Zum Internationalen Tag der Sonne: Ein Vortrag von Prof. Dr. Spitz für alle Unterstützerinnen und Unterstützer als Dank!

Zum Internationalen Tag der Sonne: Ein Vortrag von Prof. Dr. Spitz für alle Unterstützerinnen und Unterstützer als Dank!

Heute, am 3. Mai, jährt sich der Internationale Tag der Sonne! Dieser Tag ist ein wahrer Grund zum Feiern (und um bei unserer Tag-der-Sonne-Aktion mitzumachen, mehr Infos dazu weiter unten!), denn ohne die Sonne wäre auf der Erde kein Leben möglich. Das Sonnenlicht ist nicht nur dazu nützlich uns zu wärmen, sondern sein Vorhandensein ist eine der Voraussetzungen für die Photosynthese und somit für das Wachstum aller Pflanzen, die wiederum seit Millionen von Jahren bis heute die Basis der Ernährung für Tier und Mensch sind.

In den alten Kulturen wurde die Sonne noch als Gottheit verehrt: So feierten beispielsweise die Griechen “Helios” als ihren Sonnengott und “Sol” wurde von den Römern verehrt. Auch die medizinische Anwendung der Sonne (Heliotherapie) gab es schon in der Antike. In den letzten Jahrzehnten hingegen wurde der Sonne ein ganz anderes Image verliehen: In der Gesellschaft verbreitete sich eine nahezu hysterische Angst vor Hautkrebs durch den Übeltäter Sonne, die u.a. durch Hautärzte und die Kosmetikindustrie geschürt wurde. Diese Panikmache führte dazu, dass die Sonne von großen Teilen der Bevölkerung drastisch gemieden wurde. Zudem verlagerte sich in den letzten Jahren unser berufliches sowie alltägliches Leben immer weiter nach “drinnen”, wodurch wir uns der Sonne auch unbewusst entziehen.

Die Sonne kann dadurch ihren von der Natur gegebenen Auftrag nicht mehr erfüllen, die Folgen  sind gravierend: Bei einem Großteil der Menschen herrscht eine Vitamin D-Unterversorgung, deren gesundheitliche Auswirkungen wir auf dieser Plattform in allen Facetten besprechen, und auch die vom Vitamin D unabhängigen gesundheitlichen Vorteile des UV-Lichts bleiben den Menschen verwehrt, die sich bewusst oder unbewusst vor der Sonne zurückziehen.

Krebszellen mögen keine Sonne

Anlässlich des heutigen Tages, der international der Sonne gewidmet wird, starten wir hiermit eine Spendenaktion, bei der Spenderinnen oder Spender, die das Projekt SonnenAllianz und die damit verbundene Aufklärung über die gesundheitliche Bedeutung von Licht und Vitamin D unterstützen, den Zugang zum Vortrag “Krebszellen mögen keine Sonne” vom Sonnen- und Vitamin D-Experten Prof. Dr. Jörg Spitz in der Vollversion als Download erhalten!

Wie Sie an der Aktion teilnehmen können, erfahren Sie unterhalb des nun folgenden Video-Ausschnitts, der Ihnen einen Einblick in Prof. Spitz’ Vortrag gewährt (zum Videostart einfach auf das Bild klicken):

https://www.youtube.com/watch?v=bdns3f6dQ88

Die Spendenaktion zum Tag der Sonne

Unterstützen Sie jetzt das Projekt SonnenAllianz und erhalten Sie als Dankeschön den vorgestellten Vortrag in Gesamtlänge (ca. 90 Minuten)!

Und so einfach funktioniert’s:

Spenden Sie bis zum 31.5.2019 einen beliebigen Betrag zu Gunsten der SonnenAllianz über betterplace und wir senden Ihnen den Zugangslink zum Vortragsvideo-Download zu.

Bitte beachten Sie: Da dies kein automatisierter Versand ist, sondern manuell erfolgt, kann es wenige Tage dauern bis Sie den Downloadlink nach bestätigtem Spendeneingang erhalten.

Zur Erinnerung: Als Projekt der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP) lebt die SonnenAllianz ausschließlich von privaten Spenden. Ihre finanzielle Unterstützung ermöglicht uns, die Inhalte der SonnenAllianz-Website stets um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Sonne, Licht und Vitamin D zu erweitern und mit nützlichen Tools und Medien auszustatten. Mit Ihrer Teilnahme an dieser Spendenaktion helfen Sie uns dabei, die Spendenziele für die Spendenperiode 2019 zu erreichen und dadurch unsere diesjährigen Projektziele umsetzen zu können.

Wir bedanken uns vorab schon herzlich für Ihre Unterstützung – auch in Form des Teilens dieses Beitrags mit Freunden und Bekannten!

