Sommerurlaub: so schützen Sie sich schon jetzt vor Hautschäden!

Sommerurlaub: so schützen Sie sich schon jetzt vor Hautschäden!

Die Urlaubszeit steht vor der Türe und trotz der besonderen Umstände zieht es Sonnenanbeter in Scharen Richtung Süden. Um Ihre Haut bestmöglich vor Schäden wie Sonnenbrand, weißem oder schwarzem Hautkrebs zu schützen, empfiehlt es sich, sie schon im Vorhinein auf eine höhere UV-Strahlungsbelastung einzustellen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich und Ihr größtes Organ optimal auf Ihren wohlverdienten Urlaub vorbereiten und geben Ihnen alle notwendigen Tipps um sich bestmöglich gegen UV-Schäden zu schützen.

Nach derzeitigem Wissensstand gibt es einen gewissen Zusammenhang zwischen  intermittierender („unvorbereitet“ in größeren Abständen und mit hoher Dosis) Sonnen- und Sonnenbank-Exposition und der Bildung von Melanomen. Jedoch gibt es keinen Zusammenhang oder sogar einen umgekehrten Zusammenhang zwischen der Entstehung von Hautkrebs und regelmäßigem, moderatem Sonnen (1,2).

In einer Analyse aus 7 Studien mit insgesamt 12216 Beteiligten, konnte in nördlichen Breitengraden von 45°aufwärts (betrifft z.B. Deutschland, Österreich, Schweiz) kein Zusammenhang von Melanominzidenz und der lebenslänglichen Sonnenexposition im Freien festgestellt werden. Weder an Kopf, Hals Rumpf oder an den Gliedmaßen traten, durch vermehrte über die Lebenszeit angehäufte UV-Exposition, mehr bösartige Hauttumore auf. Anders ausgedrückt kann also die pauschale Aussage: “Je mehr Sonnenexposition, desto höher das Melanomrisiko” als Mythos eingeordnet werden (3).

In weiteren 12 Studien der gleichen Analyse wurde ferner unabhängig vom Breitengrad intermittierendes “Sonnenbaden und Aktivitäten im Badeanzug” mit dem Risiko einer Melanom-Inzidenz ermittelt. Auch hierbei waren der Kopf- und Nackenbereich im Gegensatz zum Rumpfbereich (+50% Risiko) und Gliedmaßen (+40% Risiko) nicht von einem höheren Melanomrisiko betroffen. Die Körperpartien, die am häufigsten der Sonne ausgesetzt wurden, waren also weniger oft von der Melanom-Bildung betroffen. Für den Kopf und Nackenbereich, die wohl über die Lebenszeit verteilt die meiste UV-Strahlung abbekommen, macht es in Bezug auf die Entstehung eines schwarzen Hautkrebses demnach also keinen Unterschied, ob eine niedrige oder häufige Sonnenexposition vorliegt. Die logische Ableitung aus diesen Erhebungen führt zu dem Schluss, dass sich häufige und regelmäßige Besonnung nicht negativ auf das Melanomgeschehen auswirkt.

Unregelmäßige und schockartige Besonnung von Hautarealen, die keine regelmäßige UV-Exposition gewöhnt sind, erhöht jedoch das Risiko durchaus!

Das betrifft zum Beispiel Menschen, die den Großteil des Jahres im Büro verbringen und im Urlaub am Strand auf Mallorca übermäßig in der Sonne baden und sich im schlechtesten Fall auch noch einen Sonnenbrand einfangen.

In unserem Artikel erfahren Sie mehr über die tatsächlichen Risikofaktoren für Hautkrebs.


Die Wissenschaftler Reichrath, Saternus und Vogt (Hautklinik der Universität des Saarlandes) fanden 2017 heraus, dass niedrige Vitamin D-Serumkonzentrationen einen Risikofaktor für das Auftreten und Fortschreiten von weißem Hautkrebs durch UV-induzierte DNA-Schäden darstellen (4).

Diese Ergebnisse wurden im Jahr 2019 durch eine türkische Studie bestätigt. Dabei wurden Basalzellkarzinom-Patienten beobachtet und deren Vitamin D-Spiegel mit dem Auftreten von Rezidiven in Zusammenhang gesetzt. Hierbei stellte sich ein 2,7 mal höheres Risiko heraus, bei niedrigen Vitamin D-Spiegeln (10,12 ng/ml) ein Rezidiv zu entwickeln,  als bei der Vergleichsgruppe mit einem höheren Vitamin D-Spiegel (40,1 ng/ml) (5).

Das Sonnenbaden ohne gleichzeitige Vitamin D-Produktion fördert somit das Entstehen von weißem Hautkrebs. Im Umkehrschluss bedeutet das:

Wer sich sonnt, sollte dafür sorgen, dass seine Haut währenddessen Vitamin D als Schutzfaktor produziert.

Denn es ist wohl kein Zufall, dass dieses Hormon nicht in irgendeiner Drüse im Körperinneren gebildet und dann über das Blut verteilt wird, sondern direkt in der Haut entsteht, wo es am dringendsten benötigt wird. Evolutionsbiologisch betrachtet ist die Schutzfunktion vor UV-induzierten Hautschäden eine der wichtigsten Eigenschaften des Vitamin D - dem Menschen hat die Sonne nämlich schon immer auf den „Pelz“ gebrannt.


Achtung vor reinen UV-A-Filtern und synthetischen Sonnenschutzmitteln 

Ein Risikofaktor für die Entstehung von weißem und schwarzem Hautkrebs sind künstlich hergestellte Sonnenschutzmittel, wenn diese nur die für die Vitamin D-Bildung notwendige UV-B-Strahlung filtern - also reine UV-B-Filter. Die viel tiefer in die Haut eindringende UV-A-Strahlung kann dabei ohne Dämpfung der Strahlung Schäden an der Haut verursachen, während der melanom- und hautschützende Effekt des Vitamin D ausgeschaltet wird. Viele synthetische Sonnenschutzmittel sind alleine durch die Unterbindung der Vitamin D-Produktion ein Risikofaktor für maligne Melanome, wie wir in unserem Artikel zum Thema Hautkrebs bereits dargelegt haben. Hinzu kommt eine ganze Palette von toxischen Chemikalien, die zusätzlich im Verdacht stehen, karzinogen zu wirken.

Verwenden Sie daher stets UV-A + UV-B Filter als Kombination und niemals nur einen der beiden alleine!

Hier finden Sie unsere umfangreiche Recherche über gefährliche Sonnenschutzmittel, um sich optimal für Ihren Uralub vorzubereiten!


Tipps zum „Sonnen in der Sonne“!

Und hier unsere 10 goldenen Regel für das Sonnenbad, damit diesen Sommer bestimmt nichts anbrennt:

  1. In Deutschland ist die intensive Vitamin D-Bildung nur möglich von Ende März bis Mitte Oktober zwischen 11:00 – 15:00 Uhr. Je weiter man sich auf der Zeitachse vom Sonnenhöchststand (21. Juni) entfernt, desto geringer wird dieses Zeitfenster sowie die Intensität der durchdringenden UV-B-Strahlung und schließt sich Mitte Oktober bzw. Ende März.
  2. Je nach Hauttyp ca. 10-20 Minuten (helle Hauttypen benötigen kürzere Zeit); längeres in die Sonne legen bringt nichts für die Vitamin  D-Produktion.
  3. Mindestens Arme und Beine ungeschützt
  4. Bei wolkenfreiem Himmel
  5. Vermeiden Sie Sonnenbrand und starke Hautrötungen, dies ist ein eindeutiges Signal der Überdosierung! Seien Sie besonders achtsam, wenn Ihre Haut sich nach dem Winter wieder an die Sonne gewöhnen muss.
  6. Bei Sonnenschutzmittel auf UV-A-Schutz achten!
  7. Mäßig und moderat
  8. Informieren Sie sich unter folgenden Links wie „stark“ die UV-Strahlung der Sonne gerade bei Ihnen ist (UV-Index): UV Index deutschlandweit | UV Index europaweit
  9. Vorsicht bei Medikamenteneinnahme! Beachten Sie unbedingt mögliche phototoxische Nebenwirkungen (Beipackzettel).

Extratipps für den „Urlaub in der Sonne“

  1. Beachten Sie die Tipps zum „Sonnen in der Sonne“
  2. Passen Sie Ihre Sonnen-Dauer an den Breitengrad ihres Urlaubsortes an (Intensität der UV-Strahlung nimmt zu je näher Sie am Äquator sind).
  3. Informieren Sie sich über ihren UV-Index. Sie können auf den folgenden Links sehen, wie „stark“ die UV-Strahlung der Sonne gerade an ihrem Urlaubsort oder zuhause ist: UV Index deutschlandweit | UV Index europaweit

Quellen:

  1. Gandini, S., Sera, F., Cattaruzza, M. S., Pasquini, P., Picconi, O., Boyle, P., & Melchi, C. F. (2005). Meta-analysis of risk factors for cutaneous melanoma: II. Sun exposure. European Journal of Cancer, 41(1), 45–60. doi: 10.1016/j.ejca.2004.10.016 
  2. Gandini, S., Montella, M., Ayala, F., Benedetto, L., Rossi, C. R., Vecchiato, A., … CLINICAL NATIONAL MELANOMA REGISTRY GROUP. (2016, April). Sun exposure and melanoma prognostic factors. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27073541.
  3. Chang, Y.-M., Barrett, J. H., Bishop, D. T., Armstrong, B. K., Bataille, V., Bergman, W., … Newton-Bishop, J. A. (2009). Sun exposure and melanoma risk at different latitudes: a pooled analysis of 5700 cases and 7216 controls. International Journal of Epidemiology, 38(3), 814–830. doi: 10.1093/ije/dyp166
  4. Reichrath, J., Saternus, R., & Vogt, T. (2017). Endocrine actions of vitamin D in skin: Relevance for photocarcinogenesis of non-melanoma skin cancer, and beyond. Molecular and Cellular Endocrinology, 453, 96–102. doi: 10.1016/j.mce.2017.05.001 
  5. Ince, B., Yildirim, M. E. C., & Dadaci, M. (2019). Assessing the Effect of Vitamin D Replacement on Basal Cell Carcinoma Occurrence and Recurrence Rates in Patients with Vitamin D Deficiency. Hormones and Cancer, 10(4-6), 145–149. doi: 10.1007/s12672-019-00365-2

Bild: www.pixabay.com

FAQ – Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Vitamin D

An dieser Stelle beantworten wir kurz und knapp Ihre brennendsten Fragen rund um die Themen Vitamin D und Sonne. Klicken Sie einfach auf die Frage um zur Antwort zu gelangen.

 

Thema Vitamin D-Mangel

> Wie hoch ist der optimale Vitamin D-Spiegel und ab wann spricht man von einem Mangel?

> Woher weiß ich, ob ich einen Vitamin D-Mangel habe?

> Wie wird der Vitamin D-Spiegel gemessen und was genau wird gemessen?

> Welche Risikogruppen für eine Vitamin D-Unterversorgung gibt es?

