruf des DKFZ, endlich zu handeln, hätte unzählige Menschenleben retten können, wäre er umgesetzt worden, zumal der Aufruf nicht überraschend kam: Schon im August 2020, also schon wenige Monate zuvor, war der kausale Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel bzw. einem mangelhaften Vitamin D-Prohormon-Spiegel (Calcidiol) und dem Risiko, an COVID-19 zu sterben in einer Interventionsstudie aus dem spanischen Cordoba kausal belegt worden.
Bei coronapositiven Patienten, die wegen einer Lungensymptomatik stationär aufgenommen werden mussten, reduzierte die rechtzeitige Gabe von Vitamin D-Prohormon das Risiko eines schweren Verlaufs um den Faktor 25. Alle COVID-19-Patienten der Interventionsgruppe überlebten. In der Kontrollgruppe, die kein Vitamin D-Prohormon erhielt, starben hingegen 8 Prozent der Patienten an COVID-19 bzw. vielmehr an einem mangelhaften Vitamin D-Spiegel, der eigentlich leicht zu beheben gewesen wäre (12).

Es ist dabei wichtig zu wissen, dass das Vitamin D-Prohormon (Calcidiol) in einem mehrere Tage dauernden Prozess in der Leber aus Vitamin D (Cholecalciferol) gebildet und dann als der eigentliche Vitamin D-Spiegel gemessen wird. Beim Vitamin D-Spiegel handelt es sich deshalb korrekterweise stets um den Vitamin D-Prohormon-Spiegel (Calcidiol), also der Speicherform von Vitamin D, lesen Sie dazu auch unsern Vitamin-D-Stoffwechselartikel.
Hätte man nur einmalig Vitamin D und nicht das in dieser fortgeschrittenen Situation entscheidende Prohormon verabreicht, wäre der lebensrettende Erfolg wegen der verzögerten Wirkung mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeblieben oder deutlich abgeschwächt worden.

MIT-Forscher bestätigen Cordoba-Studie und lebenrettende Wirkung von Vitamin D

Der Nachweis der Cordoba-Studie, dass die Korrektur eines unzureichenden Vitamin D-Prohormonspiegels schwere und tödliche Krankheitsverläufe verhindert, stellte das gesamte mRNA-Injektionsprogramm, das kurz darauf weltweit gestartet wurde, in Frage. In Prinzip machten die Ergebnisse dieses Programm völlig obsolet; wohl schon aus rein wirtschaftlichem Interesse wurde die Glaubwürdigkeit der Studie sofort in Frage gestellt (13). Aus diesem Grund untersuchten unabhängige Wissenschaftler des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) der Bostoner Harvard Universität die Cordoba-Datensätze. Doch ihre Überprüfung ließ keinen Zweifel daran, dass tatsächlich das therapeutische Eingreifen mit Vitamin D-Prohormon das Leben der Patienten rettete (14).

In ihrer Mathematischen Analyse der Córdoba-Calcifediol [Vitamin D-Prohormon]-Studie vom November 2020 bestätigten die MIT-Forscher, dass „Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Verringerung der Zahl der Krankenhauseinweisungen von COVID-19-Patienten auf der Intensivstation spielt“. Sie wiesen eindeutig nach, dass das positive Ergebnis (leichterer Krankheitsverlauf und das Überleben aller Teilnehmer der Interventionsgruppe) tatsächlich auf die Vitamin D-Prohormon-Gabe zurückzuführen war. Die Wahrscheinlichkeit, ausgedrückt durch den p-Wert von 0,00000077, ist weit höher als die in allen bisherigen klinischen Studien zu den angeblichen positiven Wirkungen des COVID-19-mRNA-Cocktails, welcher das gesundheitsschädliche Spike-Protein kodiert.

Nichtsdestotrotz wurden weitere Studien mit ähnlichem Design durchgeführt und bestätigten den Erfolg der Cordoba-Studie und damit die Kausalität des Vitamin D-Mangels für schwere und tödliche Verläufe. Dies waren eine große im Mai 2021 veröffentlichte südspanische Studie (15) und eine weitere große Studie aus Spanien (16), die im Juni 2021 erschien.

Eine US-amerikanische Studie, die im September 2021 veröffentlicht wurde, zeigte zudem, dass das verabreichte Vitamin D-Hormon (Calcitriol) bei Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ebenfalls das Leben rettete: Kein Patient der Interventionsgruppe starb, aber 12 Prozent der Patienten der Kontrollgruppe bezahlten den Vitamin D-Mangel mit ihrem Leben (17).


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Fazit der SonnenAllianz: Ja, eine Pandemie hätte laut vorliegenden Studien durchaus verhindert werden können, denn ein regelrechter Vitamin D-Spiegel von 40-60 ng/ml ist der beste Schutz gegen Infektionserkrankungen wie COVID-19.
Da herkömmliches Vitamin D mehrere Tage benötigt, um seine volle Wirkung zu entfalten, ist bei schweren Krankheitsverläufen und in akuten Einsatzsituationen das Vitamin D-Prohormon (Calcidiol bzw. Calcifediol) das Mittel der Wahl, da es den Umwandlungsschritt in der Leber überspringt und somit sofort wirkt.
Zahlreiche Studien belegen, dass Vitamin D die durch COVID-19 verursachte Mortalität, Hospitalisierung und schwere Verläufe drastisch reduziert.

Quellenangabe:

  1. Cannell, J., Vieth, R., Umhau, J. C., Holick, M. F., Grant, W. B., Madronich, S., Garland, C. F. & Giovannucci, E. (2006). Epidemic influenza and vitamin D. Epidemiology and Infection, 134(6), 1129–1140. https://doi.org/10.1017/s0950268806007175
  2. Von Essen, M. R., Kongsbak, M., Schjerling, P., Ølgaard, K., Ødum, N. & Geisler, C. (2010b). Vitamin D controls T cell antigen receptor signaling and activation of human T cells. Nature Immunology, 11(4), 344–349. https://doi.org/10.1038/ni.1851
  3. Kaufman, H. W., Niles, J. K., Kroll, M. H., Bi, C. & Holick, M. F. (2020). SARS-COV-2 positivity rates associated with circulating 25-hydroxyvitamin D levels. PLOS ONE, 15(9), e0239252. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0239252
  4. Rastogi, A., Bhansali, A., Khare, N., Suri, V., Yaddanapudi, L. N., Sachdeva, N., Puri, G. D. & Rastogi, A. (2020). Short term, high-dose vitamin D supplementation for COVID-19 disease: a randomised, placebo-controlled, study (SHADE study). Postgraduate Medical Journal, 98(1156), 87–90. https://doi.org/10.1136/postgradmedj-2020-139065
  5. Rabenberg, M., Scheidt‐Nave, C., Busch, M., Rieckmann, N., Hintzpeter, B. & Mensink, G. (2015). Vitamin D status among adults in Germany – Results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1). BMC Public Health, 15(1). https://doi.org/10.1186/s12889-015-2016-7
  6. Holick, M. F. (2012). Vitamin D: extraskeletal health. Rheumatic Diseases Clinics of North America, 38(1), 141–160. https://doi.org/10.1016/j.rdc.2012.03.013
  7. European Food Safety Authority. (2012, 27. Juli). Scientific opinion on the tolerable upper intake level of vitamin D. https://www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/2813
  8. Helming, L., Böse, J., Ehrchen, J., Stefanie, S., Frahm, T., Geffers, R., Probst-Kepper, M., Balling, R. & Lengeling, A. (2005). 1 ,25-dihydroxyvitamin D3 is a potent suppressor of interferon -mediated macrophage activation. Blood, 106(13), 4351–4358. https://doi.org/10.1182/blood-2005-03-1029
  9. De Smet, D., De Smet, K., Herroelen, P., Gryspeerdt, S. & Martens, G. (2020). Serum 25(OH)D level on hospital admission associated with COVID-19 stage and mortality. American Journal of Clinical Pathology, 155(3), 381–388. https://doi.org/10.1093/ajcp/aqaa252
  10. Radujkovic, A., Hippchen, T., Tiwari‐Heckler, S., Dreher, S., Boxberger, M. & Merle, U. (2020). Vitamin D deficiency and outcome of COVID-19 patients. Nutrients, 12(9), 2757. https://doi.org/10.3390/nu12092757
  11. Brenner, H. & Schöttker, B. (2020). Vitamin D insufficiency may account for almost nine of ten COVID-19 deaths: Time to Act. Comment on: “Vitamin D deficiency and outcome of COVID-19 patients”. Nutrients 2020, 12, 2757. Nutrients, 12(12), 3642. https://doi.org/10.3390/nu12123642
  12. Castillo, M. E., Costa, L. M. E., Barrios, J. M. V., Díaz, J., López‐Miranda, J., Bouillon, R. & Gómez, J. M. (2020). “Effect of calcifediol treatment and best available therapy versus best available therapy on intensive care unit admission and mortality among patients hospitalized for COVID-19: A pilot randomized clinical study”. The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology, 203, 105751. https://doi.org/10.1016/j.jsbmb.2020.105751
  13. Welle, D. (2020, 19. November). Was hilft bei einer COVID-19-Infektion? dw.com. https://www.dw.com/de/corona-und-vitamine-was-hilft-wirklich-bei-einer-covid-19-infektion/a-55584821
  14. Jungreis, I. & Kellis, M. (2020). Mathematical analysis of Córdoba calcifediol trial suggests strong role for vitamin D in reducing ICU admissions of hospitalized COVID-19 patients. medRxiv (Cold Spring Harbor Laboratory). https://doi.org/10.1101/2020.11.08.20222638
  15. Alcalá‐Díaz, J. F., Pérez, L. L., Huelgas, R. G., Martín-Escalante, M., Cortés-Rodríguez, B., Zambrana-García, J. L., Castillo, M. E., Perez-Caballero, A. I., López-Carmona, M. D., García‐Alegría, J., Rodríguez-Mancheño, A. L., Del Sol Arenas-De Larriva, M., Pérez‐Belmonte, L. M., Jungreis, I., Bouillon, R., Quesada‐Gómez, J. M. & López‐Miranda, J. (2021). Calcifediol treatment and hospital mortality due to COVID-19: A cohort study. Nutrients, 13(6), 1760. https://doi.org/10.3390/nu13061760
  16. Alcalá‐Díaz, J. F., Pérez, L. L., Huelgas, R. G., Martín-Escalante, M., Cortés-Rodríguez, B., Zambrana-García, J. L., Castillo, M. E., Perez-Caballero, A. I., López-Carmona, M. D., García‐Alegría, J., Rodríguez-Mancheño, A. L., Del Sol Arenas-De Larriva, M., Pérez‐Belmonte, L. M., Jungreis, I., Bouillon, R., Quesada‐Gómez, J. M. & López‐Miranda, J. (2021). Calcifediol treatment and hospital mortality due to COVID-19: A cohort study. Nutrients, 13(6), 1760. https://doi.org/10.3390/nu13061760
  17. Elamir, Y., Amir, H., Lim, S., Rana, Y., Lopez, C. G., Feliciano, N. V., Omar, A., Grist, W. & Via, M. A. (2022). A randomized pilot study using calcitriol in hospitalized COVID-19 patients. Bone, 154, 116175. https://doi.org/10.1016/j.bone.2021.116175

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Faktencheck – erhöht Vitamin D die Krebssterblichkeit?

Faktencheck – erhöht Vitamin D die Krebssterblichkeit?

Hunderte von Studien sowie anerkannte Fachorganisationen, darunter das Deutsche Krebsforschungszentrum, haben in den letzten Jahren zweifelsfrei nachgewiesen, dass Vitamin D einen günstigen Einfluss auf die Krebssterblichkeit hat.
Doch eine australische Studie (D-Health-Studie) aus dem Jahr 2022 kommt angeblich zu einem gegenteiligen Ergebnis und wird von Vitamin-D-Kritikern unkritisch zitiert. Der renommierte Molekulargenetiker Dr. med. Nehls deckt in diesem Newsletter diesen fatalen Irrtum auf und erklärt, wie es dazu kommen konnte.

Privatdozent Dr. med. Michael Nehls ist Arzt und habilitierter Molekulargenetiker mit Schwerpunkt Immunologie. Als Grundlagenforscher hat er an deutschen und internationalen Forschungseinrichtungen die genetischen Ursachen verschiedener Erbkrankheiten entschlüsselt.
Lesen Sie im Folgenden Auszüge aus seiner aktuellen Analyse zum Thema Krebssterblichkeit. Den vollständigen Artikel verlinken wir weiter unten.


Ein gut funktionierendes Immunsystem schützt uns nicht nur vor eindringenden Viren oder Bakterien, sondern auch vor Krebszellen. Da in unserem Körper jede Sekunde Millionen neuer Zellen entstehen, kommt es aufgrund von Kopierfehlern bei der Verdoppelung des Erbguts immer wieder zu Mutationen, von denen einige der Ausgangspunkt für die Entstehung von Krebs sein können. Ein Vitamin-D-Mangel stört die Immunüberwachung auch dabei, Krebszellen zu erkennen und zu eliminieren, bevor sie Schaden anrichten können. Daraus ergibt sich, dass ein Mangel an diesem Vitamin ein gravierendes Problem darstellt. Diese biologische Logik wurde in zahlreichen Studien bestätigt: Behebt man den Vitamin-D-Mangel, sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, und es steigen die Chancen, einen bereits entstandenen Krebs doch noch zu besiegen.