 

Ihr SonnenAllianz Team

 

Beitragsbild: www.unsplash.com

Zum Welt-Vitamin D-Tag – Kostenfreier Vortrag über Vitamin D : “Hype or Hope?” (Prof. Spitz)

Zum Welt-Vitamin D-Tag –  Kostenfreier Vortrag über Vitamin D : “Hype or Hope?” (Prof. Spitz)

Heute – am 2. November –  ist der Welt-Vitamin D-Tag! Der jährlich wiederkehrende Aktionstag wurde mit dem gleichen Auftrag ins Leben gerufen wie auch das Projekt SonnenAllianz: Ziel ist es, unter Anbetracht des in der gesamten Weltbevölkerung herrschenden Vitamin D-Mangels (in einigen Ländern bis zu 90% der Bevölkerung!), ein allgemeines Bewusstsein für die zahlreichen nachgewiesenen gesundheitsfördernden Aspekte des Sonnenscheins und des Sonnenvitamins zu schaffen.

Einen wunderbaren Überblick über die Vitamin D-Thematik bietet der Vortrag unseres oftmals als “deutschen Vitamin D-Papst” betitelten SonnenAllianz-Experten Prof. Dr. Jörg Spitz [für das Video einfach nach unten scrollen], welches wir an dieser Stelle für Sie  zusammengefasst haben:

Prof. Dr. Jörg Spitz zum Thema Vitamin D – “Hype or Hope?” –  in Kürze:

  • Bereits das erste Statement lässt aufhorchen: es wird in den kommenden Jahren in keinem einzigen Pharmalabor der Welt eine Substanz produziert werden, die auch nur annähernd die Qualitäten hat, über die Vitamin D verfügt!
  • Leider kommt es noch immer vor, dass die Bedeutung von Vitamin D für unseren Körper in den Medien als Mythos deklariert wird, obwohl die wissenschaftlichen Datenbanken ein überdeutliches Bild der gesundheitlichen Vorteile des Sonnenhormons liefern.
  • In unseren Breitengraden kann im Winter kein Vitamin D über die Haut produziert werden, da die dafür benötigten UV-B-Strahlen in dieser Jahreszeit von der Atmosphäre absorbiert werden und unsere Haut nicht erreichen. Hierzulande ist die UV-B-Strahlung nur zwischen Ostern und Oktober stark genug um die Vitamin D-Synthese in der Haut anzustoßen – und dann auch lediglich in der Mittagssonne zwischen 10 und 15 Uhr. Die Faustregel lautet: Nur wenn mein Schatten kürzer ist als meine Körpergröße, kann Vitamin D über die Haut gebildet werden. Ein Sonnenbrand muss jedoch unbedingt vermieden werden!
  • Der Vitamin D-Spiegel im Blut sollte nach übereinstimmender Meinung internationaler Experten mindestens 30 ng/ml (bzw. 75 nmol/L) betragen. Studien belegen, dass bis zu 90% der deutschen Erwachsenen und Kinder - insbesondere im Winter diesen Wert nicht erreichen. Der Grund dafür liegt im Wandel des Lebensstils: Die Menschen verbringen zu viel Zeit drinnen und begeben sich häufig nur geschützt durch [Arbeitsschutz-]Kleidung oder Sonnenschutzmittel in die Sonne, wodurch eine Vitamin D-Produktion ausbleibt.
  • Neben regelmäßigem, gemäßigtem Sonnenbaden (auch im Solarium mit UV-B-Strahlen möglich), kann ein Vitamin D-Mangel sehr effektiv durch eine Supplementierung aufgefangen werden. Die benötigte Dosis korreliert dabei mit dem Körpergewicht. Bei der Berechnung von Initial- und Erhaltungsdosis unterstützt Sie der Vitamin-D-Bedarfsrechner der SonnenAllianz!
  • Im Vortrag stellt Professor Spitz eine Vielzahl an eindrucksvollen Studienergebnisse zum Zusammenhang zwischen Vitamin D-Status und dem Auftreten von Erkrankungen vor, wie beispielsweise Alzheimer-Demenz, Herzerkrankungen, (Schwangerschafts-) Diabetes, Asthma und Krebserkrankungen. Die Quintessenz: Im Vergleich zu Personen mit adäquatem Vitamin D-Status erkranken Menschen mit (dauerhaft) niedrigem Vitamin D-Spiegel deutlich häufiger an den genannten Erkrankungen.
  • Eine entscheidende Rolle spielt das Sonnenhormon schon zu Beginn unseres Lebens: Der Vitamin D-Status der Mutter in der Schwangerschaft hat Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems beim ungeborenen Kind. Bei einem Mangel kommt es beim Kind zu einer übersteigerten Immunreaktion. Folge ist ein höheres Risiko im Laufe des Lebens an einer Autoimmunerkrankung (z.B. Asthma, Rheuma, Mutliple Sklerose, Hashimoto Thyreoiditis) zu erkranken.