> Wie kann ich meinen Vitamin D-Mangel ausgleichen?

> Kann ich meinen Vitamin D-Bedarf über die Ernährung abdecken?

> Wie kann ich meinen Vitamin D-Spiegel im Winter aufrechterhalten?

 

Thema Sonne und Solarium

> Wann ist die Bildung von Vitamin D in der Sonne möglich?

> Kann man auch im Schatten oder bei Nutzung von Sonnencreme Vitamin D produzieren?

> Wie schütze ich mich am besten vor Sonnenbrand?

> Wie schütze ich mich am besten vor Hautkrebs?

> Ich nehme Medikamente ein. Darf ich mich sonnen?

> Kann man beim Sonnen im Solarium Vitamin D bilden?

> Kann man mit Tageslichtlampen Vitamin D produzieren?

 

Thema Vitamin D-Einnahme

> Wie viel Vitamin D soll ich einnehmen?

> Bioverfügbarkeit: Wie kann ich die Aufnahme von Vitamin D-Supplementen optimieren?

> In welcher Form sollte Vitamin D am besten eingenommen werden?

> Wie häufig sollte ich Vitamin D einnehmen? Ist einmal pro Woche ausreichend?

> Kann Vitamin D toxisch wirken?

> Wann sollte Vitamin D nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?

> Reagiert jeder Mensch gleich auf Vitamin D?

> Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation auch Vitamin K2 einnehmen?

> Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation Magnesium begleitend einnehmen?

> Ist es vorteilhaft Vitamin D mit Kalzium zu kombinieren?

> Sollen schwangere Frauen Vitamin D einnehmen und wenn ja wie viel?

> Dürfen Kinder Vitamin D nehmen?

> Gibt es tatsächlich – wie einige Akteure behaupten – zahlreiche Studien, die belegen, dass Vitamin D wirkungslos ist?

 

Das Projekt SonnenAllianz

> Was sind die Ziele der SonnenAllianz?

> Wie kann ich das Projekt SonnenAllianz unterstützen?

 


Zu den Antworten:

Thema Vitamin D-Mangel

  • Wie hoch ist der optimale Vitamin D-Spiegel und ab wann spricht man von einem Mangel?

Der optimale Vitamin D-Spiegel befindet sich im Bereich zwischen 40-60 ng/ml. Von einem Defizit spricht man in der aktuellen Vitamin D-Forschung bei einem Spiegel von unter 30 ng/ml, von einem Mangel bei weniger als 20 ng/ml.

Achtung bei den Einheiten: Einige Labore geben die Messwerte in nmol/l an. Die geläufigere und von uns primär verwendete Bezeichnung ist aber ng/ml. Zum Umrechnen können die nmol/l-Werte mit dem Divisor von 2,5 dividiert werden um auf die entsprechenden ng/ml-Werte zu kommen.

Zum Bsp.: 100 nmol/l : 2,5 = 40 ng/ml

Um mehr über den optimalen Vitamin D-Spiegel zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Woher weiß ich, ob ich einen Vitamin D-Mangel habe?

Da Vitamin D mit nahezu allen Körperzellen interagiert, sind die Symptome und Folgeerscheinungen dermaßen vielfältig, dass es kaum möglich ist diese auf ein paar wenige Indikationen wie Antriebslosigkeit oder Müdigkeit einzuschränken. 

Die sicherste, kostengünstigste und gängigste Methode seinen Vitamin D-Spiegel zu ermitteln, ist die Messung der zirkulierenden 25(OH)D-Konzentration im Blut. Werte von unter 30 ng/ml (= 75 nmol/l) gelten dabei als Vitamin D-Mangel. Im optimalen Bereich befinden Sie sich bei Werten zwischen 40 und 60 ng/ml.

Um mehr über Vitamin D-Mangel zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie wird der Vitamin D-Spiegel gemessen und was genau wird gemessen? 

Die sicherste, kostengünstigste und gängigste Methode seinen Vitamin D-Spiegel zu ermitteln, ist die Messung des im Blut zirkulierenden 25-Hydroxycolecalciferol auch Calcidiol oder kurz 25(OH)D, genannt. Diese Zwischenstufe des Vitamin D wird in der Leber gebildet und ist auch als Speicher-Vitamin D bekannt. 

Erst in den Nieren, dem Gewebe und den Zellen wird Vitamin D in seine aktive Form (1,25-(OH)2 D3) konvertiert, dessen Messung allerdings nur sehr schwer analysierbar und daher aufwändiger und weniger zuverlässig ist. 

Es gibt 2 verschiedene Einheiten die beide die Konzentration des 25(OH)D im Blut angeben, nämlich ng/ml und nmol/l (1 ng/ml = 2,5 nmol/l).

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  • Welche Risikogruppen für eine Vitamin D-Unterversorgung gibt es? 

Generell: praktisch alle Menschen in Deutschland, die im Winter nicht regelmäßig südlichere Gebiete aufsuchen, Solarien (mit UV-B-Anteil in der Strahlung) nutzen oder Vitamin D als Nahrungsergänzung supplementieren. Das Robert-Koch-Institut veröffentlichte 2015 die größte bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführte Studie, wonach 88% der deutschen Bevölkerung in Deutschland von einem Vitamin D-Mangel betroffen waren.

Besonders gefährdete Risikogruppen: 

Kinder werden oftmals von der Sonne ferngehalten und zu ausgiebig mit chemischen Sonnenblockern geschützt.

Alte Menschen, die sich wenig bis gar nicht in der Sonne aufhalten. Zudem nimmt die Fähigkeit Vitamin D auf der Haut zu synthetisieren im Laufe des Alterns ab. 

Bettlägerige Menschen können im Bett kein Vitamin D durch Sonnenstrahlen synthetisieren. 

Schwangere haben einen deutlich höheren Vitamin D-Bedarf da zwei Organismen versorgt werden müssen.

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  • Wie kann ich meinen Vitamin D-Mangel ausgleichen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihren Körper mit Vitamin D versorgen können:

  • In Deutschland kann Ihre Haut von April bis September in der Mittagssonne max. zwischen 11 und 15 Uhr (nur im Hochsommer) Vitamin D bilden. Sonnen Sie sich täglich 10-20 Minuten (zumindest Arme und Beine) ohne Sonnenschutz. Je heller Ihr Hauttyp, desto weniger Sonnenzeit benötigen Sie. Im Winter ermöglicht nur ein Urlaub in geeigneten Breitengraden eine Vitamin D-Bildung per Sonnenbad. Beachten Sie unsere Tipps zum Sonnen!
  • Nehmen Sie Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel ein. Mit unserem kostenlosen Vitamin D-Bedarfsrechner können Sie Ihren persönlichen Vitamin D-Bedarf sehr einfach ermitteln. Klicken Sie hier, um direkt zum Bedarfsrechner weitergeleitet zu werden!
  • Nutzen Sie ein Solarium mit UV-B-Strahlen (nach Bestimmung Ihres Hauttyps und der richtigen Dosierung). Lassen Sie sich dabei unbedingt von ausgebildetem Fachpersonal beraten und achten Sie auf ein qualitativ hochwertiges Solarium.

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  • Kann ich meinen Vitamin D-Bedarf über die Ernährung abdecken?

Alleine über die Ernährung ist eine ausreichende Aufnahme von Vitamin D (abgesehen von Extremdiäten wie z.B. bei den Eskimos, die in hohem Maße Fisch und Lebertran konsumieren) nicht zu erreichen.

Um 4000 I.E. Vitamin D über die Nahrung  zu sich zu nehmen, müssten Sie täglich 80 Eier, 400 g Hering, 5 kg Rinderleber, 3 kg Pilze oder 10 kg Käse essen!

Um zu erfahren, wie Sie stattdessen einen ausreichenden Vitamin D-Spiegel erreichen können, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie kann ich meinen Vitamin D-Spiegel im Winter aufrechterhalten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihren Körper im Winter mit Vitamin D versorgen können:

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Thema Sonne und Solarium

  • Wann ist die Bildung von Vitamin D in der Sonne möglich?

In Deutschland ist die Vitamin D-Bildung in der Sonne lediglich von April bis September maximal in dem Zeitfenster von 11 und 15 Uhr (Hochsommer) bei wolkenfreiem Himmel möglich. Je weiter man sich auf der Zeitachse vom Sonnenhöchststand (21. Juni) entfernt, desto geringer wird dieses Zeitfenster sowie die Intensität der durchdringenden Strahlung und schließt sich Mitte Oktober bzw. Ende März.

Sonnen Sie sich täglich 10-20 Minuten (zumindest Arme und Beine) ohne Sonnenschutz. Je heller Ihr Hauttyp, desto weniger Sonnenzeit benötigen Sie. Ein Sonnenbrand muss unbedingt vermieden werden! Hier erhalten Sie Tipps zum Sonnen in der Sonne.

Im Winter kann in unseren Breitengraden kein Vitamin D über die Haut produziert werden, da die dafür benötigten UV-B-Strahlen in dieser Jahreszeit von der Atmosphäre absorbiert werden und unsere Haut nicht erreichen. Die Faustregel lautet: Nur wenn mein Schatten kürzer ist als meine Körpergröße, kann Vitamin D über die Haut gebildet werden. 

Um mehr über die Vitamin D-Bildung in der Sonne zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Kann man auch im Schatten oder bei Nutzung von Sonnencreme Vitamin D produzieren?

Die für die Vitamin D-Produktion verantwortlichen UV-B-Strahlen erreichen unsere Haut im Schatten und bei Nutzung von Sonnencreme nicht. Weitere Barrieren sind Wolken, Glasscheiben und Kleidung. Zur FAQ: Wann ist die Bildung von Vitamin D in der Sonne möglich?

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  • Wie schütze ich mich am besten vor Sonnenbrand?

Der beste Schutz gegen Sonnenbrände ist die zeitliche Begrenzung der Sonnenexposition. 10-30 Minuten (abhängig vom Hauttyp) reichen in der sommerlichen Mittagssonne für die Vitamin D-Produktion vollkommen aus. Danach sollte direkte UV-Strahlung entweder gemieden oder entsprechende Vorkehrungen, wie die Nutzung hautabdeckender Textilien oder Sonnenschutzmittel mit UVA-Schutz, getroffen werden. 

Die Inhaltsstoffe der Sonnenschutzmittel sollten entweder natürlichen Ursprungs oder die Ungefährlichkeit mittels Langzeitstudien bestätigt sein. Eine Vielzahl von chemischen Sonnenschutzmitteln erfüllt diese Anforderungen nicht. Sie stehen im dringenden Verdacht krebsfördernd und neurotoxisch zu wirken sowie das Hormonsystem und die Fruchtbarkeit negativ zu beeinträchtigen. Hier erfahren Sie mehr zum Thema „gefährliche Sonnenschutzmittel“ >>

Ergänzend kann die präventive Einnahme von starken Antioxidantien wie zum Beispiel Astaxanthin, OPC, MPC, Glutathion oder Vitamin C & E die Haut zusätzlich schützen.

Um mehr über das „richtige Sonnen“ zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie schütze ich mich am besten vor Hautkrebs?