Ein lebensgefährlicher Irrtum

Der am 31. Oktober 2023 vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) veröffentlichte Artikel „Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D – sinnvoll oder überflüssig? weist auf einen Widerspruch hin. Darin wird festgestellt, dass es von der Art der Intervention abhängt, wie hoch das Risiko ausfällt, an einer bereits vorliegenden Krebserkrankung zu sterben: „Im Rahmen einer Studie, in der Teilnehmende langfristig eine tägliche Gabe von Vitamin D (2.000 I.E. bzw. 50 μg pro Tag) erhielten, wurde eine geringere Sterberate an Krebs beobachtet [minus 17 Prozent in der sogenannten VITAL-Studie][1], während in der hier diskutierten D-Health-Studie][2] im Zuge langfristiger monatlicher hochdosierter Bolus-Gaben (60.000 I.E. bzw. 1.500 μg Vitamin D pro Monat) das Risiko leicht erhöht war.

So fanden Wissenschaftler des DKFZ in einer weiteren Metaanalyse heraus, dass das „Sonnenvitamin“ die Krebsmortalität zwar signifikant senke, „allerdings nicht, wenn hoch dosierte Bolusgaben in größeren Zeitabständen verabreicht wurden“, wie die DAK darüber in ihrem Artikel „Vitamin D – nur die tägliche Einnahme reduziert die Krebsmortalität“ berichtet [3].

Vitamin D reduziert die Sterblichkeitsrate bei Krebs, sofern die Verabreichung des Sonnenhormons täglich und nicht monatlich stattfindet.


D-Health-Studie orientiert sich nicht an Realität, kann diese nicht abbilden

Die hohe Dosierung von 60.000 I.E. in großen monatlichen Abständen führt zu starken Schwankungen des Vitamin-D-Spiegels, was einer kontinuierlichen Immunüberwachung sicherlich nicht zuträglich ist. Diese Schwankungen sind völlig unnatürlich, schließlich haben wir entweder in Äquatornähe ganzjährig eine weitgehend regelmäßige tägliche Vitamin-D-Produktion über die Haut oder im hohen Norden (Inuit) eine ebenso regelmäßige Vitamin-D-Zufuhr über Fisch. In den geografischen Gebieten dazwischen, wie bspw. hier in Deutschland, leben die Gesundheitsbewussten meist eine Kombination aus beidem: Sonne im Sommer plus Nahrungsergänzung, da von der Menge an Fisch, die man zur Deckung des Bedarfs zu sich nehmen müsste, in allen anderen Jahreszeiten abzuraten ist. Sicher ist aber, dass wir in keinem natürlichen Szenario einmal im Monat eine riesige Dosis zu uns nehmen würden und dazwischen völlig pausieren – stellen Sie sich nur vor, jemand würde die Auswirkungen von Wasser auf den Organismus testen, indem er eine Monatsration davon an einem Tag verabreicht, um dann die Effekte zu protokollieren. Diese offensichtliche Störung der Homöostase, also eines ausgewogenen Gleichgewichts geregelter hormoneller Wechselwirkungen bildet keine natürliche Zufuhr ab. Dies könnte sogar erklären, warum eine solche Verabreichungshäufigkeit von extrem hoch dosiertem Vitamin D in großen Abständen eher schadet als nützt (es könnte zu vielfältigen Anpassungen bis hin zur Resistenz gegen Vitamin D führen, wie man es auch vom Hormon Insulin oder vom Typ 2 Diabetiker kennt).

Zweifellos handelt es sich jedoch um eine schlecht konzipierte Studie, aus der keine verwertbaren Schlüsse für die Alltagsrealität gezogen werden können.


Weitere grobe Mängel am Studiendesign

Es lohnt sich dennoch, einen genaueren Blick auf die Hintergründe zu werfen, finden sich doch noch mehr Auffälligkeiten. Für die D-Health-Studie wurden mehr als zwanzigtausend Australier im Alter von 60 Jahren und älter nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen mit jeweils etwas mehr als zehntausend Teilnehmern eingeteilt. Die Interventionsgruppe erhielt über einen Zeitraum von fünf Jahren einmal monatlich eine orale Gelkapsel mit 60.000 I.E. Vitamin D3, die Kontrollgruppe ein Placebo. Das Ergebnis war irritierend, denn während die Sterblichkeit an anderen Ursachen in der Vitamin-D-Gruppe um durchschnittlich 17 Prozent reduziert war (allerdings mit einer großen Streubreite von minus 35 Prozent bis plus 7 Prozent), zeigten die Zahlen eine erhöhte durchschnittliche Krebssterblichkeit von 15 Prozent, allerdings ebenfalls mit einer großen Streubreite.

Absolute Zahlen sprechen Bände

Um diese Zahlen ins rechte Licht zu rücken, stellte ein australisches Team von Krebsexperten Folgendes fest:

„In den ersten fünf Jahren der Studie (2014-18) wurden in der Vitamin-D-Gruppe mit 180 Krebstodesfällen sechs mehr registriert als in der Placebo-Gruppe (174) [2].“ Es handelt sich also um marginale Unterschiede, auf denen dieses Ergebnis beruht.

Zudem fehlte von den insgesamt 1.100 Todesfällen, die während des Studienzeitraums auftraten, bei 211 Todesfällen die zugrunde liegende Todesursache. Laut den Krebsexperten sei jedoch aufgrund der großen Zahl unklarer Todesursachen nicht völlig auszuschließen, dass bestimmte Krebsarten in der Placebogruppe öfter aufgetreten sein könnten, die naturgemäß seltener als Todesursache auffallen bzw. schwieriger festzustellen sind, was „zu einer Verzerrung der Ergebnisse zur Krebsmortalität geführt haben“ könnte, und somit ebenfalls dieses unerwartete Resultat erklären könnte. Schlussfolgerungen zur Krebsmortalität hätten daher ihrer Meinung nach bis zur vollständigen Klärung aller Todesursachen zurückgestellt werden sollen.