Fazit: Vitamin D ist nachweislich an vielen Prozessen in unserem Körper beteiligt. Der Vitamin D-Spiegel kann unsere Gesundheit sowohl positiv (guter Vitamin D-Spiegel) und auch negativ (Vitamin D-Mangel) beeinflussen. Beängstigend ist deshalb, dass in großen Teilen der Weltbevölkerung ein dauerhafter Vitamin D-Mangel herrscht. Neben einem regelmäßigen, ungeschützten Aufenthalt an der Sonne in der Vitamin D-Saison bzw. der Nutzung von Solarien mit UV-B-Strahlen, eignet sich die Vitamin D-Supplementierung als einfache, relativ kostengünstige und dabei sehr effektive Weise um den Körper ausreichend mit dem Sonnenvitamin zu versorgen.

Hier können Sie sich den Vortrag mit allen spannenden Details in voller Länger anschauen:

https://youtu.be/xEU7Hb8KrpM

Und jetzt bleibt nur noch eins: Tragen Sie am heutigen internationalen Aktionstag dazu bei, Ihre Mitmenschen auf die gesundheitlichen Vorteile von Vitamin D aufmerksam zu machen, indem Sie diesen Artikel teilen!

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Lass’ die Sonne in dein Herz: Vitamin D als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Lass’ die Sonne in dein Herz: Vitamin D als Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Vitamin D und Herz-Kreislauferkrankungen

In Deutschland sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Die wohl bekanntesten Äußerungen eines erkrankten Herz-Kreislauf-Systems sind Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall oder die im Volksmund bekannte “Schaufensterkrankheit “, einem schmerzhaften Verschluss der Beingefäße.

Auch wenn sicherlich verschiedene Faktoren bei der Entstehung dieser Erkrankungen eine Rolle spielen, belegen inzwischen zahlreiche Studien eine positive (direkte und indirekte) Wirkung von Vitamin D auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Dass das Sonnenhormon einen solchen Einfluss auf Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße hat, ist im Grunde wenig verwunderlich, denn: In verschiedensten Körpergeweben, die bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle spielen, konnten Vitamin D-Rezeptoren nachgewiesen werden.

Die Forschungsliteratur zeigt, dass Vitamin D den Blutdruck senkt, die Funktion von Herz- und Skelettmuskulatur verbessert, und das Risiko für Diabetes (wiederum ein Risikofaktor für Gefäßveränderungen) sowie für Arteriosklerose und Herzinfarkt verringert.

Die Wirkung von Vitamin D am Beispiel des Blutdrucks

In der Framingham-Studie mit 1739 Teilnehmern wurde  in einer Verlaufsbeobachtung von mehr als 5 Jahren  ein verdoppeltes Risiko für einen Herzinfarkt festgestellt, wenn ein erhöhter Blutdruck und ein Vitamin D-Mangel vorlagen (siehe Abbildung; Wang et al., 2008).

Dabei ist die Entwicklung eines hohen Blutdrucks selbst abhängig von der Versorgung mit Vitamin D: Die Messung des Vitamin D-Spiegels bei 12.644 Teilnehmern in der NHANES III Studie zeigte einen um 20% gesenkten altersbedingten Anstieg des Blutdrucks unter den Teilnehmern mit den höchsten Vitamin D-Werten (Judd, Nanes, Ziegler, Wilson & Tangpricha, 2008).

In der Health Professional und der Nurses Health Study wurde bei Studienteilnehmern, die einen Vitamin D Mangel aufwiesen, unter den Männern ein 6,1-fach und bei den Frauen ein 2,7-fach gesteigertes Risiko ermittelt einen Bluthochdruck zu entwickeln (siehe Abbildung; Forman et al., 2007).

Fazit:

Zahlreiche Studien belegen, wie wichtig Vitamin D für die Erhaltung unserer Herz-Kreislauf-Gesundheit ist. Angesichts der Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen der „Killer Nr. 1“ unter den Todesursachen sind, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ein einfacher und dabei effektiver Weg um die Chancen auf ein gesundes und langes Leben zu erhöhen. Hier erfahren Sie mehr dazu, wie hoch der Vitamin D-Spiegel sein sollte und wie Sie ein gutes Vitamin D-Level erreichen können.

Mehr spannende Fakten über Vitamin D schenken wir Ihnen in Buchform im Rahmen unserer Sommer-Spendenaktion!

Die in diesem Beitrag besprochenen Inhalte und Abbildungen sind nur ein kleiner Einblick in das Buch “Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention” von Prof. Spitz, Erscheinungsjahr 2009.

Sie erhalten das Buch (und noch mehr!) als Dankeschön für einen beliebigen Spendenbetrag im Rahmen unserer aktuellen Sommer-Spendenaktion (bis zum 30.09.2018)!

Hier geht’s direkt zur Aktion >>>


Quellen:

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

Judd, S. E., Nanes, M. S., Ziegler, T. R., Wilson, P. W., & Tangpricha, V. (2008). Optimal vitamin D status attenuates the age-associated increase in systolic blood pressure in white Americans: Results from the third National Health and Nutrition Examination Survey. The American Journal of Clinical Nutrition, 87(1), 136-141.

Wang, T. J., Pencina, M. J., Booth, S. L., Jacques, P. F., Ingelsson, E., Lanier, K., . . . Vasan, R. S. (2008). Vitamin D Deficiency and Risk of Cardiovascular Disease. Circulation, 117(4), 503-511.