Sonnenbrände müssen nach Möglichkeit vermieden werden! Optimalerweise gewöhnen Sie sich im Frühjahr langsam an die UV-Strahlung und nutzen die Monate von Mitte März bis Anfang Oktober für eine regelmäßige Besonnung.

Moderate und gleichmäßige Sonnenexposition reduziert das Risiko Melanome (schwarzer Hautkrebs) zu manifestieren, wohingegen schockartige und heftige Besonnung das Risiko erhöhen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das parallel zur Sonnenexposition entstehende Vitamin D, welches vor Hautkrebs schützt. Niedrige Vitamin D-Spiegel im Blut sind hingegen mit einem erhöhten Auftreten und Fortschreiten von weißem Hautkrebs verbunden. 

Achten Sie daher bei der Nutzung von Sonnencremes unbedingt auf den UVA-Schutz! Ist dieser nicht entsprechend ausgewiesen, ist von einem erhöhten Hautkrebs-Risiko, verursacht durch das Sonnenschutzmittel, auszugehen. Denn durch reine UV-B-Blocker wird die Vitamin D-Synthese auf der Haut verhindert, während die gefährlichere UV-A-Strahlung ungehindert in die Haut eindringen kann. 

Die Inhaltsstoffe der Sonnenschutzmittel sollten entweder natürlichen Ursprungs oder die Ungefährlichkeit mittels Langzeitstudien bestätigt sein. Eine Vielzahl von chemischen Sonnenschutzmitteln erfüllt diese Anforderungen nicht. Sie stehen im dringenden Verdacht krebsfördernd und neurotoxisch zu wirken sowie das Hormonsystem und u. a. die Fruchtbarkeit negativ zu beeinträchtigen. Hier erfahren Sie mehr zum Thema „gefährliche Sonnenschutzmittel“ >>

Außerdem sollte Ihr Vitamin D-Spiegel den Mangelgrenzwert von 30 ng/ml nicht unterschreiten und ist bestenfalls zwischen 40-60 ng/ml angesiedelt. 

Um mehr über Hautkrebs zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Ich nehme Medikamente ein. Darf ich mich sonnen?

Das ist individuell abhängig vom Medikament. Viele Arzneistoffe lösen in Kombination mit UVA-Strahlung photosensitive Reaktionen aus. Diese wirken sich ähnlich wie starke Sonnenbrände, in Form von schmerzhaften Zuständen und Rötungen der Haut, bis hin zur Blasenbildung und Juckreiz aus. Vorsichtshalber sollten Sie bei der Einnahme von Medikamenten unbedingt den Beipackzettel beachten und im Zweifelsfall Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Um mehr über die Kombination aus Medikamenten und Sonnenbad zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Kann man beim Sonnen im Solarium Vitamin D bilden?

Moderne Solarien verfügen über einen ausgewogenen UV-A/UV-B-Mix (und können je nach Bräunungsziel eingesetzt werden), welcher der Zusammensetzung der natürlichen Sonnenstrahlen bei vielen Geräten ähnlich ist. Die Strahlungsstärke entspricht mit 0,3 W/m² genau der Mittagssonne in südlichen Ländern. Entsprechend kann die UV-Bestrahlung in Sonnenbänken in ähnlicher Weise die Vitamin-D-Synthese anstoßen. Lassen Sie im Solarium unbedingt von ausgebildetem Fachpersonal beraten und achten Sie auf ein qualitativ hochwertiges Solarium. Beachten Sie außerdem unsere Tipps zum Sonnen im Solarium!

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  • Kann man mit Tageslichtlampen Vitamin D produzieren?

Tageslichtlampen enthalten kein UV-Licht. Es ist aber gerade der UV-Anteil des Tageslichts, der unsere Haut dazu anregt, Vitamin D zu bilden. Insofern sind Tageslichtlampen nicht dazu geeignet, die Vitamin D Produktion anzukurbeln.

Tageslichtlampen beeinflussen die Bildung von Melatonin und Serotonin und haben über diese hormonelle Achse gerade im Winter einen stimmungsaufhellenden Effekt. Das Tageslicht – noch genauer der Blauanteil des Tageslichts – spielt bei diesem Umwandlungsprozess eine bedeutende Rolle. Es übernimmt nämlich die Rolle des Taktgebers und signalisiert unserem Körper, wann es Morgen bzw. Abend ist. Deswegen bewirkt eine regelmäßige Anwendung einer Tageslichtlampe am Morgen auch eine bessere Taktgebung für unsere innere biologischen Uhr und verbessert hierdurch unseren Schlaf. Bitte auf keinen Fall abends anwenden.

 

Thema Vitamin D-Einnahme

  • Wie viel Vitamin D  soll ich einnehmen?

Das ist abhängig von Ihrem derzeitigen Vitamin D-Serumspiegel und Ihrem Körpergewicht. Mit unserem kostenlosen Vitamin D-Bedarfsrechner können Sie Ihren persönlichen Vitamin D-Bedarf sehr einfach ermitteln. Klicken Sie hier um direkt zum Bedarfsrechner weitergeleitet zu werden!

Die exakte Einnahmedosis sollte jedoch durch regelmäßige Messungen bestimmt werden, denn nicht jedermann ist im Stande Vitamin D in gleichem Ausmaß aufzunehmen bzw. zu verwerten. Als Faustregel kann von einer sicheren Erhaltungsdosis von max. 5000 I.E. bei 70 kg Körpergewicht pro Tag ausgegangen werden – bei weniger Körpergewicht muss die Dosis entsprechend reduziert werden. Langfristige Einnahmedosierungen über 5000 I.E./Tag sollten unbedingt unter ärztlicher Begleitung erfolgen. Davon ausgenommen sind kurzzeitig hohe Initialdosen, die für max. wenige Wochen notwendig sind um den gewünschten Vitamin D-Spiegel aufzubauen.

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  • Bioverfügbarkeit: Wie kann ich die Aufnahme von Vitamin D-Supplementen optimieren?

Wie alle fettlöslichen Vitamine, sollte auch Vitamin D zu einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden, um die maximale Resorption zu erzielen. Außerdem ist es von Vorteil jeden Tag eine bestimmte Menge davon zu sich zu nehmen und nicht in unregelmäßigen Abständen und Dosen. Um den unserer Ansicht nach optimalen Vitamin D-Spiegel von 40-60 ng/ml zu erreichen, können sie unseren Vitamin D-Bedarfsrechner nutzen.

Nach mehreren Wochen der Vitamin D-Einnahme, kann schlussendlich mittels Bluttestung der eigene Vitamin D-Spiegel (25(OH)D) ermittelt werden, der nun höher sein sollte als zuvor. Da die Verstoffwechselung von Vitamin D und somit auch die Bioverfügbarkeit individuell unterschiedlich sind, ist dies eine gängige Methode um die optimale Vitamin D-Dosis für sich selbst herauszufinden.

Sollte Ihr Vitamin D-Spiegel trotz der genannten Maßnahmen bei weitem nicht Ihrem Zielwert entsprechen, empfiehlt es sich auf ein anderes Vitamin D-Präparat eines anderen Herstellers umzusteigen. Hilft auch das nicht,  könnten Probleme mit der Fettverdauung die Ursache sein, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen.

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  • In welcher Form sollte Vitamin D am besten eingenommen werden?

Sämtliche Vitamin D-Supplemente werden im Idealfall zu fetthaltigen Mahlzeiten eingenommen, da hierbei die höchste Bioverfügbarkeit des fettlöslichen Vitamin D gegeben ist. In welcher Form Vitamin D supplementiert wird, ist nebensächlich, doch sind wohl ölhaltige Tropfen aufgrund individueller Dosierungsmöglichkeiten am geeignetsten. Bei Tabletten sollte auf die Füllstoffe geachtet werden. Von Multipräparaten (ein Mix an Mikronährstoffen), in denen Vitamin D meist nur in sehr geringen Mengen vorhanden ist, raten wir ab.

Um mehr über Vitamin D-Präparate zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wie häufig sollte ich Vitamin D einnehmen? Ist einmal pro Woche ausreichend?

Nein, Vitamin D sollte täglich zugeführt werden, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Egal ob durch die UV-B Strahlung der Sonne bzw. eines hochwertigen Solariums induziert, als Tropfen, Tabletten oder als Dragees. Das reine, ungebundene und für den Großteil der präventiven Wirkungen zuständige Vitamin D, hat eine Halbwertszeit von nur 24 Stunden.

Um mehr über das optimale Einnahmeintervall zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Kann Vitamin D toxisch wirken?

Werden über längere Zeiträume extrem hohe Dosen konsumiert, kann Vitamin D auch Intoxikationen hervorrufen. Der toxische Bereich beginnt dabei ab Vitamin D-Werten von über 150 ng/ml. Die von uns empfohlenen Dosierungen führen allerdings nicht zu derartig hohen Vitamin D-Spiegeln, sodass Toxizitäten insofern ausgeschlossen sind.

Im Zweifelsfall kann eine Toxizität über einen außergewöhnlich hohen Kalziumspiegel ermittelt werden, da dies in der Regel die einzige Nebenwirkung eines extrem hohen Vitamin D-Spiegels ist. Der Kalziumspiegel sollte sich zw. 2,1 – 2,7 mmol/l befinden. Ist der Kalziumspiegel also über 2,7 mmol, sollte ein Arzt konsultiert und das Vitamin D so lange abgesetzt werden, bis der Wert wieder im Normbereich liegt.

Um mehr über das Thema Vitamin D & Toxitzität zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Wann sollte ich Vitamin D nicht oder nur mit Vorsicht einnehmen (Kontraindikationen)?

In sehr seltenen Fällen sollte Vitamin D nicht oder nur unter ärztlicher Beobachtung eingenommen werden. Das betrifft unter Umständen die Stoffwechselerkrankungen Hyperkalzämie oder Hyperparathyreoidismus und jene Krankheitsbilder, die damit in Verbindung stehen (Liste unvollständig):

Hyperkalzämie: eine Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut. Somit sind auch alle Krankheiten betroffen, die sich auf eine Hyperkalzämie zurückführen lassen.

Williams-Beuren-Syndrom oder Williams-Syndrom: ist eine genetisch bedingte Form der Hyperkalzämie.

Nephrokalzinose: dabei handelt es sich um Ablagerungen von Kalziumsalzen in der Niere.

Sarkoidose: hierbei kann eine erhöhte Ausscheidung von Kalzium über die Niere stattfinden.

Hyperparathyreoidismus: eine Regulationsstörung der Nebenschilddrüse, die zu erhöhten Ausschüttungen des Parathormons (PTH) führt.

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  • Reagiert jeder Mensch gleich auf Vitamin D?

Nein, davon abgesehen, dass wahrscheinlich ca. 25% der Menschen aufgrund von genetischen Faktoren Vitamin D-Resistenzen aufweisen und höhere Dosen bräuchten, ist die Reaktion unter anderem auch von der jeweiligen Versorgungsituation des Betroffenen abhängig. Bei Menschen mit eingangs sehr niedrigen Vitamin D-Spiegeln kann von umfangreicheren positiven Effekten ausgegangen werden, wenn der Spiegel angehoben wird als bei bereits regelrecht Versorgten. 