Vitamin-D-Spiegel modelliert anstatt gemessen

Die britische Vitamin-D-Spezialistin Inez Schoenmakers gab in einem weiteren kritischen Artikel zur D-Health-Studie darüber hinaus zu bedenken, dass die Untersuchung des Vitamin-D-Status nicht bei allen Probanden stattfand, „sondern nur eine Modellrechnung aus den Werten von Blutproben, die bei einer Untergruppe der Placebogruppe gesammelt wurden, mit einer mittleren 25(OH)D-Konzentration von 77±25 nmol/L (= 30,8 ng/ml) [4].“
Gehen wir davon aus, dass die Stichproben bzw. die Hochrechnung die tatsächlichen Verhältnisse wiedergibt, dann lag von vornherein kein signifikanter Vitamin-D-Mangel vor; im Gegenteil, die Werte könnten bei der Bolusgabe von einmal 60.000 I.E. pro Monat nicht nur heftig geschwankt haben, sondern auch für extrem hohe Werte gesorgt haben, was einer gesunden Immunregulation sicherlich nicht zuträglich ist. „Dies könnte die Ergebnisse der Studie beeinflusst haben“, bestätigt auch Schoenmakers in ihrer Kritik.


Selbst Studienautoren hegen Zweifel

Selbst die Autoren der D-Healths-Studie äußern angesichts der Tatsache, dass andere Studien mit einem natürlicheren Dosierungsschema zu einem gegenteiligen (und erwartbaren) Ergebnis kommen, die vorsichtige Vermutung, dass das unerwartete Ergebnis vielleicht nur auf die ungewöhnliche Strategie zurückzuführen sein könnte, nur einmal monatlich eine sehr hoch dosierte Supplementierung durchzuführen: „Bis weitere Erkenntnisse vorliegen, ist dieses Dosierungsschema nach dem Vorsorgeprinzip für Menschen mit Vitamin-D-Mangel möglicherweise nicht geeignet.“


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Fazit (SonnenAllianz): Das Studiendesign der D-Health-Studie beinhaltet praktisch alle groben Fehler, die wir bei derartigen Ergebnissen immer wieder finden. Deshalb haben wir bereits vor Jahren einen Artikel erstellt, in dem wir auf derartige Fehlkonstruktionen im Studiendesign hinweisen. Klicken Sie hier um den Artikel aufzurufen.
Die D-Health-Studie ist daher in keinster Weise geeignet, um Rückschlüsse über Vitamin D und die Auswirkung auf die Krebssterblichkeit zu ziehen.

 

Quellenangabe:

  1. Manson JE et al: VITAL Research Group. Vitamin D Supplements and Prevention of Cancer and Cardiovascular Disease. N Engl J Med 2019, 380:33-44. doi: 10.1056/NEJMoa1809944.
  2. Neale, R. E., Baxter, C., Romero, B. D., McLeod, D. S. A., English, D. R., Armstrong, B. K., Ebeling, P. R., Härtel, G., Kimlin, M. G., O’Connell, R., Van Der Pols, J. C., Venn, A., Webb, P. M., Whiteman, D. C. & Waterhouse, M. (2022). The D-Health Trial: a randomised controlled trial of the effect of vitamin D on mortality. The Lancet Diabetes & Endocrinology, 10(2), 120–128. https://doi.org/10.1016/s2213-8587(21)00345-4
  3. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2023/06/02/vitamin-d-nur-die-taegliche-einnahme-reduziert-die-krebsmortalitaet
  4. Schoenmakers I: Vitamin D supplementation and mortality. Lancet Diabetes Endocrinol 2022, 10:88-90, doi: 10.1016/S2213-8587(22)00002-X.

Quellenangaben Bildmaterial:

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Ist Vitamin D schuld an Nierensteinen?

Ist Vitamin D schuld an Nierensteinen?

Vitamin D ist ein entscheidender Faktor des Kalziumstoffwechsels und essentiell für die Resorption des Knochenminerals. Extrem hohe Dosen des Sonnenhormons und Vitamin D-Spiegel weit jenseits von 100 ng/ml aufwärts stehen im Verdacht, Hyperkalzämie zu verursachen und damit die Manifestation von Nierensteinen zu begünstigen. Doch ist die Angst vor Vitamin D in diesem Zusammenhang berechtigt oder wird hier wieder einmal unnötig Angst verbreitet?

Die Entstehung von Nierensteinen geht tendenziell mit einer verstärkten Kalziumabsorption im Darm, einer erhöhten Kalziumausscheidung im Urin und einem übermäßigen Knochenmineralverlust einher. Obwohl an all diesen Prozessen direkte Wirkungen von aktivem Vitamin D beteiligt sind, ist die Auswirkung der Einnahme von Vitamin D auf den Kalziumhaushalt bei Steinbildnern (Menschen, die eine Tendenz zur Bildung von Nierensteinen haben) immer noch ungeklärt. Klar ist jedoch, dass ein Vitamin D-Mangel bei Steinbildnern weit verbreitet ist (1).

Dass Vitamin D den Kalziumhaushalt reguliert und in extrem hohen Dosen zu einer Hyperkalzämie führen kann, wird von Vitamin D-Kritikern häufig als Argument gegen die Sicherheit des Sonnenhormons in Bezug auf Nierensteine angeführt. Denn Hyperkalzämie wird als Risikofaktor für Nierensteine gesehen. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen konnte jedoch keine Korrelation zw. normalen Vitamin D-Dosen (bis 10.000 I.E. täglich) und Hyperkalzämie nachweisen.

Zum Thema Hyperkalzämie in Zusammenhang mit Vitamin D haben wir einen eigenen Artikel verfasst, klicken Sie hier um ihn zu lesen!


Laut Studienlage kein Einfluss von Vitamin D auf Nierensteine

Auch der wichtigste Indikator für Nierensteine, nämlich Kalzium im Urin, konnte in verschiedenen Studien nicht mit einer erhöhten Vitamin D-Zufuhr oder Einnahme in Verbindung gebracht werden. Es gibt kaum Hinweise darauf, dass die Einnahme von Vitamin D in normalen Dosierungen bei gesunden Menschen das Risiko für Nierensteine erhöht.

Bei der groß angelegte NHANES-Studie III mit dem Titel „Zusammenhang zwischen Vitamin D und Nierensteinen“, handelt es sich um eine große bevölkerungsbasierte Querschnittsstudie in den USA mit mehr als 16.000 Probanden. Bei der Datenerhebung konnten weder höhere Vitamin D-Spiegel bei Patienten mit Nierensteinen festgestellt werden, noch war die Gruppe mit den höchsten Vitamin D-Spiegeln vermehrt von Nierensteinen betroffen.
Die Schlussfolgerung der Autoren lautet daher: Hohe Vitamin D-Spiegel sind bei NHANES III-Teilnehmern nicht mit einer vorherrschenden Nierensteinerkrankung verbunden (2).