Forman, J. P., Giovannucci, E., Holmes, M. D., Bischoff-Ferrari, H. A., Tworoger, S. S., Willett, W. C., & Curhan, G. C. (2007). Plasma 25-Hydroxyvitamin D Levels and Risk of Incident HypertensionHypertension, 49(5), 1063-1069.

Abbildungen:

Spitz, J. (2009). Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention. Schlangenbad: Gesellschaft für Medizinische Information und Prävention.

www.pixabay.de

Die Sommer-Spendenaktion der SonnenAllianz: Sie spenden, wir verschenken 200 Bücher!

Die Sommer-Spendenaktion der SonnenAllianz: Sie spenden, wir verschenken 200 Bücher!

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

als Projekt der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGIP) lebt die SonnenAllianz ausschließlich von privaten Spenden. Die finanzielle Unterstützung ermöglicht uns, die Inhalte der SonnenAllianz-Website stets um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen Sonne, Licht und Vitamin D zu erweitern und mit nützlichen Tools und Medien auszustatten.

Um die Spendenziele für die Spendenperiode 2018 zu erreichen, starten wir hiermit die Sommer-Spendenaktion, bei der wir unsere Spender reichlich beschenken:

Die ersten 200 Spender, die zwischen dem 25. Juli 2018 und dem 30. September 2018 einen beliebigen Geldbetrag spenden, erhalten auf dem Postweg…

  1. …das Buch: “Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention” von Prof. Spitz, Erscheinungsjahr 2009,
  2. …den SonnenAllianz-Info-Flyer (10 Exemplare) zum Verteilen an Freunde, Verwandte und Bekannte,
  3. …und den SonnenAllianz-Aufkleber, der Sie als Förderer ausweist.

       

Und so einfach geht’s:

  1. Zwischen dem 25. Juli 2018 und dem 30. September 2018 einen beliebigen Geldbetrag zugunsten des SonnenAllianz-Projektes über Betterplace spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/49980-die-sonnenallianz und kurze Zeit später macht sich das Paket auf den Weg zu Ihnen!
  2. Bitte beachten Sie: Das Buch kostet im Handel 19,50 €. Die DSGIP hat im Sinne ihrer Aufgaben 200 Exemplare für Präventions- und Informationsaufgaben bereitgestellt. Es wäre schön, wenn Sie in Ihrem Spendenbetrag den Wert des Buches berücksichtigen würden.
  3. Sie erhalten eine Dankesmail mit Infos zum Versand von Buch, Flyern und Aufkleber und bekommen diese auf dem Postweg zugesandt, sobald uns Ihre Adresse vorliegt.

Erfahren Sie anhand des Vitamin-D-Buches noch mehr über die vielfältigen, positiven Wirkungen des Vitamin D sowie Prävention im Allgemeinen – am besten an einem sonnigen Plätzchen.

Merke: Nicht nur die Sonne tut gut, sondern auch das Spenden erzeugt Glücksgefühle.

Wir bedanken uns vorab für Ihre Unterstützung!

Ihr SonnenAllianz Team

Vitamin D & Weißer Hautkrebs

Vitamin D & Weißer Hautkrebs

Vitamin D-Produktion beugt weißem Hautkrebs vor

Vitamin D wirkt im Körper unter anderem über Vitamin D Rezeptoren. Jüngsten Studien zufolge haben diese Rezeptoren auch die Funktion von Tumorsuppressoren. Tumorsuppressoren sind Proteine, die den Zellzyklus kontrollieren und dafür sorgen, dass eine unkontrollierte Zellteilung (d.h. die Entstehung von Tumoren bzw. Krebs) verhindert wird.

Die Wissenschaftler Reichrath, Saternus und Vogt (2017) fanden nun heraus, dass niedrige Vitamin D-Serumkonzentrationen einen Risikofaktor für das Auftreten und Fortschreiten von weißem Hautkrebs durch UV-induzierte DNA-Schäden darstellen.

Das Sonnenbaden ohne gleichzeitige Vitamin D-Produktion fördert somit das Entstehen von weißem Hautkrebs. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer sich sonnt, sollte dafür sorgen, dass seine Haut währenddessen Vitamin D als Schutzfaktor produziert. Evolutionsbiologisch betrachtet ist die Schutzfunktion vor UV-induziertem Hautkrebs eine der wichtigsten Eigenschaften des Vitamin D – dem Menschen hat die Sonne nämlich schon immer auf den „Pelz“ gebrannt.

Fazit und Erinnerung:

In den Breitengraden Deutschlands ist eine Vitamin D Produktion durch den Aufenthalt in der Sonne von Ende März bis Mitte Oktober zwischen 10 und 15 Uhr bei wolkenfreiem Himmel und ohne Sonnenschutzmittel (für 10-20 Minuten) möglich. Nutzen Sie diese Zeit regelmäßig und danach sorgen Sie für Sonnenschutz, da die Vitamin-D Produktion dann erst wieder nach einer längeren Erholungspause möglich ist. Auch eine Vitamin-D-Supplementierung zur Prävention und u.U. auch begleitend zur Behandlung von Hautkrebs ist sinnvoll.