Darüber hinaus ist beinahe jede Körperzelle mit Vitamin D-Rezeptoren ausgestattet, was bedeutet, dass sich Vitamin D auf sämtliche Organe, Gewebe und Funktionen im Körper positiv auswirkt. So vielseitig die Wirkungen von Vitamin D sind, so zahlreich und verschieden sind auch die dadurch ausgelösten Reaktionen und präventiven Schutzwirkungen.

Negative Nebenwirkungen können nur bei extremer Überdosierung in Form von Hyperkalzämie und zu schneller Anhebung des Vitamin D-Spiegels in Form von Herzrasen erfolgen.

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  • Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation auch Vitamin K2 einnehmen?

Nein, die zusätzliche Supplementierung von Vitamin K2 ist ein „Kann“ aber kein „Muss“, denn Vitamin D entfaltet seine volle Wirkung auch ohne Vitamin K2 und ist daher keine Voraussetzung für eine adäquate Vitamin D-Versorgung. Allerdings kann Vitamin K2 in vielerlei Hinsicht zusätzlich unterstützend wirken, beispielsweise verbessert es ebenso wie Vitamin D, die Kalziumaufnahme in den Knochen und kann bei Bedarf/Mangel parallel zu Vitamin D eingenommen werden.

Um mehr über Vitamin K2 zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Vitamin D-Co-Faktoren: Muss ich bei einer Vitamin D-Supplementation Magnesium begleitend einnehmen?

Als der wichtigste Co-Faktor von Vitamin D sollte Magnesium unbedingt berücksichtigt werden. Beispielsweise ist Magnesium notwendig, um Vitamin D in seine aktive Form umzuwandeln. Generell wird empfohlen, Magnesium nur bei nachgewiesenem Mangel, der aber sehr weit verbreitet zu sein scheint, zu supplementieren. Für eine Supplementation sprechen die zahlreichen Beteiligungen des Minerals an biochemischen Prozessen im Körper, für die Magnesium unabdingbar ist.

Um mehr über Magnesium zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Ist es vorteilhaft Vitamin D mit Kalzium zu kombinieren?

Grundsätzlich nein! Ein regelrechter Vitamin D-Spiegel ist Voraussetzung für die Kalziumaufnahme ins Blut. Ein Kalziummangel sollte daher vorrangig mit der Beseitigung des Vitamin D-Mangels behandelt werden. Da bei normaler Ernährungsweise davon ausgegangen werden kann, dass dem Körper mehr als genügend Kalzium (800-1000 mg/Tag) zugeführt wird, liegt die Ursache für einen Mangel und den damit verbundenen Problemen in der Regel folglich bei zu niedrigen Vitamin D-Spiegeln. Falls überhaupt sollten nur in Ausnahmefällen und dann unter ärztlicher Begleitung Kalziumprodukte eingenommen werden.

Um mehr über das Zusammenspiel von Vitamin D, Kalzium und z.B. der Sango Meereskoralle zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Sollen schwangere Frauen Vitamin D einnehmen und wenn ja wie viel?

Gerade schwangere Frauen sollten für eine möglichst unkomplizierte Schwangerschaft und im Sinne der der Gesundheit des Säuglings und der Mutter selbst bestens mit Vitamin D versorgt werden. Wir empfehlen Dosen von mindestens 4000 I.E. täglich.

Um mehr über Vitamin D in der Schwangerschaft zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Dürfen Kinder Vitamin D nehmen?

Dass Vitamin D eine Grundvoraussetzung für ein solides Knochenwachstum ist und Kinder vor Rachitis schützt, ist unumstritten. Ferner begünstigt ein Vitamin D-Mangel in der Kindheit die Entstehung verschiedenster chronischer Erkrankungen im Kindesalter und im späteren Leben. Vor allem im Säugling- und Kindesalter ist ein adäquater Vitamin D-Spiegel enorm wichtig für die Entwicklung des Immunsystems und die damit verbundene Gesundheit. Es wird dringend empfohlen auch Kinder in Absprache mit dem Kinderarzt entsprechend mit Vitamin D zu versorgen.

Um mehr über die Wirkung von Vitamin D auf Kinder zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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  • Gibt es tatsächlich – wie einige Akteure behaupten – zahlreiche Studien, die belegen, dass Vitamin D wirkungslos ist?

In der Regel sind derartige Studien und die damit verbundenen Aussagen, wohlwollend ausgedrückt, auf mangelnde Fachkenntnisse zurückzuführen, was sich offenbar quer durch den Gesundheitsapparat zieht. Das Studiendesign ist für eine adäquate Einschätzung der Seriosität einer Studie der entscheidende Faktor. So sind beispielsweise durch extrem unterdosierte Verabreichungen von Vitamin D mit 400 I.E. ebenso keine nennenswerten Erfolge zu erwarten, wie wenn die Vitamin D-Verabreichung nicht täglich, sondern wöchentlich oder gar monatlich vonstattengeht. Eine aussagekräftige Studie zeichnet sich ferner durch das Messen der Vitamin D-Blutwerte vor und nach einer Intervention aus, da relevante Aussagen über die Vitamin D-Versorgung sowie den tatsächlichen Interventionsgrad nur so dokumentiert werden können. Es gibt aber auch noch weitere Fehlerquellen und Fehlinterpretationen die wir für Sie in einem Artikel aufbereitet haben.

Um mehr über die sich in Umlauf befindenden Desinformationen zum Vitamin D zu erfahren, klicken Sie bitte hier!

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Das Projekt SonnenAllianz

  • Was sind die Ziele der SonnenAllianz?

Die SonnenAllianz ist ein Projekt der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP). Sie hat sich zum Ziel gesetzt, unabhängig über die vielen gesundheitlichen Themen rund um die Sonne und das Sonnenlicht zu berichten und aufzuklären. 

Die SonnenAllianz will die gesundheitsfördernden Aspekte der Sonne für ein breites Publikum bekannt und transparent machen und Mythen in der öffentlichen Diskussion durch wissenschaftliche Fakten entweder belegen oder widerlegen. Dazu stellt die Projektplattform Anschauungsmaterial, Medien und Werkzeuge zum gesunden Umgang mit dem Sonnenlicht für jede/n Interessierte/n bereit.

Um mehr über die Ziele der SonnenAllianz zu erfahren, klicken Sie bitte hier.

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  • Wie kann ich das Projekt SonnenAllianz unterstützen?

Als Projekt der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP) lebt die SonnenAllianz ausschließlich von privaten Spenden. Ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht uns, die Inhalte der SonnenAllianz-Website stets um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Sonne, Licht und Vitamin D zu erweitern und mit nützlichen Tools und Medien auszustatten. 

Am einfachsten erreicht uns Ihre Spende über die Spendenplattform Betterplace. Jede Spende zählt und vor allem kleine Dauerspenden sichern das Projekt langfristig ab!

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Toxische Inhaltstoffe in Sonnenschutzmitteln

Toxische Inhaltstoffe in Sonnenschutzmitteln

Sonnenschutzmittel können bei ordnungsgemäßem Gebrauch vor Hautschäden durch UV-Strahlung schützen, wenn wir uns für längere Zeit in der Sonne aufhalten möchten. Doch Sonnencremes und Co. sollten mit Bedacht verwendet werden, denn viele Inhaltsstoffe  stehen im Verdacht gesundheitsschädlich und sogar krebserregend zu wirken. Eine aktuelle Untersuchung aus dem Mai 2019 zeigt, dass möglicherweise gefährliche Toxine der Sonnenschutzmittel vom Körper absorbiert werden und dort für längere Zeit verbleiben.

Bei der Studie wurden 4 verschiedene Sonnenschutzprodukte (2x Sonnen-Spray, 1x Sonnen-Lotion, 1x Sonnen-Creme) an jeweils 6 Probanden getestet. Den Teilnehmern wurde 4 mal täglich und 4 Tage lang auf 75% der Körperoberfläche 2 mg/cm² des jeweiligen Sonnenschutzpräparates aufgetragen, das entspricht der maximalen Anwendungsempfehlung. Im Anschluss wurden 30 Blutproben über 7 Tage verteilt entnommen um die Konzentrationen der 4 Hauptsubstanzen: Avobenzon, Oxybenzone, Octocrylene und Ecamsule im Blutplasma festzustellen.

Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 35,5 Jahre, beide Geschlechter waren zu 50% vertreten und 14 Teilnehmer hatten eine schwarze Hautfarbe. Von den 24 Probanden hatten 23 die Untersuchung abgeschlossen. Die häufigste Nebenwirkung der Sonnenschutzmittel war Hautausschlag, der in jeder der 4 Gruppen einmal vorkam.

Das Ergebnis:

Alle 4 handelsüblichen Sonnenschutzmittel führten unter Maximalgebrauchsbedinungen bereits am ersten Tag zur deutlichen Überschreitung des von der FDA (amerikanische Gesundheitsbehörde) festgelegten "angeblich sicheren" Schwellenwertes (0,5 ng/ml) der Chemikalien im Blutplasma. Dieser Schwellenwert wurde aber für Nahrungsmittel bestimmt und scheint für Hautanwendungen, aufgrund der direkten Aufnahme ins Blut, ziemlich hoch gegriffen.

Bei allen 4 Produkten konnte nach Anwendung in den Plasmakonzentrationen ein maximaler geometrischer Mittelwert von 4 ng/ml Avobenzon gemessen werden, was den Schwellenwert von 0,5 ng/ml um das Achtfache übertrifft. Dieser Grenzwert wurde von der Mehrheit der Teilnehmer innerhalb von 6 Stunden nach der ersten Anwendung erreicht. Die Halbwertszeit betrug zwischen 33-55 Stunden.

Drei von vier Produkten enthielten Oxybenzon, dessen Plasmawert am Tag 7 der Untersuchung die 20 ng/ml - Marke überschritt. Der maximale geometrische Mittelwert in der Plasmakonzentration betrug 209,6 ng/ml mit einer Halbwertszeit von 24-31 Stunden.

Ebenfalls in allen 4 Produkten war Octocrylene enthalten, was im Blutplasma einen geometrisch maximalen Mittelwert von 2,9 ng/ml verursachte. Die Halbwertszeit wurde zwischen 42-84 Stunden angegeben.

Die Sonnencreme war das einzige Produkt, das Ecamsule beinhaltete. Bei 5 von 6 Probanden konnte eine erhöhte Plasmakonzentration, die den Richtwert von 0,5 ng/ml überschritt, nachgewiesen werden.