Des Weiteren zitieren wir eine aussagekräftige Studie des amerikanischen GrassroothHealth-Kollektivs aus dem Jahr 2014. Die Untersuchung umfasste 2012 Teilnehmer, die im Durchschnitt 19 Monate lang prospektiv beobachtet wurden. Dreizehn Personen gaben während des Studienzeitraums selbst an, Nierensteine ​​zu haben.
Ergebnisse: Es wurde kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Vitamin D im Serum und Nierensteinen gefunden. Stattdessen war der Body-Mass-Index signifikant mit dem Nierensteinrisiko (Faktor 3,5) verbunden.
Schlussfolgerung der Forscher: Vitamin D-Spiegel von 20 bis 100 ng/ml haben keinen signifikanten Zusammenhang mit der Häufigkeit von Nierensteinen (3).

Forscher untersuchten im Rahmen einer englisch-italienischen Studie aus dem Jahr 2017, ob die Verabreichung von 20.000 I.E. Vitamin D wöchentlich über einen Zeitraum von 4 Monaten Auswirkungen auf die Kalziumausscheidung mit sich bringt. Obwohl die Vitamin D-Spiegel bei den 37 Probanden im Schnitt von 19,4 ng/ml auf 52,7 ng/ml anstiegen, konnte keine signifikante Erhöhung des Kalziums im Urin nachgewiesen werden (4).

Eine iranische Interventionsstudie aus dem Jahr 2019 mit 30 Probanden, die an Vitamin D-Mangel litten und bei denen außerdem Nierensteine in der Vorgeschichte festgestellt wurden, kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Die Teilnehmer bekamen zwei Monate lang 50.000 I.E. Vitamin D pro Woche verabreicht, was einer Tagesdosis von ca. 7000 I.E. entspricht. Danach wurde die gleiche Dosis alle 2 Wochen verabreicht. Der durchschnittliche Vitamin D-Spiegel stieg dabei von mangelhaften 10,4 ng/ml auf 44 ng/ml.
Ergebnis: Trotz der stark angestiegenen Vitamin D-Werte, gab es keine signifikanten Auswirkungen auf die Menge des Kalziums im Urin (5).


Fazit zu Vitamin D und Nierensteine

Obwohl Vitamin D lt. aktueller Studienlage keine oder kaum negative Auswirkungen auf Nierensteine hat, empfehlen wir prädisponierten Steinbildnern besonders auf die Cofaktoren Vitamin K2 und Magnesium zu achten. Unnötig hohe Dosen von mehr als 4000-5000 I.E. sollten nur dann langfristig und unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden, wenn der begründete Verdacht auf eine Vitamin D-Resistenz besteht.

Magnesium sollte in diesem Fall als Citrat in einer Dosierung von mind. 300 – 400 mg täglich zugeführt werden.
Als Sicherheitsvorkehrung kann zu Beginn einer Vitamin D-Einnahme der Kalzium-Spiegel im Blut, sowie der Kalziumanteil im Urin engmaschig kontrolliert werden, um Unregelmäßigkeiten im Kalziumstoffwechsel frühzeitig zu erkennen.

Warum die Vitamin D-Cofaktoren Magnesium und Vitamin K2 bei Nierensteinen eine ganz besondere Rolle spielen und wie sie helfen können, Nierensteine aufzulösen, erfahren Sie in unserem aktuellen Artikel!

 

 

Quellenangabe:

  1. Tang, J. & Chonchol, M. (2013). Vitamin D and kidney stone disease. Current Opinion in Nephrology and Hypertension, 22(4), 383–389. https://doi.org/10.1097/mnh.0b013e328360bbcd
  2. Tang, J., McFann, K. & Chonchol, M. (2012). Association between serum 25-hydroxyvitamin D and nephrolithiasis: The National Health and Nutrition Examination Survey III, 1988-94. Nephrology Dialysis Transplantation, 27(12), 4385–4389. https://doi.org/10.1093/ndt/gfs29

  3. Nguyen, S., Baggerly, L. L., French, C., Heaney, R. P., Gorham, E. D. & Garland, C. F. (2014). 25-Hydroxyvitamin D in the range of 20 to 100 nG/mL and incidence of kidney stones. American Journal of Public Health, 104(9), 1783–1787. https://doi.org/10.2105/ajph.2013.301368

  4. Johri, N., Jaeger, P., Ferraro, P. M., Shavit, L., Nair, D., Robertson, W., Gambaro, G. & Unwin, R. J. (2016). Vitamin D deficiency is prevalent among idiopathic stone formers, but does correction pose any risk? Urolithiasis, 45(6), 535–543. https://doi.org/10.1007/s00240-016-0954-x
  5. Ganji, M. R., Shafii, Z. & Hakemi, M. S. (2019). Vitamin D supplementation and risk of hypercalciuria in stone formers. PubMed, 13(1), 27–31. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30851716

Bild: Peakstock / shutterstock

Vitamin D-Supplemente: Öl Kapseln oder Tabletten?

Vitamin D-Supplemente: Öl Kapseln oder Tabletten?

Der Vitamin D-Winter hat längst begonnen und sorgt dafür, dass wir in den nächsten Monaten aufgrund der schwachen Sonneneinstrahlung auch bei schönem Wetter kein Vitamin D auf unserer Haut bilden können. Um den Vitamin D-Spiegel unter diesen Umständen im optimalen Bereich zu halten, führt kein Weg an Vitamin D-Supplementen vorbei. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Vitamin D-Nahrungsergänzungsmittel haben wir in diesem Newsletter für Sie aufbereitet.

Öl-haltige Supplemente

Aufgrund der Zeitersparnis, der Sicherheit und des günstigen Preises erfreuen sich Vitamin D-Präparate zunehmender Beliebtheit. Anders als bei der Vitamin D-Produktion auf der Haut werden Supplemente in der Regel oral eingenommen.

Die am häufigsten verwendete und sogleich auch reinste Verabreichungsform ist dabei das Vitamin D-Öl, das zusätzlich den Vorteil der exakten Dosierbarkeit aufweist. Dazu wird meistens Lanolin (Schafwollfett) zusammen mit mittelkettigen Triglyceriden (MCT) entweder in Form von Tropfen oder in Form von Softgel-Kapseln abgefüllt, eingenommen. Neben Lanolin wird Vitamin D-Öl für Veganer inzwischen auch auf rein pflanzlicher Basis aus Flechten gewonnen.