Ganz wichtig ist die regelmäßige moderate Besonnung. Sprunghaftes, unmäßiges Sonnenanbeten in großen Abständen fördert definitiv die Bildung von Hautkrebs.

Also merke: Der beste Weg, um eine bestimmte Dosis Sonnenlicht und damit Vitamin D mit gleichzeitig minimalem Hautkrebsrisiko zu erhalten, ist eine Exposition in der Mitte des Tages ohne Sonnenbrand und nicht am Nachmittag oder Morgen. Denn zu diesen Zeiten ist der Anteil der UVB-Strahlung zu gering, um relevant Vitamin D in der Haut zu produzieren.


Quelle:

Reichrath, J., Saternus, R., & Vogt, T. (2017). Endocrine actions of vitamin D in skin: Relevance for photocarcinogenesis of non-melanoma skin cancer, and beyond. Molecular and Cellular Endocrinology, 453, 96-102. [ABSTRACT]

Foto:

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Wie sicher ist Vitamin D?

Wie sicher ist Vitamin D?

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei.“ [Paracelsus]

Viele fragen sich, wie sicher Vitamin D eigentlich ist. Was passiert, wenn Vitamin D-Kapseln in die Hände eines Kleinkinds geraten und es diese einnimmt? 

Im Allgemeinen wird dabei nichts passieren, doch es kommt natürlich auf die Dosis an. Handelt es sich um Vitamin D-Kapseln mit 50.000 I.E. D3, könnte ein Kleinkind bei einer Einnahme von 20 Kapseln an einer Hyperkalzämie sterben, wenn es nicht so schnell wie möglich ärztliche Hilfe erhält. Bei solchen Vorfällen würden sich Vitamin D-Gegner natürlich in ihrer Meinung bestätigt fühlen, Vitamin D sei eine gefährliche Droge. Natürlich sollten alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, einen solchen Vorfall zu verhindern. Jedoch ist Vitamin D schon seit Jahrzehnten „problemlos“ auf dem Markt. Und das Problem ist nicht das Produkt selbst, sondern allenfalls die Dosis, wie schon Paracelsus sagte.

Hat man versehentlich zwei Vitamin D-Kapseln anstelle von einer Kapsel eingenommen, so braucht man keinesfalls in Panik verfallen: Dies wird keinen Schaden verursachen. Man müsste als Erwachsener zwei der 50.000 I.E.-Kapseln pro Tag für mindestens 2 Monate einnehmen, um einen toxischen Wert zu erreichen. Die Einnahme von Vitamin D ist vergleichbar mit dem Trinken von Wasser: Trinkt man die zehnfache Menge der empfohlenen Menge von 1,5 bis 2 Liter täglich an Wasser, so kann man an einer Wasservergiftung sterben. Ebenso kann natürlich die zehnfache Menge der empfohlenen Tagesmenge an Vitamin D auf Dauer tödlich sein. Sowohl Wasser als auch Vitamin D sind lebensnotwendig, und beides kann im Übermaß schädlich sein.

Ein bisschen Statistik aus Amerika: Zwischen 2001 und 2014 haben 15.000 Amerikaner Vitamin D überdosiert. Davon starb kein einziger. Nur 5 der 15.000 Personen entwickelten Anzeichen oder Symptome einer Vergiftung. Zwei davon waren Säuglinge, denen die Vitamin D-Tropfen über die Nase statt über den Mund verabreicht wurden. Im gleichen Zeitabschnitt starben tausende Menschen an einer Überdosis Paracetamol, darunter einige Kleinkinder.

In den USA ist Paracetamol die häufigste Ursache für Anrufe in den Gift-Kontrollzentren (ca.100.000 Fälle jährlich) sowie für jährlich 56.000 Besuche von Notaufnahmen, 2.600 Krankenhausaufenthalte und 458 Todesfälle (darunter viele Kleinkinder) aufgrund von akutem Leberversagen. In den 14 Jahren zwischen 2001 und 2014 gerechnet sind dies über 5000 Todesfälle durch Paracetamol im Vergleich zu 0 Todesfällen durch Vitamin D.

Fazit:

Vitamin D ist bei Beachtung der Dosierungsempfehlungen bedenkenlos einzunehmen (*). Natürlich sollte es dennoch stets für Kinder unzugänglich aufgehoben werden. Und es gilt, wie bei allem, auch beim Vitamin D: Die Dosis macht die Medizin!

Mithilfe unseres Vitamin D-Rechners können Sie übrigens schnell und einfach die richtige Vitamin D-Dosis berechnen, mit der Sie Ihren Vitamin D-Zielwert erreichen können. Hier geht’s direkt zum Rechner.