Fazit:

Alle 4 untersuchten Chemikalien stehen im Verdacht endokrine Aktivitäten negativ zu beeinflussen, krebserregend zu sein, die männliche Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen und/oder neurotoxisch zu wirken. Oxybenzon wurde in Hawaii bereits verboten, da sich das Toxin auf viele Meeresbewohner, wie zum Beispiel die Meereskoralle, tödlich auswirkt. Sonnenschutzmittel, die derartige Inhaltsstoffe aufweisen und deren Langzeitfolgen nicht ausreichend erforscht sind, sollten selbsterklärend nur in entsprechenden Dosierungen aufgetragen oder gänzlich durch natürliche Alternativprodukte ersetzt werden. Eine weitere alternative Maßnahme um sich bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne vor Sonnenbrand zu schützen, ist außerdem die Nutzung von schützender Kleidung und Kopfbedeckung.

Quellen:

  1. Matta, M. K. (2019, June 04). Effect of Sunscreen Application on Plasma Concentration of Active Ingredients. Retrieved from https://jamanetwork.com/journals/jama/article-abstract/2733085?utm_campaign=articlePDF&utm_medium=articlePDFlink&utm_source=articlePDF&utm_content=jama.2019.5586

Tipps für einen sicheren Besuch im Sonnenstudio

Tipps für einen sicheren Besuch im Sonnenstudio

Die letzten Wochen des Vitamin D-Winters sind angebrochen und die Versorgung mit dem Sonnen-Hormon erreicht beim überwiegenden Teil der deutschen Bevölkerung in diesen Tagen ihren Tiefpunkt. Neben der Supplementation mit Vitamin D-Nahrungsergänzungspräparaten, ist der regelmäßige Besuch im Sonnenstudio ebenfalls eine probate Methode, um den weit verbreiteten Mangel am Sonnen-Hormon zu kompensieren. Darüber hinaus hat ein ausgewogener Mix aus UV-Strahlen noch weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit und steigert das Wohlbefinden deutlich.

Mehrere Gründe für einen Besuch im Sonnenstudio

Über die gesundheitlichen Vorteile durch Vitamin D, das auf unserer Haut auch durch künstliche Sonnen-Exposition gebildet wird, können Sie sich bei der SonnenAllianz umfassend informieren. Das künstliche UV-Licht bietet aber darüber hinaus, analog zum natürlichen Sonnenlicht, unter anderem auch positive Effekte auf den Hormonhaushalt. Insbesondere werden unter dem Einfluss des UV-Lichtes die Bildung folgender Hormone in unserem Gehirn beeinflusst:

Serotonin: Die Bildung des Melatonin-Vorläufers Serotonin wird durch die Exposition mit Tageslicht erhöht. Dieses Hormon reguliert u. a. die Körpertemperatur, das Hungergefühl, die lmmunabwehr, die Stimmungslage (wirkt antidepressiv) sowie den Sexualtrieb.

Melatonin: Dieses Zirbeldrüsenhormon ist ein wichtiger Schrittmacher für viele zirkadiane Rhythmen des Körpers. Seine Bildung aus Serotonin wird durch Licht gehemmt. Bei Dunkelheit wird diese Hemmung aufgehoben, die Produktion steigt an und mit ihr auch die Sekretion des Melatonins. Auch wenn die Zusammenhänge hier noch nicht vollständig erforscht und sehr komplex sind, so weiß man doch, dass Melatonin das entscheidende Steuerungshormon des Schlaf-Wachrhythmus ist. Darüber hinaus spielt Melatonin auch eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung von Infektionen, Entzündungen, Krebs und Autoimmunität und schließlich unterdrückt Melatonin durch UV-Strahlung induzierte Hautschäden.

Endorphin: Das sogenannte "Glückshormon" wird in der Hypophyse und Zirbeldrüse gebildet und durch UV-Licht angeregt. Es reguliert u. a. das Schmerzempfinden, die Darmtätigkeit, die lmmunabwehr und hat positive Auswirkungen auf die Stimmungslage.

Wie umfassend die Wirkungen des UV-Lichtes auf unsere Gesundheit ist, zeigt sich auch in der therapeutischen Anwendung. Verschiedene Krankheiten der menschlichen Haut, wie Schuppenflechte, Vitiligo (Weißfleckenkrankheit), atopische Dermatitis/Neurodermitis und lokalisierte Sklerodermie, können mit natürlicher aber auch mit künstlicher UV-Strahlung behandelt werden.

Die UV-Exposition kann zudem die klinischen Symptome der Multiplen Sklerose (Correale, 2007) unabhängig von der Vitamin-D-Synthese unterdrücken. Darüber hinaus erzeugt UV-Strahlung Stickstoffmonoxid, das den Blutdruck senken und allgemein die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems verbessern kann (Andrukhova et. al 2014 & Liu et al., 2014). Insofern, sind die gesundheitlichen Wirkungen von UV-Licht bei Beachtung von den hier aufgeführten Verhaltensregeln - auch außerhalb der so wichtigen Vitamin D-Produktion - also ein nachvollziehbarer Grund für einen Besuch im Sonnenstudio in der dunklen Jahreszeit.

Was Sie im Solarium beachten sollten

Mit dem künstlichen UV-Licht ist es wie mit vielen anderen Dingen im Leben: die Dosis entscheidet über Nutzen und Schaden! Bei angepasster Dosis und qualitativ hochwertigen Sonnenbänken, die einen entsprechenden UV-B-Anteil aufweisen, überwiegen die positiven Effekte, die sogar im Verdacht stehen präventiv gegen diverse Hautkrebsarten zu wirken. Ein sorgloser Umgang hingegen kann zu einem erhöhtem Risiko von Hautkrebs und zu Hautalterung führen.

Sonnenbank

Was Sie beim Besuch im Solarium unbedingt beachten sollten und wie man sich gegen Folgeschäden durch überdosierte UV-Bestrahlung schützen kann, haben wir hier für Sie zusammengestellt:

1. UV-B Strahlen sind ein MUSS, ansonsten geschieht keine Vitamin D-Produktion und die Gefahr für Hautkrebs steigt.

Moderne Solarien verfügen über einen ausgewogenen UV-A/UV-B-Mix, welcher der Zusammensetzung der natürlichen Sonnenstrahlen bei vielen Geräten ähnlich ist. Die Strahlungsstärke entspricht mit 0,3 W/m² genau der Mittagssonne in südlichen Ländern. Entsprechend kann die UV-Bestrahlung in Sonnenbänken in vergleichbarer Weise die Vitamin-D-Synthese anstoßen.

2. Nutzen Sie nur Solarien mit ausgebildetem Fachpersonal.

Diese beraten Sie gerne und helfen ihnen bei der Auswahl des für Sie entsprechenden Besonnungs-Programms. Ein Indikator für ein professionelles Sonnenstudio mit Fachpersonal ist an der Einhaltung der UV-Schutz-Verordnung ersichtlich.

3. Passen Sie Zeit und Dauer Ihrem Hauttyp an.

Bei der Nutzung von Solarien ist das Personal verpflichtet, eine Hauttypenanalyse mittels Fragebogen, sowie einen Besonnungsplan anzubieten. Auf Basis Ihres Hauttyps wird ein für Sie speziell geltender Dosierungsplan erstellt. Dieser ist abgestimmt auf die in dem Sonnenstudio nutzbaren Bestrahlungsgeräte.

Optimal wäre die Nutzung von modernen Solarien mit eingebautem Hautsensor.

4. Überdosierung: Vermeiden Sie Sonnenbrand und starke Hautrötungen.

Sonnenbrand ist unbedingt zu vermeiden. Beim ersten Anzeichen von Sonnenbrand sollte man die Besonnung deshalb sofort beenden.

5. Die Intensität der Sonnenbank darf nicht verwechselt werden mit der der natürlichen Sonne

Die Bestrahlungsintensität und das Spektrum moderner und gesetzeskonformer Solarien entsprechen heute ziemlich genau der sogenannten ,,Referenzsonne".

Diese bezeichnet die spektrale UV-Bestrahlungsstärke der Solarstrahlung, an der Erdoberfläche bei Sonnenhöchststand (90°) in den Tropen.  Daher entspricht sie annähernd dem zu erwartenden Maximalwert der UV-Strahlung, dem auch ein Maximum an biologischer Wirksamkeit zukommt.

Beispielsweise können 10 Minuten einer modernen Hochleistungssonnenbank einem 25-minütigen Sonnenbad am Strand von Mallorca entsprechen.

6. Tragen Sie die desinfizierte Schutzbrille, um Ihre Augen zu schützen.

7. Vorsicht bei Medikamenten: Aufgrund von Unverträglichkeitsreaktionen sollte vor dem Solarium-Besuch abgeklärt werden, ob die eingenommenen Medikamente fototoxische Reaktionen auslösen können. Mehr dazu erfahren Sie hier.

8. Nutzen Sie bei der Bestrahlung keine Kosmetika.

9. Beschränken Sie die Nutzung eines Solariums auf ca. 1 mal pro Woche.

Quellen:

Correale, J., & Farez, M. (2012). Immune System Modulation in Multiple Sclerosis as a Result of Sunlight Exposure: Role of cis-Urocanic Acid (S60.004). Neurology, 78(Meeting Abstracts 1). doi:10.1212/wnl.78.1_meetingabstracts.s60.004

Liu, D. et al., UVA Irradiation of Human Skin Vasodilates Arterial Vasculature and Lowers Blood Pressure Independently of Nitric Oxide Synthase, Journal of Investigative Dermatology, 2014

Olena Andrukhova et al., Vitamin D Is a Regulator of Endothelial Nitric Oxide Synthase and Arterial Stiffness in Mice, Molecular Endocrinology, Januar 2014, 28 (1)

Toxizität – welche Vitamin D-Dosen sind sicher?

Toxizität – welche Vitamin D-Dosen sind sicher?

Ein großes Hindernis für eine möglichst flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Vitamin D stellen weit verbreitete Desinformationen über die Toxizität dar. Dieser Artikel betrachtet die historischen Ursachen, die zu übertriebener Vorsicht im Umgang mit Vitamin D führten, und vergleicht die Vermutungen von damals mit den Fakten von heute.

Bevor wir aber näher auf die Toxizität von Vitamin D eingehen, ist es vorteilhaft, die durch Untersuchungen festgelegten Beurteilungen des Vitamin D-Spiegels zu kennen. Die folgende Tabelle verschafft hierfür einen Überblick anhand umfangreicher, weltweit zusammengetragener Erkenntnisse der Vitamin D-Forschung (Grant & Holick, 2005). Wie aus der Tabelle 1 hervorgeht, sollte man für einen sicheren und gesundheitsförderlichen Umgang in Sachen Vitamin D-Versorgung, Blutwerte (25(OH)D) im grün markierten Bereich zwischen „Übermaß“ und „relativem Mangel“ anpeilen., d.h. zwischen 32 und 90 ng/ml.

Tabelle 1 Vitamin D-Spiegel im Blut und ihre Beurteilung 

Historische Ursachen der aktuellen Vitamin D-Unterversorgung

Gegen den zeitgemäßen Einsatz von Vitamin D in individuell zugeschnittenen Dosen stehen die derzeit gültigen und zugleich veralteten Richtlinien. Ein Hauptargument der Kritiker höherer Vitamin D-Grenzwerte lässt sich auf extrem hochdosierte Behandlungen in den 1930er und 1940er Jahre zurückführen. Damals wurden Arthritis, Tuberkulose und Asthma mit bis zu 600.000 I.E. behandelt, was zu klinisch signifikanter Hyperkalzämie mit mehreren Todesfällen führte.