Einen weiteren positiven Aspekt bietet Vitamin D in Ölform dadurch, dass es sich besser in die tägliche Mahlzeit integrieren lässt. Zum Beispiel lässt sich Vitamin D-Öl gut mit einem Salat kombinieren und wird so Bestandteil der täglichen natürlichen Nahrungsaufnahme. Die Vitamin D-Tropfen sollten dabei aber nicht erhitzt werden.


Vor- und  Nachteile von Ölen im Überblick

Vorteile:

  •  Anpassbare Dosierbarkeit
  • Abgesehen vom Trägeröl (meist gesundes MCT-Öl) keine Zusatzstoffe notwendig
  • Preis-Leistungsverhälntnis am besten
  • Kann problemlos in Mahlzeit/Alltag integriert werden
  • Bessere und schnellere Resorption

Nachteile:

  • Sollte wenn möglich im Kühlschrank gelagert werden
  • Nicht so gut geeignet für unterwegs, Flasche könnte theoretisch auslaufen

Kapseln und Tabletten

Bei Kapseln und Tabletten, die kein Öl enthalten, ist die Einnahme zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit noch wesentlich wichtiger, um eine möglichst optimale Bioverfügbarkeit zu erreichen. Außerdem wurde in einer Studie, die wir im zugehörigem Artikel zusammengefasst haben, bei den verwendeten Supplementen deutliche Abweichungen von den Herstellerangaben in Bezug auf den Vitamin D-Gehalt der Präparate nachgewiesen. Inwieweit sich das allerdings verallgemeinern lässt, bleibt offen, da in der Studie nur einzelne Produkte untersucht wurden.

Außerdem sind in ölfreien Kapseln auch die notwendigen Füllstoffe zu beachten. Diese sind bestenfalls natürlichen Ursprungs und stehen nicht im Verdacht, die Aufnahmefähigkeit negativ zu beeinflussen oder andere nachteilige Wirkungen auszulösen – je weniger Zusatzstoffe, desto besser! Um sicher zu gehen, lesen Sie am besten die Herstellerangaben auf der Verpackung. Bei Tabletten könnten sich darüber hinaus Bindestoffe, die für die Formgebung notwendig sind, als nachteilig erweisen.


Vor- und  Nachteile von Kapseln/Tabletten im Überblick

Vorteile:

  • Einfache Handhabung
  • Sehr gut geeignet für unterwegs
  • Geschmacksneutral
  • Können bei Raumtemperatur gelagert werden

Nachteile:

  • Insbesondere in Tabletten sind oft unnötige Zusatzstoffe enthalten
  • Preis-Leistungs-Verhältnis meist schlechter als bei Tropfen

Wichtig: Da Vitamin D fettlöslich ist, sollte die Aufnahme für eine optimale Bioverfügbarkeit gemeinsam mit Fett erfolgen, vornehmlich zu einer fettigen Mahlzeit.


Multipräparate mit Vitamin D

Multipräparate oder All-In-One-Produkte: Kombinationen zahlreicher Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe etc.), sind für eine gezielte Vitamin D-Supplementierung eher ungeeignet. Meist entsprechen die viel zu niedrigen Dosierungen solcher Präparate veralteten Empfehlungen, die sich nicht an den modernen Erkenntnissen der Vitamin-D-Forschung orientieren. Um mit solchen Präparaten eine adäquate Tagesdosis Vitamin D zu erzielen, würden die anderen in diesem Supplement enthaltenen Mikronährstoffe dadurch überproportional zugeführt werden.

Vitamin D und K2: Die Kombination von Vitamin D und Vitamin K2 bietet hingegen durchaus Vorteile und lassen sich hervorragend kombinieren. Ein bewährtes Verhältnis von Vitamin D zu K2 ist 1000 I.E. zu 20 µg.

Vitamin A+E+D+K: Während Vitamin D eine hohe therapeutische Anwendungsbreite aufweist, sollte bei Kombinationspräparaten mit Vitamin A auf eine mögliche Überdosierung geachtet werden. Die sichere obere Einnahmegrenze für Vitamin A bei Erwachsenen liegt bei 10.ooo I.E. (entspricht 3 mg) und sollte auf keinen Fall überschritten werden. In der Schwangerschaft und bei stillenden Müttern ist besondere Vorsicht geboten.
Solche Kombinationen eignen sich daher in Bezug auf Vitamin D eher zur Aufrechterhaltung des Vitamin D-Spiegels und weniger zur raschen Erhöhung des Vitamin D-Spiegels durch Initialdosen.

Vorsicht: Bei der gleichzeitiger Einnahme von verschiedenen Multipräparaten die Vitamin D beinhalten, sollte nicht vergessen werden die verschiedenen täglich zugeführten Vitamin D-Anteile zu addieren, um eine Überdosis zu verhindern.


Qualität und Herkunft

Neben der Darreichungsform von Vitamin D-Präparaten spielt auch die Qualität der Ware eine wichtige Rolle. Seriöse einheimische Hersteller garantieren in der Regel eine gute Qualität, die den etwas höheren Preis gegenüber Billigprodukten aus Fernost rechtfertigt. Letztere sind in der Regel nicht greifbar und damit auch nicht haftbar für eventuelle Schäden, die durch Verunreinigungen oder andere Qualitätsmängel entstehen können. Im DACH-Raum empfiehlt es sich daher, auf dort ansässige Unternehmen zurückzugreifen.


Fazit: Ölhaltige Tropfen haben aufgrund ihrer eventuell besseren Bioverfügbarkeit, der individuelleren Dosierungsmöglichkeiten sowie ihrer Reinheit  (meist keine Füll- und Zusatzstoffe) und der besseren Integrierbarkeit die Nase in der Gesamtbewertung vorne. Die Kombination mit Vitamin K2 hat sich seit Jahren bewährt und bringt einige Vorteile mit sich.
Ob Tropfen, Kapseln oder Tabletten, alle Darreichungsformen sollten immer zusammen mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen werden.
Bei der Beschaffung von Nahrungsergänzungsmitteln raten wir zu Qualitätsware aus EU-Herstellung.


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Vitamin-D-Studie gibt Hoffnung für Depressive

Vitamin-D-Studie gibt Hoffnung für Depressive

Rund 5,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Depressionen, Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Laut der "Stiftung für Deutsche Depressions Hilfe" starben im Jahr 2015 dramatische 10.080 Menschen durch Suizid. Das waren mehr Todesfälle als durch Drogen, Verkehrsunfälle und HIV zusammen. Eine randomisierte Doppelblindstudie zeigt, dass Vitamin D gegen die Symptome helfen kann und beweist eindrucksvoll, dass auch bei dieser Erkrankung kein Weg am Sonnen-Vitamin vorbeiführt.