(*) Die Studienlage stellt 10.000 I.E./Tag (bei 70 kg Körpergewicht) als unschädlich dar. Wir empfehlen bei Dosen oberhalb von 5000 I.E./Tag unbedingt Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

Vitamin D bei Typ-2-Diabetes

Vitamin D bei Typ-2-Diabetes

Vitamin D-Ergänzung führt zur verbesserten Kontrolle der Glykämie bei Diabetikern

Die am 1. September 2017 erschienene Ausgabe des Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism veröffentlichte die Ergebnisse einer Meta-Analyse (Mirhosseini et al., 2017), die den Zusammenhang zwischen einer besseren glykämischen Kontrolle bei Diabetikern und höheren Vitamin D-Werten infolge einer Supplementierung belegt.

Die Meta-Analyse umfasste 24 kontrollierte Studien mit insgesamt 1.528 Personen mit Typ-2-Diabetes, die mindestens zwei Monate lang ein Placebo oder Vitamin D mit oder ohne Calcium erhielten. Zu Beginn und am Ende jeder Studie wurden der Serum-25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel und mindestens ein Maß für die glykämische Kontrolle, einschließlich Hämoglobin A1c (HbA1c, ein Marker für die langfristige Glukosekontrolle), Nüchternglukose im Plasma und HOMA-IR (zur Beurteilung der Insulinresistenz), gemessen.


Studienergebnisse

Alle Studien bis auf eine Studie fanden einen signifikanten Anstieg des Serum-Vitamins D bei denjenigen, die das Vitamin erhielten. Die Supplementierung mit 4.200 internationalen Einheiten (IU) Vitamin D pro Tag war mit einer durchschnittlichen Zunahme des Serum-25-Hydroxyvitamin-D-Spiegels von 17 Nanogramm pro Milliliter (ng/mL) verbunden. Der Spiegel von Hämoglobin A1c sank um durchschnittlich 0,3% bei den Teilnehmern, die Vitamin D erhielten. Der Zusatz von Calcium zu Vitamin D war mit einem noch stärkeren Rückgang verbunden.

Unter den Teilnehmern, die Vitamin D erhielten, sank die Fasten-Plasmaglukose um durchschnittlich 4,9 Milligramm pro Deziliter (mg/dL). Die Insulinresistenz verbesserte sich auch bei Teilnehmern, die Vitamin D-supplementiert waren. Die Autoren vermuten, dass die Glukosehomöostase durch Ergänzung des Vitamins D und/oder Sonnenexposition aktiviert wird, sofern die Serum 25-Hydroxyvitamin D Konzentration von mindestens 40 ng/mL erreicht wird. (Die SonnenAllianz schlägt einen optimalen Bereich von 25-Hydroxyvitamin D von 40 – 60 ng/mL vor.)


Fazit

„Unsere Meta-Analyse ergab, dass die Supplementierung mit Vitamin D und die darauffolgende erhöhte Konzentration von 25-Hydroxyvitamin D im Serum die Glukosekontrolle und Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetikern verbesserte“, folgern die Autoren. Insgesamt scheint die Vitamin-D-Supplementierung als adjuvante Behandlung von Störungen des Glukosestoffwechsels im Zusammenhang mit Diabetes wirksam zu sein. Die Ergebnisse der aktuellen Meta-Analyse deuten darauf hin, dass eine Mindestdosis von 4000 IE/Tag, die der tolerablen oberen Einnahmemenge von Vitamin D für Erwachsene entspricht, erforderlich ist, um eine schützende Wirkung auf die Glukosehomöostase bei Typ-2-Diabetikern zu haben.


Hier geht’s zum Abstract der Studie:

Mirhosseini, N., Vatanparast, H., Mazidi, M., & Kimball, S. M. (2017). The Effect of Improved Serum 25-Hydroxyvitamin D Status on Glycemic Control in Diabetic Patients: A Meta-Analysis. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 102(9), 3097-3110.

Sonnenlicht schützt vor Krebs

Sonnenlicht schützt vor Krebs

Wie die Sonne dafür sorgt, dass wir keinen Krebs bekommen…

Die Sonne hat bedeutenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Bei Sonneneinstrahlung produziert unsere Haut das Hormon Vitamin D. In unserem Körper erfüllt das „Sonnenhormon“ an vielen Stellen wichtige Aufgaben: So ist Vitamin D nicht nur altbekannt bei der Knochen- und Muskelbildung beteiligt, sondern spielt eine wichtige Rolle im Herz-Kreislauf-System, Immun-  sowie  Atemsystem, und wird für verschiedene Gehirnfunktionen benötigt.

Doch Vitamin D und dessen positive Auswirkungen sind nicht alles, was unsere Sonne zu bieten hat: Das Sonnenlicht ist maßgeblich für unseren Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich. Aus der Chronobiologie wissen wir, wie wichtig der Schlaf für unsere Gesundheit ist.