Da praktische Methoden zur Messung der verschiedenen Formen von Vitamin D im Blut erst in den  1970er Jahren entwickelt wurden, konnten die Blutspiegel von Vitamin D, die mit dieser Toxizität assoziiert waren, in den 1930er und 1940er Jahren nie bestimmt werden.

Wegen dieser unerwünschten und kritischen Nebenwirkungen fiel die Verwendung von Vitamin D für die Behandlung der oben genannten Krankheiten mit derart hohen Dosen aus dem Blickfeld der Medizin und wurde durch viel niedrigere Dosen im Bereich von 400 I.E. ersetzt, von denen bekannt war, dass sie keine Hyperkalzämie oder anderweitige Toxizität verursachen, die aber  auf der anderen Seite auch nicht klinisch wirksam bei der Behandlung von Arthritis, Tuberkulose oder Asthma waren. Die einem Teelöffel von Lebertran entsprechende geringe Vitamin D-Menge war allerdings sicher bei der Prävention von Rachitis.

Zum Vergleich: In der Haut werden täglich über intensive Sonneneinstrahlung bis zu 25.000 I.E. Vitamin D produziert.

Aufgrund eines körpereigenen Schutzmechanismus sind durch natürliche aber ebenso durch künstliche UV-Bestrahlung Vitamin D-Werte, die mehr als 100 ng/ml aufweisen, ausgeschlossen. Die in der Tabelle erwähnten 150 ng/ml können daher nur durch Supplementation von Vitamin D-Präparaten in extrem hohen Dosen, aber niemals alleine durch UV-B-Strahlung, also weder durch Sonnenbaden noch durch künstliche UV-Strahlung in Solarien, erreicht werden.

Veraltete Grenzwerte sorgen noch immer für Verwirrung

Bis heute ist die offiziell festgelegte „gefahrlose Zufuhr“ für Vitamin D auf 2.000 I.E. täglich begrenzt, um eine vermeintliche Überdosierung mit schädlichen Folgen für die Gesundheit zu verhindern. Die wissenschaftlichen Grundlagen für den Grenzwert von 2.000 I.E. stehen jedoch auf recht wackligen Beinen und wurden durch fundierte Untersuchungen in den letzten Jahren widerlegt.

Anstelle der 2.000 I.E. werden inzwischen 10.000 I.E. als Grenzwert genannt (Hathcock, Shao, Vieth & Heaney, 2007).

Dank der großen therapeutischen Breite von Vitamin D sind Intoxikationen jedoch in aller Regel erst jenseits von 40.000 I.E. täglich und regelmäßig über mehrere Wochen und daraus resultierenden Blutspiegeln von >150 ng/ml zu erwarten (Vieth, 2006).

Dem Trend zu höheren Dosierungen von Vitamin D steht die Sorge entgegen, eine Vergiftung des Körpers mit Vitamin D auszulösen. Das wesentliche Argument dabei ist der Umstand, dass Vitamin D fettlöslich ist und nicht über die Nieren ausgeschieden werden kann. Was dabei übersehen wird, ist die von der Natur klug eingerichtete Eigenschaft von Vitamin D, als Prohormon nur eine geringe Stoffwechselwirksamkeit zu haben. Erst die aktive Form, die von komplexen Vorgängen gesteuert aus Vitamin D entsteht, hat die umfangreichen und intensiven Wirkungen. Die Situation ist vergleichbar mit den Schilddrüsenhormonen, bei denen die Gabe von Thyroxin (das mit dem Vitamin D vergleichbare Prohormon) selbst in hohen Dosen kaum eine Stoffwechselreaktion auslöst, während selbst kleine Mengen von Triojodthyronin, der aktiven Form des Schilddrüsenhormons, erhebliche Folgen auf den Stoffwechsel hat.

Bereits vor etlichen Jahren wurden daher umfangreiche Untersuchungen bei Patienten mit Multipler Sklerose durchgeführt, die zeigen konnten, dass selbst 40.000 I.E. Vitamin D täglich über einen längeren Zeitraum eingenommen zwar zu „astronomischen“ Blutspiegeln führen, jedoch nicht zu Komplikationen im Sinne einer Hyperkalzämie (Kimball, Ursell, O’Connor & Vieth, 2007), (Abb.2 & 3).

Abb. 2: Anstieg des Vitamin D-Spiegels im Blut in Abhängigkeit von der verabreichten Dosis (12). Die Zahlen der x-Achse geben die verabreichte Vitamin D-Menge in Mikrogramm/Woche an: 700-7000 µg entsprechen 28.000-280.000 I.E. Vitamin D pro Woche.
Abb. 3: Die Überprüfung der Kalziumwerte im Blut ergab während des Testzeitraums keine signifikanten Veränderungen.

 

Es besteht also eine hohe Anwendungssicherheit bei der Supplementation von Vitamin D.  Die Änderung von Grenzwerten ist allerdings bekanntlich ein schwieriger und langwieriger Prozess. Er muss dennoch jetzt angestoßen werden, um das Ausmaß der weit verbreiteten Vitamin D-Unterversorgung baldmöglichst problemlos und nachhaltig durch Ergänzungsmaßnahmen verringern zu können. Die SonnenAllianz empfiehlt daher, sich bei der Einnahme an den dafür vorgesehenen Bedarfsrechner zu orientieren, den wir auf unserer Website kostenlos zur Verfügung stellen.

Zudem sind bei Tagesdosierungen oberhalb von 5000 I.E. regelmäßige Laboruntersuchungen und eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt dringend zu empfehlen, um Abweichungen vom Referenzbereich für Vitamin D (60 – 90 ng/ml), Kalzium (2,0 – 2,6 mmol/l oder 8,5 – 10,0 mg/dl) und für den Parathormonspiegel frühzeitig zu erkennen.

Quellen:

Grant, W. B., & Holick, M. F. (2005, June). Benefits and requirements of vitamin D for optimal health: A review. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15989379

Hathcock, J. N., Shao, A., Vieth, R., & Heaney, R. (2007, January). Risk assessment for vitamin D. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17209171

Vieth, R. (2006, April). Critique of the considerations for establishing the tolerable upper intake level for vitamin D: Critical need for revision upwards. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16549491

Kimball, S. M., Ursell, M. R., O’Connor, P., & Vieth, R. (2007, September). Safety of vitamin D3 in adults with multiple sclerosis. Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17823429

Beitragsbild: www.pixapbay.com

Abbildungen: Spitz, J. (2018). Vitamin-D-Mangel: Die unterschätzte Gefahr. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

Vitamin D: Tägliche Einnahme für volle Wirkung

Vitamin D: Tägliche Einnahme für volle Wirkung

Bisher ging man im Allgemeinen davon aus, dass die Einnahmeintervalle bei Vitamin D-Supplementation weniger wichtig sind, sofern im Endeffekt ein adäquater Blutwert erreicht wird. Auch viele Studien in der Vitamin D-Forschung führten aufgrund dieser Fehleinschätzung zu keinen signifikanten Ergebnissen. Wenn Sie aber durch eine Vitamin D-Supplementierung nicht nur Ihr Skelett unterstützen wollen, sondern vom vollen Spektrum der positiven Wirkungen profitieren möchten, dann ist eine tägliche Vitamin D-Zuführung in ausreichender Menge unumgänglich.

Die Wirkung von Vitamin D auf das Skelett

Vitamin D wird dem Körper durch UV-Exposition oder Supplementierung bereitgestellt und landet anschließend in der Leber, die daraus das Prohormon 25(OH)D herstellt, welches wiederum an den Blutkreislauf abgegeben wird (Siehe Abbildung). Das so entstandene 25(OH)D hat im Blut eine Halbwertszeit von etwa 3 Wochen - es verliert in dieser Zeit also ca. die Hälfte seiner Substanz.

Zu beachten ist dabei, dass nur für die endokrinen Effekte (Wirkungen der Hormone in den Zellen über das Blut) des Vitamin D der Blutwert des aktiven Prohormons 25(OH)D wichtig ist. Dieser wirkt sich im wesentlichen auf die Calcium-Homöostase und damit auf die Knochengesundheit aus.

 

Nach: Hollis BW, Wagner CL. Clinical review: The role of the parent compound vitamin D with respect to metabolism and function: Why clinical dose intervals can affect clinical outcomes. J Clin Endocrinol Metab. 2013;98(12):4619-28.

Die Wirkung in den Zellen

Der sogenannte parakrine und autokrine Vitamin D-Stoffwechsel hängt aber vom nicht über die Leber metabolisierten 25(OH)D-Wert im Blut ab. In diesem Fall gelangt Vitamin D über Diffusion direkt in die Zellen, beispielsweise von Brust, Darm, Prostata und Gehirn. Der initiale Vitamin D-Wert (unverstoffwechselt) hat aber eine Halbwertszeit von nur 24 Stunden. Das bedeutet, dass nach wenigen Tagen eine Unterversorgung des Gewebes und der Zellen mit reinem Vitamin D auftreten kann, selbst wenn z.B. einmal wöchentlich hohe Dosen Vitamin D gegeben werden.

Die tägliche Versorgung mit ausreichend Vitamin D ist es also, die abseits vom Knochenstoffwechsel, für die umfangreichen, positiven Auswirkungen des Sonnenhormons ausschlaggebend ist.

Diese Annahme wird durch den Vergleich vieler Interventionsstudien eindrucksvoll unterlegt. Dr. Hollis, ein federführender Forscher auf dem Gebiet des Vitamin D fasst zusammen:

  • Eine Einnahme von 400 – 600 I.E./Tag kann allenfalls Krankheitsbildern des Skeletts vorbeugen.
  • 400 – 600 I.E./Tag versprechen nur sehr geringe (wenn überhaupt) Ergebnisse für die Gewebe- und Zellgesundheit außerhalb des Knochengewebes.
  • Eine Vitamin D-Einnahme von bis zu 10.000 I.E./Tag und  25(OH)D-Werte bis zu 100 ng/ml (250 nmol/l) sind physiologisch normal.
  • Vitamin D-Studien sollten sich an diesen Erkenntnissen zur regelmäßigen Einnahme orientieren und nicht an der Einfachheit einer wöchentlichen oder gar monatlichen Zufuhr.

 

Dr. Bruce Hollis, College of Medicine Medical University of South Carolina, geht im nachstehenden Video auf die detaillierten Zusammenhänge ein:

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Quelle:

Hollis, B. W., & Wagner, C. L. (2013). The Role of the Parent Compound Vitamin D with Respect to Metabolism and Function: Why Clinical Dose Intervals Can Affect Clinical Outcomes. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 98(12), 4619-4628. doi:10.1210/jc.2013-2653

Fotos: www.pixabay.com

Vitamin D-Einnahme-Intervall

 

Bisher ging man im Allgemeinen davon aus, dass die Einnahmeintervalle bei Vitamin D-Supplementation weniger wichtig sind, sofern im Endeffekt ein adäquater Blutwert erreicht wird. Auch viele Studien in der Vitamin D-Forschung führten aufgrund dieser Fehleinschätzung zu keinen signifikanten Ergebnissen. Wenn Sie aber durch eine Vitamin D-Supplementierung nicht nur Ihr Skelett unterstützen wollen, sondern vom vollen Spektrum der positiven Wirkungen profitieren möchten, dann ist eine tägliche Vitamin D-Zuführung in ausreichender Menge unumgänglich.