In der Studie wurden 56 Probanden im Alter von 18 bis 60 Jahren mit leichter bis mittelschwerer Depression in zwei Gruppen eingeteilt. Die Interventionsgruppe bekam alle 2 Wochen 50.000 I.E. Vitamin D verabreicht (entspricht ca. 3600 I.E. täglich), während die Kontrollgruppe nur Placebos erhielt. Nach 8 Wochen der Supplementierung wurden die Ergebnisse mit dem sogenannten BDI-II-Score gemessen.


Der BDI-II-Score: Dies ist ein Fragebogen oder ein Test, der von Psychologen und Psychiatern verwendet wird, um die Schweregrad einer Depression bei einer Person zu bewerten. Der Test besteht aus einer Liste von Aussagen oder Fragen, die sich auf verschiedene Symptome der Depression beziehen, wie zum Beispiel Traurigkeit, Schlafprobleme, Energieverlust und Gefühle der Hoffnungslosigkeit.

Der Teilnehmer, der den Test ausfüllt, muss angeben, wie stark jedes Symptom in den letzten zwei Wochen auf ihn zutrifft. Jede Antwort wird mit einer bestimmten Punktzahl bewertet. Am Ende werden alle Punkte addiert, um einen Gesamtwert zu erhalten. Dieser Gesamtwert gibt an, wie schwer die Depression wahrscheinlich ist. Je höher der BDI-II-Wert, desto schwerwiegender wird die Depression normalerweise betrachtet.

Der Gesamtwert auf der BDI-II-Skala kann zwischen 0 und 63 liegen, wobei höhere Werte auf schwerere depressive Symptome hinweisen. Nachfolgend eine grobe Interpretation der Gesamtwerte:

  • 0-13: Minimale Depression
  • 14-19: Leichte Depression
  • 20-28: Mäßige Depression
  • 29-63: Schwere Depression

Beeindruckende Ergebnisse:

In der Interventionsgruppe verbesserte sich der Vitamin D-Spiegel um mehr als 16 ng/ml, während er in der Kontrollgruppe nur um 2 ng/ml anstieg. Der Anstieg des Vitamin D-Spiegels führte in der Vitamin-D-Gruppe zu einer signifikanten Verbesserung auf der BDI-II-Skala. Die Schwere der Depression verringerte sich um durchschnittlich 11,75 Punkte.

Bemerkenswert ist, dass Vitamin D in dieser Studie sein volles Spektrum noch nicht einmal entfalten konnte und dennoch zu diesen hervorragenden Ergebnissen führte. Denn aufgrund von stoffwechselbedingten Abläufen, die wir in einem anderen Artikel erläutern, wirkt Vitamin D bei täglicher Einnahme und im Zusammenspiel mit Magnesium noch besser. Es kann also angenommen werden, dass eine tägliche Verabreichung von Vitamin D zusammen mit Magnesium noch deutlich bessere Ergebnisse erzielt hätte.


Fazit: Vitamin D sollte bei Depressionen unbedingt in Betracht gezogen werden und reduziert in ausreichender Dosis den Schweregrad der Depression.

Quellenangabe:

Kaviani, M., Nikooyeh, B., Etesam, F., Behnagh, S. J., Kangarani, H. M., Arefi, M., Yaghmaei, P. & Neyestani, T. R. (2022). Effects of vitamin D supplementation on depression and some selected pro-inflammatory biomarkers: a double-blind randomized clinical trial. BMC Psychiatry, 22(1). https://doi.org/10.1186/s12888-022-04305-3

Bild: Africa Studio/shutterstock

Gesunde Arterien dank Vitamin K2?

Gesunde Arterien dank Vitamin K2?

Vitamin K2 wird häufig als Cofaktor zusammen mit Vitamin D eingenommen, da bekannt ist, dass Vitamin K2 zusammen mit Vitamin D die Knochengesundheit fördert, indem es die Kalziumaufnahme in die Knochen optimiert. Doch Untersuchungen haben weitere interessante Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Vitamin K2 und der Herz-Kreislauf-Gesundheit zutage gefördert. Lesen Sie hier, wie Ihre Gefäße von Vitamin K2 profitieren können.

In einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurde der langfristige Effekt von Vitamin K2 MK-7 auf die Arteriensteifigkeit untersucht. Hierfür wurden 244 gesunde postmenopausale Frauen rekrutiert, von denen 124 ein Placebo erhielten während 120 mit Vitamin K2 MK-7 der Marke MenaQ7 supplementiert wurden. Die Studie erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Jahren.

Messung der Arteriensteifigkeit und Pulswellengeschwindigkeit:

Die Forscher maßen die Steifigkeit der Halsarterien und der großen Arterien. Bei den Halsarterien wurden die Intima-Media-Dicke (IMT), der Durchmesser in der Entspannungsphase des Herzzyklus und die Dehnung mit einer speziellen Methode, dem Echotracking, gemessen. Bei den großen Arterien wurde die Geschwindigkeit der Pulswellen (PWV) zwischen der Halsarterie und der Oberschenkelarterie (cfPWV) sowie zwischen der Halsarterie und der Handgelenksarterie (crPWV) mit mechanischen Sensoren ermittelt.

Ergebnisse der Studie:

Die Ergebnisse dieser spannenden Studie zeigten, dass Vitamin K2 MK-7 einen signifikanten Einfluss auf die Arteriensteifigkeit hatte:

  1. Nach drei Jahren Vitamin K2 MK-7-Supplementation zeigte sich eine signifikante Verbesserung der Arteriensteifigkeit und der Pulswellengeschwindigkeit im Vergleich zur Placebogruppe.
  2. Eine schlechtere Vitamin-K2-Versorgung, gemessen über erhöhte Werte des desphospho-uncarboxyliertem Matrix-Gla-Proteins (dp-ucMGP), wurde mit einer höheren Arteriensteifigkeit und anderen Markern für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht.
  3. Die positive Wirkung von Vitamin K2 MK-7 auf die Arteriensteifigkeit war besonders ausgeprägt bei Frauen, die zu Beginn höhere Werte des Steifheitsindex hatten.

Fazit: Die vorliegende Studie deutet darauf hin, dass die langfristige Einnahme von Vitamin K2 MK-7 die Arteriensteifigkeit bei gesunden postmenopausalen Frauen verbessern, d.h. verringern kann, insbesondere bei Frauen mit anfänglich hohen Steifigkeitswerten. Dies könnte ein vielversprechender Ansatz zur Förderung der kardiovaskulären Gesundheit sein.