So ist bereits längere Zeit bekannt, dass Schichtarbeiter häufiger an bösartigen Tumoren erkranken. Die Wissenschaftler Bhatti et al. (2016, 2017) suchten nach der Ursache für dieses Phänomen. In ihrer 2016 veröffentlichten Studie stellte sich heraus, dass Nachtschichtarbeiter deutlich geringere Mengen eines Stoffwechselproduktes (8-OH-dG) über ihren Urin ausscheiden, wenn sie tagsüber schlafen (23% weniger im Vergleich zu ihrem eigenen Nachtschlaf und 17% weniger im Vergleich zum Nachtschlaf von Personen, die nicht in Nachtschicht arbeiten).

8-OH-dG ist ein durch freie Radikale veränderter Baustein der DNA, der von Reparaturenzymen durch intaktes DNA-Material ersetzt wird. Wird 8-OH-dG im Urin nachgewiesen, so weist dies auf eine erfolgreiche DNA-Reparatur hin. Die geringere 8-OH-dg-Ausscheidung der Nachtschichtarbeiter deutet also darauf hin, dass der DNA-Reparaturmechanismus während des Tagschlafs eingeschränkt ist und somit zu vermehrten oxidativen DNA-Schäden führen kann.

Bhatti et al. vermuten, dass die Ursache für die verringerte DNA-Reparatur beim Melatonin liegt:

Melatonin ist ein Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert und außerdem antioxidativ wirkt, d.h. es deaktiviert freie Radikale. Jedoch wird die Produktion des Hormons durch Licht gehemmt (insbesondere durch den hohen Blauanteil im Sonnenlicht). Durch eine verminderte Melatoninkonzentration beim Tagschlaf können Nachtschichtarbeiter somit weniger von Melatonin als Radikalfänger profitieren.

In ihrer kürzlich publizierten zweiten Studie (2017) verglichen Bhatti et al. die nächtliche 8-OH-dG-Ausscheidung beim Nachtschlaf mit der Ausscheidung bei Nachtarbeit. Auch hier zeigte sich eine enorme Differenz: Bei der Nachtarbeit wurde nur 20% der OH-dG-Ausscheidungsmenge erreicht, die beim Nachtschlaf gemessen wurde.

Zusätzlich zu der Wirkung von Vitamin D schützt also offensichtlich das Sonnenlicht und die damit verbundene lichtabhängige Melatoninproduktion die Erbsubstanz in unseren Zellen. Unser zirkadianer Rhythmus, der eine Vielzahl biologischer Funktionen steuert, orientiert sich maßgeblich am Stand der Sonne. So sorgt der natürliche Wechsel von Licht und Dunkelheit in unserem Körper für die optimale Produktion und den Einsatz von Botenstoffen, die unseren Körper gesund halten. Verschiedene Studien an Mäusen zeigten, dass eine Störung der zirkadianen Rhythmik (so beispielsweise durch einen “unnatürlichen” Schlaf-Wach-Rhythmus) Fehlfunktionen von Genen hervorrufen kann, die wiederum Krebs verursachen können (siehe hierzu https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/69902/Warum-Nachtarbeit-das-Krebsrisiko-erhoeht).

Die Wissenschaftler Bhatti et al. streben die Durchführung weiterer Studien an, um den möglicherweise vor Krebserkrankungen schützenden Effekt einer Melatonin-Supplementierung bei Nachtschichtarbeitern zu erforschen.

Empfehlungen:

Sorgen Sie, wenn irgend möglich, für einen Tagesablauf der sich am natürlichen Wechsel von Tag- und Nachtphasen orientiert. Vermeiden Sie insbesondere in den Abendstunden Lichteinflüsse mit hohem Blauanteil. Für Smartphones, PCs und Tablets gibt es inzwischen spezielle Blaulichtfilter, die dabei helfen können. Zudem gibt es Softwarelösungen die den Blaulichtanteil von Laptops und PCs so herunterfahren, dass Nachteulen nicht um den Schlaf gebracht werden. Auch Brillen mit Blaulichtfilter sind auf dem Markt erhältlich. Und nicht vergessen: rechtzeitig in die Koje gehen!


Quellen:

Bhatti, P., Mirick, D. K., Randolph, T. W., Gong, J., Buchanan, D. T., Zhang, J. & Davis, S. (2017). Oxidative DNA damage during night shift work [Abstract]. Occupational and Environmental Medicine, 74(9), 680-683.

Bhatti, P., Mirick, D. K., Randolph, T. W., Gong, J., Buchanan, D. T., Zhang, J. & Davis, S. (2016). Oxidative DNA damage during sleep periods among nightshift workers [ABSTRACT]. Occupational and Environmental Medicine, 73(8), 537-544.

Fotos: www.pixabay.de

Wir brauchen IHRE Stimme!

Als Träger der Initiative SonnenAllianz nimmt die Deutsche Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (dsgip.de) aktuell an der Aktion “Du und dein Verein” der ING-DiBa teil.

Dabei hat die Stiftung die Chance, 1000 € für wichtige gemeinnützige Projekte zu erhalten. Diese Summe würde sehr helfen diese Projekte erhalten und ausbauen zu können.