 

Die Wirkung von Vitamin D auf das Skelett

Vitamin D wird dem Körper durch UV-Exposition oder Supplementierung bereitgestellt und landet anschließend in der Leber, die daraus das Prohormon 25(OH)D herstellt, welches wiederum an den Blutkreislauf abgegeben wird (Siehe Abbildung). Das so entstandene 25(OH)D hat im Blut eine Halbwertszeit von etwa 3 Wochen – es verliert in dieser Zeit also ca. die Hälfte seiner Substanz.

Zu beachten ist dabei, dass nur für die endokrinen Effekte (Wirkungen der Hormone in den Zellen über das Blut) des Vitamin D der Blutwert des aktiven Prohormons 25(OH)D wichtig ist. Dieser wirkt sich im wesentlichen auf die Calcium-Homöostase und damit auf die Knochengesundheit aus.

 

Nach: Hollis BW, Wagner CL. Clinical review: The role of the parent compound vitamin D with respect to metabolism and function: Why clinical dose intervals can affect clinical outcomes. J Clin Endocrinol Metab. 2013;98(12):4619-28.

 

Die Wirkung in den Zellen

Der sogenannte parakrine und autokrine Vitamin D-Stoffwechsel hängt aber vom nicht über die Leber metabolisierten 25(OH)D-Wert im Blut ab. In diesem Fall gelangt Vitamin D über Diffusion direkt in die Zellen, beispielsweise von Brust, Darm, Prostata und Gehirn. Der initiale Vitamin D-Wert (unverstoffwechselt) hat aber eine Halbwertszeit von nur 24 Stunden. Das bedeutet, dass nach wenigen Tagen eine Unterversorgung des Gewebes und der Zellen mit reinem Vitamin D auftreten kann, selbst wenn z.B. einmal wöchentlich hohe Dosen Vitamin D gegeben werden.

Die tägliche Versorgung mit ausreichend Vitamin D ist es also, die abseits vom Knochenstoffwechsel, für die umfangreichen, positiven Auswirkungen des Sonnenhormons ausschlaggebend ist.

Diese Annahme wird durch den Vergleich vieler Interventionsstudien eindrucksvoll unterlegt. Dr. Hollis, ein federführender Forscher auf dem Gebiet des Vitamin D fasst zusammen:

  • Eine Einnahme von 400 – 600 I.E./Tag kann allenfalls Krankheitsbildern des Skeletts vorbeugen.
  • 400 – 600 I.E./Tag versprechen nur sehr geringe (wenn überhaupt) Ergebnisse für die Gewebe- und Zellgesundheit außerhalb des Knochengewebes.
  • Eine Vitamin D-Einnahme von bis zu 10.000 I.E./Tag und  25(OH)D-Werte bis zu 100 ng/ml (250 nmol/l) sind physiologisch normal.
  • Vitamin D-Studien sollten sich an diesen Erkenntnissen zur regelmäßigen Einnahme orientieren und nicht an der Einfachheit einer wöchentlichen oder gar monatlichen Zufuhr.

 

Dr. Bruce Hollis, College of Medicine Medical University of South Carolina, geht im nachstehenden Video auf die detaillierten Zusammenhänge ein:

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Quelle:

Hollis, B. W., & Wagner, C. L. (2013). The Role of the Parent Compound Vitamin D with Respect to Metabolism and Function: Why Clinical Dose Intervals Can Affect Clinical Outcomes. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 98(12), 4619-4628. doi:10.1210/jc.2013-2653

Öl, Kapseln oder Tabletten – das optimale Vitamin D-Präparat

Öl, Kapseln oder Tabletten – das optimale Vitamin D-Präparat

Gibt es Unterschiede bei der Wirkung zwischen Kapseln, Tabletten und Vitamin D-Ölen?

Eines vorweg: die natürlichste Form seinen Vitamin D-Spiegel auf Stand zu bringen, ist noch immer die durch UV-B-Strahlung ausgelöste Vitamin D-Synthese auf der Haut durch ein natürliches Sonnenbad. Doch auch die Bestrahlung moderner Sonnenbänke kann – bei Nutzung von Geräten mit entsprechendem UV-B-Anteil – gezielt zur Vitamin D-Bildung beitragen. Doch was tun, wenn man im Vitamin D-Winter (Oktober-März) keine Zeit oder Möglichkeit hat ins Solarium zu gehen um seinen optimalen Vitamin D-Spiegel zu halten?

Öl-haltige Supplemente auf dem Vormarsch

Aufgrund der Zeitersparnis, Sicherheit und günstigen Preisen erfreuen sich Vitamin D-Präparate immer größerer Beliebtheit. Anders als bei der Vitamin D-Produktion auf der Haut werden Supplemente in der Regel oral eingenommen. Die am häufigsten verwendete und sogleich auch reinste Verabreichungsform ist dabei das Vitamin D-Öl, das zusätzlich den Vorteil der exakten Dosierbarkeit aufweist. Dazu wird meistens Lanolin (Schafwollfett) zusammen mit mittelkettigen Triglyceriden (MCT) entweder in Form von Tropfen oder in Form von Softgel-Kapseln abgefüllt, eingenommen. Neben Lanolin wird Vitamin D-Öl für Veganer inzwischen auch auf rein pflanzlicher Basis aus Flechten gewonnen.

Soft-Gel-Kapseln

Wichtig ist: Da Vitamin D fettlöslich ist, sollte die Aufnahme für eine optimale Bioverfügbarkeit unbedingt gemeinsam mit Fett erfolgen.

In einer Studie aus dem Jahr 2014 wurde die Wirksamkeit der Vitamin D-Aufnahme von Öl-haltigen Tropfen, Tabletten und Kapseln an 66 Teilnehmern getestet. Die Probanden wurden dabei 12 Wochen lang täglich mit 10.000 I.E. Vitamin D in den 3 genannten Darreichungformen versorgt. Die Öl-haltigen Tropfen erzielten dabei das beste Ergebnis, denn heruntergerechnet auf die Vitamin D-Verabreichung pro Mikrogramm, konnten sie den Vitamin D-Spiegel um ca. 20% mehr erhöhen als das bei Kautabletten oder Kapseln der Fall war. Das verwundert nicht, da Vitamin fettlöslich ist und in der Form auch am besten zugeführt werden soll. Trotzdem wird dazu angeraten auch Öl-haltige Tropfen zusätzlich zu einer Mahlzeit einzunehmen, um die vollumfängliche Bioverfügbarkeit möglichst zu gewährleisten.

Kapseln und Tabletten

Bei Kapseln und Tabletten die kein Öl enthalten, ist die gleichzeitige Aufnahme zu einer fetthaltigen Mahlzeit noch wesentlich wichtiger, um eine möglichst optimale Bioverfügbarkeit zu erreichen. Außerdem wurden in der oben erwähnten Studie bei den verwendeten Supplementen deutliche Abweichungen von den Herstellerangaben in Bezug auf den Vitamin D-Gehalt der Präparate nachgewiesen. Inwieweit sich das allerdings verallgemeinern lässt, bleibt offen, da bei der Studie nur einzelne Produkte untersucht wurden.

Außerdem sind in Öl-freien Kapseln auch die notwendigen Füllstoffe zu beachten. Diese sind im besten Fall natürlichen Ursprungs und stehen nicht im Verdacht die Aufnahmefähigkeit negativ zu beeinträchtigen wie zum Beispiel Magnesiumstearat. Um sicher zu gehen, lesen Sie am besten die Herstellerangaben auf der Verpackung. Bei Tabletten könnten sich darüber hinaus Bindestoffe, die für die Formgebung notwendig sind, als nachteilig erweisen.

 

Fazit: Grundsätzlich ist es nicht ausschlaggebend wie der Vitamin D-Spiegel auf den gewünschten Bereich angehoben bzw. dort gehalten wird. Jedoch empfehlen sich Öl-haltige Tropfen aufgrund ihrer besseren Bioverfügbarkeit, der vorteilhafteren Dosierungsmöglichkeiten sowie der Reinheit (meist keine Füll- und Zusatzstoffe) am besten zur Vitamin D-Versorgung. Natürlich sollte die Qualität des Produktes beim Kauf nicht vernachlässigt werden.

Fotos: www.pixabay.com, www.unsplash.com

Quelle:

Traub, L., M., Finnell, S., J., Anup, Oberg, … Ryan. (2014, August 1). Impact of Vitamin D 3 Dietary Supplement Matrix on Clinical Response. Retrieved from https://academic.oup.com/jcem/article/99/8/2720/2537822.

Zum Welt-Vitamin D-Tag – Kostenfreier Vortrag über Vitamin D : “Hype or Hope?” (Prof. Spitz)

Zum Welt-Vitamin D-Tag –  Kostenfreier Vortrag über Vitamin D : “Hype or Hope?” (Prof. Spitz)

Heute – am 2. November –  ist der Welt-Vitamin D-Tag! Der jährlich wiederkehrende Aktionstag wurde mit dem gleichen Auftrag ins Leben gerufen wie auch das Projekt SonnenAllianz: Ziel ist es, unter Anbetracht des in der gesamten Weltbevölkerung herrschenden Vitamin D-Mangels (in einigen Ländern bis zu 90% der Bevölkerung!), ein allgemeines Bewusstsein für die zahlreichen nachgewiesenen gesundheitsfördernden Aspekte des Sonnenscheins und des Sonnenvitamins zu schaffen.