Knapen, M. H. J., Braam, L. A. J. L. M., Drummen, N. E., Bekers, O., Hoeks, A. P. & Vermeer, C. (2015). Menaquinone-7 supplementation improves arterial stiffness in healthy postmenopausal women. Thrombosis and Haemostasis, 113(05), 1135–1144. https://doi.org/10.1160/th14-08-0675

Bild:  Rytis / stock.adobe

Vitamin D kann globale Sterblichkeitsrate signifikant senken

Vitamin D kann globale Sterblichkeitsrate signifikant senken

Eine 2011 publizierte Studie, veröffentlicht im European Journal of Clinical Nutrition, legt nahe, dass die Erhöhung des Vitamin D-Spiegels eine effektive und kostengünstige Methode zur Verringerung der globalen Mortalitätsraten sein könnte. Die Studie, die sechs geopolitische Regionen untersuchte, zeigt, dass ein Anstieg des Vitamin D-Spiegels von 21 auf 44 ng/ml zu einer geschätzten Reduktion der Todesfälle durch verschiedene Krankheiten um 20% führen könnte.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegsinfektionen, Atemwegserkrankungen, Tuberkulose und Diabetes mellitus sind nur einige der Krankheiten, bei denen ein Zusammenhang mit einem niedrigen Vitamin D-Spiegel besteht. Durch die Erhöhung des Vitamin D-Spiegels könnten diese Erkrankungen effektiv bekämpft und die Sterblichkeitsraten deutlich gesenkt werden.

Die Untersuchung zeigt auch, dass die Reduktion der Gesamtsterblichkeitsraten je nach Region variiert, wobei europäische Frauen mit einer geschätzten Reduktion von 17,3% den größten Nutzen haben. Für Männer liegt die durchschnittliche Reduktion leicht unter dem der Frauen.

Neben der Verringerung der Mortalitätsrate weist die Studie auch auf eine erhöhte Lebenserwartung hin. Eine Erhöhung des Vitamin D-Spiegels von 21 auf 44 ng/ml könnte die Lebenserwartung in allen sechs Regionen um durchschnittlich 2 Jahre verlängern.

Der Autor der Studie betont, dass die Erhöhung des Vitamin D-Spiegels die kostengünstigste Methode zur Reduzierung der globalen Sterblichkeitsraten ist. Vitamin D ist erschwinglich und weist nur wenige Nebenwirkungen auf, insbesondere wenn es oral eingenommen oder durch regelmäßige, mäßige UVB-Bestrahlung mit ausreichender Körperoberfläche produziert wird.

Fazit: Die Ergebnisse dieser Studie sind vielversprechend und zeigen das enorme Potenzial von Vitamin D für die Gesundheit und das Wohlbefinden weltweit. Eine gezielte Erhöhung des Vitamin D-Spiegels könnte dazu beitragen, die Sterblichkeitsraten zu senken und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Grant, W. B. (2011). An estimate of the global reduction in mortality rates through doubling vitamin D levels. European Journal of Clinical Nutrition, 65(9), 1016–1026. https://doi.org/10.1038/ejcn.2011.68

Bild: photosaint / stock.adobe

Schützen Vitamin D und Omega 3 vor nicht-alkoholischer Fettleber?

Schützen Vitamin D und Omega 3 vor nicht-alkoholischer Fettleber?

Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist die häufigste Ursache für chronische Lebererkrankungen. Laut einer 2016 im Hepatology Journal publizierten Metaanalyse sind in Deutschland mehr als 12 Millionen Menschen, oder 20-30% der Bevölkerung, von einer NAFLD betroffen [1]. Da die NAFLD meist eine Folge des matabolischen Syndroms ist, steht sie in engem Zusammenhang mit Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Chinesische Forscher untersuchten die Wirkung von Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) auf verschiedene Parameter der nicht-alkoholischen Fettleber. In einer dreimonatigen randomisierten kontrollierten Studie wurden 111 Probanden mit Fettleber in drei gleich große Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1 bekam 2,34 g Omega-3-Fettsäuren (DHA + PDA) + 1 680 I.E. Vitamin D verabreicht
  • Gruppe 2 bekam 2,34 g Omega-3-Fettsäuren (DHA + PDA) verabreicht
  • Gruppe 3 bekam Maisöl verabreicht

Nach Auswertung der Ergebnisse ging die Vitamin D + Omega-3-Gruppe als Sieger hervor, da sich bei ihren Probanden alle 7 Biomarker verbesserten. Nachfolgend sind alle untersuchten Biomarker mit der entsprechenden Änderung aufgelistet:

Einfluss von Vitamin D und Omega 3 auf diverse Parameter in Bezug auf NAFLD, Diabetes und Entzündungen:

  • Alaninaminotransferase (ALT): - 4,8 U/L
  • Triacylglycerol (TAG): reduziert
  • TNF-α-Spiegel: -0,18 ng/L
  • Insulin: – 1,58 mU/L vs. – 0,63 (Kontrollgruppe)
  • IL-1β: – 6,92 ng/L vs. 1,06 6,92 ng/L (Kontrollgruppe)
  • Aspartataminotransferase: -2,3 U/L
  • HOMA-IR: -0,31

Fazit: Die vorliegende Studie zeigt, dass die dreimonatige Gabe von Vitamin D + Omega-3 und von Omega-3 allein ähnliche positive Effekte auf die Biomarker für Leberzellschäden bei Patienten mit nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung haben. Im Vergleich zur Omega-3-Gruppe zeigten sich in der Vitamin-D + Omega-3-Gruppe zusätzliche positive Effekte auf den Insulinspiegel und die Entzündungswerte [2].

Abschließend sei erwähnt, dass die verabreichte Vitamin-D-Dosis von 1 680 I.E. zwar wirksam war, dass aber eine adäquate Verabreichung von mindestens 4000 I.E. wahrscheinlich noch deutlich bessere Ergebnisse erzielt hätte.

  1. Younossi, Z. M., Blissett, D. B., Blissett, R., Henry, L., Stepanova, M., Younossi, Y., Racila, A., Hunt, S. A. & Beckerman, R. (2016). The economic and clinical burden of nonalcoholic fatty liver disease in the United States and Europe. Hepatology, 64(5), 1577–1586. https://doi.org/10.1002/hep.28785
  2. Guo, X., Wang, C., Yang, T., Ma, W., Zhai, J., Zhao, T., Xu, T., Li, J., Liu, H., Sinclair, A. J. & Yang, B. (2022). The effects of fish oil plus vitamin D3 intervention on non-alcoholic fatty liver disease: a randomized controlled trial. European journal of nutrition, 61(4), 1931–1942. https://doi.org/10.1007/s00394-021-02772-0

Bild: Dr_Microbe/stock.adobe