Alles, was die Stiftung dazu braucht, ist Ihre Stimme!

Das Voting läuft noch bis Dienstag, 07.11.2017, um 12 Uhr.

Hier Sie können Sie für die DSGIP Ihre Stimme abgeben:

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Vitamin D beugt Atemwegsinfektionen vor

Vitamin D beugt Atemwegsinfektionen vor

Vitamin D beugt Atemwegsinfektionen vor

Eine der am häufigsten vorkommenden Erkrankungen, die zu einem Besuch beim Hausarzt führen, ist die akute Atemwegsinfektion. Unter diesen Sammelbegriff fallen verschiedene Krankheitsbilder: von der einfachen Erkältung, über die akute Bronchitis, bis hin zur Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung oder Mandelentzündung.

In den vergangenen Jahren wurden viele Studien über die möglicherweise vorbeugende Wirkung von Vitamin D auf Atemwegsinfektionen durchgeführt. Allerdings waren die Studienergebnisse widersprüchlich: Während einige Studien eine präventive Wirkung bestätigten, fiel das Ergebnis in anderen Studien negativ aus.

Das wissenschaftliche Team um Prof. Adrian Martineau hat nun eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse veröffentlicht, um die bisher publizierten Studienergebnisse zu diesem Thema zusammenzufassen und Faktoren ausfindig zu machen, die eine präventive Wirkung hemmen bzw. fördern.


Was ist eine systematische Übersichtsarbeit?

Eine systematische Übersichtsarbeit fasst die Ergebnisse jeglicher verfügbarer Studien zu einem Forschungsthema zusammen. Dabei werden Ein- und Ausschlusskriterien für die Studien festgelegt, um die Vergleichbarkeit der Studien zu gewährleisten.

Was ist eine Metaanalyse?

Die Metaanalyse ist der (optionale) statistische Bestandteil einer systematischen Übersichtsarbeit. Hierbei werden die Studienergebnisse der verschiedenen Studien statistisch zusammengefasst und bewertet.


In die Auswertung wurden alle verfügbaren Studien eingeschlossen, bei denen Studienteilnehmer einen Supplementierung mit Vitamin D3 oder Vitamin D2 über verschiedene Zeiträume erhielten. Weitere Einschlusskriterien waren, dass die Studien randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert durchgeführt wurden. Aufgrund der Kriterien wurden 25 Studien ausfindig gemacht, die insgesamt 11.321 Studienteilnehmer zwischen 0 und 95 Jahren umfassten.

Studienergebnisse

Die Gesamtauswertung der 25 Studien zeigte, dass eine Vitamin D-Supplementierung das Risiko für akute Atemwegsinfektionen um 12% senkt (mit statistischer Signifikanz).

Weiterhin konnten die Wissenschaftler aus den Daten folgende Erkenntnisse ableiten:

  • Eine tägliche oder wöchentliche Vitamin D-Supplementierung ohne zusätzliche Bolusdosis (d.h. einmalige, sehr hohe Dosis) war ein statistisch signifikanter Schutzfaktor für akute Atemwegsinfektionen. Die Gabe einer oder mehrerer Bolus-Dosen hingegen war kein Schutzfaktor.

Oder einfacher ausgedrückt: Man sollte Vitamin D möglichst täglich (zumindest in der Herbst und Winterzeit) einnehmen.

  • Unter den Studienteilnehmern, die eine tägliche oder wöchentliche Vitamin D-Dosis einnahmen, waren die Schutzeffekte am stärker bei denjenigen erkennbar, die zu Studienbeginn einen Vitamin-D-Status unter 25 nmol/l aufwiesen.

Fazit

Die Einnahme von Vitamin D ist eine wirksame und einfache Methode um das Risiko auf akute Atemwegsinfektionen zu senken, insbesondere bei täglicher oder wöchentlicher Einnahme des Vitamins. Die Wirkung macht sich vor allem bei Personen bemerkbar, die einen Vitamin D-Mangel aufweisen.

Sollten Sie Ihren Vitamin D Spiegel nicht kennen, lassen Sie jetzt messen!

Dass einmalige, sehr hohe Dosen Vitamin D in der Studie keine schützende Wirkung zeigen, erklären die Wissenschaftler durch die stärkeren Konzentrationsschwankungen des Vitamin D im Körper, die bei Bolus-Dosen auftreten. Bei täglicher bzw. wöchentlicher Supplementierung in geringerer Einzeldosis kann eine relativ konstante Konzentration erreicht werden. Hierdurch wird laut Martineau et al. die Aktivität der Enzyme verbessert, die für die Synthese und den Abbau des aktiven Vitamin D-Metaboliten 1,25-Dihydroxyvitamin D verantwortlich sind.


Hier können Sie die originale Studie sogar im Volltext nachlesen:

Martineau, A. R., Jolliffe, D. A., Hooper, R. L., Greenberg, L., Aloia, J. F., Bergman, P., . . . Camargo, C. A. (2017). Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data. British Medical Journal, 356(I6583).

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