Einen wunderbaren Überblick über die Vitamin D-Thematik bietet der Vortrag unseres oftmals als “deutschen Vitamin D-Papst” betitelten SonnenAllianz-Experten Prof. Dr. Jörg Spitz [für das Video einfach nach unten scrollen], welches wir an dieser Stelle für Sie  zusammengefasst haben:

Prof. Dr. Jörg Spitz zum Thema Vitamin D – “Hype or Hope?” –  in Kürze:

  • Bereits das erste Statement lässt aufhorchen: es wird in den kommenden Jahren in keinem einzigen Pharmalabor der Welt eine Substanz produziert werden, die auch nur annähernd die Qualitäten hat, über die Vitamin D verfügt!
  • Leider kommt es noch immer vor, dass die Bedeutung von Vitamin D für unseren Körper in den Medien als Mythos deklariert wird, obwohl die wissenschaftlichen Datenbanken ein überdeutliches Bild der gesundheitlichen Vorteile des Sonnenhormons liefern.
  • In unseren Breitengraden kann im Winter kein Vitamin D über die Haut produziert werden, da die dafür benötigten UV-B-Strahlen in dieser Jahreszeit von der Atmosphäre absorbiert werden und unsere Haut nicht erreichen. Hierzulande ist die UV-B-Strahlung nur zwischen Ostern und Oktober stark genug um die Vitamin D-Synthese in der Haut anzustoßen – und dann auch lediglich in der Mittagssonne zwischen 10 und 15 Uhr. Die Faustregel lautet: Nur wenn mein Schatten kürzer ist als meine Körpergröße, kann Vitamin D über die Haut gebildet werden. Ein Sonnenbrand muss jedoch unbedingt vermieden werden!
  • Der Vitamin D-Spiegel im Blut sollte nach übereinstimmender Meinung internationaler Experten mindestens 30 ng/ml (bzw. 75 nmol/L) betragen. Studien belegen, dass bis zu 90% der deutschen Erwachsenen und Kinder - insbesondere im Winter diesen Wert nicht erreichen. Der Grund dafür liegt im Wandel des Lebensstils: Die Menschen verbringen zu viel Zeit drinnen und begeben sich häufig nur geschützt durch [Arbeitsschutz-]Kleidung oder Sonnenschutzmittel in die Sonne, wodurch eine Vitamin D-Produktion ausbleibt.
  • Neben regelmäßigem, gemäßigtem Sonnenbaden (auch im Solarium mit UV-B-Strahlen möglich), kann ein Vitamin D-Mangel sehr effektiv durch eine Supplementierung aufgefangen werden. Die benötigte Dosis korreliert dabei mit dem Körpergewicht. Bei der Berechnung von Initial- und Erhaltungsdosis unterstützt Sie der Vitamin-D-Bedarfsrechner der SonnenAllianz!
  • Im Vortrag stellt Professor Spitz eine Vielzahl an eindrucksvollen Studienergebnisse zum Zusammenhang zwischen Vitamin D-Status und dem Auftreten von Erkrankungen vor, wie beispielsweise Alzheimer-Demenz, Herzerkrankungen, (Schwangerschafts-) Diabetes, Asthma und Krebserkrankungen. Die Quintessenz: Im Vergleich zu Personen mit adäquatem Vitamin D-Status erkranken Menschen mit (dauerhaft) niedrigem Vitamin D-Spiegel deutlich häufiger an den genannten Erkrankungen.
  • Eine entscheidende Rolle spielt das Sonnenhormon schon zu Beginn unseres Lebens: Der Vitamin D-Status der Mutter in der Schwangerschaft hat Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems beim ungeborenen Kind. Bei einem Mangel kommt es beim Kind zu einer übersteigerten Immunreaktion. Folge ist ein höheres Risiko im Laufe des Lebens an einer Autoimmunerkrankung (z.B. Asthma, Rheuma, Mutliple Sklerose, Hashimoto Thyreoiditis) zu erkranken.

Fazit: Vitamin D ist nachweislich an vielen Prozessen in unserem Körper beteiligt. Der Vitamin D-Spiegel kann unsere Gesundheit sowohl positiv (guter Vitamin D-Spiegel) und auch negativ (Vitamin D-Mangel) beeinflussen. Beängstigend ist deshalb, dass in großen Teilen der Weltbevölkerung ein dauerhafter Vitamin D-Mangel herrscht. Neben einem regelmäßigen, ungeschützten Aufenthalt an der Sonne in der Vitamin D-Saison bzw. der Nutzung von Solarien mit UV-B-Strahlen, eignet sich die Vitamin D-Supplementierung als einfache, relativ kostengünstige und dabei sehr effektive Weise um den Körper ausreichend mit dem Sonnenvitamin zu versorgen.

Hier können Sie sich den Vortrag mit allen spannenden Details in voller Länger anschauen:

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Und jetzt bleibt nur noch eins: Tragen Sie am heutigen internationalen Aktionstag dazu bei, Ihre Mitmenschen auf die gesundheitlichen Vorteile von Vitamin D aufmerksam zu machen, indem Sie diesen Artikel teilen!

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Magnesium – der Vitamin D-Aktivator

Magnesium – der Vitamin D-Aktivator

Warum Sie während einer Vitamin D-Einnahme auch Magnesium zu sich nehmen sollten!

Magnesium ist zweifelsohne eines der wichtigsten Mineralien und für über 800 enzymatische Reaktionen im Körper zuständig. So braucht insbesondere Vitamin D den Mineralstoff um aktiviert zu werden. Mit einer erhöhten Vitamin D-Versorgung sollte daher unbedingt eine ausreichende Aufnahme von Magnesium einhergehen, um dessen Wirkung vollständig zu entfalten.

Darüber hinaus sind aber auch viele andere biochemische Prozesse von einer ausreichenden Magnesiumversorgung abhängig. Darüber berichten wir im aktuellen Newsfeed, der sich der beiden weiter unten eingebetteten Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour als Grundlage bedient.


Das Zusammenspiel von Magnesium mit Vitamin D

  • Vitamin D-Umwandlungsprozesse und Aktivierung abhängig von Magnesium 

Damit Vitamin D3 in die aktive Form 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 umgewandelt werden kann, ist Magnesium notwendig. Dabei wird der essentielle Mineralstoff verbraucht und steht dadurch für andere Prozesse im Körper nicht mehr zur Verfügung (siehe Schaubild 1 unten).

Schaubild 1: Umwandlungsprozesse von Vitamin D abhängig von Magnesium

 

  • Vitamin D-Mangel = Magnesiummangel

Durch einen Vitamin D-Mangel kann der Körper auch nicht mehr ausreichend Kalzium aus dem Darm aufnehmen, es kommt daher zu einem Kalziumabfall im Blut. Darauf reagieren die Nebenschilddrüsen mit einer erhöhten Ausschüttung Parathormon (PTH), was neben einer Freisetzung von Kalzium aus den Knochen wiederum eine Verminderung der Kalziumausscheidung über die Nieren bewirkt. Im Gegenzug wird die Phosphatausscheidung über die Nieren erhöht, was aber auch gleichzeitig eine erhöhte Ausscheidung von Magnesium zu Folge hat (siehe Schaubild 2 unten).

 

  • Vitamin D fördert die Aufnahme von Magnesium

Auf der anderen Seite ist ca. 10% der Magnesiumaufnahme von einem ausreichenden Vitamin D-Spiegel abhängig. Ein Vitamin D-Mangel erschwert damit eine adäquate Grundversorgung mit Magnesium (siehe Schaubild 2 unten).

Schaubild 2: Zusammenhang Magnsium und Vitamin D

 


Magnesiumversorgung – wieviel brauchen wir?

In seinem Informationsvideo bezieht sich Dr. med Edalatpour auf die Aussagen von Dr. Norman Shealy, der für einen gesunden nicht besonders beanspruchten Körper, mindestens 700mg Magnesium Tagesdosis empfiehlt. Dies kann entweder durch bioverfügbare Supplementierung und teilweise auch über die Nahrung erreicht werden. Es sei allerdings gesagt, dass ein Großteil der Bevölkerung diesen Wert ohne bioverfügbare Nahrungsergänzung kaum erreichen kann.

Offizielle Zahlen gehen von einem Magnesiummangel bei ca. 33% der Bevölkerung in Deutschland und 48%  in den USA aus (Schimatschek & Rempis, 2001; Rosanoff, Weaver & Rude, 2012), wobei hier anzumerken ist, dass dabei lediglich der Anteil im Blut ermittelt wird. Die tatsächlichen Zahlen dürften weit höher liegen. Warum das so ist, lesen Sie im folgenden Absatz:

Magnesium befindet sich nur zu 1% im Blut und wird zu 99% in den Zellen gespeichert. Weil sich der Körper bei Mangel das Magnesium aus den Organen, Knochen und Geweben zieht um den Blutspiegel aufrecht zu erhalten, kann mit dieser Methode also nur eine ausgeprägte Unterversorgung festgestellt werden. Ein niedriger Mg-Spiegel stimuliert nämlich die Ausschüttung von PTH (Parathormon), das Kalzium aus Knochen, Niere und Darm freisetzt und somit den Kalziumspiegel im Blutserum auf dem Sollstand hält, während die Zellen aber längst einer Magnesiumunterversorgung ausgesetzt sind (Medalle, Waterhouse & Hahn, 1976) . Liegt der Blutserumspiegel unter 0,85 mmol/l, kann auf jeden Fall von einem zellulären Mg-Mangel ausgegangen werden.


Die breite Palette an Anwendungsmöglichkeiten von Magnesium sind enorm!

Abgesehen von der Aktivierung des Vitamin D, deckt Magnsium eine breite Palette an medizinischen Einsatzmöglichkeiten ab und findet u.a. Anwendung bei folgenden Krankheitsbildern bzw. biologischen Vorgängen:

  • bei Herzrhythmusstörungen
  • bei Muskelkrämpfen
  • wirkt antidepressiv
  • bei Migräne
  • Insulinwirkung: ohne Mg kann das Insulin keinen Zucker in die Zelle befördern, Mg ist außerdem an der Umsetzung von Zucker in Energie beteiligt
  • Fettverbrennung
  • Störungen der Mitochondrien
  • hilft in der Leber bei Entgiftung
  • Schmerzreduktion: z.B. bei postoperativen Eingriffen
  • Förderung der Darmtätigkeit: kann Verstopfungen vorbeugen oder auflösen
  • positiver Einfluss auf die Wundheilung
  • positiver Einfluss auf die Entzündungshemmung

 

Magnesiummangelsymptome

  • Schlafstörung, Nervosität, Angst und depressive Störungen
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Reizdarmsymptome
  • Kopfschmerzen / Regelschmerzen
  • Krämpfe
  • gestörte Nervenfunktion
  • fehlende Vitamin D-Hormonwirkung
  • zu wenig ATP (Adenosintriphosphat) = Leistungsschwäche

 

erhöhter Magnesiumbedarf besteht bei:

  • sportlicher Aktivität
  • Stress
  • geringer Schlafdauer
  • falscher Ernährung: besonders viel grünes Gemüse dient zur Aufrechterhaltung eines adäquaten Magensiuumspiegels
  • Medikamenteneinnahme (insbesondere bei harntreibenden Medikamenten)
  • chronischen Infekte und Entzündungen
  • nach Operationen

Klicken Sie hier um unseren ganzen Artikel über Magnesium zu lesen!

 

Und hier die Informationsvideos von Dr. med. Edalatpour:

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Wir bedanken uns herzlich bei Dr. Edalatpour, Frau Nicole Kreft, Michael Siebentritt, Gerhard Moser Dr. Bruno Kugel und allen Beteiligten für das Zurverfügungstellen der Inhalte!


Quellen:

Schimatschek, H. F. & Rempis, R. (2001). Prevalence of hypomagnesemia in an unselected German population of 16,000 individuals. Magnesium research: official organ of the International Society for the Development of Research on Magnesium, 14. Jg., Nr. 4, S. 283-290.

Medalle R., Waterhouse, C., & Hahn, T. J. (1976). Vitamin D resistance in magnesium deficiency. The American Journal of Clinical Nutrition, 29(8), 854-858. doi:10.1093/ajcn/29.8.854